Frontline Games hat für September zwei neue Geländesets aus der Produktlinie Battlefield in a Box gelistet. Die Vorschaubilder lassen sich anklicken und in voller Größe öffnen.
Cassino Houses (Italian Houses) (x2)
Produktcode: BB194 Preis: 27,00 € Händler: Frontline Games
Battlefront hat ein kostenloses History Briefing zur 5. Gebirgsdivision veröffentlicht. Das Dokument liefert den historischen Hintergrund zur Gebirgsjägerdivision und ergänzt damit das Thema des Italienfeldzuges bei Flames of War.
Die 5. Gebirgsdivision wurde 1940 aus Einheiten der 1. Gebirgsdivision und der 10. Infanteriedivision aufgestellt. Ihre ersten Einsätze führten sie 1941 auf den Balkan, nach Griechenland und Kreta. Anschließend kämpfte die Division an der Ostfront, bevor sie Ende 1943 nach Italien verlegt wurde.
Dort war sie unter anderem an den Kämpfen entlang der Gustav-Linie beteiligt. Zu ihren Einsatzgebieten gehörten der Rapido, Monte Cifalco und der Raum um Monte Cassino. Nach dem alliierten Durchbruch folgte der Rückzug nach Norden bis zur Gotenstellung.
Für Flames of War bietet das Briefing eine gute historische Einordnung für eine Gebirgsjägertruppe im Italienfeldzug. Gerade Gebirgsjäger, leichte Artillerie und die auf schwieriges Gelände ausgerichtete Ausrüstung ermöglichen eine thematisch interessante Armee abseits der klassischen deutschen Panzerverbände.
Battlefront hat einen sehr guten Hobbyartikel zur Gestaltung von Infanterie- und Geschützbasen veröffentlicht.
Der Beitrag „Basing Your Troops“ zeigt Schritt für Schritt, wie die Figuren auf den Bases angeordnet und anschließend in eine passende Geländegestaltung eingebunden werden. Dabei geht es nicht um besonders aufwendige Schaustück-Bases, sondern um eine einfache und robuste Methode, die sich gut für komplette Armeen eignet.
Besonders hilfreich sind die zahlreichen Bilder zu den einzelnen Arbeitsschritten. Dadurch eignet sich der Artikel auch für Einsteiger, die ihre ersten Infanterie- oder Geschützteams für Flames of War gestalten möchten.
Battlefront hat mit German and Italian Forces in Operation Husky eine neue kostenlose Ergänzung für Flames of War veröffentlicht. Das Material ordnet sich in die Mid-War-Zeit ein und beschäftigt sich mit den Kämpfen auf Sizilien im Sommer 1943. Im Mittelpunkt stehen dabei deutsche und italienische Verbände, die während der alliierten Landung auf der Insel eingesetzt wurden.
Mit der Landung auf Sizilien begann für die Alliierten im Juli 1943 der nächste Schritt nach dem Ende des Tunesienfeldzuges. Operation Husky sollte den Weg nach Italien öffnen, die Achsenmächte im Mittelmeer weiter unter Druck setzen und Italien aus dem Krieg drängen.
Die Verteidigung der Insel lag zunächst vor allem bei italienischen Verbänden. Diese waren unterschiedlich ausgerüstet und ausgebildet, konnten den alliierten Landungen an vielen Stellen aber nur begrenzt etwas entgegensetzen. Dennoch gab es auch italienische Einheiten, die sich in den Kämpfen engagiert einsetzten und gemeinsam mit deutschen Verbänden Gegenangriffe führten.
Die deutschen Kräfte auf Sizilien waren vor allem als mobile Reserve wichtig. Besonders um Gela kam es zu Gegenangriffen, bei denen deutsche und italienische Truppen versuchten, die amerikanischen Landungsköpfe wieder zurückzudrängen. Die Angriffe konnten die Landung nicht mehr verhindern, sorgten aber dafür, dass die Kämpfe auf Sizilien deutlich härter verliefen als ein reiner Vormarsch der Alliierten.
Im weiteren Verlauf zogen sich die Achsenmächte schrittweise in Richtung der Ätna-Linie und später nach Messina zurück. Das bergige Gelände, enge Straßen, vorbereitete Verteidigungsstellungen sowie Sprengungen und Minenfelder verlangsamten den Vormarsch der Alliierten erheblich. Am Ende gelang es, einen großen Teil der deutschen und italienischen Truppen über die Straße von Messina auf das italienische Festland zurückzuführen.
Bedeutung für Flames of War
Für Flames of War bietet die neue Ergänzung die Möglichkeit, deutsche und italienische Mid-War-Streitkräfte mit einem klaren Bezug zu den Kämpfen auf Sizilien aufzustellen. Gerade für bestehende deutsche oder italienische Armeen ergibt sich damit eine gute Grundlage für thematische Listen, einzelne Szenarien oder eine kleinere Kampagne rund um die Landung bei Gela, die Kämpfe im Inselinneren oder den Rückzug nach Messina.
Interessant ist dabei vor allem die Kombination aus italienischen Verteidigern und deutschen mobilen Kräften. Damit lassen sich nicht nur klassische deutsche Formationen spielen, sondern auch gemischte Achsenaufstellungen mit einem deutlichen historischen Bezug. Die kostenlose Ergänzung von Battlefront ergänzt damit die bisherigen Mid-War-Listen um einen weiteren interessanten Schauplatz des Jahres 1943.
Am 06. Juni 1944 begann mit der alliierten Landung in der Normandie die Operation Overlord. Die Landungsstrände trugen die Codenamen Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword. Amerikanische, britische, kanadische und weitere alliierte Truppen landeten an diesem Tag an der französischen Küste und eröffneten damit die Westfront gegen das nationalsozialistische Deutschland.
Der D-Day war kein einzelnes Gefecht, sondern der Beginn einer großen militärischen Operation. Neben den Landungen an den Stränden gehörten auch Luftlandeoperationen, Marineunterstützung, Täuschungsmanöver, Pionierarbeit, Nachschub und später die schweren Kämpfe im Hinterland dazu. Gerade die folgenden Wochen in der Normandie waren für beide Seiten verlustreich. Bocage, befestigte Stellungen, Minenfelder, Artillerie und Gegenangriffe machten den Vormarsch langsam und schwierig.
Für unser Hobby ist dieser Zeitraum immer wieder ein Thema. Viele Systeme wie Flames of War, Bolt Action oder andere historische Tabletop-Regeln greifen die Landung in der Normandie, die Luftlandeoperationen und die Kämpfe im Hinterland auf. Auf dem Spieltisch entstehen daraus Szenarien mit Strandhindernissen, Landungsbooten, Bunkern, Fallschirmjägern, Pionieren, Panzerreserven und später den Gefechten in der Bocage.
Dabei ist mir eine klare Abgrenzung wichtig. Tabletop ist für mich ein historisches Hobby. Es geht um Modelle, Bemalung, Szenarien, Regeln und das Nachstellen militärhistorischer Situationen im kleinen Maßstab. Es geht nicht um Verherrlichung von Krieg, Gewalt oder Ideologie.
Gerade beim Zweiten Weltkrieg gehört diese Einordnung dazu. Die deutsche Seite in diesem Konflikt war das nationalsozialistische Deutschland. Dieses Regime stand für Diktatur, Rassenwahn, Terror, Verfolgung, Massenmord und einen verbrecherischen Angriffskrieg. Davon distanziere ich mich ausdrücklich und ohne Einschränkung.
Wenn deutsche Einheiten im historischen Tabletop dargestellt werden, dann geschieht das aus historischem Interesse am Konflikt und an den militärischen Zusammenhängen, nicht aus Sympathie für das NS-Regime oder seine Ideologie. Symbole, Begriffe und Darstellungen aus dieser Zeit müssen entsprechend verantwortungsvoll behandelt werden.
Der 06. Juni erinnert deshalb nicht nur an eine große militärische Operation, sondern auch an die Befreiung Westeuropas vom Nationalsozialismus. Für den Spieltisch kann der D-Day ein spannendes Szenario sein. In der Realität war er Teil eines Krieges, der unzählige Menschenleben gekostet hat.
US-Truppen landen am 06. Juni 1944 am Omaha Beach. Der D-Day war der Beginn der alliierten Landung in der Normandie.
Zum Geburtstag habe ich von meiner Schwester Trench Club 2nd Edition bekommen.
Das Spiel behandelt den Ersten Weltkrieg. Frankreich und Großbritannien kämpfen gegen Deutschland und Österreich-Ungarn um einen entscheidenden Frontabschnitt. Man übernimmt dabei die Rolle eines Generals und führt seine Truppen in die Schlacht.
Gespielt wird auf einem Hexfeld-Spielplan mit verschiedenen Einheiten. Neben Infanterie kommen auch Artillerie, Panzer, Flugzeuge und Befestigungen zum Einsatz. Ziel ist es, die gegnerischen Einheiten durch geschickte Bewegung, Angriffe und Flankenmanöver zu schlagen.
Trench Club ist ein komplexes Strategiespiel, bei dem nicht nur Angriffsstärke und Panzerung zählen. Auch Kampferfahrung, Schaden, Gelände und die taktische Aufstellung haben Einfluss auf den Ausgang der Schlacht. Jede Einheit bringt eigene Stärken mit, daher muss die Armee sinnvoll zusammengestellt und passend eingesetzt werden.
Die Box enthält laut Rückseite unter anderem Spielplan, Einheiten, Befestigungen, Karten, Marker und Regeln. Die gedruckten Regeln liegen in einer Sprache bei, Übersetzungen können zusätzlich heruntergeladen werden. Außerdem sind Solo-Regeln enthalten.
Das passt für mich sehr gut, denn ich werde das Spiel in den kommenden Wochen erst einmal über die Solo-Kampagne ausprobieren.
Das Spiel ist für 1 bis 4 Spieler ausgelegt, ab 14 Jahren empfohlen und hat eine angegebene Spielzeit von etwa 4 Stunden. Optisch macht die Box schon einen guten Eindruck: Schützengräben, Bunker, frühe Panzer und Flugzeuge passen sehr gut zum Thema Erster Weltkrieg.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze auf dem Spielplan spielt und ob die Kampagne den Stellungskrieg des Ersten Weltkriegs gut einfängt.
Weiter geht es dann mit den ersten Partien und einem kleinen Erfahrungsbericht zur Solo-Kampagne.zu
In den letzten Jahren hat sich bei mir wieder ein Muster eingeschlichen: hier ein neues Fahrzeug angefangen, dort “nur noch schnell” ein Detail gemacht – und am Ende stehen viele Projekte fast fertig auf dem Tisch, aber eben nur fast.
Genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine kleine Kurskorrektur: Konsolidierung. Abschließen. Aufräumen.
Die letzte Konsolidierung habe ich 2020 durchgeführt und damals alle angefangenen Projekte (egal welches System) fertiggestellt. Das emfpand ich damals als sehr befriedigend. Heißt nun ganz konkret: Bevor ich mir neue Ideen auflade, bekommen die angefangenen Sachen jetzt die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
Damit ich mich nicht verzettle, hier der Plan für die nächste Zeit.
1) DAK: 7× Marder III (7,62 cm) finalisieren
Die Marder sind im Grunde da, wo sie hinmüssen – aber zwei Punkte fehlen noch, damit sie wirklich abgeschlossen sind:
Staub/Weathering (das Finish fürs DAK-Feeling)
Besatzung überarbeiten (hier möchte ich nochmal sauber nachziehen)
Wenn die beiden Dinge sitzen, ist das Kapitel zu.
2) Ardennen: Panther G & Jagdpanther fertigstellen
Das Ardennen-Thema schreit nach dem letzten Schritt: Winter!
2× Panther G:
Schneetarn fehlt
Ketten fehlen
1× Jagdpanther:
Ketten + Details (hier ist es wirklich nur noch “der letzte Meter”)
3) Gebäude mit Flak auf dem Dach (Battlefront GBX29)
Die drei Gebäude sollen wieder auf den Stand kommen, den ich mir für die Platte wünsche.
Plan: aufarbeiten, Details nachziehen und so abschließen.
4) Deutsche Fahrzeuge Late-War: Bestand ordnen, fertig machen, abhaken
Hier liegt einiges bereit, was nicht mehr weit weg ist – aber eben auch nicht fertig. Also: einmal sortieren, dann Stück für Stück durchziehen.
Auf dem Zettel stehen:
5× Hummeln
ein paar SdKfz 250 Spähfahrzeuge
ein Zug SdKfz 222/223
6× Tiger (Mid-War und Late-War)
11× Marder III H
5× SdKfz 251 “Stummel”
5× Panther A (Kursk)
2× SdKfz 10/5 (2 cm) gepanzerte Flakfahrzeuge
4x Möbelwagen
5x Jagdpanzer IV
6x Panzerwerfer 42
Das klingt nach viel – und das ist es auch. Aber der Fokus bleibt derselbe: keine neuen Baustellen, bis die laufenden Sachen geschlossen sind.
5) Team Yankee: Soviets – finalisieren
Und weil der Tisch nicht nur aus WWII besteht: Diverse Fahrzeuge für Team Yankee Soviets warten ebenfalls auf den letzten Feinschliff. Auch hier gilt: nicht erweitern, sondern finalisieren.
6) Vikinger Figur im Maßstab 50mm
Seit Jahren habe ich eine tolle Figur rumstehen, welche ich endlich mal mit Farbe versehen möchte.
7) Saga: Vikinger Punkte 5 + 6
Bisher habe ich nur 4 Punkte Vikinger für Saga bemalt, allerdings weitere 2 Punkte unfertig rumstehen. Auch hier möchte ich dieses angefangene Projekt finalisieren.
Axis & Allies: Guadalcanal hebt sich für mich deutlich von anderen Varianten der Reihe ab. Zwar ist jede Runde wie gewohnt in drei Phasen gegliedert, aber innerhalb dieser Phasen läuft alles in einer festen Reihenfolge ab: erst werden zum Beispiel Transporte geladen und bewegt, dann Schlachtschiffe, dann Träger und so weiter. Der entscheidende Punkt ist aber, dass diese einzelnen Schritte nicht komplett von einem Spieler allein abgehandelt werden, sondern abwechselnd von beiden Seiten. Wer den First-Player-Marker hat, führt jeden Teilschritt zuerst aus; am Ende der Runde wandert dieser Marker an den Gegner weiter. Genau dieses Wechselspiel macht das Spiel so spannend, weil man mal aktiv den Takt vorgibt und im nächsten Zug wieder reagieren, kontern oder den Gegner überraschen kann. Dadurch gibt es kaum Leerlauf, und beide Spieler bleiben praktisch durchgehend im Geschehen.
Dazu kommt das Kampfsystem mit der Battle Box, das Gefechte angenehm schnell und übersichtlich macht. Die Würfel werden nicht einfach nur gezählt, sondern über die Box direkt bestimmten Trefferarten und Zielprioritäten zugeordnet. Das beschleunigt Kämpfe spürbar, wirkt elegant und sorgt dafür, dass man nicht in den sonst oft üblichen langen Rechen- und Abtauschroutinen steckt. Das klassische „Opfern“ billiger Einheiten funktioniert hier nicht, weil Treffer nach der in der Battle Box vorgegebenen Priorität zugewiesen werden. Dadurch kann es passieren, dass sich Verluste manchmal etwas ungewohnt anfühlen.
Besonders stark finde ich außerdem, wie klar die historische Ausgangslage spielerisch umgesetzt wurde. Offiziell ist das Szenario auf die Solomonen und den Feldzug ab August 1942 zugeschnitten: Japan hält anfangs den Großteil der Inseln, während die USA bereits auf Guadalcanal vertreten sind. Das führt dazu, dass sich beide Seiten von Beginn an sehr unterschiedlich spielen. Japan verteidigt verstreute Positionen, muss mit Nachschub und Seetransporten haushalten und seine Kräfte geschickt verlegen, während die USA eher mit konzentrierter Angriffskraft ins Island Hopping gehen und ihre eigenen Logistikprobleme erst später deutlicher spüren. Auch das Siegziel passt dazu: Gewonnen wird nicht einfach über totale Vernichtung, sondern über 15 Siegpunkte, die vor allem durch kontrollierte, unbeschädigte Flugfelder und versenkte Großkampfschiffe erzielt werden.
Gerade deshalb bleibt Guadalcanal für mich trotz des festen Spielplans erstaunlich abwechslungsreich und immer wieder herausfordernd. Laut Regelheft ist das Spiel mit 2–3 Stunden angegeben; in der Praxis passen 1½ bis 2 Stunden für eingespielte Runden aber sehr gut zu meinem Eindruck. Dazu kommen noch optionale Regeln, darunter Advantage Tokens und Hidden Movement, die zusätzliche Tiefe bringen sollen. Wir haben diese Varianten bisher nie gebraucht, weil schon das Grundspiel genug Spannung und taktische Entscheidungen bietet. Für mich ist Axis & Allies: Guadalcanal deshalb eine der interessantesten Versionen der Reihe: kompakter, direkter, interaktiver und mit einer eigenen spielerischen Identität.
Unsere nächste Kampagne wird den Zeitraum Dezember 1944 bis Januar 1945 abdecken und im Kampfraum der Ardennenoffensive sich abspielen. Daher wird für die bereits vorhandene Winterplatte noch ein wenig Gelände benötigt. Hierbei habe ich an beschneite Hecken und Mauern gedacht. Die Bases habe ich dabei mit dem 3D Drucker gedruckt und dann mit Kokosmatten die Hecken dargestellt. An den Mauern bin ich derzeit noch am Arbeiten.