Flames of War: Zwei Tiger I für Nordafrika fertig

Die beiden Tiger I für meine Nordafrika-Truppe sind fertig. Damit ist nach den vier zuvor fertiggestellten Tigern in Dunkelgelb mit grüner Tarnung nun auch das Wüstenpaar abgeschlossen.

Die beiden Modelle sind für den Einsatz beim Deutschen Afrikakorps gedacht und entsprechend in einem helleren Wüstenschema bemalt. Die Filteranlagen unterscheiden sie zusätzlich von den anderen Tigern und passen gut zum Einsatzraum Nordafrika.

Bemalung nach der DAK-Anleitung

Bei der Bemalung habe ich mich an meiner bestehenden Anleitung für das Deutsche Afrikakorps orientiert. Dort sind die verwendeten Farben und Arbeitsschritte für das Wüstenschema zusammengefasst.

Zur Bemalanleitung: Flames of War – DAK Bemalanleitung

Entwicklung sowjetischer Panzer – T-26 bis IS-3

Die sowjetische Panzerentwicklung reicht von frühen Zwischenkriegsfahrzeugen wie dem T-26 bis zu schweren Panzern der IS-Familie. Die Übersicht zeigt Entwicklungslinien leichter, mittlerer und schwerer Panzer sowie darauf aufbauender Selbstfahrlafetten. Weitere Hintergründe: T-34 und sowjetische Panzerjäger.

Die Entwicklungslinien im Überblick

Wenn man sich das Bild in Ruhe anschaut, erkennt man grob drei „Linien“: leichte Aufklärer, das Rückgrat der mittleren Panzer und die schweren Brecheisen samt Sturmgeschützen.

Frühe leichte und schnelle Panzer

Ganz oben links fängt alles mit dem T-26 und den BT-Panzern an. Das sind typische Zwischenkriegs-Konstruktionen mit vielen Nieten, dünner Panzerung und dafür ordentlich Geschwindigkeit. T-26 und BT waren eigenständige Entwicklungslinien. Die mehrtürmigen T-28 und T-35 entstanden aus anderen Konzepten der Zwischenkriegszeit; sie waren keine direkten Weiterentwicklungen von T-26 oder BT. Man sieht schön, wie die Idee „mehr Türme hilft mehr“ irgendwann zugunsten besserer Panzerung und eines vernünftigen Hauptturms aufgegeben wird.

Leichte Panzer

Auf der rechten Seite läuft parallel die Linie der leichten Panzer: T-40, T-50, T-60, T-70. Kleine, wendige Kisten, die in der Praxis meistens eher Aufklärung, Sicherung und Unterstützungsaufgaben übernehmen. Wer mal einen T-70 auf dem Spieltisch hatte, weiß, wie winzig der im Vergleich zu einem T-34 ist.

T-34 und mittlere Panzer

In der Mitte steht dann der Star der Show: der T-34. Erst als T-34/76, später als T-34/85 mit der größeren Kanone und dem neuen Turm. In der Grafik verzweigt er sich gleich in mehrere Richtungen: T-43, T-44 und weiter auf dem Weg zum Nachkriegsklassiker T-54/T-55, auch wenn der hier nicht mehr auftaucht. Für uns Tabletopper ist der T-34 sowieso das Arbeitstier – egal ob in Flames of War, anderen Systemen oder einfach als bemaltes Vitrinenmodell.

Selbstfahrlafetten auf T-34-Basis

Aus dem T-34 stammen auch die bekannten Sturmgeschütze SU-85 und SU-100: Turm runter, feste Kasematte drauf, große Kanone rein. Im Bild laufen diese ebenfalls als eigene Linie, zusammen mit SU-122 und weiteren Varianten. Aus spielerischer Sicht sind das oft die Panzerknacker der Liste: nicht ganz so flexibel wie ein Turmpanzer, aber punktetechnisch attraktiv und mit ordentlicher Feuerkraft.

Schwere KV-Panzer

Unten mittig wird es dann richtig schwer. Dort beginnt die KV-Familie mit KV-1 und KV-2 und verzweigt sich in diverse Experimente wie KV-3, KV-5 und KV-220. Viele davon haben es nie in große Stückzahlen geschafft, aber sie zeigen gut, in welche Richtung die sowjetischen Konstrukteure gedacht haben: dicke Panzerung, große Kanone, notfalls ein fliegender Schrank auf Ketten.

Schwere IS-Panzer

Aus dieser Linie entstehen schließlich die IS-Panzer (Iosif Stalin): IS-1, IS-2 und schließlich IS-3. In der Grafik marschieren sie fast wie eine kleine Ahnenreihe nach unten. Der IS-2 war ein schwerer Panzer der späten Kriegsphase, dessen 122-mm-Kanone sowohl gegen befestigte Stellungen als auch gegen gepanzerte Ziele eingesetzt wurde. Der IS-3 mit seiner charakteristischen „Schnabelnase“ wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt, kam aber mit der Roten Armee während des Krieges nicht mehr zum Kampfeinsatz. Er gehört deshalb vor allem in den Übergang zur Nachkriegszeit.

Schwere Selbstfahrlafetten

Rund um die schweren Panzer gruppieren sich die großen Selbstfahrlafetten: SU-152, ISU-122, ISU-152 und ihre Varianten. In der Grafik zweigen sie seitlich von KV und IS ab und illustrieren sehr schön das Konzept: Fahrgestell eines schweren Panzers, gigantische Kanone in einer Kasematte, und los geht’s. Auf dem Spieltisch sind das häufig die „Monster“, die man entweder liebt oder fürchtet – je nachdem, auf welcher Seite man steht.

Entwicklung deutscher Panzer – Panzer I bis Maus

Die Entwicklung deutscher Panzer vom Panzer I bis zum Panzer VIII Maus umfasst zahlreiche Fahrzeugfamilien, Spezialumbauten und nicht verwirklichte Projekte. Die Übersicht zeigt die wichtigsten Entwicklungslinien und ihre Bedeutung für die Zusammenstellung historischer Tabletop-Armeen. Vertiefende Artikel behandeln den Panzer IV, den Jagdpanzer 38(t) und die Sturmgeschütze.

Die Panzer 35(t) und 38(t) waren zwei unterschiedliche tschechoslowakische Konstruktionen, die nach der deutschen Besetzung übernommen wurden. Der Panzer 38(t) war kein direkter Nachfolger des Panzer 35(t), stellte aber ebenfalls eine wichtige Grundlage für den späteren Einsatz tschechoslowakischer Fahrgestelle dar. Aus dem 38(t)-Fahrgestell entwickelt sich in der Grafik eine ganze Seitenlinie: Jagdpanzer 38t Hetzer, Grille, Marder III, Flakpanzer 38(t) und Aufklärungspanzer. Man sieht sehr schön, wie ein solides Fahrgestell immer wieder neu genutzt wird – je nachdem, ob gerade Panzerjäger, Artillerie oder Flak gebraucht wird.

Leichte Panzer I und II

Parallel dazu läuft ganz früh die Linie Panzer I und Panzer II. Beide eher als Schul- und Aufklärungspanzer gedacht, aber zu Kriegsbeginn mangels Alternativen in der ersten Reihe gelandet. Im Stammbaum verzweigen sie sich zu Panzerjäger I, Bison und Wespe. Das Prinzip ist immer ähnlich: man nimmt ein leichtes Chassis, setzt eine größere Kanone oben drauf – und hofft, dass es reicht, bis vernünftige Panzer zur Verfügung stehen.

Panzer III und Panzer IV

Richtig interessant wird es dann mit dem Panzer III und Panzer IV. Panzer III und Panzer IV waren ursprünglich für unterschiedliche Aufgaben vorgesehen: Der Panzer III für den Kampf gegen gegnerische Panzer und der Panzer IV zur Feuerunterstützung. Im Kriegsverlauf übernahm der Panzer IV zunehmend die Rolle des Hauptkampfpanzers. Der wird im Verlauf des Krieges zum eigentlichen Arbeitstier: erst als Kampfpanzer, später als Basis für gefühlt jede denkbare Variante. Aus dem Panzer III gehen die Sturmgeschütze III und die Sturmhaubitze 42 hervor, aus dem Panzer IV dann Sturmpanzer IV Brummbär, Sturmgeschütz IV, Hummel, Nashorn, Flakpanzer IV Wirbelwind und Ostwind. Wer schon einmal eine deutsche Late-War-Armee gebaut hat, kennt dieses Gefühl: am Ende stehen immer irgendwo Panzer-IV-Fahrgestelle auf dem Tisch.

Panther und Jagdpanther

Ein Stück weiter unten verzweigt der Baum in die „mittleren“ und „schweren“ Prestigeprojekte. Der Panzer V Panther bildet eine eigene Familie mit Panther II und dem Jagdpanther. Schlanke Linien, abgeschrägte Panzerung – der Klassiker des späten Krieges. Auf dem Spieltisch sind Panther deutlich teurer als ein Panzer IV, aber eben auch deutlich gefährlicher, wenn sie halbwegs gedeckt bleiben.

Schwere Panzer und Versuchsprojekte

Bei den schweren deutschen Panzern und Panzerjägern sind die Entwicklungswege weniger geradlinig, als eine Stammbaumgrafik vermuten lässt. Tiger I und Tiger II waren eigenständige Konstruktionen mit nur wenigen gemeinsamen Bauteilen. Der Ferdinand beziehungsweise Elefant entstand aus einem anderen Fahrgestellentwurf, dem Porsche-Tiger, während Jagdtiger und Sturmtiger wiederum auf anderen schweren Fahrzeugen basierten. Die E-Serien (E-50, E-75 und E-100), der geplante Löwe und die Maus sollten als separate Entwurfs- und Versuchsprogramme betrachtet werden, nicht als direkt aufeinanderfolgende Serienfahrzeuge. Während die Maus das Prototypenstadium erreichte, blieben mehrere der anderen schweren Projekte Planungen oder unvollendete Entwicklungen.

Weitere Panzerjäger

Zwischendrin tauchen noch ein paar Exoten auf, die man eher aus Bücherregalen (Mid-War-Monster) als vom Spieltisch kennt: Dicker Max, Sturer Emil oder Jagdpanzer IV als weitere Panzerjäger-Zweige. Alle eint der Versuch, mit möglichst großer Feuerkraft gegnerische Panzer auf Distanz zu knacken, notfalls auf einem ziemlich improvisierten Fahrgestell.

Einordnung für das Tabletop-Hobby

Für das Hobby ist dieser Stammbaum gleich mehrfach spannend. Zum einen erkennt man, welche Fahrzeuge logisch zusammengehören, wenn man eine thematisch stimmige Liste bauen möchte:

  • frühe Kriegsjahre mit Panzer I–III, Mardern und leichten Selbstfahrlafetten,
  • Mid-War-Listen mit massenhaft Panzer IV, Sturmgeschützen und den ersten Spezialumbauten,
  • Late-War-Armeen mit Panther, Tiger, schweren Jagdpanzern und dem ganzen „Wunderwaffen“-Anhang.

Zum anderen hilft die Grafik bei der Bemalung. Wenn man sieht, wie viel Technik tatsächlich auf demselben Fahrgestell basiert, versteht man besser, warum bestimmte Details gleich aussehen – Laufrollen, Ketten, Motorabdeckungen – und wo sich spätere Entwürfe bewusst absetzen. Das kann man in der Alterung, Tarnung und Markierung aufgreifen, damit eine Armee wie aus einem Guss wirkt, statt wie ein zufälliger Zirkus aus Einzelmodellen.

Sowjetische Panzerjäger im Zweiten Weltkrieg

Überblick und Einordnung

Die Rote Armee startete 1941 praktisch ohne eigene Selbstfahrlafetten. Die Erfahrungen mit deutschen Sturmgeschützen und der enorme Bedarf an beweglicher Panzerabwehr und Infanterieunterstützung führten ab 1942 zu einem schnellen Aufbau eines ganzen „SU/ISU“-Programms. Diese Fahrzeuge waren meist kasemattierte Geschützwagen auf vorhandenen Panzerfahrgestellen: billiger und schneller zu bauen als Türme, mit Platz für größere Kanonen. Doktrinell wurden sie in selbstfahrenden Artillerieregimentern als mobile Pak-Reserve, Feuerunterstützer im Angriff und als „Überwachungsfeuer“ gegen gegnerische Panzer eingesetzt.

Frühe und improvisierte Panzerjäger (1941–42)

Zu Beginn des Krieges griff die UdSSR auf Übergangslösungen zurück: leichte Fahrgestelle mit starkem Pak-Geschütz, oft mit minimalem Schutz. Typisch waren sehr kleine Serien und harte Verluste, aber sie lieferten wichtige Front-Erfahrungen für spätere Entwürfe.

Leichte Panzerjäger und Begleitgeschütze: SU-76 / SU-76M (ab 1942/43)

Die SU-76 war die zahlenmäßig wichtigste sowjetische leichte Selbstfahrlafette. Mit der 76,2-mm-ZiS-3 auf T-70-Basis war sie ein Mehrzweckfahrzeug: Begleitgeschütz für die Infanterie, mobile Pak und notfalls indirektes Feuer. Nach Kinderkrankheiten der frühen Serie wurde die verbesserte SU-76M ab 1943 zum Standard. Insgesamt entstanden etwa 14.300 Stück, damit war sie nach dem T-34 das zweithäufigste sowjetische Kettenkampffahrzeug des Krieges. Im Einsatz folgte sie den Schützenverbänden durch Wald, Sümpfe oder Städte, wo ihre geringe Bodenlast und Wendigkeit zählten, blieb aber wegen dünner Panzerung und offenem Kampfraum verwundbar.

Mittlere Panzerjäger auf T-34-Basis: SU-85 / SU-85M und SU-100 (1943–45)

Mit dem Auftreten von Tiger und Panther brauchte die Rote Armee 1943 dringend stärkere Panzerabwehr. Die SU-85 setzte eine 85-mm-Kanone in eine T-34-Kasematte und kam ab August 1943 an die Front. Sie war gegen mittlere und schwere deutsche Panzer deutlich wirkungsvoller als die 76-mm-Bewaffnung, wurde aber schon 1944 von besseren Lösungen überholt; rund 2.650 Exemplare wurden gebaut.

Die SU-85M war eine Übergangsserie: bereits der verbesserte Rumpf der späteren SU-100, aber noch mit 85-mm-Kanone, weil 100-mm-Munition und -Geschütze verzögert verfügbar waren.

Ab Herbst 1944 folgte die SU-100 mit der 100-mm-D-10S. Sie konnte praktisch alle deutschen Panzer auf normalen Gefechtsdistanzen bekämpfen und wurde 1945 in großen Offensiven, u. a. in Ungarn und bis Berlin, intensiv eingesetzt. In der Sowjetunion entstanden bis 1946 rund 3.000 SU-100. Weitere Fahrzeuge wurden nach dem Krieg in der Tschechoslowakei gefertigt.

Schwere Panzerjäger und Durchbruchsgeschütze: SU-152, ISU-122, ISU-152 (1943–45)

Parallel zu den mittleren Panzerjägern entstanden schwere Selbstfahrlafetten auf KV- und IS-Fahrgestellen. Die SU-152 (KV-1S-Basis) trat 1943 auf, eigentlich als Sturm- und Bunkerknacker gedacht. Ihr 152-mm-ML-20-Geschütz konnte deutsche schwere Panzer durch reine Sprengwirkung oder Treffer an Schwachstellen ausschalten, was ihr den Ruf als „Bestienjäger“ einbrachte. Die Serie blieb mit etwa 670 Fahrzeugen relativ klein und wurde Ende 1943 von IS-Fahrgestellen abgelöst.

Die ISU-152 war die weiterentwickelte schwere 152-mm-Variante auf IS-Basis, zugleich Sturmgeschütz und schwerer Panzerjäger. Im Angriff räumte sie feste Stellungen und urbane Widerstandsnester, in der Defensive war sie eine gefürchtete Pak-Reserve. Von ihr wurden im Krieg mehrere tausend gebaut.

Die ISU-122 (und die schnellfeuernde ISU-122S) nutzte dieselbe Plattform, aber eine 122-mm-Kanone mit besserer Ballistik und längerer Direktfeuerreichweite. Sie war deshalb stärker auf die Panzerjäger-Rolle ausgerichtet, blieb aber ebenfalls vielseitig einsetzbar. Insgesamt entstanden rund 2.410 ISU-122-Fahrzeuge aller Typen.

Bedeutung im Gesamtkrieg

Sowjetische Panzerjäger im Zweiten Weltkrieg waren weniger eine „Spezialtruppe“ nach westlichem Muster, sondern Teil eines breiten Systems selbstfahrender Artillerie. Von der massenhaften SU-76 für die Infanteriespitze bis zu SU-100 und ISU-122/152 als mobile Panzerabwehr und Durchbruchswerkzeuge stellten sie ab 1943 einen enormen Kraftmultiplikator dar. Ihre Kombination aus einfacher Produktion, starker Bewaffnung und doktrineller Einbindung in großen operativen Offensiven war ein wichtiger Baustein der sowjetischen Siege 1944/45.

T-34 – Entwicklung und Einsatz im Zweiten Weltkrieg

Überblick und Einordnung

Der T-34 war der zentrale sowjetische mittlere Panzer des Zweiten Weltkriegs und eines der prägenden Kampffahrzeuge des 20. Jahrhunderts. Er verband ab 1941 drei Merkmale, die bis dahin selten in einem Panzer zusammenkamen: stark geneigte Panzerung, eine gute Geländegängigkeit durch breite Ketten und relativ hohe Feuerkraft. In der sowjetischen Doktrin war der T-34 das „Arbeitstier“ für operative Durchbrüche, schnelle Ausnutzung in die Tiefe und massierte Panzerstöße. Seine Bedeutung liegt weniger in technischer Perfektion als im Gesamtpaket aus Leistung, einfacher Serienfertigung und enormer Stückzahl. Weitere Zusammenhänge zeigen die Entwicklung sowjetischer Panzer und die sowjetischen Panzerjäger.

Entstehung und frühe Entwicklung (1939–41)

Der T-34 entstand aus den Erfahrungen mit der BT-Schnellpanzerreihe und den Lehren aus dem Spanischen Bürgerkrieg sowie den Kämpfen gegen Japan. Die Konstrukteure um Michail Koschkin setzten auf einen grundlegend neuen Ansatz: dieselbetriebener Motor (weniger brandgefährlich als Benzin), stark geneigte Panzerplatten und ein eher schlichtes, robustes Fahrwerk. 1940/41 liefen die ersten Serien an, noch mit der 76,2-mm-Kanone L-11 bzw. F-34, die zu Kriegsbeginn vielen deutschen Panzern überlegen war. Die Sowjetunion ging mit dem T-34 in den Krieg, bevor Kinderkrankheiten der Produktion wirklich ausgereift waren – was sich in den frühen Feldzügen hart bemerkbar machte.

T-34/76 im Krieg (1941–43)

Beim deutschen Überfall 1941 traf die Wehrmacht erstmals auf größere Zahlen T-34. Taktisch dominierte anfangs aber nicht die Technik, sondern Ausbildung, Funkführung, Wartungslage und Überraschung. Viele T-34 fielen nicht im direkten Panzerkampf, sondern durch Ausfälle, Treibstoffmangel, fehlende Ersatzteile oder Umfassung.
Trotzdem zeigte sich schnell der Kernvorteil: Sobald T-34 in geschlossenen Verbänden geführt wurden, konnten sie mit ihrer Mobilität und Panzerung deutsche Panzertruppen empfindlich treffen. 1942/43 wurde das Fahrzeug stetig vereinfacht und „produk­tions­tauglicher“ gemacht: weniger aufwendige Bauteile, grobere aber schnellere Schweißnähte und ein massiver Ausbau der Fertigung in den ostwärts verlegten Werken. Der T-34/76 wurde damit zum typischen Panzer der sowjetischen Gegenoffensiven von Stalingrad bis Kursk.

Modernisierung zum T-34/85 (1943–45)

Mit dem Auftreten von Panther und Tiger verschob sich das Kräfteverhältnis. Die 76-mm-Kanone blieb brauchbar, hatte aber zunehmend Schwierigkeiten gegen Frontpanzerung und größere Kampfentfernungen. Die Antwort war der T-34/85, eingeführt Anfang 1944: neuer, größerer Dreimann-Turm und 85-mm-Kanone (ZiS-S-53). Damit stieg die Durchschlagskraft deutlich, und vor allem verbesserten sich Kommandofähigkeit und Gefechtsführung, weil Kommandant, Richtschütze und Ladeschütze getrennte Aufgaben hatten.
Der T-34/85 war nicht „besser“ als Panther oder Tiger im Einzelduell, aber er war gut genug, in riesigen Stückzahlen verfügbar und in einer Doktrin eingebettet, die Masse, Tempo und operative Tiefe nutzte. 1944/45 bildete er das Rückgrat der sowjetischen Panzerarmeen von Bagration über die Weichsel-Oder-Operation bis Berlin.

Produktion und Logistik als Schlüssel

Der vielleicht größte „technische“ Vorteil des T-34 war seine industrielle Tauglichkeit. Konstruktion und Fertigung wurden so weit vereinfacht, dass auch unter Evakuationsbedingungen, Bombardierung und Materialknappheit enorm produziert werden konnte. Aus sowjetischer Sicht zählte nicht das perfekte Einzelstück, sondern ein verlässlicher Strom kampffähiger Panzer inklusive Ersatzteilen, Motoren und Munition. Diese Logik machte den T-34 zum typischen Massenpanzer des Krieges und erlaubte es, Verluste rasch zu ersetzen und ganze Frontabschnitte mit Panzerverbänden zu sättigen.

Stärken und Schwächen im Einsatz

Stärken:

  • geneigte Panzerung bot bei moderatem Gewicht hohe Schutzwirkung
  • breite Ketten und gutes Fahrwerk sorgten für exzellente Mobilität in Schlamm, Schnee und Wald
  • Dieselmotor war robust und weniger feuergefährlich
  • einfache Konstruktion erleichterte Reparaturen im Feld und Massenproduktion

Schwächen:

  • frühe Sichtgeräte und Optiken waren unterlegen; Zielerfassung oft schlechter als bei deutschen Panzern
  • Funkgeräte waren anfangs knapp, viele Fahrzeuge konnten nur mit Flaggen geführt werden
  • Verarbeitung schwankte je nach Werk und Kriegsphase
  • Innenraum eng, Ergonomie durchschnittlich; Besatzungen waren schnell erschöpft

In der Praxis bedeutete das: Im Einzelkampf war der T-34 nicht immer überlegen. In der Kombination aus Geländegewinn, flankierenden Manövern, Artillerie- und Infanterieunterstützung und vor allem schierer Verfügbarkeit war er aber hochwirksam.

Historische Bedeutung und Nachwirkung

Der T-34 ist ein Paradebeispiel dafür, wie Technik, Industrie und Doktrin zusammenwirken. Er half der Roten Armee, den Krieg vom defensiven Überleben 1941/42 zum operativen Angriff 1943–45 zu drehen. Nach 1945 blieb er weltweit im Einsatz, wurde in vielen Ländern produziert oder modernisiert und prägte die Panzerentwicklung über Jahrzehnte. Seine Legende ist nicht die des „unbesiegbaren Superpanzers“, sondern die eines ausgewogenen, in der Realität des totalen Krieges perfekten Werkzeugs: stark genug, um zu bestehen, und schlicht genug, um in Zehntausenden zu entstehen.

Entwicklung des deutschen Sturmgeschützes

1. Anforderungen und Hintergrund der Entwicklung

Die Idee zur Entwicklung des Sturmgeschützes (StuG) geht auf den Ersten Weltkrieg zurück, in dem die Infanterie oft an befestigten Stellungen scheiterte. Nach Kriegsende erkannte die Reichswehr, dass zur Unterstützung der Infanterie gepanzerte Fahrzeuge erforderlich waren, die direkte Feuerunterstützung leisten konnten. Diese sollten in der Lage sein, feindliche Stellungen wie Bunker, Maschinengewehrnester oder befestigte Häuser zu bekämpfen. Gleichzeitig sollte das Fahrzeug einfach, robust und vergleichsweise günstig sein.

Im Jahr 1936 formulierte General Erich von Manstein die Anforderungen für ein Fahrzeug, das als „Begleiter der Infanterie“ konzipiert wurde. Dieses Fahrzeug sollte mit einer leistungsstarken Kanone ausgerüstet sein, um eine direkte Feuerunterstützung zu bieten, aber dennoch niedrig und leicht genug bleiben, um Beweglichkeit und Schutz zu gewährleisten. Daraus entwickelte sich die Idee eines gepanzerten Selbstfahrlafetten-Fahrzeugs, das später als Sturmgeschütz bekannt wurde.

2. Entwicklung und die ersten Versionen

Die Firma Daimler-Benz erhielt 1936 den Auftrag, ein Sturmgeschütz zu entwickeln, das auf dem Fahrgestell des Panzer III basieren sollte. Das Fahrzeug sollte eine 75-mm-Kanone in einem festen Aufbau tragen. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Panzer wurde auf einen drehbaren Turm verzichtet, um die Konstruktion zu vereinfachen und die Silhouette niedrig zu halten.

Sturmgeschütz III Ausführung A (StuG III Ausf. A)

  • Einführung: 1940
  • Produktion: 41 Stück
  • Hauptbewaffnung: 7,5-cm-StuK 37 L/24
  • Panzerung: 50 mm
  • Verwendung: Die ersten Fahrzeuge wurden 1940 im Westfeldzug eingesetzt. Sie erwiesen sich als effektive Unterstützung für die Infanterie, insbesondere im Angriff auf befestigte Stellungen.

Die Ausführung A markierte den Beginn einer kontinuierlichen Entwicklung des Sturmgeschützes.

Sturmgeschütz III Ausführung B, C und D

  • Einführung: 1941
  • Produktion: Ausf. B: 300 Stück; Ausf. C: 50 Stück; Ausf. D: 150 Stück
  • Verbesserungen: Stärkere Panzerung (bis zu 50 mm), breitere Ketten für bessere Geländegängigkeit.
  • Einsatz: Diese Varianten wurden auf dem Balkan und an der Ostfront eingesetzt. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf der Infanterieunterstützung.

3. Entwicklung zum Panzerjäger

Mit dem Auftauchen schwer gepanzerter alliierter Panzer, wie des sowjetischen T-34, wurde das Sturmgeschütz zunehmend als Panzerjäger eingesetzt. Es wurden daher größere Kanonen benötigt, um die Panzerung feindlicher Fahrzeuge zu durchschlagen.

Sturmgeschütz III Ausführung F und F/8

  • Einführung: 1942
  • Produktion: Ausf. F: 366 Stück; Ausf. F/8: 250 Stück
  • Hauptbewaffnung: 7,5-cm-StuK 40 L/43 (später L/48)
  • Verbesserungen: Verlängerte Kanone mit höherer Durchschlagskraft, verstärkte Panzerung.
  • Bedeutung: Diese Modelle wurden zunehmend gegen feindliche Panzer eingesetzt und zeigten sich als kosteneffiziente Alternative zu regulären Panzern.

Sturmgeschütz III Ausführung G

  • Einführung: 1942
  • Produktion: Über 8.500 Stück
  • Verbesserungen: Die Ausf. G war die endgültige und am meisten produzierte Version. Sie verfügte über eine noch stärkere Panzerung (80 mm), ein verbessertes Sichtgerät und optionale Seitenschürzen für zusätzlichen Schutz.
  • Bedeutung: Die Ausf. G war vielseitig und konnte sowohl in der Infanterieunterstützung als auch als Panzerjäger effektiv eingesetzt werden.

4. Abwandlungen des Sturmgeschützes

Sturmhaubitze 42 (StuH 42)

  • Einführung: 1942
  • Produktion: Etwa 1.300 Stück
  • Hauptbewaffnung: 10,5-cm-Leichtgeschütz StuH 42 L/28
  • Verwendung: Das StuH 42 wurde speziell für die Bekämpfung von Infanterie und Stellungen entwickelt. Es war besonders effektiv in urbanen Kämpfen.

StuG IV

  • Einführung: 1943
  • Produktion: Über 1.100 Stück
  • Grundlage: Fahrgestell des Panzer IV
  • Bedeutung: Das StuG IV war eine Anpassung des Konzepts auf ein anderes Fahrgestell, um die Produktion flexibler zu gestalten.

5. Produktion und Stückzahlen

Die Produktion des Sturmgeschützes III begann 1940 und erreichte ihren Höhepunkt im Jahr 1944. Insgesamt wurden rund 9.400 Sturmgeschütze III gefertigt. Rechnet man die verwandte Sturmhaubitze 42 hinzu, lag die Gesamtzahl dieser Fahrzeugfamilie bei über 10.000 Stück. Die Firma Alkett war der Hauptproduzent, wobei ab 1943 auch andere Hersteller wie MIAG zur Produktionssteigerung beitrugen.

6. Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Kosteneffizienz: Das StuG war deutlich günstiger als ein vollwertiger Panzer wie der Panzer IV oder Tiger.
  • Niedrige Silhouette: Das flache Profil machte das StuG schwer zu entdecken und zu treffen.
  • Vielseitigkeit: Es konnte sowohl gegen Infanterie als auch Panzer eingesetzt werden.
  • Einfache Konstruktion: Der Verzicht auf einen Drehturm vereinfachte die Produktion und Reparaturen.

Nachteile:

  • Beweglichkeit der Kanone: Der feste Aufbau schränkte die Schusswinkel ein und erforderte präzises Manövrieren.
  • Schutz der Besatzung: Während die Front gut gepanzert war, waren Seiten und Heck anfällig für Angriffe.
  • Eingeschränkte Rundumsicht: Besonders frühe Ausführungen ohne Kommandantenkuppel boten dem Kommandanten weniger Übersicht; spätere Fahrzeuge erhielten verbesserte Beobachtungsmöglichkeiten.

7. Einsatz des StuG im Zweiten Weltkrieg

Frühe Kriegsjahre (1940–1942)

Das Sturmgeschütz bewährte sich schnell in seiner Rolle als Infanterieunterstützung. Im Westfeldzug und auf dem Balkan war es besonders nützlich beim Durchbrechen von Stellungen. An der Ostfront traf es jedoch auf den überraschend leistungsstarken sowjetischen T-34, was eine schnelle Anpassung der Bewaffnung erforderte.

Höhepunkt des Einsatzes (1943–1944)

Ab 1943 wurde das StuG zunehmend als Panzerjäger eingesetzt, da die Wehrmacht auf schwer gepanzerte Gegner traf. Insbesondere die StuG III Ausf. G konnte erfolgreich gegen sowjetische und alliierte Panzer eingesetzt werden. Es spielte eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Panzerangriffen, z. B. in der Schlacht bei Kursk und während der Rückzugsgefechte im Osten.

Späte Kriegsjahre (1944–1945)

Trotz der steigenden Verluste setzte die Wehrmacht bis zum Kriegsende auf das StuG. Es wurde auch zur Verteidigung von Städten und befestigten Stellungen eingesetzt, wo es seine Stärke in der statischen Verteidigung ausspielte.

8. Wahrnehmung durch eigene und gegnerische Truppen

Eigene Truppen:

Das StuG wurde von seinen Besatzungen geschätzt, da es eine gute Überlebensfähigkeit und Feuerkraft bot. Besonders die niedrige Silhouette war ein großer Vorteil. Allerdings gab es auch Kritik an der eingeschränkten Beweglichkeit der Kanone.

Gegnerische Truppen:

Sowohl alliierte als auch sowjetische Truppen respektierten das StuG als gefährlichen Gegner, insbesondere in der Rolle als Panzerjäger. Seine niedrige Silhouette und die starke Bewaffnung machten es zu einem ernsthaften Hindernis.

9. Fazit

Das Sturmgeschütz war eines der vielseitigsten und kosteneffizientesten Fahrzeuge der Wehrmacht. Seine Entwicklung von einem reinen Unterstützungsfahrzeug zu einem multifunktionalen Panzerjäger zeigt, wie flexibel die Wehrmacht auf die Anforderungen des Krieges reagierte. Die große Zahl gebauter Sturmgeschütze und Sturmhaubitzen machte diese Fahrzeugfamilie zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Sturmgeschütz- und Panzerabwehrverbände und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck auf die Militärtechnik seiner Zeit.

Jagdpanzer 38(t) Hetzer – Entwicklung und Einsatz

Der Jagdpanzer 38(t), besser bekannt unter seinem Spitznamen „Hetzer“, war ein kompakter, leicht zu produzierender Panzerjäger der deutschen Wehrmacht. Er entstand als vergleichsweise leichter, in großer Stückzahl herstellbarer Panzerjäger und nutzte eine weiterentwickelte Konstruktion auf Basis des tschechoslowakischen Panzer-38(t)-Fahrwerks. Sein Einsatz lag vor allem in der Panzerabwehr aus gedeckten Stellungen. Mit seiner niedrigen Silhouette, einer starken Hauptbewaffnung und einer vergleichsweise robusten Panzerung war der Hetzer sowohl kosteneffizient als auch kampfstark.

1. Die Anforderungen und Entwicklung

Die Idee für den Hetzer entstand 1943, als sich die deutsche Wehrmacht zunehmend in der Defensive befand und dringend kostengünstige, leicht zu produzierende Panzerjäger benötigte. Das Konzept eines kompakten, schlagkräftigen Jagdpanzers mit einer fixierten Kanone war eine Weiterentwicklung der bisherigen Erfahrungen mit Sturmgeschützen und Jagdpanzern.

Die Entwicklung basierte auf dem Fahrgestell des tschechoslowakischen Panzers 38(t), der sich in den frühen Kriegsjahren als zuverlässig erwiesen hatte. Dieses Fahrgestell wurde modifiziert, um die leistungsstarke 7,5-cm-PaK 39 L/48 aufzunehmen und eine schräge, stark geneigte Frontpanzerung zu integrieren.

Die Produktion begann im Frühjahr 1944. Die heute verbreitete Bezeichnung „Hetzer“ war während des Krieges keineswegs der allgemein übliche Truppenname; in zeitgenössischen Unterlagen überwog die Bezeichnung Jagdpanzer 38.

2. Die Hauptmerkmale des Hetzers

Der Hetzer kombinierte eine Reihe von Eigenschaften, die ihn zu einem effektiven Panzerjäger machten:

  • Niedrige Silhouette: Mit einer Höhe von nur etwa 2,1 Metern war der Hetzer schwer zu entdecken und bot ein kleines Ziel.
  • Geneigte Panzerung: Die Frontpanzerung von 60 mm, die in einem steilen Winkel geneigt war, erhöhte die effektive Panzerungsstärke und bot Schutz vor den meisten mittleren Panzergeschossen.
  • Bewaffnung: Die 7,5-cm-PaK 39 L/48 war in der Lage, die meisten alliierten und sowjetischen Panzer auf Kampfentfernungen zu durchschlagen.
  • Leichte Produktion: Der Hetzer war einfacher und kostengünstiger zu produzieren als schwerere Panzerjäger wie der Jagdpanther.

3. Produktion und Varianten

Die Serienproduktion begann im Frühjahr 1944 zunächst bei BMM; Škoda nahm die Fertigung später auf. Bis Kriegsende wurden mehr als 2.500 Jagdpanzer 38 hergestellt.

Hauptvarianten:
  • Standard-Hetzer: Ausgestattet mit der 7,5-cm-PaK 39 und als Panzerjäger konzipiert.
  • Flammpanzer 38(t): Eine Variante mit einem Flammenwerfer, die für den Einsatz gegen Infanterie und befestigte Stellungen vorgesehen war. Es wurden rund 20 Stück produziert.
  • Bergepanzer 38(t): Ein leicht gepanzertes Bergefahrzeug mit offenem Aufbau auf Basis des Jagdpanzer-38-Fahrgestells.

4. Vor- und Nachteile des Hetzers

Vorteile:

  • Effiziente Panzerung: Die geneigte Frontpanzerung bot überdurchschnittlichen Schutz gegen Panzerabwehrwaffen.
  • Kompaktheit: Der kleine, leicht zu tarnende Aufbau machte ihn ideal für Hinterhalte und statische Verteidigungen.
  • Bewaffnung: Die PaK 39 L/48 war schlagkräftig und ausreichend, um die meisten gegnerischen Panzer zu bekämpfen.
  • Kosteneffizienz: Der Hetzer war vergleichsweise einfach zu produzieren und benötigte weniger Ressourcen als größere Jagdpanzer.

Nachteile:

  • Eingeschränkte Sicht: Die Besatzung litt unter einer schlechten Rundumsicht, was die Gefechtsführung erschwerte.
  • Fixierte Kanone: Die Waffe hatte nur einen begrenzten horizontalen Schwenkbereich, was häufiges Umpositionieren erforderlich machte.
  • Schwache Seiten- und Heckpanzerung: Die Panzerplatten an den Seiten und am Heck waren vergleichsweise dünn und anfällig für Panzerabwehrwaffen.
  • Enge Platzverhältnisse: Die vierköpfige Besatzung arbeitete unter beengten Bedingungen, was die Effektivität beeinträchtigen konnte.

5. Einsatz im Zweiten Weltkrieg

Ostfront:

Der Hetzer wurde häufig zur Unterstützung der deutschen Rückzugsbewegungen und in statischen Verteidigungsstellungen eingesetzt. Mit seiner Fähigkeit, aus verdeckten Positionen effektiv feindliche Panzer zu bekämpfen, war er besonders bei Hinterhalten erfolgreich.

Westfront:

Ab 1944 kam der Jagdpanzer 38 an mehreren Fronten zum Einsatz. In der Normandie und während der Ardennenoffensive gehörte er zu den eingesetzten leichten Panzerjägern; seine Wirkung hing stark von Gelände, Deckung und Einsatzweise ab. Seine niedrige Silhouette und starke Bewaffnung machten ihn besonders effektiv in urbanen und bewaldeten Gebieten.

Balkanfeldzug und Italien:

Der Hetzer wurde auch in schwierigem Terrain wie den Bergen und engen Straßen Italiens und des Balkans eingesetzt. Seine geringe Größe ermöglichte es ihm, selbst in schwer zugänglichen Gebieten zu operieren.

6. Wahrnehmung durch eigene und gegnerische Truppen

Eigene Truppen:

Deutsche Besatzungen schätzten den Hetzer für seine schlagkräftige Kanone und die geneigte Panzerung, beklagten jedoch die beengten Platzverhältnisse und die eingeschränkte Sicht. Der Hetzer wurde als zuverlässiges und effektives Fahrzeug angesehen, insbesondere in der Defensive.

Gegnerische Truppen:

Sowjetische und alliierte Truppen respektierten den Hetzer als gefährlichen Gegner, insbesondere in Hinterhalten. Seine Fähigkeit, gut getarnt zu operieren und feindliche Panzer aus großer Entfernung zu zerstören, machte ihn zu einer ernsten Bedrohung.

7. Nachkriegsnutzung

Nach dem Krieg wurde der Hetzer von der Tschechoslowakei weiterproduziert und unter der Bezeichnung ST-I und ST-III verwendet. Einige Fahrzeuge wurden auch an die Schweiz verkauft und dort bis in die 1970er Jahre genutzt.

8. Historische Einordnung

Der Jagdpanzer 38 war ein vergleichsweise einfacher, niedrig gebauter Panzerjäger mit wirksamer 7,5-cm-Bewaffnung. Seine geringe Silhouette begünstigte den Einsatz in Hinterhalten. Die enge Besatzungsanordnung, begrenzte Sicht und dünne Seitenpanzerung schränkten seine Einsatzmöglichkeiten allerdings deutlich ein. Trotz seiner Schwächen hinterließ der Hetzer einen bleibenden Eindruck auf die Geschichte der Panzerentwicklung und bleibt ein Symbol für die taktische Anpassungsfähigkeit der deutschen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg.

Panzer IV – Entwicklung, Varianten und Einsatz

Der Panzer IV wurde während des gesamten Zweiten Weltkriegs eingesetzt. Ursprünglich als Unterstützungsfahrzeug der Panzerregimenter mit kurzer 7,5-cm-Kanone entwickelt, erhielt er ab 1942 eine langrohrige Bewaffnung und übernahm zunehmend Aufgaben im Kampf gegen gegnerische Panzer. Er war ursprünglich für die Feuerunterstützung innerhalb der Panzerverbände vorgesehen, entwickelte sich jedoch zum Rückgrat der deutschen Panzertruppen und wurde in einer Vielzahl von Rollen verwendet. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung, die verschiedenen Versionen, die Produktion, Vor- und Nachteile sowie den Einsatz des Panzer IV. Ergänzend dazu: Entwicklung deutscher Panzer und Entwicklung der Sturmgeschütze.

1. Die Anforderungen und der Beginn der Entwicklung

Die Entwicklung des Panzer IV begann 1934, als die deutsche Wehrmacht nach einem Fahrzeug suchte, das als schwerer Unterstützungswagen für die Panzer III gedacht war. Der Panzer IV sollte feindliche Infanterie, Artillerie und befestigte Stellungen bekämpfen können, während der Panzer III die Aufgabe hatte, feindliche Panzer zu bekämpfen.

Unter der Leitung von Krupp wurde ein Panzer mit einer kurzen 7,5-cm-KwK 37 L/24 Kanone entwickelt. Dieser Prototyp erfüllte die Anforderungen der Wehrmacht und wurde 1937 als Panzerkampfwagen IV (Sd.Kfz. 161) eingeführt.

2. Die verschiedenen Versionen des Panzer IV

Im Laufe des Krieges wurde der Panzer IV kontinuierlich verbessert, um den sich verändernden Anforderungen auf dem Schlachtfeld gerecht zu werden. Die wichtigsten Serienausführungen reichten von A bis J. Die Bezeichnungen F1 und F2 kennzeichnen die Umstellung von der kurzen zur langen 7,5-cm-Kanone; die Ausführung F2 ging in der Bezeichnung G auf.

Panzer IV Ausführung A (1937)

  • Produktion: 35 Stück
  • Hauptbewaffnung: 7,5-cm-KwK 37 L/24
  • Panzerung: Maximal 14,5 mm
  • Motor: Maybach HL 108 TR (250 PS)
  • Verwendung: Die Ausf. A diente hauptsächlich zur Erprobung und wurde in begrenztem Umfang im Polenfeldzug eingesetzt.

Panzer IV Ausführung B bis F1 (1938–1942)

  • Produktion: Rund 1.100 Stück
  • Verbesserungen: Stärkere Panzerung (bis zu 50 mm bei Ausf. F1), leistungsstärkere Motoren (Maybach HL 120 TRM mit 300 PS), verbesserte Optik.
  • Einsatz: In dieser Konfiguration wurde der Panzer IV bei den Feldzügen in Polen, Frankreich, auf dem Balkan und während des Überfalls auf die Sowjetunion eingesetzt. Besonders im frühen Krieg zeigte sich der Panzer IV als zuverlässig und vielseitig.

Panzer IV Ausführung F2 und G (1942–1943)

  • Produktion: 1.927 Stück
  • Hauptbewaffnung: 7,5-cm-KwK 40 L/43 (später L/48)
  • Panzerung: Erhöhung auf 80 mm an der Front.
  • Bedeutung: Mit der längeren Kanone konnte der Panzer IV feindliche Panzer wie den sowjetischen T-34 und den amerikanischen Sherman effektiv bekämpfen. Dies markierte die Umwandlung des Panzer IV vom Unterstützungsfahrzeug zum Hauptkampfpanzer der Wehrmacht.

Panzer IV Ausführung H und J (1943–1945)

  • Produktion: Rund 5.500 Fahrzeuge (H und J zusammen)
  • Verbesserungen: Seitenschürzen (Schürzenpanzerung) zum Schutz gegen Panzerabwehrwaffen, verbesserte Panzerung (bis zu 80 mm an der Front), vereinfachte Produktion.
  • Bedeutung: Die Ausführung H war der Höhepunkt der Entwicklung. Die Ausführung J führte Vereinfachungen ein, um die Produktion zu beschleunigen, darunter der Verzicht auf den elektrischen Turmantrieb.

3. Produktion und Stückzahlen

Die Produktion des Panzer IV begann 1937 und erreichte während des Krieges ihren Höhepunkt. Insgesamt wurden etwa 8.500 Panzer IV gebaut, davon allein 6.000 in den Jahren 1943–1945. Neben Krupp produzierten auch andere Hersteller wie Nibelungenwerke und Vomag das Fahrzeug, um die steigende Nachfrage zu decken.

Die kontinuierliche Produktion, auch in den späten Kriegsjahren, unterstreicht die Bedeutung des Panzer IV für die deutsche Kriegsführung. Trotz der Einführung modernerer Panzer wie Panther und Tiger blieb der Panzer IV bis Kriegsende ein zentraler Bestandteil der Wehrmacht.

4. Vor- und Nachteile des Panzer IV

Vorteile:

  • Vielseitigkeit: Der Panzer IV konnte in verschiedenen Rollen eingesetzt werden, darunter Infanterieunterstützung, Panzerbekämpfung und Sicherung von Verteidigungslinien.
  • Zuverlässigkeit: Seine Mechanik war robust und weniger anfällig für Ausfälle als komplexere Fahrzeuge wie der Tiger.
  • Modernisierbarkeit: Der Panzer IV konnte mit verbesserter Bewaffnung und Panzerung aufgerüstet werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
  • Große Stückzahlen: Die hohe Produktionsrate ermöglichte es, Verluste schnell auszugleichen.

Nachteile:

  • Panzerung: Trotz Verbesserungen blieb die Panzerung des Panzer IV insbesondere an den Seiten und am Heck vergleichsweise schwach.
  • Feuerkraft: Gegen Ende des Krieges war die 7,5-cm-KwK 40 L/48 in ihrer Durchschlagskraft feindlichen schweren Panzern wie dem IS-2 oder Pershing unterlegen.
  • Grenzen der Weiterentwicklung: Ab 1944 waren die Möglichkeiten zur Verstärkung von Panzerung und Bewaffnung weitgehend ausgeschöpft. Gegen moderne schwere Gegner war der Panzer IV besonders im Frontalgefecht im Nachteil.

5. Einsatz des Panzer IV im Zweiten Weltkrieg

Frühe Kriegsjahre (1939–1941)

In den ersten Feldzügen, einschließlich des Überfalls auf Polen und des Westfeldzugs, zeigte der Panzer IV seine Stärke als Unterstützungsfahrzeug. Seine kurze 7,5-cm-Kanone war effektiv gegen Infanterie und befestigte Stellungen, jedoch weniger gegen Panzer.

Höhepunkt des Einsatzes (1942–1943)

Während des Überfalls auf die Sowjetunion traf die Wehrmacht auf den überlegenen T-34. In dieser Zeit wurde die Panzerung und Bewaffnung des Panzer IV deutlich verbessert, wodurch er zum Hauptkampfpanzer der Wehrmacht wurde. Er spielte eine entscheidende Rolle in Schlachten wie Stalingrad und Kursk.

Späte Kriegsjahre (1944–1945)

Der Panzer IV blieb trotz der Einführung neuerer Panzer wie Panther und Tiger ein wichtiger Bestandteil der deutschen Panzertruppe. Er wurde an verschiedenen Kriegsschauplätzen eingesetzt, darunter Nordafrika, Italien, die Normandie und die Ostfront. Die zunehmende Überlegenheit der alliierten und sowjetischen Streitkräfte machte jedoch deutlich, dass der Panzer IV nicht mehr mit den neuesten Panzern mithalten konnte.

6. Wahrnehmung durch eigene und gegnerische Truppen

Eigene Truppen:

Die deutschen Besatzungen schätzten den Panzer IV wegen seiner Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit. Er war einfacher zu warten und weniger anfällig für technische Probleme als komplexere Modelle. Allerdings wurden die Schwächen in Panzerung und Feuerkraft ab 1944 zunehmend spürbar.

Gegnerische Truppen:

Für alliierte und sowjetische Truppen war der Panzer IV ein respektabler Gegner, insbesondere in seiner modernisierten Form. Während der Panzer IV in den frühen Kriegsjahren als überlegen galt, wurde er gegen Ende des Krieges zunehmend als unterlegen angesehen, insbesondere gegenüber Fahrzeugen wie dem T-34/85, dem Sherman Firefly und dem IS-2.

7. Fazit

Der Panzer IV war das Rückgrat der deutschen Panzerwaffe und blieb während des gesamten Zweiten Weltkriegs im Einsatz. Seine Vielseitigkeit, Zuverlässigkeit und Modernisierbarkeit machten ihn zu einem unverzichtbaren Fahrzeug. Trotz seiner Schwächen in den späten Kriegsjahren bleibt der Panzer IV ein Symbol für die technische Anpassungsfähigkeit und die Herausforderungen, denen sich die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg stellen musste. Mehr als 8.500 Panzer IV wurden gebaut. Als einzige deutsche Panzerbaureihe blieb er während des gesamten Zweiten Weltkriegs in Produktion. Weiterführende Fahrzeugdaten bietet The Tank Museum – Panzer IV.

Flames of War: Vier Tiger I in Dunkelgelb mit grüner Tarnung

In meinem Bestand lagen noch vier halb fertige Tiger I, die seit einiger Zeit auf ihre Fertigstellung gewartet haben. Die Modelle habe ich jetzt zusammengezogen und in einem gemeinsamen Tarnschema fertig bemalt.

Dunkelgelb mit grünen Tarnstreifen

Als Grundfarbe habe ich Dunkelgelb gewählt. Darüber kamen unregelmäßige grüne Tarnstreifen, die sich über Wanne und Turm ziehen. Dadurch bleiben die Fahrzeuge untereinander einheitlich, wirken aber nicht vollkommen identisch.

Bei den vier Tigern habe ich die bereits begonnenen Arbeitsschritte weitergeführt und die vorhandene Bemalung vereinheitlicht. Anschließend kamen Details wie Abschleppseile, Laufwerk, Ketten und die roten Turmnummern dazu. Zum Schluss wurde die Oberfläche noch gealtert, damit die Fahrzeuge nicht frisch aus der Fabrik wirken.

Vier Tiger für den Spieltisch

Die vier Modelle sind jetzt spielbereit und ergänzen meine deutschen Flames-of-War-Panzerverbände. Gerade bei älteren, halb fertigen Modellen lohnt es sich, mehrere Fahrzeuge gemeinsam fertigzustellen. Farbton, Tarnmuster und Alterung lassen sich so deutlich leichter aufeinander abstimmen.

Als Nächstes: zwei Wüsten-Tiger

Damit ist das Tiger-Thema noch nicht abgeschlossen. Zwei weitere Tiger stehen bereits bereit. Diese sollen als Wüstenfahrzeuge gebaut und bemalt werden und erhalten die entsprechenden Filteranlagen. Damit folgt noch ein deutlich anderes Erscheinungsbild als bei den vier jetzt fertiggestellten Fahrzeugen.

Fate of a Nation: Meine geplante IDF-Liste für den Sechstagekrieg 1967

Für mein israelisches Projekt zum Sechstagekrieg 1967 steht jetzt auch die erste konkrete Liste für Fate of a Nation. Als Grundlage dient eine Sherman Tank Company mit 100 Punkten.

Die komplette Liste ist hier abrufbar: Shared List bei FoW Lists.

Sherman Tank Company als Kern

Das HQ besteht aus zwei Sherman mit 75-mm-Kanone für 4 Punkte. Dazu kommen zwei Pflichtzüge mit jeweils vier Isherman mit 105-mm-Kanone für jeweils 16 Punkte sowie ein weiterer Zug mit drei Isherman für 12 Punkte.

  • Sherman Tank Company HQ: 2 Sherman (75mm) – 4 Punkte
  • Sherman Tank Platoon: 4 Isherman (105mm) – 16 Punkte
  • Sherman Tank Platoon: 4 Isherman (105mm) – 16 Punkte
  • Sherman Tank Platoon: 3 Isherman (105mm) – 12 Punkte

Infanterie und Artillerie

Ergänzt wird die Formation durch ein M3 Mech Infantry Platoon für 9 Punkte. Laut Liste besteht es aus fünf FN-FAL-Teams mit MECAR, einem FN-MAG-Team, einem M2 60mm, einem Blindicide und vier M3A.

Für Artillerieunterstützung ist eine M3D 120mm Artillery Battery mit vier M3D für 6 Punkte dabei.

Formation Support

Bei der Unterstützung kommen drei Sho’t mit 105-mm-Kanone für 27 Punkte dazu. Außerdem stehen drei AMX für 6 Punkte sowie ein M3A Sayur Platoon mit zwei Sayur M3A (20mm) und zwei Sayur Jeeps für 4 Punkte in der Liste.

  • 3 Sho’t (105mm) – 27 Punkte
  • 3 AMX – 6 Punkte
  • 2 Sayur M3A (20mm) und 2 Sayur Jeep – 4 Punkte

100 Punkte für 1967

Damit kommt die Liste genau auf 100 Punkte. Der Schwerpunkt liegt klar auf den Sherman-Zügen, während Sho’t, AMX, mechanisierte Infanterie, Artillerie und Sayur die Formation ergänzen.

Für mein Projekt zum Sechstagekrieg ist das damit die erste feste Zielgröße für den Aufbau der israelischen Armee. Die Liste kann später nach den ersten Spielen noch angepasst werden.