Neu: IDF-Fahrzeugmarkierungen für Team Yankee und Fate of a Nation

Wer israelische Panzer bemalt, kommt an den weißen taktischen Markierungen kaum vorbei. Dazu gibt es jetzt eine eigene Übersichtsseite für Team Yankee und Fate of a Nation.

Die Seite erklärt die Bedeutung der Streifen am Kanonenrohr, der Chevrons, Zugnummern und hebräischen Buchstaben. Außerdem geht es um Luftidentifikationsmarkierungen, Unterschiede zwischen den Epochen und die praktische Umsetzung mit Decals auf 15-mm-Modellen.

Zum Guide: IDF-Fahrzeugmarkierungen

Fate of a Nation – Wüstenregeln und Gelände

Für Spiele im Westjordanland, im Gazastreifen und auf dem Sinai unterscheiden sich die typischen Geländeformen deutlich. Diese inoffizielle Spielhilfe fasst dafür Geländeregeln zusammen und ordnet die einzelnen Geländearten nach ihrer regionalen Plausibilität ein.

Die Einstufungen typisch, örtlich und selten beschreiben dabei nicht, wie oft ein Geländestück in jedem Spiel vorkommen muss. Sie zeigen, wie gut die jeweilige Geländeart geografisch zur Region passt.

Westjordanland, Gazastreifen und Sinai

Das Westjordanland wird vor allem durch Kalksteinhöhen, Terrassenfelder, Olivenhaine und Wadis geprägt. Der Gazastreifen ist eine niedrige Küstenebene mit Dünen, Feldern, dichter Bebauung und Wadi Gaza. Auf dem Sinai wechseln sandige Ebenen im Norden, Kies- und Kalksteinplateaus in der Mitte sowie felsiges Gebirge mit Wadis und Oasen im Süden.

Gelände und Bewegung

Die Spielhilfe unterscheidet zwischen Road, Cross-country, Difficult, Very Difficult und Impassable. Zusätzlich werden Geländearten nach ihrer Höhe behandelt: flaches Gelände blockiert keine Sicht, niedriges Gelände kann Concealment geben und hohes Gelände blockiert die Sicht.

Behandelt werden unter anderem harte Wüste und offenes Gelände, Felder und Terrassen, felsiger Boden, Wadis, Olivenhaine, Buschwerk, Palmenhaine, Gebäude und Ruinen, Mauern und alte Wüstenforts, Sanddünen, weicher Sand, Oasen, Salzflächen, Steilhänge, Straßen und Eisenbahnlinien.

Staubwolken und Khamseen

Eine zusätzliche Regel behandelt Staubwolken hinter schnell fahrenden Fahrzeugen. Bewegt sich ein Fahrzeug mehr als 10 cm beziehungsweise 4 Zoll, wird hinter ihm ein Staubmarker platziert. Truppen hinter diesem Marker sind Concealed, erhalten dadurch aber kein Bulletproof Cover.

Als optionale Wetterregel kann außerdem ein Khamseen eingesetzt werden. Vor seinem Eintreffen beginnt der Sandsturm bei einer 1; während des Sturms gelten eingeschränkte Sichtbedingungen nach den Night-Fighting-Regeln. Ab seinem Eintreffen endet er bei einer 5+.

Vor dem Spiel festlegen

Die Spielhilfe empfiehlt, vor Spielbeginn eindeutig festzulegen, welche Kanten, Rampen, Kliffseiten, Waldflächen und Ruinenhöhen tatsächlich regelrelevant sind. Gespielt wird grundsätzlich das, was auf dem Tisch sichtbar modelliert ist.

Downloads

Die Spielhilfe liegt in einer deutschen und einer englischen Fassung vor. Beide PDFs enthalten dieselben Geländearten, Regionsbewertungen und Zusatzregeln.

FAON – Wüstenregeln (deutsch)

PDF mit Wüstenregeln für FAON.

PDF herunterladen

FAON – Dessert Terrain Rules (english)

PDF document with rules for desser terrain in FAON.

PDF herunterladen

Hinweis zum Fanprojekt

Die beiden Dokumente sind ein inoffizielles, nichtkommerzielles Fanprojekt und nicht mit Battlefront Miniatures verbunden oder von Battlefront freigegeben. Die Regeltexte wurden zusammengefasst und neu formuliert; offizielle Publikationen haben Vorrang.

Neu: Fate of a Nation – IDF Painting Guide 1967–1973

Passend zu Fate of a Nation gibt es jetzt einen eigenen IDF Painting Guide für den Zeitraum vom Sechstagekrieg bis zum Jom-Kippur-Krieg.

Der Guide arbeitet bei den Fahrzeugen mit Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) als Basis und enthält die abgestimmten Farben für Aufhellungen, Kanten, Washes, Ketten, Holz und Weathering. Für die Infanterie gibt es eine eigene 1967–73-Palette mit Nuln Oil und Agrax Earthshade sowie einen vollständigen Bemalablauf.

Zum Fate of a Nation – IDF Painting Guide

Neu: Team Yankee – IDF Painting Guide

Für meine israelische Team Yankee-Armee habe ich den bisherigen Bemalartikel zu einem vollständigen Painting Guide ausgebaut und als eigene Seite zusammengefasst.

Enthalten sind die Fahrzeugfarben für die IDF um 1985, konkrete Vallejo-Farben für Grundton, Aufhellungen und Details, Washes und Ketten sowie eine vollständige Infanterie-Palette mit Schritt-für-Schritt-Ablauf. Auch Skyhawk, Viper, Fallschirmjäger und Bases sind mit aufgenommen.

Zum neuen Team Yankee – IDF Painting Guide

Team Yankee – neue Wissensdatenbank zu Fraktionen, Einheiten und Ausrüstung

Aus einer zunächst recht einfachen Recherche zu den Fraktionen und Einheiten von Team Yankee ist inzwischen eine größere Wissensdatenbank geworden.

Die Excel-Datei verbindet die spielbaren Fraktionen, Formationen und Einheiten mit ihrer wichtigsten Ausrüstung und den realen historischen Nutzungszeiträumen. Über ein frei wählbares Vergleichsjahr lässt sich beispielsweise prüfen, welche Systeme 1985 tatsächlich schon oder noch bei der jeweiligen Nation im Einsatz waren.

Aktuell umfasst die Datenbank 22 Fraktionen, 124 Formationen, 475 auswählbare Einheiten und 428 historische Ausrüstungsdatensätze. Dazu kommen Quellen, Datenqualität und Kennzeichnungen für Prototypen, alliierte Unterstützung und andere Sonderfälle.

Eine eigene Seite mit Erklärung, Aufbau, Zielsetzung und Download ist vorbereitet:

Zur Team Yankee – Wissensdatenbank

Hinweis: Die Datenbank wurde mit Unterstützung von KI erstellt und recherchiert. Trotz Quellenangaben können Fehler oder unvollständige Zuordnungen enthalten sein. Sie ist als Recherchehilfe gedacht und ersetzt keine offiziellen Battlefront-Regeln oder historischen Primärquellen.

Team Yankee – Wissensdatenbank

Für Team Yankee gibt es mittlerweile eine große Zahl an Fraktionen, Formationen, Einheiten und Ausrüstungsvarianten. Gleichzeitig liegt das Spiel in einem alternativen Kalter-Krieg-Szenario, in dem nicht jede im Spiel verfügbare Ausrüstung zum gleichen Zeitpunkt tatsächlich bei der jeweiligen Nation im Einsatz war.

Genau daraus ist diese Wissensdatenbank entstanden. Sie soll Spielmaterial und historische Einordnung miteinander verbinden und schnell beantwortbar machen: Welche Fraktion kann welche Einheiten einsetzen? Welche Ausrüstung gehört dazu? Seit wann war dieses System bei der jeweiligen Nation real im Dienst – und war es beispielsweise 1985 tatsächlich verfügbar?

Woher kommt die Wissensdatenbank?

Ausgangspunkt war eine eigene Recherche zu den Fraktionen und Einheiten von Team Yankee. Aus einzelnen Listen, Büchern, Unit Cards und historischen Quellen wurde daraus schrittweise eine strukturierte Excel-Datenbank.

Für die Spielseite werden nach Möglichkeit Battlefront-Quellen und aktuelle Buch- beziehungsweise Unit-Card-Beschreibungen verwendet. Für ältere oder klassische Armeelisten dient unter anderem das öffentlich gepflegte BSData-Team-Yankee-Repository als strukturierter Sekundärabgleich. Die historischen Einsatzzeiträume werden getrennt recherchiert und mit einer eigenen Datenqualität gekennzeichnet.

Was ist das Ziel?

Die Datenbank ist vor allem für Recherche, Armeezusammenstellung und Szenariobau gedacht. Sie soll keine Battlefront-Regelbücher ersetzen, sondern eine zusätzliche Übersicht bieten.

  • Fraktionen und deren übergeordnete Formationen übersichtlich erfassen.
  • Tatsächlich auswählbare Platoons, Troops, Sections, Batteries, Flights und vergleichbare Einheiten getrennt auflisten.
  • Die zugehörige Hauptausrüstung mit der jeweiligen Fraktion verknüpfen.
  • Historische Einführungs- und Außerdienststellungszeiträume erfassen.
  • Prototypen, hypothetische Modernisierungen, Beutegerät und alliierte Unterstützung von regulär national eingeführtem Gerät unterscheiden.
  • Über ein frei wählbares Vergleichsjahr sichtbar machen, welche Systeme zu diesem Zeitpunkt bereits, noch oder nicht mehr im Einsatz waren.

Aktueller Umfang

Stand 24.09.2026 enthält die Arbeitsversion derzeit:

  • 22 Fraktionen
  • 124 übergeordnete Formationen
  • 475 auswählbare Einheiten
  • 428 Datensätze zu Ausrüstung und historischer Nutzung
  • eine eigene Quellensammlung sowie Datenqualitäts- und Statuskennzeichnung

Aufbau der Excel-Datei

Die Datenbank ist bewusst in mehrere Ebenen getrennt. Die Grundstruktur lautet:

Fraktion → Formation → Einheit → Ausrüstung / Historie

BlattInhalt
ÜbersichtKennzahlen und Vergleichsjahr für die historische Einordnung
Fraktionenim Datenbestand erfasste Nationen und Streitkräfte
Formationenübergeordnete Force-/Formation-Diagramme
Einheitenauswählbare Platoons, Troops, Sections, Batteries, Flights usw.
Ausrüstung & HistorieAusrüstungssysteme, Start-/Endjahr, Status, Datenqualität und Quellen
QuellenSpiel- und historische Quellen mit Verwendungszweck
LegendeStatusdefinitionen, Datenqualität und mögliche Vergleichsjahre

Das Vergleichsjahr

Ein zentraler Bestandteil ist das frei wählbare Vergleichsjahr. In der aktuellen Arbeitsdatei steht es standardmäßig auf 1985. Wird das Jahr geändert, aktualisieren sich die historischen Status automatisch.

Ein Ausrüstungssystem kann dabei unter anderem als „Im Einsatz“, „Noch nicht eingeführt“, „Nicht mehr im Einsatz“, „Nie eingeführt / fiktiv“, „Alliierte Unterstützung“ oder „Unklar“ gekennzeichnet werden.

Was die Datenbank bewusst nicht ersetzt

Punktewerte, vollständige Unit-Card-Profile und aktuelle Regeltexte bleiben den offiziellen Battlefront-Regeln vorbehalten. Die Wissensdatenbank ist keine Ersatzregelquelle und soll auch keine vollständigen Regelbücher abbilden.

Sie ist vielmehr eine Recherchehilfe: für historische Armeezusammenstellungen, zeitlich passende Szenarien und für die Frage, wie nah eine konkrete Team Yankee-Auswahl an der realen Ausrüstung einer Nation zu einem bestimmten Zeitpunkt liegt.

Download

Team Yankee – Wissensdatenbank

Excel Liste mit realen Verfügbarkeitsinformationen zu Einheiten in Team Yankee.

Excel-Datei herunterladen

Hinweis zur Erstellung mit KI

Disclaimer: Diese Wissensdatenbank wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt, strukturiert und recherchiert. Die KI wurde insbesondere genutzt, um große Mengen an Spiel- und historischen Informationen zusammenzuführen, Quellen zuzuordnen und die Daten in eine einheitliche Struktur zu bringen.

Trotz Quellenangaben und Plausibilitätsprüfung können Fehler, unvollständige Datensätze oder falsche Zuordnungen enthalten sein. Besonders Einführungs- und Außerdienststellungsdaten können je nach Variante, Teilstreitkraft und Nation unterschiedlich ausfallen. Die Datenbank ist deshalb als Arbeits- und Recherchehilfe zu verstehen, nicht als wissenschaftlich oder militärhistorisch verbindliche Quelle.

Wer einen Fehler findet oder eine bessere Primärquelle kennt, darf sich gerne melden. Die Datenbank soll mit der Zeit weiter verbessert und ergänzt werden.

Team Yankee / Fate of a Nation – IDF Fahrzeugmarkierungen

Nach dem Listenbau und der Bemalung fehlt bei meinen Israelis noch ein Punkt, der bei den Fahrzeugen erstaunlich viel ausmacht: die taktischen Markierungen. Die weißen Streifen, Chevrons, Zahlen und hebräischen Buchstaben auf israelischen Panzern sind nicht einfach nur Dekoration, sondern bilden ein System zur Kennzeichnung von Bataillon, Kompanie, Zug und einzelnen Fahrzeugen.

Battlefront erklärt dieses System in einem älteren Hobbyartikel zu israelischen Panzerkennzeichnungen. Der Artikel bezieht sich in erster Linie auf die Markierungen der Arabisch-Israelischen Kriege, die Grundlogik findet sich aber auch an späteren IDF-Fahrzeugen und ist deshalb eine sehr gute Hilfe für Merkava, Magach und Sho’t in World War III: Team Yankee.

Das Grundprinzip der IDF-Markierungen

Battlefront beschreibt ein relativ einfaches Grundschema. Entscheidend ist, dass mehrere Zeichen zusammengehören und nicht beliebig kombiniert werden sollten.

KennzeichnungBedeutungGrundprinzip
Streifen am KanonenrohrBataillonein Streifen = 1. Bataillon, zwei Streifen = 2. Bataillon usw.
Chevron / V-ZeichenKompanienach unten = 1. Kompanie, nach vorn = 2. Kompanie, nach oben = 3. Kompanie
ZahlZugnormalerweise 1, 2, 3 oder 4
hebräischer BuchstabeFahrzeug innerhalb des ZugesAlef (א), Bet (ב), Gimel (ג), teilweise auch Dalet (ד)
breiter weißer Streifen mit schwarzer UmrandungLuftidentifikationvor allem für die älteren Konflikte typisch; über Motordeck und teilweise Turmdach

1. Die Streifen am Kanonenrohr: das Bataillon

Am einfachsten zu erkennen sind die weißen Ringe beziehungsweise Streifen am Kanonenrohr. Ihre Anzahl kennzeichnet das Bataillon innerhalb der Brigade. Ein Panzer mit einem Streifen gehört damit zum 1. Bataillon, zwei Streifen stehen für das 2. Bataillon und so weiter.

Dieses Prinzip ist auch bei deutlich späteren Merkava noch zu finden. Für eine Team-Yankee-Armee ist es deshalb eine gute Möglichkeit, alle Panzer einer Formation optisch miteinander zu verbinden.

2. Der Chevron zeigt die Kompanie

Die großen V-förmigen Zeichen kennzeichnen die Kompanie. Bei dem von Battlefront beschriebenen System zeigt der Chevron für die 1. Kompanie nach unten, für die 2. Kompanie nach vorn und für die 3. Kompanie nach oben.

Bei späteren Fahrzeugen gibt es weitere Varianten und zusätzliche Kennzeichnungen an den Kotflügeln. Für das Modell ist vor allem wichtig, dass Chevron und übrige taktische Zeichen zueinander passen. Gerade bei Merkava sollte man deshalb nicht einfach verschiedene Decals nach Optik mischen.

3. Zahl und hebräischer Buchstabe: Zug und einzelner Panzer

Die Zugzuordnung erfolgt über eine Zahl. Battlefront nennt dafür die Zahlen 1 bis 4. Der hebräische Buchstabe kennzeichnet anschließend das einzelne Fahrzeug innerhalb des Zuges. Verwendet werden unter anderem Alef (א), Bet (ב) und Gimel (ג); in späteren Systemen findet sich auch Dalet (ד).

Damit lässt sich ein Fahrzeug sehr konkret lesen. Eine Kennzeichnung wie 3 Bet steht beispielsweise für das mit Bet gekennzeichnete Fahrzeug des 3. Zuges. Auf späteren Merkava tauchen diese Kombinationen zusätzlich auf den großen Markierungstafeln am Turmkorb und auf den Kotflügeln auf.

4. Luftidentifikation: nicht für jede Epoche gleich

Der Battlefront-Artikel beschreibt außerdem einen breiten weißen Streifen mit schwarzer Umrandung als Luftidentifikationsmarkierung. Dieser verlief über das Motordeck und teilweise weiter über die Rückseite beziehungsweise das Turmdach.

Für meine Team-Yankee-Armee würde ich diese Markierung nicht automatisch auf jedes Fahrzeug übernehmen. Sie gehört vor allem zum Erscheinungsbild der früheren Arabisch-Israelischen Kriege. Die taktischen Grundmarkierungen aus Rohrstreifen, Chevron sowie Zug- und Fahrzeugkennung sind für die späteren Fahrzeuge wesentlich hilfreicher.

Ein praktisches Beispiel für Team Yankee

Wenn ich einen Merkava-Zug als Teil des 1. Bataillons, 2. Kompanie, 3. Zug darstellen möchte, ergibt sich daraus ein schlüssiges Schema:

  • ein weißer Streifen am Kanonenrohr für das 1. Bataillon,
  • ein nach vorn zeigender Chevron für die 2. Kompanie,
  • die Zahl 3 für den 3. Zug,
  • Alef, Bet oder Gimel zur Unterscheidung der einzelnen Panzer.

Damit sehen die Fahrzeuge nicht nur abwechslungsreicher aus, sondern die Decals ergeben auch untereinander Sinn. Für eine komplette Merkava-Formation würde ich deshalb vor dem Aufbringen der Decals einmal festlegen, welches Bataillon, welche Kompanie und welche Zugnummern dargestellt werden sollen.

Decals auf 15-mm-Modellen

Bei 15 mm sind gerade die großen weißen IDF-Markierungen sehr präsent. Deshalb lohnt sich ein sauberer Untergrund. Ich würde die Stelle zunächst mit etwas Glanzlack vorbereiten, das Decal mit Decal Medium beziehungsweise Decal Fix aufbringen und anschließend wieder mit Mattlack versiegeln. Bei langen Rohrstreifen kann es einfacher sein, die Markierung in mehrere kürzere Stücke zu teilen.

Weathering und Staub kommen erst danach. So lassen sich die sehr hellen Decals etwas in die Fahrzeugoberfläche einbinden, ohne dass sie ihre gute Lesbarkeit verlieren.

Quellen

Team Yankee – IDF Painting Guide

Nach dem Listenbau geht es an die Bemalung. Bei einer israelischen Team Yankee-Armee ist vor allem wichtig, dass Fahrzeuge, Infanterie und Air Units am Ende als zusammengehörige Streitmacht wirken. Die Modelle sind grundsätzlich nicht kompliziert zu bemalen: Die Fahrzeuge leben von ihrem typischen grau-sandigen Grundton, die Infanterie von klaren Kontrasten und bei Viper und Skyhawk kommt etwas mehr Farbe ins Spiel.

Das aktuelle israelische Battlefront-Buch enthält einen eigenen Painting Guide. Für diesen Guide habe ich dessen Farbpalette mit einem ausführlichen IDF-Painting-Guide von No Dice No Glory kombiniert und auf eine praktikable 15-mm-Arbeitsweise heruntergebrochen.

Fahrzeuge: der typische IDF-Farbton

Für Merkava, M113, Pereh, M109 und die übrigen Fahrzeuge verwende ich einen gemeinsamen grau-sandigen IDF-Farbton. Für eine Armee um 1985 passt Vallejo 71.142 IDF Sinai Grey 82 sehr gut als Grundfarbe.

Die erste Flächenaufhellung erfolgt mit Vallejo Hemp, das Kantenhighlight anschließend mit Vallejo Sand Beige. Dadurch bleibt der typische graubraune Charakter erhalten, ohne dass die Fahrzeuge zu hell oder zu gelb wirken.

Für Vertiefungen, Luken, Schweißnähte, Nieten und andere Details verwende ich A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow als gezieltes Pin Wash. Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen bekommen zusätzlich ein schwarzes Oil Wash, damit dort mehr Tiefe entsteht.

Bereich Farbe / Produkt Hersteller / Nummer
GrundfarbeIDF Sinai Grey 82Vallejo 71.142
FlächenaufhellungHempVallejo 71.023
KantenhighlightSand BeigeVallejo 71.244
Pin WashBrown Wash for German Dark YellowA.MIG-1000
Lüfter / tiefe ÖffnungenSchwarzes Oil WashÖlfarbe / Oil Wash
Reifen / GummiGerman GreyVallejo 70.995
Ketten GrundfarbeTrack PrimerVallejo 70.304
Ketten WashSchwarzes Oil WashÖlfarbe / Oil Wash
MGs / MetallGunmetal GreyVallejo 70.863
HolzFlat BrownVallejo 70.984
Holz HighlightFlat EarthVallejo 70.983
Planen / GepäckOlive GreyVallejo 70.888
StaubIraqi SandVallejo 70.819

Mein Ablauf für Merkava und M113

  1. Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
  2. 71.142 IDF Sinai Grey 82 flächig mit der Airbrush auftragen.
  3. Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Hemp vorsichtig aufhellen.
  4. Kanten mit Vallejo Sand Beige dezent hervorheben oder trockenbürsten.
  5. Decals aufbringen.
  6. Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
  7. Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
  8. Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
  9. Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
  10. Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
  11. Staukästen, Planen, Kanister und Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
  12. Zum Schluss Staub und Pigmente im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.

Gerade die Merkava profitieren von zusätzlichem Gepäck. Planen, Kanister, Helme, Kisten oder Tarnnetze brechen die große einfarbige Fläche auf. Beim Weathering würde ich eher mit Staub, Schmutz und kleinen Gebrauchsspuren arbeiten als mit großen Rostflächen.

Infanterie

Battlefront verwendet für die aktuellen israelischen Figuren eine sehr einfache Vallejo-Palette. Das passt gut zu 15 mm, weil die Figuren auf dem Spieltisch vor allem durch klar voneinander getrennte Farbflächen funktionieren.

Bereich Farbe Vallejo
UniformYellow Green70.881
Uniform HighlightGreen Grey70.886
HelmGreen Grey70.886
Helm HighlightStone Grey70.884
WebbingOlive Grey70.888
HautFlat Flesh70.955
HolzBrown70.875
Holz HighlightFlat Earth70.983
MetallGerman Grey70.863
Metall HighlightLondon Grey70.836
StiefelBlack70.950
Stiefel HighlightGerman Grey70.995
Allgemeines WashNuln OilCitadel / Games Workshop
Gesicht / Haut WashAgrax EarthshadeCitadel / Games Workshop

Mein Ablauf für die Infanterie

  1. Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
  2. Uniform mit Yellow Green 70.881 bemalen.
  3. Helm mit Green Grey 70.886 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Olive Grey 70.888 bemalen.
  4. Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.863 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
  5. Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
  6. Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
  7. Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
  8. Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
  9. Helm mit Stone Grey 70.884 und Webbing mit Green Grey 70.886 highlighten.
  10. Haut mit Basic Skin Tone 70.815 akzentuieren.
  11. Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
  12. Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
  13. Stiefel mit German Grey 70.995 vorsichtig akzentuieren.
  14. Zum Schluss Gesichter, Hände und besonders exponierte Kanten noch einmal punktuell nachziehen.
  15. Figuren basieren und mit demselben Staubton wie die Fahrzeuge leicht angleichen.

Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit der jeweiligen Grundfarbe aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich vor allem an Gesicht, Schultern, Helmrand und Taschen. Bei 15-mm-Figuren darf der Kontrast etwas kräftiger ausfallen, damit er auf dem Spieltisch sichtbar bleibt.

AH-1 Viper

Battlefront gibt für die israelische Viper German Camo Beige 70.821 als Grundfarbe an. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die hellere Tarnung der Hubschrauber.

Ich würde die Viper zunächst komplett in Beige aufbauen, danach Rotoren, Waffen und Cockpit absetzen. Ein gezieltes dunkles Panel-Lining reicht anschließend fast vollständig aus. Bei den Hubschraubern würde ich das Weathering deutlich zurückhaltender halten als bei den Bodenfahrzeugen.

A-4 Skyhawk

Bei den Skyhawks kommt deutlich mehr Farbe ins Spiel. Battlefront nennt für die aktuelle Bemalanleitung folgende Grundfarben:

  • Basis: Dark Sand 70.847
  • Tarnfarbe 1: Reflective Green 70.890
  • Tarnfarbe 2: Flat Earth 70.983

Am einfachsten ist es, zunächst die komplette Maschine mit Dark Sand aufzubauen. Danach werden die grünen und braunen Tarnfelder aufgetragen. Anschließend folgen Cockpit, Metallbereiche, Waffen und Decals. Ein leichtes Panel-Lining genügt, damit die kleinen Flugzeuge nicht zu unruhig wirken.

Fallschirmjäger und Reservisten

Die gleiche Grundpalette funktioniert auch für Reservisten und Paratroopers. Abwechslung entsteht eher über Ausrüstung, Fahrzeuge und Basierung als über komplett andere Uniformfarben.

Wer mehrere Infanteriezüge bemalt, kann einzelne Uniformen leicht Richtung Khaki oder Olive verschieben. Das hält die Einheit optisch zusammen, ohne dass jede Figur identisch aussieht.

Bases

Bei den Bases würde ich einen trockenen, hellen Erdton verwenden. Feiner Sand, kleine Steine und nur wenig Vegetation reichen bereits. Einige trockene Grasbüschel verhindern, dass die Bases völlig leer wirken.

Wichtig ist vor allem, dass Fahrzeuge und Infanterie farblich zusammenpassen. Deshalb würde ich denselben hellen Staubton, der auf den Bases verwendet wird, ganz leicht an die unteren Bereiche der Fahrzeuge bringen.

Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee

  1. Alle Merkava, M113 und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit dem IDF-Grundton versehen.
  2. Fahrzeugdetails, Decals und Weathering in Serie abarbeiten.
  3. Viper und Skyhawks separat bemalen.
  4. Infanterie zugweise als Batch bearbeiten.
  5. Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den verwendeten Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.

So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee möglichst gleich und die Israelis lassen sich relativ schnell als zusammenhängende Streitmacht auf den Tisch bringen.

Quellen und weitere Anleitungen

Fate of a Nation – IDF Painting Guide

Für Fate of a Nation soll eine israelische Armee deutlich nach Sechstagekrieg und Jom-Kippur-Krieg aussehen und sich damit auch optisch von einer späteren Team Yankee-IDF unterscheiden. Der grundsätzliche Bemalablauf bleibt derselbe: ein einheitlicher Fahrzeuggrundton, klar getrennte Infanteriefarben, kontrollierte Washes und eher staubiges als rostiges Weathering.

Der wichtigste Unterschied liegt im Zeitraum. Vallejo führt 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) ausdrücklich für die frühe IDF-Farbgebung. Damit ist die Farbe eine sehr passende gemeinsame Basis für Fahrzeuge des Sechstagekriegs 1967 bis zum Jom-Kippur-Krieg 1973.

Fahrzeuge: IDF Israeli Sand Grey 61–73

Für M50 und M51 Sherman, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t, Halbkettenfahrzeuge und Unterstützungsfahrzeuge verwende ich als gemeinsame Grundfarbe Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73). Der Ton ist deutlich braungrauer und gedeckter als ein klassisches Wüstengelb und passt damit sehr gut zu israelischen Fahrzeugen der Jahre 1967 bis 1973.

Vallejo unterscheidet in seiner historischen Farbübersicht zusätzlich zwischen Sand Grey 67–73 und einem speziellen IDF Sand Grey 73 (71.141) für den Jom-Kippur-Krieg. Für diesen Guide bleibt 70.614 trotzdem bewusst die gemeinsame Basis: Dadurch wirkt die Armee geschlossen und der Farbton passt besonders gut zu einer Streitmacht, die sowohl 1967 als auch 1973 eingesetzt werden soll.

Bereich Farbe / Produkt Hersteller / Nummer
GrundfarbeIDF Israeli Sand Grey (61–73)Vallejo 70.614
FlächenaufhellungSand BeigeVallejo 71.244
KantenhighlightIraqi SandVallejo 70.819
Pin WashBrown Wash for German Dark YellowA.MIG-1000
Lüfter / tiefe ÖffnungenSchwarzes Oil WashÖlfarbe / Oil Wash
Reifen / GummiGerman GreyVallejo 70.995
Ketten GrundfarbeTrack PrimerVallejo 70.304
Ketten WashSchwarzes Oil WashÖlfarbe / Oil Wash
MGs / MetallGunmetal GreyVallejo 70.863
HolzFlat BrownVallejo 70.984
Holz HighlightFlat EarthVallejo 70.983
Planen / GepäckOlive GreyVallejo 70.888
StaubIraqi SandVallejo 70.819

Mein Ablauf für M50, M51, AMX-13, Magach und Sho’t

  1. Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
  2. 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) flächig mit der Airbrush auftragen.
  3. Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Sand Beige vorsichtig aufhellen.
  4. Kanten mit Vallejo Iraqi Sand dezent hervorheben oder trockenbürsten.
  5. Decals und Fahrzeugmarkierungen aufbringen.
  6. Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
  7. Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
  8. Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
  9. Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
  10. Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
  11. Planen, Kanister, Taschen und weiteres Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
  12. Zum Schluss hellen Staub und trockenen Schmutz im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.

Bei 15 mm würde ich den Kontrast etwas stärker setzen als bei einem größeren Modell. Gerade M50/M51, AMX-13 und Magach und Centurion (Sho’t) leben von klaren Kanten, dunklen Laufwerken und leicht aufgehellten Oberseiten. Große Rosteffekte passen weniger gut; Staub, ausgebleichte Flächen und kleinere Gebrauchsspuren wirken für die IDF stimmiger.

Infanterie 1967–1973

Die Felduniform Madei Bet wird allgemein als Olive Drab beschrieben. Deshalb wähle ich für Fate of a Nation eine gedämpfte Olive-/Khaki-Palette verwenden und die Figuren erst durch Highlights etwas heller ziehen.

Bereich Farbe Vallejo
UniformBrown Violet70.887
Uniform-HighlightGreen Grey70.886
HelmOlive Grey70.888
Webbing / TaschenGreen Grey oder Khaki70.886 / 70.988
HautFlat Flesh70.955
HolzFlat Brown70.984
Holz-HighlightFlat Earth70.983
MetallGerman Grey70.995
Metall-HighlightLondon Grey70.836
StiefelBlack70.950
Stiefel-HighlightGerman Grey70.995
Allgemeines WashNuln OilCitadel / Games Workshop
Gesicht / Haut WashAgrax EarthshadeCitadel / Games Workshop

Mein Ablauf für die Infanterie

  1. Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
  2. Uniform mit Brown Violet 70.887 bemalen.
  3. Helm mit Olive Grey 70.888 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Green Grey 70.886 oder Khaki 70.988 bemalen.
  4. Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.995 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
  5. Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
  6. Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
  7. Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
  8. Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
  9. Helm und Webbing mit Green Grey 70.886 beziehungsweise einer helleren Khaki-Abstufung akzentuieren.
  10. Haut mit Basic Skin Tone 70.815 aufhellen.
  11. Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
  12. Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
  13. Stiefel mit German Grey 70.995 akzentuieren.
  14. Bei Fallschirmjägern beziehungsweise Figuren mit Barett die jeweilige Sonderfarbe ergänzen.
  15. Bases gestalten und den Staubton an Fahrzeuge und Gelände anpassen.

Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit den Grundfarben aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich bei 15 mm vor allem an Schultern, Knien, Taschen, Gesicht und Helmrand.

Fallschirmjäger und Reservisten

Auch Fallschirmjäger und Reservisten bleiben grundsätzlich in derselben olivgrünen Farbfamilie. Abwechslung entsteht eher über leicht unterschiedliche Uniformtöne, Ausrüstung und Kopfbedeckungen als durch komplett andere Uniformfarben.

Gerade bei einer 1967er Armee darf die Infanterie ruhig etwas uneinheitlich wirken: einzelne Uniformen etwas khakiger, andere etwas grüner. Bei den Paratroopers kann ein dunkelroter beziehungsweise bordeauxfarbener Barettton als zusätzlicher Farbakzent verwendet werden, sofern die Figur entsprechend modelliert ist.

Luftunterstützung

Bei der Luftwaffe lohnt sich die Trennung nach Zeitraum. Für den Sechstagekrieg 1967 passen vor allem die frühen israelischen Jets und deren damalige Lackierungen; 1973 sind dagegen A-4 Skyhawk und F-4 Phantom in der typischen mehrfarbigen Wüstentarnung besonders charakteristisch.

1967

Für eine reine Sechstagekrieg-Armee sind Mirage IIIC und andere frühe IAF-Muster eine passende optische Ergänzung. Naturmetall beziehungsweise die zeitgenössischen frühen Lackierungen wirken hier stimmiger als die spätere dreifarbige Tarnung.

1973

Für den Jom-Kippur-Krieg passt die bekannte israelische Dreifarbtarnung aus Sand, Grün und Braun über einer hellen Unterseite. Wer A-4 Skyhawks einsetzt, kann den Bemalablauf aus dem Team-Yankee-Guide grundsätzlich übernehmen, sollte sich aber an einer Maschine aus dem Jahr 1973 orientieren.

Bases

Bei den Bases würde ich denselben Grundgedanken wie beim Team-Yankee-Guide verwenden: trockene, helle Erdtöne, feiner Sand, kleinere Steine und wenig Vegetation. Für Sinai-Platten darf der Ton heller und trockener sein; für Golanhöhen und nördliche Schauplätze kann etwas mehr dunkle Erde und Vegetation verwendet werden.

Der Staubton der Bases sollte sich leicht an den unteren Fahrzeugbereichen wiederfinden. Dadurch wirken Infanterie und Panzer trotz unterschiedlicher Grundfarben als zusammengehörige Armee.

Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee

  1. Alle M50/M51, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit 70.614 IDF Israeli Sand Grey versehen.
  2. Fahrzeugdetails, Markierungen, Wash und Weathering in Serie abarbeiten.
  3. Infanterie zugweise mit der gedeckten Olive-/Khaki-Palette bemalen.
  4. Fallschirmjäger und Reservisten mit kleinen Farbvariationen ergänzen.
  5. Luftunterstützung separat passend zum gewählten Zeitraum 1967 oder 1973 bemalen.
  6. Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.

So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee gleich, während Infanterie, Fahrzeuge und Luftunterstützung trotzdem klar nach dem Zeitraum 1967–1973 aussehen.

Quellen und Farbreferenzen

Flames of War – Britische Panzermarkierungen in Italien

Wer schon einmal vor einem Abziehbilderbogen für britische Sherman oder Churchill gesessen hat, kennt das Problem: Die einzelnen Zeichen sehen interessant aus, aber welches gehört eigentlich zu welcher Einheit? Im Italienfeldzug wird die Sache nicht einfacher, denn neben britischen Verbänden kämpften dort auch kanadische, neuseeländische, südafrikanische und polnische Panzertruppen.

Wayne Turner hat auf der Battlefront-Community-Seite einen ausführlichen englischen Beitrag über britische Panzereinheiten und ihre Markierungen in Italien veröffentlicht. Hier sind die wichtigsten Punkte als deutsche Referenz für den Maltisch zusammengefasst. Die Markierungstafeln stammen von Battlefront Miniatures.

Welche Zeichen gehören auf den Panzer?

  • Taktisches Zeichen: Das geometrische Zeichen an Turm oder Wannenseite kennzeichnet innerhalb des Regiments die jeweilige Schwadron.
  • Verbandszeichen: Ein Divisions- oder Brigadesymbol zeigt, zu welchem Großverband das Fahrzeug gehört.
  • Arm of Service: Das farbige Rechteck mit Nummer ordnet das Fahrzeug seiner Einheit und Aufgabe zu.

Für ein stimmiges Modell sollte man zuerst Einheit und Zeitraum festlegen. Zwischen der Gustav-Linie im Mai 1944, der Gotenstellung ab August und den letzten Kriegsmonaten wechselten Verbände, Unterstellungen und teilweise auch Markierungen.

Panzerdivisionen in Italien

Den Kern bildeten die 5. Kanadische, die britische 6. und die 6. Südafrikanische Panzerdivision. Die britische 1. Panzerdivision kam erst zur Gotenstellung nach Italien und wurde noch 1944 aufgelöst. Aus der polnischen 2. Panzerbrigade entstand 1945 eine Division, die vor Kriegsende jedoch nicht mehr zu einem größeren Einsatz kam.

Die 7. Panzerdivision war zwar zu Beginn des Jahres 1944 noch in Italien, wurde aber für die Vorbereitung auf die Landung in der Normandie nach Großbritannien verlegt. Ihre 7. Panzerbrigade blieb dagegen im Mittelmeerraum und behielt eigene Traditionszeichen.

Unabhängige Panzerbrigaden

7th Armoured Brigade

Die Brigade führte eine Variante der bekannten Wüstenratte als Verbandszeichen. Bei den Arm-of-Service-Feldern blieb sie bei der Nummernreihe 50 bis 54, wie sie bei Panzerdivisionen üblich war. Das ist eine schöne Möglichkeit, einen britischen Sherman mit deutlichem Bezug zur Wüstenvergangenheit der Einheit zu bauen.

9th Armoured Brigade

Das Brigadesymbol zeigt ein Pferd auf grünem Grund. Battlefront geht davon aus, dass der Verband in Italien zur roten Arm-of-Service-Reihe 50 bis 54 wechselte. Manche Fahrzeuge konnten außerdem ein weißes Farnblatt auf schwarzem Feld tragen – eine Erinnerung an die Zusammenarbeit mit der 2. Neuseeländischen Division in Nordafrika.

23rd Armoured Brigade

Das auffällige Zeichen der Brigade ist der Liver Bird, das Wappentier der Stadt Liverpool. Die Quellenlage zu den Sherman der Brigade ist dünn; auch Battlefront kennzeichnet die Verwendung der Nummernreihe 50 bis 54 daher als Annahme. Für ein historisch orientiertes Modell sollte man diesen Punkt im Hinterkopf behalten.

4th New Zealand Armoured Brigade

Die Neuseeländer kombinierten das Arm-of-Service-Zeichen mit dem silbernen Farn als Einheitssymbol. Auch die Nummernfolge war eigenständig. Dadurch heben sich neuseeländische Sherman deutlich von britischen Fahrzeugen ab und lassen sich auf dem Spieltisch schnell erkennen.

1st Canadian Armoured Brigade

Die unabhängige kanadische Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175 auf einem blau-braunen Feld. Beim Verbandszeichen lag ein gelbes Ahornblatt über einem waagerecht schwarz-rot-schwarz geteilten Rechteck. Die Brigade besaß kein eigenes Motor Battalion.

2nd Polish Armoured Brigade

Die polnische Brigade führte den gepanzerten Arm mit Flügelschwert als Brigadesymbol. Ihre Arm-of-Service-Nummern liefen von 50 bis 53. Ein Motor Battalion kam erst hinzu, als der Verband 1945 zur Division erweitert wurde.

Die britischen Tank Brigades

21st Tank Brigade

Das Diabolo war ein wichtiger Bestandteil des Brigadesymbols. Bis 1944 wurde daraus eine besonders auffällige Kombination aus gelbem Kreis, blauem Diabolo und rotem Teufel. Die Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175. Beim Einsatz an der Gotenstellung wurden die Farben der Arm-of-Service-Felder an die 1. Kanadische Panzerbrigade angeglichen.

25th Tank Brigade

Hier erscheint ein schwarzes Diabolo auf einem rot-gelben Schild. Nach der Unterstützung kanadischer Truppen beim Durchbruch durch die Hitler-Linie erhielt die Brigade 1944 ein Ahornblatt, das im oberen Dreieck des Zeichens saß. Die Arm-of-Service-Nummern 160 bis 163 standen auf schwarzem Grund.

So gehe ich beim Markieren vor

  1. Zuerst lege ich den Einsatzzeitraum fest: Gustav-Linie, Gotenstellung oder Frühjahr 1945.
  2. Danach wähle ich Brigade beziehungsweise Division und das konkrete Regiment.
  3. Das Verbandszeichen und das passende Arm-of-Service-Feld werden für alle Fahrzeuge des Zuges einheitlich vorbereitet.
  4. Erst anschließend kommen die taktischen Schwadronszeichen und individuelle Fahrzeugnamen hinzu.
  5. Vor dem Versiegeln mit Klarlack vergleiche ich die Anordnung noch einmal mit der Battlefront-Tafel.

Wer die Zeichen nicht von Hand malen möchte, findet viele davon im British Late War (Italy) Decal Set BR948. Der Satz enthält vier Bögen mit Divisionszeichen, taktischen Markierungen und Sternen.

Quelle

Alle Tafeln, die vollständige Einheitenübersicht und zusätzliche Hintergrundinformationen findet ihr im englischen Original: British Tank Units & Markings Italy bei Battlefront.