In 2026 werden bei GF9 viele Produkte neu aufgelegt oder erscheinen neu, hier eine Übersicht:



Schon wieder ist ein Jahr rum – Zeit, einmal kurz innezuhalten, den Pinsel beiseite zu legen und auf unser Hobbyjahr zurückzuschauen.
Auf meinem Maltisch war 2025 auf jeden Fall ordentlich was los: jede Menge sowjetischer Stahl, ein paar Ausflüge in andere Systeme und natürlich die üblichen „Mal eben schnell“-Nebenprojekte, die dann doch wieder mehr Zeit gefressen haben als geplant.
Besonders Spaß gemacht haben mir dieses Jahr die ganzen kleinen Nebenarbeiten rund ums Hobby: Listen basteln, Bücher wälzen und passende Modelle dazu heraussuchen. Aus ein paar Bildern und Ideen wurden nach und nach Artikel für den Blog – und aus den Artikeln hoffentlich die eine oder andere Inspiration für eure eigenen Armeen.
Was ich an unserem Hobby immer wieder mag: Es ist ein schönes Gegengewicht zum Alltag. Man sitzt am Maltisch, hat Farbe, Figuren und vielleicht ein paar gute Podcasts oder Musik im Hintergrund, und plötzlich ist aus einem grauen Plastikklotz eine fertige Einheit geworden, die beim nächsten Spiel über das Schlachtfeld rollen darf.
Für 2026 liegen jedenfalls schon genug Ideen bereit: weitere Verstärkungen für meine bestehenden Armeen, ein paar neue Formationen, die ich schon viel zu lange vor mir herschiebe, und sicherlich das eine oder andere spontane Projekt, das sich einfach dazwischen drängelt. Es wird also nicht langweilig werden.
Ich wünsche euch einen guten Rutsch, bleibt gesund, habt einen entspannten Jahreswechsel – und kommt gut mit Pinsel, Würfeln und Miniaturen ins neue Jahr.
Wir sehen uns 2026 hier wieder, mit frischer Farbe auf dem Maltisch und hoffentlich vielen neuen Spielen auf dem Tisch.

Nachdem ich mir gestern schon die sowjetische Panzerentwicklung als Stammbaum angeschaut habe, folgt heute das passende Gegenstück: die deutsche Seite. Das Bild zeigt eine ganze Ahnenreihe vom kleinen Panzer I bis hinunter zu den späten Monsterprojekten wie E-75, E-100 oder Panzer VIII Maus. Für uns Tabletopper ist das wieder ein bisschen wie ein Tech-Tree aus dem Computerspiel – nur eben mit viel mehr Blech, Nieten und historischen Umwegen.
Ganz oben steht der Panzer 35(t) und sein Nachfolger, der Panzer 38(t). Beides ursprünglich tschechische Konstruktionen, die nach der Besetzung übernommen und in die Wehrmacht eingegliedert wurden. Aus dem 38(t)-Fahrgestell entwickelt sich in der Grafik eine ganze Seitenlinie: Jagdpanzer 38t Hetzer, Grille, Marder III, Flakpanzer 38t Gepard und Aufklärungspanzer. Man sieht sehr schön, wie ein solides Fahrgestell immer wieder neu genutzt wird – je nachdem, ob gerade Panzerjäger, Artillerie oder Flak gebraucht wird.
Parallel dazu läuft ganz früh die Linie Panzer I und Panzer II. Beide eher als Schul- und Aufklärungspanzer gedacht, aber zu Kriegsbeginn mangels Alternativen in der ersten Reihe gelandet. Im Stammbaum verzweigen sie sich zu Panzerjäger I, Bison und Wespe. Das Prinzip ist immer ähnlich: man nimmt ein leichtes Chassis, setzt eine größere Kanone oben drauf – und hofft, dass es reicht, bis vernünftige Panzer zur Verfügung stehen.
Richtig interessant wird es dann mit dem Panzer III und Panzer IV. Die Grafik zeigt schön, wie alles irgendwann beim Panzer IV landet. Der wird im Verlauf des Krieges zum eigentlichen Arbeitstier: erst als Kampfpanzer, später als Basis für gefühlt jede denkbare Variante. Aus dem Panzer III gehen die Sturmgeschütze III und die Sturmhaubitze 42 hervor, aus dem Panzer IV dann Sturmpanzer IV Brummbär, Sturmgeschütz IV, Hummel, Nashorn, Flakpanzer IV Wirbelwind und Ostwind. Wer schon einmal eine deutsche Late-War-Armee gebaut hat, kennt dieses Gefühl: am Ende stehen immer irgendwo Panzer-IV-Fahrgestelle auf dem Tisch.
Ein Stück weiter unten verzweigt der Baum in die „mittleren“ und „schweren“ Prestigeprojekte. Der Panzer V Panther bildet eine eigene Familie mit Panther II und dem Jagdpanther. Schlanke Linien, abgeschrägte Panzerung – der Klassiker des späten Krieges. Auf dem Spieltisch sind Panther deutlich teurer als ein Panzer IV, aber eben auch deutlich gefährlicher, wenn sie halbwegs gedeckt bleiben.
Die andere, noch wuchtigere Linie beginnt beim Panzer VI Tiger I. Von hier aus führen gleich mehrere Pfeile weiter: Tiger II, Jagdtiger, Sturmtiger, Tiger Porsche und Elefant/Ferdinand. Und von dort geht es hinunter zu den E-Serien (E-50, E-75, E-100) und Konzepten wie Panzer VII Löwe oder Panzer VIII Maus. Viele davon haben es nie über Prototypen oder Zeichnungen hinaus geschafft, aber sie zeigen, in welche Richtung die deutschen Konstrukteure gegen Ende des Krieges gedacht haben: immer dicker, immer schwerer, immer größere Kanonen.
Zwischendrin tauchen noch ein paar Exoten auf, die man eher aus Bücherregalen (Mid-War-Monster) als vom Spieltisch kennt: Dicker Max, Sturer Emil oder Jagdpanzer IV als weitere Panzerjäger-Zweige. Alle eint der Versuch, mit möglichst großer Feuerkraft gegnerische Panzer auf Distanz zu knacken, notfalls auf einem ziemlich improvisierten Fahrgestell.
Für das Hobby ist dieser Stammbaum gleich mehrfach spannend. Zum einen erkennt man, welche Fahrzeuge logisch zusammengehören, wenn man eine thematisch stimmige Liste bauen möchte:
Zum anderen hilft die Grafik bei der Bemalung. Wenn man sieht, wie viel Technik tatsächlich auf demselben Fahrgestell basiert, versteht man besser, warum bestimmte Details gleich aussehen – Laufrollen, Ketten, Motorabdeckungen – und wo sich spätere Entwürfe bewusst absetzen. Das kann man in der Alterung, Tarnung und Markierung aufgreifen, damit eine Armee wie aus einem Guss wirkt, statt wie ein zufälliger Zirkus aus Einzelmodellen.
Ich mag diese Art von Übersichten, weil sie den Blick weiten: Der Tiger steht dann nicht mehr isoliert als „cooler Panzer“, sondern als Teil einer Entwicklungslinie, in der vorher und nachher noch jede Menge spannender Fahrzeuge gespielt werden wollen. Für mich wandert der deutsche Stammbaum daher direkt neben den sowjetischen in den Inspirationsordner – perfekt, um beim nächsten Projekt zu überlegen, welcher Ast als nächstes auf den Maltisch kommt.

Beim Stöbern durchs Netz ist mir diese Grafik in die Hände gefallen, die ich euch nicht vorenthalten möchte: ein schöner Stammbaum der sowjetischen Panzerentwicklung, vom kleinen T-26 der Vorkriegszeit bis hinunter zum bulligen IS-3. Für jemanden, der gerne rote Stahlkolosse über den Tisch schiebt, ist das fast wie ein Tech-Tree im Computerspiel – nur eben in historisch.
Wenn man sich das Bild in Ruhe anschaut, erkennt man grob drei „Linien“: leichte Aufklärer, das Rückgrat der mittleren Panzer und die schweren Brecheisen samt Sturmgeschützen.
Ganz oben links fängt alles mit dem T-26 und den BT-Panzern an. Das sind typische Zwischenkriegs-Konstruktionen mit vielen Nieten, dünner Panzerung und dafür ordentlich Geschwindigkeit. Aus diesen frühen Versuchen wachsen dann sowohl die Mehrturm-Monster T-28 und T-35 als auch später die bekannteren Fahrzeuge. Man sieht schön, wie die Idee „mehr Türme hilft mehr“ irgendwann zugunsten besserer Panzerung und eines vernünftigen Hauptturms aufgegeben wird.
Auf der rechten Seite läuft parallel die Linie der leichten Panzer: T-40, T-50, T-60, T-70. Kleine, wendige Kisten, die in der Praxis meistens eher Aufklärung, Sicherung und Unterstützungsaufgaben übernehmen. Wer mal einen T-70 auf dem Spieltisch hatte, weiß, wie winzig der im Vergleich zu einem T-34 ist.
In der Mitte steht dann der Star der Show: der T-34. Erst als T-34/76, später als T-34/85 mit der größeren Kanone und dem neuen Turm. In der Grafik verzweigt er sich gleich in mehrere Richtungen: T-43, T-44 und weiter auf dem Weg zum Nachkriegsklassiker T-54/T-55, auch wenn der hier nicht mehr auftaucht. Für uns Tabletopper ist der T-34 sowieso das Arbeitstier – egal ob in Flames of War, anderen Systemen oder einfach als bemaltes Vitrinenmodell.
Aus dem T-34 stammen auch die bekannten Sturmgeschütze SU-85 und SU-100: Turm runter, feste Kasematte drauf, große Kanone rein. Im Bild laufen diese ebenfalls als eigene Linie, zusammen mit SU-122 und weiteren Varianten. Aus spielerischer Sicht sind das oft die Panzerknacker der Liste: nicht ganz so flexibel wie ein Turmpanzer, aber punktetechnisch attraktiv und mit ordentlicher Feuerkraft.
Unten mittig wird es dann richtig schwer. Dort beginnt die KV-Familie mit KV-1 und KV-2 und verzweigt sich in diverse Experimente wie KV-3, KV-5 und KV-220. Viele davon haben es nie in große Stückzahlen geschafft, aber sie zeigen gut, in welche Richtung die sowjetischen Konstrukteure gedacht haben: dicke Panzerung, große Kanone, notfalls ein fliegender Schrank auf Ketten.
Aus dieser Linie entstehen schließlich die IS-Panzer (Iosif Stalin): IS-1, IS-2 und schließlich IS-3. In der Grafik marschieren sie fast wie eine kleine Ahnenreihe nach unten. Für mich ist der IS-2 einer der schönsten Panzer überhaupt – elegant, brutal und optisch klar „spätkrieg“. Der IS-3 am Ende mit seiner typischen „Schnabelnase“ ist dann schon ein Ausblick in die Nachkriegszeit und für viele eher mit dem Kalten Krieg verbunden, auch wenn er gegen Kriegsende fertig wurde.
Rund um die schweren Panzer gruppieren sich die großen Selbstfahrlafetten: SU-152, ISU-122, ISU-152 und ihre Varianten. In der Grafik zweigen sie seitlich von KV und IS ab und illustrieren sehr schön das Konzept: Fahrgestell eines schweren Panzers, gigantische Kanone in einer Kasematte, und los geht’s. Auf dem Spieltisch sind das häufig die „Monster“, die man entweder liebt oder fürchtet – je nachdem, auf welcher Seite man steht.
Was ich an dieser Darstellung besonders mag: Man sieht auf einen Blick, wie verwoben das alles ist. Es gibt nicht „den einen“ sowjetischen Panzer, sondern eine ganze Familie von Entwürfen, Experimenten und Übergangslösungen. Viele Fahrzeuge im Bild kennt man vielleicht nur aus Randnotizen oder als obskure Resinmodelle, andere sind absolute Klassiker mit Dutzenden Bausätzen.
Ich finde, man bekommt durch das Bild einen ganz guten Eindruck davon, wie rasant sich die sowjetische Panzertruppe zwischen Ende der 30er und Mitte der 40er entwickelt hat. Von genieteten Kästchen mit dünner Panzerung hin zu massiven, geschwungenen Gusswannen und schweren Geschützen, die problemlos jeden Gegner auf dem Feld knacken konnten.
Das Bild wandert bei mir auf jeden Fall in den Inspirationsordner für künftige Projekte – und vielleicht auch mal als Referenz, wenn ich wieder darüber grüble, welchen sowjetischen Panzer ich als nächstes auf den Tisch stellen möchte.
Im aktuellen Newsletter bedankt sich Battlefront ausdrücklich für das zahlreiche Feedback, das über das Google-Formular eingegangen ist. Als Fan und aktiver Spieler ist das eine der Stellen, an denen man merkt, dass Rückmeldungen aus der Community tatsächlich gelesen und ernst genommen werden.
Aus den gestellten Fragen und den vielen schriftlichen Kommentaren wurden offenbar weitere Anpassungen abgeleitet. Battlefront hat die Punktwerte noch einmal überarbeitet und angekündigt, diese Änderungen in den kommenden Tagen auf der Forces-Website zu veröffentlichen. Es handelt sich also nicht nur um kosmetische Korrekturen, sondern um einen weiteren Schritt, die Balance im Spiel zu verfeinern.
Gerade dieser offene Umgang mit Feedback gefällt mir sehr. Änderungen werden nicht hinter verschlossenen Türen vorgenommen, sondern transparent kommuniziert und nachvollziehbar umgesetzt. Für uns Spieler bedeutet das, dass Armeelisten aktuell bleiben und sich das Meta weiterentwickeln kann, ohne dass man monatelang auf Errata oder neue Bücher warten muss.
Zwei weitere Krieger für meine Rohan-Armee sind fertig geworden und verstärken meine Fußtruppen. Auch hier kommen Contrastfarben zum Einsatz.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und die letzten Tage gehören – wie es sein soll – der Familie, ein bisschen Ruhe und vielleicht der einen oder anderen kleinen Spielrunde. Zeit also, kurz auf das Hobbyjahr zurückzublicken: viele neue Flames-of-War-Projekte, kampagnigeprägte Spiele, frische Miniaturen auf dem Maltisch und zahlreiche Bilder und Artikel hier auf dem Blog.
Vielen Dank an alle, die 2025 vorbeigeschaut, mitgespielt oder einfach nur still mitgelesen haben. Ich freue mich darauf, auch im neuen Jahr wieder Projekte, Armeen und Kampagnen mit euch zu teilen.
Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage im Kreis eurer Liebsten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🎄🎲

Die drei zusätzlichen Teams für meine ‚NAM PAVN (People’s Army of Vietnam) sind fertig. Mit den Contrastfarben sind die schnell bemalt. Der Bemalstandard entspricht nicht meinem gewohnten Perfektionismus, aber hier habe ich bewusst meinen Anspruch nach unten geschraubt, um schnelle eine spielfertige Armee zusammen zu bekommen.

