Für Fate of a Nation soll eine israelische Armee deutlich nach Sechstagekrieg und Jom-Kippur-Krieg aussehen und sich damit auch optisch von einer späteren Team Yankee-IDF unterscheiden. Der grundsätzliche Bemalablauf bleibt derselbe: ein einheitlicher Fahrzeuggrundton, klar getrennte Infanteriefarben, kontrollierte Washes und eher staubiges als rostiges Weathering.
Der wichtigste Unterschied liegt im Zeitraum. Vallejo führt 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) ausdrücklich für die frühe IDF-Farbgebung. Damit ist die Farbe eine sehr passende gemeinsame Basis für Fahrzeuge des Sechstagekriegs 1967 bis zum Jom-Kippur-Krieg 1973.

Fahrzeuge: IDF Israeli Sand Grey 61–73
Für M50 und M51 Sherman, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t, Halbkettenfahrzeuge und Unterstützungsfahrzeuge verwende ich als gemeinsame Grundfarbe Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73). Der Ton ist deutlich braungrauer und gedeckter als ein klassisches Wüstengelb und passt damit sehr gut zu israelischen Fahrzeugen der Jahre 1967 bis 1973.
Vallejo unterscheidet in seiner historischen Farbübersicht zusätzlich zwischen Sand Grey 67–73 und einem speziellen IDF Sand Grey 73 (71.141) für den Jom-Kippur-Krieg. Für diesen Guide bleibt 70.614 trotzdem bewusst die gemeinsame Basis: Dadurch wirkt die Armee geschlossen und der Farbton passt besonders gut zu einer Streitmacht, die sowohl 1967 als auch 1973 eingesetzt werden soll.
| Bereich | Farbe / Produkt | Hersteller / Nummer |
|---|---|---|
| Grundfarbe | IDF Israeli Sand Grey (61–73) | Vallejo 70.614 |
| Flächenaufhellung | Sand Beige | Vallejo 71.244 |
| Kantenhighlight | Iraqi Sand | Vallejo 70.819 |
| Pin Wash | Brown Wash for German Dark Yellow | A.MIG-1000 |
| Lüfter / tiefe Öffnungen | Schwarzes Oil Wash | Ölfarbe / Oil Wash |
| Reifen / Gummi | German Grey | Vallejo 70.995 |
| Ketten Grundfarbe | Track Primer | Vallejo 70.304 |
| Ketten Wash | Schwarzes Oil Wash | Ölfarbe / Oil Wash |
| MGs / Metall | Gunmetal Grey | Vallejo 70.863 |
| Holz | Flat Brown | Vallejo 70.984 |
| Holz Highlight | Flat Earth | Vallejo 70.983 |
| Planen / Gepäck | Olive Grey | Vallejo 70.888 |
| Staub | Iraqi Sand | Vallejo 70.819 |
Mein Ablauf für M50, M51, AMX-13, Magach und Sho’t
- Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
- 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) flächig mit der Airbrush auftragen.
- Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Sand Beige vorsichtig aufhellen.
- Kanten mit Vallejo Iraqi Sand dezent hervorheben oder trockenbürsten.
- Decals und Fahrzeugmarkierungen aufbringen.
- Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
- Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
- Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
- Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
- Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
- Planen, Kanister, Taschen und weiteres Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
- Zum Schluss hellen Staub und trockenen Schmutz im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.
Bei 15 mm würde ich den Kontrast etwas stärker setzen als bei einem größeren Modell. Gerade M50/M51, AMX-13 und Magach und Centurion (Sho’t) leben von klaren Kanten, dunklen Laufwerken und leicht aufgehellten Oberseiten. Große Rosteffekte passen weniger gut; Staub, ausgebleichte Flächen und kleinere Gebrauchsspuren wirken für die IDF stimmiger.

Infanterie 1967–1973
Die Felduniform Madei Bet wird allgemein als Olive Drab beschrieben. Deshalb wähle ich für Fate of a Nation eine gedämpfte Olive-/Khaki-Palette verwenden und die Figuren erst durch Highlights etwas heller ziehen.
| Bereich | Farbe | Vallejo |
|---|---|---|
| Uniform | Brown Violet | 70.887 |
| Uniform-Highlight | Green Grey | 70.886 |
| Helm | Olive Grey | 70.888 |
| Webbing / Taschen | Green Grey oder Khaki | 70.886 / 70.988 |
| Haut | Flat Flesh | 70.955 |
| Holz | Flat Brown | 70.984 |
| Holz-Highlight | Flat Earth | 70.983 |
| Metall | German Grey | 70.995 |
| Metall-Highlight | London Grey | 70.836 |
| Stiefel | Black | 70.950 |
| Stiefel-Highlight | German Grey | 70.995 |
| Allgemeines Wash | Nuln Oil | Citadel / Games Workshop |
| Gesicht / Haut Wash | Agrax Earthshade | Citadel / Games Workshop |
Mein Ablauf für die Infanterie
- Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
- Uniform mit Brown Violet 70.887 bemalen.
- Helm mit Olive Grey 70.888 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Green Grey 70.886 oder Khaki 70.988 bemalen.
- Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.995 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
- Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
- Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
- Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
- Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
- Helm und Webbing mit Green Grey 70.886 beziehungsweise einer helleren Khaki-Abstufung akzentuieren.
- Haut mit Basic Skin Tone 70.815 aufhellen.
- Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
- Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
- Stiefel mit German Grey 70.995 akzentuieren.
- Bei Fallschirmjägern beziehungsweise Figuren mit Barett die jeweilige Sonderfarbe ergänzen.
- Bases gestalten und den Staubton an Fahrzeuge und Gelände anpassen.
Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit den Grundfarben aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich bei 15 mm vor allem an Schultern, Knien, Taschen, Gesicht und Helmrand.
Fallschirmjäger und Reservisten
Auch Fallschirmjäger und Reservisten bleiben grundsätzlich in derselben olivgrünen Farbfamilie. Abwechslung entsteht eher über leicht unterschiedliche Uniformtöne, Ausrüstung und Kopfbedeckungen als durch komplett andere Uniformfarben.
Gerade bei einer 1967er Armee darf die Infanterie ruhig etwas uneinheitlich wirken: einzelne Uniformen etwas khakiger, andere etwas grüner. Bei den Paratroopers kann ein dunkelroter beziehungsweise bordeauxfarbener Barettton als zusätzlicher Farbakzent verwendet werden, sofern die Figur entsprechend modelliert ist.
Luftunterstützung
Bei der Luftwaffe lohnt sich die Trennung nach Zeitraum. Für den Sechstagekrieg 1967 passen vor allem die frühen israelischen Jets und deren damalige Lackierungen; 1973 sind dagegen A-4 Skyhawk und F-4 Phantom in der typischen mehrfarbigen Wüstentarnung besonders charakteristisch.
1967
Für eine reine Sechstagekrieg-Armee sind Mirage IIIC und andere frühe IAF-Muster eine passende optische Ergänzung. Naturmetall beziehungsweise die zeitgenössischen frühen Lackierungen wirken hier stimmiger als die spätere dreifarbige Tarnung.
1973
Für den Jom-Kippur-Krieg passt die bekannte israelische Dreifarbtarnung aus Sand, Grün und Braun über einer hellen Unterseite. Wer A-4 Skyhawks einsetzt, kann den Bemalablauf aus dem Team-Yankee-Guide grundsätzlich übernehmen, sollte sich aber an einer Maschine aus dem Jahr 1973 orientieren.
Bases
Bei den Bases würde ich denselben Grundgedanken wie beim Team-Yankee-Guide verwenden: trockene, helle Erdtöne, feiner Sand, kleinere Steine und wenig Vegetation. Für Sinai-Platten darf der Ton heller und trockener sein; für Golanhöhen und nördliche Schauplätze kann etwas mehr dunkle Erde und Vegetation verwendet werden.
Der Staubton der Bases sollte sich leicht an den unteren Fahrzeugbereichen wiederfinden. Dadurch wirken Infanterie und Panzer trotz unterschiedlicher Grundfarben als zusammengehörige Armee.
Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee
- Alle M50/M51, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit 70.614 IDF Israeli Sand Grey versehen.
- Fahrzeugdetails, Markierungen, Wash und Weathering in Serie abarbeiten.
- Infanterie zugweise mit der gedeckten Olive-/Khaki-Palette bemalen.
- Fallschirmjäger und Reservisten mit kleinen Farbvariationen ergänzen.
- Luftunterstützung separat passend zum gewählten Zeitraum 1967 oder 1973 bemalen.
- Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.
So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee gleich, während Infanterie, Fahrzeuge und Luftunterstützung trotzdem klar nach dem Zeitraum 1967–1973 aussehen.