Wer israelische Panzer bemalt, kommt an den weißen taktischen Markierungen kaum vorbei. Dazu gibt es jetzt eine eigene Übersichtsseite für Team Yankee und Fate of a Nation.
Die Seite erklärt die Bedeutung der Streifen am Kanonenrohr, der Chevrons, Zugnummern und hebräischen Buchstaben. Außerdem geht es um Luftidentifikationsmarkierungen, Unterschiede zwischen den Epochen und die praktische Umsetzung mit Decals auf 15-mm-Modellen.
Passend zu Fate of a Nation gibt es jetzt einen eigenen IDF Painting Guide für den Zeitraum vom Sechstagekrieg bis zum Jom-Kippur-Krieg.
Der Guide arbeitet bei den Fahrzeugen mit Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) als Basis und enthält die abgestimmten Farben für Aufhellungen, Kanten, Washes, Ketten, Holz und Weathering. Für die Infanterie gibt es eine eigene 1967–73-Palette mit Nuln Oil und Agrax Earthshade sowie einen vollständigen Bemalablauf.
Für meine israelische Team Yankee-Armee habe ich den bisherigen Bemalartikel zu einem vollständigen Painting Guide ausgebaut und als eigene Seite zusammengefasst.
Enthalten sind die Fahrzeugfarben für die IDF um 1985, konkrete Vallejo-Farben für Grundton, Aufhellungen und Details, Washes und Ketten sowie eine vollständige Infanterie-Palette mit Schritt-für-Schritt-Ablauf. Auch Skyhawk, Viper, Fallschirmjäger und Bases sind mit aufgenommen.
Victor Pesch zeigt Schritt für Schritt, wie der große polnische Panzerzug PBX05 vorbereitet, im dreifarbigen Tarnschema bemalt und anschließend gealtert wird. Die folgende deutsche Zusammenfassung übernimmt alle Arbeitsschritte und sämtliche offiziellen Schrittbilder.
Montage und Vorbereitung
Schritt 1: Montageübersicht des polnischen Panzerzuges.
Offizielles Schrittbild der Battlefront-Bemalanleitung; die Abbildung lässt sich per WordPress-Lightbox vergrößern.
Schritt 2: Metallteile des Panzerzuges werden entgratet.
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Schritt 3: Resinteile des Panzerzuges werden probeweise angepasst.
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Schritt 4: Resinteile werden vor dem Grundieren gereinigt.
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Schritt 5: Klebeflächen der Resinteile werden angeraut.
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Schritt 6: Antennen und Türme des Panzerzuges werden vorbereitet.
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Metallteile werden entgratet, Resinteile trocken angepasst und von Produktionsstaub befreit. Leicht angeraute Klebeflächen verbessern die Verbindung; Antennen können zusätzlich gestiftet werden.
Grundierung und Tarnschema
Schritt 7: Der polnische Panzerzug mit schwarzer Grundierung.
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Schritt 8: Grüne Grundfarbe und dunkle Schatten auf dem Panzerzug.
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Schritt 9: Plan für das dreifarbige Tarnschema des polnischen Panzerzuges.
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Schritt 10: Braune Grundflächen des Tarnschemas.
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Schritt 11: Ockerfarbene Grundflächen des Tarnschemas.
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Schritt 12: Braune Tarnflächen werden deckend ausgearbeitet.
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Schritt 13: Ockerfarbene Tarnflächen werden in dünnen Schichten ausgearbeitet.
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Auf schwarze Grundierung folgen Russian Green, eine dunkle Lasur und trocken gebürstetes Refractive Green. Die braunen und ockerfarbenen Flecken werden geplant, mit scharfen Rändern angelegt und anschließend in dünnen Schichten deckend ausgearbeitet.
Alterung und Gebrauchsspuren
Schritt 14: Feine Regen- und Schmutzstreifen auf dem Panzerzug.
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Schritt 15: Rußspuren an Geschützen und Schornstein.
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Schritt 16: Metallische Abplatzer werden mit einem weichen Stift gesetzt.
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Schritt 17: Aufgehellte Kanten durch vorsichtiges Trockenbürsten.
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Schritt 18: Lackschäden werden mit einem Schwamm aufgetupft.
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Schritt 19: Staub und getrockneter Schmutz am unteren Fahrzeugrand.
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Regenstreifen, Ruß, Bleistift- und Schwammabplatzer sowie ein leichter Staubauftrag geben dem Zug Tiefe. Jede Technik bleibt optional und kann an den gewünschten Einsatzort angepasst werden.
Details und Abschluss
Schritt 20: Räder des polnischen Panzerzuges mit roten Speichen.
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Schritt 21: Maschinengewehre und Geschützrohre werden bemalt.
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Schritt 22: Bemalte Kohle im Tender des Panzerzuges.
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Schritt 23: Die große Funkantenne des Sturmwagens wird verspannt.
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Schritt 24: Handgemalte polnische Adler und Zugnummern.
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Schritt 25: Bemalte und glänzend versiegelte Scheinwerfer.
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Schritt 26: Der vollständig bemalte polnische Panzerzug.
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Schritt 27: Gesamtansicht des fertig bemalten polnischen Panzerzuges.
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Für Räder, Waffen, Kohle, Antennen, Abzeichen und Scheinwerfer folgen eigene Farbschritte. Die Kohle erhält einen Glanzlack, während die Scheinwerfer mit einem kleinen weißen Lichtpunkt abgeschlossen werden.
Nach dem Listenbau und der Bemalung fehlt bei meinen Israelis noch ein Punkt, der bei den Fahrzeugen erstaunlich viel ausmacht: die taktischen Markierungen. Die weißen Streifen, Chevrons, Zahlen und hebräischen Buchstaben auf israelischen Panzern sind nicht einfach nur Dekoration, sondern bilden ein System zur Kennzeichnung von Bataillon, Kompanie, Zug und einzelnen Fahrzeugen.
Battlefront erklärt dieses System in einem älteren Hobbyartikel zu israelischen Panzerkennzeichnungen. Der Artikel bezieht sich in erster Linie auf die Markierungen der Arabisch-Israelischen Kriege, die Grundlogik findet sich aber auch an späteren IDF-Fahrzeugen und ist deshalb eine sehr gute Hilfe für Merkava, Magach und Sho’t in World War III: Team Yankee.
Die großen weißen taktischen Zeichen sind auf den kleinen Modellen sehr gut sichtbar. Bild: Battlefront Miniatures
Das Grundprinzip der IDF-Markierungen
Battlefront beschreibt ein relativ einfaches Grundschema. Entscheidend ist, dass mehrere Zeichen zusammengehören und nicht beliebig kombiniert werden sollten.
Kennzeichnung
Bedeutung
Grundprinzip
Streifen am Kanonenrohr
Bataillon
ein Streifen = 1. Bataillon, zwei Streifen = 2. Bataillon usw.
Chevron / V-Zeichen
Kompanie
nach unten = 1. Kompanie, nach vorn = 2. Kompanie, nach oben = 3. Kompanie
Zahl
Zug
normalerweise 1, 2, 3 oder 4
hebräischer Buchstabe
Fahrzeug innerhalb des Zuges
Alef (א), Bet (ב), Gimel (ג), teilweise auch Dalet (ד)
breiter weißer Streifen mit schwarzer Umrandung
Luftidentifikation
vor allem für die älteren Konflikte typisch; über Motordeck und teilweise Turmdach
1. Die Streifen am Kanonenrohr: das Bataillon
Am einfachsten zu erkennen sind die weißen Ringe beziehungsweise Streifen am Kanonenrohr. Ihre Anzahl kennzeichnet das Bataillon innerhalb der Brigade. Ein Panzer mit einem Streifen gehört damit zum 1. Bataillon, zwei Streifen stehen für das 2. Bataillon und so weiter.
Dieses Prinzip ist auch bei deutlich späteren Merkava noch zu finden. Für eine Team-Yankee-Armee ist es deshalb eine gute Möglichkeit, alle Panzer einer Formation optisch miteinander zu verbinden.
2. Der Chevron zeigt die Kompanie
Die großen V-förmigen Zeichen kennzeichnen die Kompanie. Bei dem von Battlefront beschriebenen System zeigt der Chevron für die 1. Kompanie nach unten, für die 2. Kompanie nach vorn und für die 3. Kompanie nach oben.
Bei späteren Fahrzeugen gibt es weitere Varianten und zusätzliche Kennzeichnungen an den Kotflügeln. Für das Modell ist vor allem wichtig, dass Chevron und übrige taktische Zeichen zueinander passen. Gerade bei Merkava sollte man deshalb nicht einfach verschiedene Decals nach Optik mischen.
3. Zahl und hebräischer Buchstabe: Zug und einzelner Panzer
Die Zugzuordnung erfolgt über eine Zahl. Battlefront nennt dafür die Zahlen 1 bis 4. Der hebräische Buchstabe kennzeichnet anschließend das einzelne Fahrzeug innerhalb des Zuges. Verwendet werden unter anderem Alef (א), Bet (ב) und Gimel (ג); in späteren Systemen findet sich auch Dalet (ד).
Damit lässt sich ein Fahrzeug sehr konkret lesen. Eine Kennzeichnung wie 3 Bet steht beispielsweise für das mit Bet gekennzeichnete Fahrzeug des 3. Zuges. Auf späteren Merkava tauchen diese Kombinationen zusätzlich auf den großen Markierungstafeln am Turmkorb und auf den Kotflügeln auf.
4. Luftidentifikation: nicht für jede Epoche gleich
Der Battlefront-Artikel beschreibt außerdem einen breiten weißen Streifen mit schwarzer Umrandung als Luftidentifikationsmarkierung. Dieser verlief über das Motordeck und teilweise weiter über die Rückseite beziehungsweise das Turmdach.
Für meine Team-Yankee-Armee würde ich diese Markierung nicht automatisch auf jedes Fahrzeug übernehmen. Sie gehört vor allem zum Erscheinungsbild der früheren Arabisch-Israelischen Kriege. Die taktischen Grundmarkierungen aus Rohrstreifen, Chevron sowie Zug- und Fahrzeugkennung sind für die späteren Fahrzeuge wesentlich hilfreicher.
Ein praktisches Beispiel für Team Yankee
Wenn ich einen Merkava-Zug als Teil des 1. Bataillons, 2. Kompanie, 3. Zug darstellen möchte, ergibt sich daraus ein schlüssiges Schema:
ein weißer Streifen am Kanonenrohr für das 1. Bataillon,
ein nach vorn zeigender Chevron für die 2. Kompanie,
die Zahl 3 für den 3. Zug,
Alef, Bet oder Gimel zur Unterscheidung der einzelnen Panzer.
Damit sehen die Fahrzeuge nicht nur abwechslungsreicher aus, sondern die Decals ergeben auch untereinander Sinn. Für eine komplette Merkava-Formation würde ich deshalb vor dem Aufbringen der Decals einmal festlegen, welches Bataillon, welche Kompanie und welche Zugnummern dargestellt werden sollen.
Decals auf 15-mm-Modellen
Bei 15 mm sind gerade die großen weißen IDF-Markierungen sehr präsent. Deshalb lohnt sich ein sauberer Untergrund. Ich würde die Stelle zunächst mit etwas Glanzlack vorbereiten, das Decal mit Decal Medium beziehungsweise Decal Fix aufbringen und anschließend wieder mit Mattlack versiegeln. Bei langen Rohrstreifen kann es einfacher sein, die Markierung in mehrere kürzere Stücke zu teilen.
Weathering und Staub kommen erst danach. So lassen sich die sehr hellen Decals etwas in die Fahrzeugoberfläche einbinden, ohne dass sie ihre gute Lesbarkeit verlieren.
Nach dem Listenbau geht es an die Bemalung. Bei einer israelischen Team Yankee-Armee ist vor allem wichtig, dass Fahrzeuge, Infanterie und Air Units am Ende als zusammengehörige Streitmacht wirken. Die Modelle sind grundsätzlich nicht kompliziert zu bemalen: Die Fahrzeuge leben von ihrem typischen grau-sandigen Grundton, die Infanterie von klaren Kontrasten und bei Viper und Skyhawk kommt etwas mehr Farbe ins Spiel.
Das aktuelle israelische Battlefront-Buch enthält einen eigenen Painting Guide. Für diesen Guide habe ich dessen Farbpalette mit einem ausführlichen IDF-Painting-Guide von No Dice No Glory kombiniert und auf eine praktikable 15-mm-Arbeitsweise heruntergebrochen.
Der einheitliche IDF-Grundton verbindet Panzer, M113 und Unterstützungsfahrzeuge. Bild: Battlefront Miniatures
Fahrzeuge: der typische IDF-Farbton
Für Merkava, M113, Pereh, M109 und die übrigen Fahrzeuge verwende ich einen gemeinsamen grau-sandigen IDF-Farbton. Für eine Armee um 1985 passt Vallejo 71.142 IDF Sinai Grey 82 sehr gut als Grundfarbe.
Die erste Flächenaufhellung erfolgt mit Vallejo Hemp, das Kantenhighlight anschließend mit Vallejo Sand Beige. Dadurch bleibt der typische graubraune Charakter erhalten, ohne dass die Fahrzeuge zu hell oder zu gelb wirken.
Für Vertiefungen, Luken, Schweißnähte, Nieten und andere Details verwende ich A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow als gezieltes Pin Wash. Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen bekommen zusätzlich ein schwarzes Oil Wash, damit dort mehr Tiefe entsteht.
Bereich
Farbe / Produkt
Hersteller / Nummer
Grundfarbe
IDF Sinai Grey 82
Vallejo 71.142
Flächenaufhellung
Hemp
Vallejo 71.023
Kantenhighlight
Sand Beige
Vallejo 71.244
Pin Wash
Brown Wash for German Dark Yellow
A.MIG-1000
Lüfter / tiefe Öffnungen
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
Reifen / Gummi
German Grey
Vallejo 70.995
Ketten Grundfarbe
Track Primer
Vallejo 70.304
Ketten Wash
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
MGs / Metall
Gunmetal Grey
Vallejo 70.863
Holz
Flat Brown
Vallejo 70.984
Holz Highlight
Flat Earth
Vallejo 70.983
Planen / Gepäck
Olive Grey
Vallejo 70.888
Staub
Iraqi Sand
Vallejo 70.819
Mein Ablauf für Merkava und M113
Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
71.142 IDF Sinai Grey 82 flächig mit der Airbrush auftragen.
Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Hemp vorsichtig aufhellen.
Kanten mit Vallejo Sand Beige dezent hervorheben oder trockenbürsten.
Decals aufbringen.
Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
Staukästen, Planen, Kanister und Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
Zum Schluss Staub und Pigmente im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.
Gerade die Merkava profitieren von zusätzlichem Gepäck. Planen, Kanister, Helme, Kisten oder Tarnnetze brechen die große einfarbige Fläche auf. Beim Weathering würde ich eher mit Staub, Schmutz und kleinen Gebrauchsspuren arbeiten als mit großen Rostflächen.
M113 und Infanterie sollten am Ende farblich zusammenpassen. Bild: Battlefront Miniatures
Infanterie
Battlefront verwendet für die aktuellen israelischen Figuren eine sehr einfache Vallejo-Palette. Das passt gut zu 15 mm, weil die Figuren auf dem Spieltisch vor allem durch klar voneinander getrennte Farbflächen funktionieren.
Bereich
Farbe
Vallejo
Uniform
Yellow Green
70.881
Uniform Highlight
Green Grey
70.886
Helm
Green Grey
70.886
Helm Highlight
Stone Grey
70.884
Webbing
Olive Grey
70.888
Haut
Flat Flesh
70.955
Holz
Brown
70.875
Holz Highlight
Flat Earth
70.983
Metall
German Grey
70.863
Metall Highlight
London Grey
70.836
Stiefel
Black
70.950
Stiefel Highlight
German Grey
70.995
Allgemeines Wash
Nuln Oil
Citadel / Games Workshop
Gesicht / Haut Wash
Agrax Earthshade
Citadel / Games Workshop
Mein Ablauf für die Infanterie
Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
Uniform mit Yellow Green 70.881 bemalen.
Helm mit Green Grey 70.886 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Olive Grey 70.888 bemalen.
Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.863 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
Helm mit Stone Grey 70.884 und Webbing mit Green Grey 70.886 highlighten.
Haut mit Basic Skin Tone 70.815 akzentuieren.
Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
Stiefel mit German Grey 70.995 vorsichtig akzentuieren.
Zum Schluss Gesichter, Hände und besonders exponierte Kanten noch einmal punktuell nachziehen.
Figuren basieren und mit demselben Staubton wie die Fahrzeuge leicht angleichen.
Nach dem Wash werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit der jeweiligen Grundfarbe aufgehellt. Bild: Battlefront Miniatures
Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit der jeweiligen Grundfarbe aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich vor allem an Gesicht, Schultern, Helmrand und Taschen. Bei 15-mm-Figuren darf der Kontrast etwas kräftiger ausfallen, damit er auf dem Spieltisch sichtbar bleibt.
AH-1 Viper
Battlefront gibt für die israelische Viper German Camo Beige 70.821 als Grundfarbe an. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die hellere Tarnung der Hubschrauber.
Ich würde die Viper zunächst komplett in Beige aufbauen, danach Rotoren, Waffen und Cockpit absetzen. Ein gezieltes dunkles Panel-Lining reicht anschließend fast vollständig aus. Bei den Hubschraubern würde ich das Weathering deutlich zurückhaltender halten als bei den Bodenfahrzeugen.
A-4 Skyhawk
Bei den Skyhawks kommt deutlich mehr Farbe ins Spiel. Battlefront nennt für die aktuelle Bemalanleitung folgende Grundfarben:
Basis: Dark Sand 70.847
Tarnfarbe 1: Reflective Green 70.890
Tarnfarbe 2: Flat Earth 70.983
Am einfachsten ist es, zunächst die komplette Maschine mit Dark Sand aufzubauen. Danach werden die grünen und braunen Tarnfelder aufgetragen. Anschließend folgen Cockpit, Metallbereiche, Waffen und Decals. Ein leichtes Panel-Lining genügt, damit die kleinen Flugzeuge nicht zu unruhig wirken.
Fallschirmjäger und Reservisten
Die gleiche Grundpalette funktioniert auch für Reservisten und Paratroopers. Bild: Battlefront Miniatures
Die gleiche Grundpalette funktioniert auch für Reservisten und Paratroopers. Abwechslung entsteht eher über Ausrüstung, Fahrzeuge und Basierung als über komplett andere Uniformfarben.
Wer mehrere Infanteriezüge bemalt, kann einzelne Uniformen leicht Richtung Khaki oder Olive verschieben. Das hält die Einheit optisch zusammen, ohne dass jede Figur identisch aussieht.
Bases
Bei den Bases würde ich einen trockenen, hellen Erdton verwenden. Feiner Sand, kleine Steine und nur wenig Vegetation reichen bereits. Einige trockene Grasbüschel verhindern, dass die Bases völlig leer wirken.
Wichtig ist vor allem, dass Fahrzeuge und Infanterie farblich zusammenpassen. Deshalb würde ich denselben hellen Staubton, der auf den Bases verwendet wird, ganz leicht an die unteren Bereiche der Fahrzeuge bringen.
Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee
Alle Merkava, M113 und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit dem IDF-Grundton versehen.
Fahrzeugdetails, Decals und Weathering in Serie abarbeiten.
Viper und Skyhawks separat bemalen.
Infanterie zugweise als Batch bearbeiten.
Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den verwendeten Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.
So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee möglichst gleich und die Israelis lassen sich relativ schnell als zusammenhängende Streitmacht auf den Tisch bringen.
Für Fate of a Nation soll eine israelische Armee deutlich nach Sechstagekrieg und Jom-Kippur-Krieg aussehen und sich damit auch optisch von einer späteren Team Yankee-IDF unterscheiden. Der grundsätzliche Bemalablauf bleibt derselbe: ein einheitlicher Fahrzeuggrundton, klar getrennte Infanteriefarben, kontrollierte Washes und eher staubiges als rostiges Weathering.
Der wichtigste Unterschied liegt im Zeitraum. Vallejo führt 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) ausdrücklich für die frühe IDF-Farbgebung. Damit ist die Farbe eine sehr passende gemeinsame Basis für Fahrzeuge des Sechstagekriegs 1967 bis zum Jom-Kippur-Krieg 1973.
Israelische Truppen bei Rafah im Juni 1967. Foto: David Rubinger / Government Press Office (Israel), via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Fahrzeuge: IDF Israeli Sand Grey 61–73
Für M50 und M51 Sherman, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t, Halbkettenfahrzeuge und Unterstützungsfahrzeuge verwende ich als gemeinsame Grundfarbe Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73). Der Ton ist deutlich braungrauer und gedeckter als ein klassisches Wüstengelb und passt damit sehr gut zu israelischen Fahrzeugen der Jahre 1967 bis 1973.
Vallejo unterscheidet in seiner historischen Farbübersicht zusätzlich zwischen Sand Grey 67–73 und einem speziellen IDF Sand Grey 73 (71.141) für den Jom-Kippur-Krieg. Für diesen Guide bleibt 70.614 trotzdem bewusst die gemeinsame Basis: Dadurch wirkt die Armee geschlossen und der Farbton passt besonders gut zu einer Streitmacht, die sowohl 1967 als auch 1973 eingesetzt werden soll.
Bereich
Farbe / Produkt
Hersteller / Nummer
Grundfarbe
IDF Israeli Sand Grey (61–73)
Vallejo 70.614
Flächenaufhellung
Sand Beige
Vallejo 71.244
Kantenhighlight
Iraqi Sand
Vallejo 70.819
Pin Wash
Brown Wash for German Dark Yellow
A.MIG-1000
Lüfter / tiefe Öffnungen
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
Reifen / Gummi
German Grey
Vallejo 70.995
Ketten Grundfarbe
Track Primer
Vallejo 70.304
Ketten Wash
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
MGs / Metall
Gunmetal Grey
Vallejo 70.863
Holz
Flat Brown
Vallejo 70.984
Holz Highlight
Flat Earth
Vallejo 70.983
Planen / Gepäck
Olive Grey
Vallejo 70.888
Staub
Iraqi Sand
Vallejo 70.819
Mein Ablauf für M50, M51, AMX-13, Magach und Sho’t
Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) flächig mit der Airbrush auftragen.
Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Sand Beige vorsichtig aufhellen.
Kanten mit Vallejo Iraqi Sand dezent hervorheben oder trockenbürsten.
Decals und Fahrzeugmarkierungen aufbringen.
Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
Planen, Kanister, Taschen und weiteres Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
Zum Schluss hellen Staub und trockenen Schmutz im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.
Bei 15 mm würde ich den Kontrast etwas stärker setzen als bei einem größeren Modell. Gerade M50/M51, AMX-13 und Magach und Centurion (Sho’t) leben von klaren Kanten, dunklen Laufwerken und leicht aufgehellten Oberseiten. Große Rosteffekte passen weniger gut; Staub, ausgebleichte Flächen und kleinere Gebrauchsspuren wirken für die IDF stimmiger.
Israelischer Centurion/Sho’t im Oktober 1973. Foto: Israel Press and Photo Agency / Dan Hadani Collection, National Library of Israel, via Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
Infanterie 1967–1973
Die Felduniform Madei Bet wird allgemein als Olive Drab beschrieben. Deshalb wähle ich für Fate of a Nation eine gedämpfte Olive-/Khaki-Palette verwenden und die Figuren erst durch Highlights etwas heller ziehen.
Bereich
Farbe
Vallejo
Uniform
Brown Violet
70.887
Uniform-Highlight
Green Grey
70.886
Helm
Olive Grey
70.888
Webbing / Taschen
Green Grey oder Khaki
70.886 / 70.988
Haut
Flat Flesh
70.955
Holz
Flat Brown
70.984
Holz-Highlight
Flat Earth
70.983
Metall
German Grey
70.995
Metall-Highlight
London Grey
70.836
Stiefel
Black
70.950
Stiefel-Highlight
German Grey
70.995
Allgemeines Wash
Nuln Oil
Citadel / Games Workshop
Gesicht / Haut Wash
Agrax Earthshade
Citadel / Games Workshop
Mein Ablauf für die Infanterie
Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
Uniform mit Brown Violet 70.887 bemalen.
Helm mit Olive Grey 70.888 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Green Grey 70.886 oder Khaki 70.988 bemalen.
Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.995 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
Helm und Webbing mit Green Grey 70.886 beziehungsweise einer helleren Khaki-Abstufung akzentuieren.
Haut mit Basic Skin Tone 70.815 aufhellen.
Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
Stiefel mit German Grey 70.995 akzentuieren.
Bei Fallschirmjägern beziehungsweise Figuren mit Barett die jeweilige Sonderfarbe ergänzen.
Bases gestalten und den Staubton an Fahrzeuge und Gelände anpassen.
Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit den Grundfarben aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich bei 15 mm vor allem an Schultern, Knien, Taschen, Gesicht und Helmrand.
Fallschirmjäger und Reservisten
Auch Fallschirmjäger und Reservisten bleiben grundsätzlich in derselben olivgrünen Farbfamilie. Abwechslung entsteht eher über leicht unterschiedliche Uniformtöne, Ausrüstung und Kopfbedeckungen als durch komplett andere Uniformfarben.
Gerade bei einer 1967er Armee darf die Infanterie ruhig etwas uneinheitlich wirken: einzelne Uniformen etwas khakiger, andere etwas grüner. Bei den Paratroopers kann ein dunkelroter beziehungsweise bordeauxfarbener Barettton als zusätzlicher Farbakzent verwendet werden, sofern die Figur entsprechend modelliert ist.
Luftunterstützung
Bei der Luftwaffe lohnt sich die Trennung nach Zeitraum. Für den Sechstagekrieg 1967 passen vor allem die frühen israelischen Jets und deren damalige Lackierungen; 1973 sind dagegen A-4 Skyhawk und F-4 Phantom in der typischen mehrfarbigen Wüstentarnung besonders charakteristisch.
1967
Für eine reine Sechstagekrieg-Armee sind Mirage IIIC und andere frühe IAF-Muster eine passende optische Ergänzung. Naturmetall beziehungsweise die zeitgenössischen frühen Lackierungen wirken hier stimmiger als die spätere dreifarbige Tarnung.
1973
Für den Jom-Kippur-Krieg passt die bekannte israelische Dreifarbtarnung aus Sand, Grün und Braun über einer hellen Unterseite. Wer A-4 Skyhawks einsetzt, kann den Bemalablauf aus dem Team-Yankee-Guide grundsätzlich übernehmen, sollte sich aber an einer Maschine aus dem Jahr 1973 orientieren.
Bases
Bei den Bases würde ich denselben Grundgedanken wie beim Team-Yankee-Guide verwenden: trockene, helle Erdtöne, feiner Sand, kleinere Steine und wenig Vegetation. Für Sinai-Platten darf der Ton heller und trockener sein; für Golanhöhen und nördliche Schauplätze kann etwas mehr dunkle Erde und Vegetation verwendet werden.
Der Staubton der Bases sollte sich leicht an den unteren Fahrzeugbereichen wiederfinden. Dadurch wirken Infanterie und Panzer trotz unterschiedlicher Grundfarben als zusammengehörige Armee.
Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee
Alle M50/M51, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit 70.614 IDF Israeli Sand Grey versehen.
Fahrzeugdetails, Markierungen, Wash und Weathering in Serie abarbeiten.
Infanterie zugweise mit der gedeckten Olive-/Khaki-Palette bemalen.
Fallschirmjäger und Reservisten mit kleinen Farbvariationen ergänzen.
Luftunterstützung separat passend zum gewählten Zeitraum 1967 oder 1973 bemalen.
Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.
So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee gleich, während Infanterie, Fahrzeuge und Luftunterstützung trotzdem klar nach dem Zeitraum 1967–1973 aussehen.
Wer schon einmal vor einem Abziehbilderbogen für britische Sherman oder Churchill gesessen hat, kennt das Problem: Die einzelnen Zeichen sehen interessant aus, aber welches gehört eigentlich zu welcher Einheit? Im Italienfeldzug wird die Sache nicht einfacher, denn neben britischen Verbänden kämpften dort auch kanadische, neuseeländische, südafrikanische und polnische Panzertruppen.
Taktisches Zeichen: Das geometrische Zeichen an Turm oder Wannenseite kennzeichnet innerhalb des Regiments die jeweilige Schwadron.
Verbandszeichen: Ein Divisions- oder Brigadesymbol zeigt, zu welchem Großverband das Fahrzeug gehört.
Arm of Service: Das farbige Rechteck mit Nummer ordnet das Fahrzeug seiner Einheit und Aufgabe zu.
Für ein stimmiges Modell sollte man zuerst Einheit und Zeitraum festlegen. Zwischen der Gustav-Linie im Mai 1944, der Gotenstellung ab August und den letzten Kriegsmonaten wechselten Verbände, Unterstellungen und teilweise auch Markierungen.
Panzerdivisionen in Italien
Markierungen der Panzerdivisionen in Italien. Abbildung: Battlefront Miniatures
Den Kern bildeten die 5. Kanadische, die britische 6. und die 6. Südafrikanische Panzerdivision. Die britische 1. Panzerdivision kam erst zur Gotenstellung nach Italien und wurde noch 1944 aufgelöst. Aus der polnischen 2. Panzerbrigade entstand 1945 eine Division, die vor Kriegsende jedoch nicht mehr zu einem größeren Einsatz kam.
Die 7. Panzerdivision war zwar zu Beginn des Jahres 1944 noch in Italien, wurde aber für die Vorbereitung auf die Landung in der Normandie nach Großbritannien verlegt. Ihre 7. Panzerbrigade blieb dagegen im Mittelmeerraum und behielt eigene Traditionszeichen.
Die Brigade führte eine Variante der bekannten Wüstenratte als Verbandszeichen. Bei den Arm-of-Service-Feldern blieb sie bei der Nummernreihe 50 bis 54, wie sie bei Panzerdivisionen üblich war. Das ist eine schöne Möglichkeit, einen britischen Sherman mit deutlichem Bezug zur Wüstenvergangenheit der Einheit zu bauen.
Das Brigadesymbol zeigt ein Pferd auf grünem Grund. Battlefront geht davon aus, dass der Verband in Italien zur roten Arm-of-Service-Reihe 50 bis 54 wechselte. Manche Fahrzeuge konnten außerdem ein weißes Farnblatt auf schwarzem Feld tragen – eine Erinnerung an die Zusammenarbeit mit der 2. Neuseeländischen Division in Nordafrika.
Das auffällige Zeichen der Brigade ist der Liver Bird, das Wappentier der Stadt Liverpool. Die Quellenlage zu den Sherman der Brigade ist dünn; auch Battlefront kennzeichnet die Verwendung der Nummernreihe 50 bis 54 daher als Annahme. Für ein historisch orientiertes Modell sollte man diesen Punkt im Hinterkopf behalten.
4th New Zealand Armoured Brigade
4th New Zealand Armoured Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Die Neuseeländer kombinierten das Arm-of-Service-Zeichen mit dem silbernen Farn als Einheitssymbol. Auch die Nummernfolge war eigenständig. Dadurch heben sich neuseeländische Sherman deutlich von britischen Fahrzeugen ab und lassen sich auf dem Spieltisch schnell erkennen.
1st Canadian Armoured Brigade
1st Canadian Armoured Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Die unabhängige kanadische Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175 auf einem blau-braunen Feld. Beim Verbandszeichen lag ein gelbes Ahornblatt über einem waagerecht schwarz-rot-schwarz geteilten Rechteck. Die Brigade besaß kein eigenes Motor Battalion.
Die polnische Brigade führte den gepanzerten Arm mit Flügelschwert als Brigadesymbol. Ihre Arm-of-Service-Nummern liefen von 50 bis 53. Ein Motor Battalion kam erst hinzu, als der Verband 1945 zur Division erweitert wurde.
Die britischen Tank Brigades
21st Tank Brigade
21st Tank Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Das Diabolo war ein wichtiger Bestandteil des Brigadesymbols. Bis 1944 wurde daraus eine besonders auffällige Kombination aus gelbem Kreis, blauem Diabolo und rotem Teufel. Die Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175. Beim Einsatz an der Gotenstellung wurden die Farben der Arm-of-Service-Felder an die 1. Kanadische Panzerbrigade angeglichen.
25th Tank Brigade
25th Tank Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Hier erscheint ein schwarzes Diabolo auf einem rot-gelben Schild. Nach der Unterstützung kanadischer Truppen beim Durchbruch durch die Hitler-Linie erhielt die Brigade 1944 ein Ahornblatt, das im oberen Dreieck des Zeichens saß. Die Arm-of-Service-Nummern 160 bis 163 standen auf schwarzem Grund.
So gehe ich beim Markieren vor
Zuerst lege ich den Einsatzzeitraum fest: Gustav-Linie, Gotenstellung oder Frühjahr 1945.
Danach wähle ich Brigade beziehungsweise Division und das konkrete Regiment.
Das Verbandszeichen und das passende Arm-of-Service-Feld werden für alle Fahrzeuge des Zuges einheitlich vorbereitet.
Erst anschließend kommen die taktischen Schwadronszeichen und individuelle Fahrzeugnamen hinzu.
Vor dem Versiegeln mit Klarlack vergleiche ich die Anordnung noch einmal mit der Battlefront-Tafel.
Wer die Zeichen nicht von Hand malen möchte, findet viele davon im British Late War (Italy) Decal Set BR948. Der Satz enthält vier Bögen mit Divisionszeichen, taktischen Markierungen und Sternen.
Tropische Uniformen bringen sofort Abwechslung in eine deutsche Fallschirmjäger-Armee. Zwischen beigefarbenen Knochensäcken, gelblich-oliven Hosen, feldgrauen Kleidungsstücken und abgenutzter Ausrüstung entsteht ein deutlich lebendigeres Bild als bei einer völlig einheitlich bemalten Truppe.
Victor Pesch zeigt im englischen Battlefront-Beitrag Painting Tropical Fallschirmjäger, wie er die Figuren für einen Zug im Italien-Thema bemalt. Hier ist die Methode als deutsche Schritt-für-Schritt-Anleitung für 15-mm-Figuren zusammengefasst. Die Bilder stammen von Battlefront Miniatures.
Verwendete Farben
Splittertarn-Knochensack: German Camo Beige 821, Stone Grey 884
Grüne Tarnflecken: Luftwaffe Camouflage Green 823, German Camouflage Bright Green 833
Braune Tarnflecken: Chocolate Brown 872
Tropenhose und unbezogener Helm: Green Ochre 914, Dark Sand 847
Feldgraue Hose: German Field Grey WWII 830; als zweites Highlight mit Stone Grey 884 gemischt
Waffenmetall: Gunmetal Grey 863, Oily Steel 865
Holz: Beige Brown 875, Tan Earth 874
Segeltuch: Stone Grey 884
Lackiertes Metall: Middlestone 882, Dark Sand 847
Braunes Leder: Leather Brown 871, Beige Brown 875
Schwarzes Leder: German Grey 995, Grey Green 866
Haut: Medium Fleshtone 860, Flat Flesh 955
Farbreferenz für die tropischen Fallschirmjäger. Bild: Battlefront Miniatures
Zwischen Grundfarbe und Highlights wird ein schwarzes Wash verwendet.
Bemalung Schritt für Schritt
Schritt 1 – Grundierung und Grundfarben
Die Figuren werden zunächst schwarz grundiert. Damit Beige- und Sandtöne anschließend nicht mühsam direkt über Schwarz aufgebaut werden müssen, folgt eine Khaki-Grundfarbe aus der Airbrush. Wer keine Airbrush besitzt, kann diesen Schritt auch mit mehreren dünnen Pinselschichten erledigen.
Der Knochensack erhält German Camo Beige als hellere Basis. Ein vorsichtiges Trockenbürsten erzeugt bereits die erste Schattierung. Danach werden Hosen, Ausrüstung, Waffen, Haut und Leder sauber als Farbflächen angelegt.
Anschließend wird die komplette Figur mit einem schwarzen Wash behandelt. Das Ergebnis wirkt zunächst sehr dunkel, doch Falten, Gurte und Ausrüstungsdetails werden klar voneinander getrennt.
Der Vorteil dieser Methode: Für die erste Aufhellung können größtenteils wieder die ursprünglichen Grundfarben verwendet werden. Man braucht also nicht für jede Fläche sofort einen eigenen helleren Farbton.
Nach dem schwarzen Wash – Vorderseite. Bild: Battlefront MiniaturesNach dem schwarzen Wash – Rückseite. Bild: Battlefront Miniatures
Schritt 3 – Kanten und erhabene Stellen hervorheben
Nach dem vollständigen Trocknen des Washs werden die erhabenen Flächen wieder mit den jeweiligen Grundfarben bemalt. Das Wash bleibt nur in Vertiefungen und zwischen Details sichtbar.
Ein zweites, gezieltes Highlight lohnt sich vor allem an Gesicht, Kanten der Kleidung, Helm, Metall und stark beanspruchten Lederteilen. Bei 15-mm-Figuren darf dieser Kontrast ruhig etwas kräftiger ausfallen, damit er auf dem Spieltisch noch zu erkennen ist.
Für abgewetzte Gurte und Taschen wird die hellere Lederfarbe nicht als gleichmäßige Linie aufgemalt. Stattdessen tupft man sie vorsichtig und unregelmäßig auf die Kanten. So entstehen kleine Gebrauchsspuren, die natürlicher wirken als ein sauberes Kantenhighlight.
Besonders gut wirkt die Mischung aus tropisch gelblichen und feldgrauen Hosen. Auch die gelb lackierten Helme müssen nicht fabrikneu aussehen: Mit einem kleinen Stück Schwamm lässt sich German Grey vorsichtig auftupfen, sodass an einzelnen Stellen die dunklere Farbe unter dem Tropenanstrich hervortritt.
Das Verfahren eignet sich nicht nur für Italien. Mit kleinen Änderungen funktioniert es ebenso für Fallschirmjäger in Nordafrika und andere deutsche Truppen mit tropischer Bekleidung. Passend zur Anleitung zeigt Battlefront das Fallschirmjäger Platoon (Battleworn), GE763.
Eine neue Bemalanleitung für US-Panzer bei Flames of War ist online. Der Guide zeigt meinen Farbaufbau von der Olive-Drab-Grundfarbe über Highlights, Decals, Chipping und Washes bis zu Ketten, Werkzeugen und Verschmutzung.
Zusätzlich ist auch die Bemalung der Panzerbesatzung mit Hose, Bluse, Gamaschen, Helm und Webbing beschrieben.