Die fünf SU-76 sind die ersten Modelle der neune Charge die das Produktionsband verlassen haben. Ein Teil der Besatzung stammt aus dem 3D-Drucker.
SU-76 Historie
Die SU-76 war eine sowjetische leichte Selbstfahrlafette, die ab 1942 auf dem Fahrgestell des leichten T-70 entwickelt wurde. Ziel war ein günstiges, einfach zu bauendes Fahrzeug, das die Infanterie direkt unterstützen und bei Bedarf auch Panzer bekämpfen konnte. Als Bewaffnung diente die 76,2-mm-Kanone ZiS-3.
Entwicklung: Die ersten Serienfahrzeuge hatten Probleme mit dem Antrieb (Doppelmotorsystem) und waren unzuverlässig. Darum entstand ab 1943 die verbesserte SU-76M: stabilerer Antrieb und ein nach oben offener Kampfraum. Das machte sie leichter, zuverlässiger und schneller zu produzieren – allerdings auch verwundbarer.
Einsätze und Rolle: Ab 1943 wurde die SU-76M in großen Stückzahlen an die Front gebracht und war bis Kriegsende allgegenwärtig. Sie wurde in leichten Selbstfahrlafetten-Regimentern eingesetzt und begleitete vor allem Schützeneinheiten. Ihre Hauptaufgabe war direkte Feuerunterstützung: MG-Nester, Feldstellungen, leichte Bunker und Gebäude sollten schnell ausgeschaltet werden.
Als Panzerjäger war sie gegen frühe und mittlere deutsche Panzer brauchbar, gegen Panther und Tiger aber meist nur aus Flankenpositionen oder auf kurze Distanz wirksam. Deshalb nutzte man sie oft defensiv als bewegliche Panzerabwehr oder offensiv in enger Zusammenarbeit mit der Infanterie.
Stärken & Schwächen: Stärken waren niedrige Kosten, einfache Wartung, gute Geländegängigkeit und eine vielseitige Kanone. Schwächen waren die sehr dünne Panzerung und der offene Kampfraum, wodurch sie empfindlich gegen Artilleriesplitter, Panzerfäuste und Infanteriewaffen war.
Insgesamt war die SU-76 weniger ein reiner „Panzerjäger“ als vielmehr ein universelles Unterstützungsfahrzeug, das der sowjetischen Infanterie bewegliche Artillerie direkt an die Spitze brachte und so in den großen Offensiven 1944/45 eine wichtige Rolle spielte.
Eigentlich war der Plan für 2025 schnell erzählt: Sowjet-Fahrzeuge für Flames of War abschließen, die Team-Yankee-Sowjets aus 2024 nachholen, dazu ein paar deutsche Flames-of-War-Fahrzeuge und – als Spaßprojekt – die Briten für Team Yankee. In der Realität hänge ich jedoch noch immer an den Sowjets für Flames of War. Es ist schlicht mehr geworden, als ich anfangs dachte, und so stehen aktuell noch 31 T-34, 5 SU-76, 6 SU-85 und 6 SU-85M auf dem Maltisch. Dazu kamen dieses Jahr viele LARP-Veranstaltungen, die Hobbyzeit gefressen haben, und es gab wenige Spiele, was der Motivation nicht unbedingt gutgetan hat. Wer tiefer einsteigen will, findet im Rückblick die ganze Geschichte: Jahresrückblick – Ein Jahr mit dem sowjetischen Flames-of-War-Armeeprojekt
Trotzdem fühlt sich 2025 für mich nicht wie Stillstand an, sondern wie ein langes, konzentriertes Durcharbeiten eines Großprojekts. Und genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu klären, was nach den Sowjets kommt – mit Blick auf Aufwand, Spielbedarf und Motivation – und weil mich Ben dazu konkret gefragt hat!
Was auf der Liste steht – und warum
In der Vitrine schlummern noch angefangene deutsche Fahrzeuge für Flames of War. Sie sind nicht spielentscheidend, aber jedes unfertige Modell, das verschwindet, schafft Kopf- und Regal-Freiheit. Ähnlich sieht es bei den Team-Yankee-Sowjets aus: wenig Aufwand, weil nicht mehr viel fehlt, aber ohne geplante Spiele fehlt der Druck. Die Team-Yankee-Briten bleiben ein reines Spaßprojekt – hübsch, aber ohne Termin und damit aktuell nicht dringlich.
Neu hinzugekommen sind zwei Ideen, die richtig kribbeln: Zum einen US-Truppen für das Szenario „Peiper’s Charge“, das ich 2026 gemeinsam mit Dappy angehen möchte. Wir haben uns bewusst entschieden, ohne Schnee zu spielen und in normalem Grün/Olive Drab zu bemalen – das spart Zeit und Nerven. Zum anderen lockt Great War (Battlefront) mit Deutschen: viel Infanterie, frisches Setting, und die Aussicht auf ein eigenes kleines Szenario. Beides sind Projekte mit echtem Spielanlass und Mitspieler-Commitment – ein starkes Gegenmittel zum „Endlos-Malen ohne Ziel“.
Was ich aus 2025 mitnehme
Die wichtigsten Learnings sind simpel: Große Blöcke brauchen klare Meilensteine und am besten einen festen Spieltermin. „Aufräumen“ in der Vitrine ist gut für die Seele, aber es ersetzt kein Projekt mit echtem Spielfokus. Deshalb will ich 2026 bewusst szenario-getrieben planen: zuerst etwas, das definitiv auf den Tisch kommt, dann die Projekte, die Lust machen – und zwischendurch kleine „Reinigungstaten“ gegen den Stapel.
Die Reihenfolge für 2026
Ganz vorne stehen die US-Truppen für „Peiper’s Charge“. Die Motivation ist hoch, der Bedarf eindeutig, und mit dem Verzicht auf Schnee-Effekte ist der große Aufwand beherrschbar. Außerdem ist Dappy dabei – wir haben damit einen klaren Terminanker und ein gemeinsames Ziel.
Danach möchte ich die Deutschen für Great War starten. Das ist inhaltlich ein schöner Bruch nach den US-Ardennen: anderes Setting, andere Optik, viel Infanterie – und wieder ein Projekt, das direkt in ein Szenario münden kann.
Parallel und in Pausen werde ich deutsche Flames-of-War-Fahrzeuge aus der Vitrine abarbeiten. Diese „Zwischenhappen“ sind ideal, wenn gerade kein großer Block ansteht oder wenn ich eine kurze Bemal-Erfrischung brauche.
Später im Jahr, wenn Zeitfenster von wenigen Tagen auftauchen, kommen die Team-Yankee-Sowjets in kleinen Etappen dran – einfach, überschaubar, motivierend, aber eben ohne unmittelbaren Spielbedarf. Die Team-Yankee-Briten parke ich bewusst bis ein konkreter Spieltermin auftaucht; dann machen sie wieder Sinn.
Konkreter Fahrplan
Sobald die Sowjets in Flames of War abgeschlossen sind, beginne ich mit den US-Ardennen. Geplant ist, Kompanie für Kompanie vorzugehen und zwischen den Blöcken gezielt ein, zwei deutsche FoW-Fahrzeuge „wegzumalern“, um die Vitrine zu entlasten. Anschließend folgt der Great-War-Start mit einem soliden Infanteriekern und der Vorbereitung eines ersten Szenarios. Dazwischen streue ich kurze Team-Yankee-Sowjet-Sessions ein – gerade so viel, dass es sichtbare Fortschritte gibt, ohne den Hauptfokus zu verlieren.
Motivation & Meilensteine
Was mir 2026 helfen soll: fixe Teilziele pro Monat, ein abgesprochener Spieltermin für Peiper’s Charge, und kleine Belohnungen nach jedem Meilenstein (zum Beispiel ein „Aufräum-Fahrzeug“ aus der Vitrine). Das hält die Kurve oben und verhindert, dass aus einem großen Projekt wieder ein endloser Marathon wird.
Kurzzusammenfassung
2025 war das Jahr der langen Sowjet-Strecke – anstrengend, aber produktiv. 2026 bekommt mit Peiper’s Charge (US, ohne Schnee, in Grün) ein klares Leuchtturmprojekt, gefolgt von Great War (Deutsche) für frischen Wind. Die deutschen FoW-Fahrzeuge schrumpfen nebenbei den Stapel, Team-Yankee-Sowjets werden in Minischritten gepflegt, und die Briten warten gelassen auf ihren Einsatz, sobald ein Spieltermin ruft.
Vor gut einem Jahr, am 10. September 2024, startete ich mein ambitioniertes Armeeprojekt: den Aufbau einer sowjetischen Armee des Zweiten Weltkriegs für das Tabletop-Spiel Flames of War. Inzwischen liegen zwölf spannende Monate hinter mir – Zeit für einen persönlichen Rückblick auf Erfolge, Zahlen und Motivation in diesem Hobby-Projekt.
Was bisher fertig wurde
Infanterie als Grundstock: Den Grundstein der Armee bildete eine Strelkovy-Kompanie (SBX02-Box) mit 24 Bases Infanterie. Schon im Herbst 2024 habe ich mich voll in die Infanteriebemalung gestürzt. Bis Dezember waren zwei komplette Strelkovy-Bataillone (Mid- und Late-War) mit allen Unterstützungswaffen fertiggestellt – insgesamt etwa 180 sowjetische Infanteristen aufgeteilt auf rund 36 Bases, inklusive Kompanieführung, Kommissaren, leichten Mörsern und schweren Maxim-MG-Teams. Selbst 120mm-Granatwerfer für die Bataillonsunterstützung wurden nicht vergessen. Damit war die gesamte Standard-Infanterie meiner Roten Armee abgeschlossen, ein Meilenstein des Projekts.
Ein Teil der fertiggestellten sowjetischen Infanterie-Bases: zahlreiche Rifle-Teams mit liebevoll gestalteten Bases, bereit für den Einsatz.
Unterstützungswaffen und Artillerie: Auf die Linientruppen folgten die Unterstützungs- und Artillerieeinheiten. Im Winter 2024/25 habe ich eine 76-mm-ZIS-3-Batterie (4 Geschütze samt Beobachtern, Stab und HQ) sowie legendäre Katjuscha-Raketenwerfer fertiggestellt. Anfang 2025 kamen dann noch je eine Batterie schwerer sowjetischer Feldartillerie hinzu: vier 122-mm-Haubitzen und vier 152-mm-Haubitzen, beide komplett bemalt bis Ende März. Damit war das Kernstück der Unterstützung abgeschlossen – und der Übergang zu den Panzern stand bevor.
Vom Sommer 2025 bis heute – die Panzer kommen: Nach all der Infanterie und Artillerie konnte ich es kaum erwarten, endlich mit den Fahrzeugen zu beginnen. Mitte April 2025 war es so weit: „Nach der ganzen Infanterie starte ich nun mit den Fahrzeugen. Den Beginn machen dabei vier BA-64 Scoutfahrzeuge.“ Tatsächlich waren die ersten sowjetischen Fahrzeuge – vier leichte BA-64 Aufklärungspanzer – schnell bemalt und einsatzbereit. Kurz darauf folgte ein Zug aus zehn T-70 Leichtpanzern, die Anfang Mai fertig wurden. Im späten Frühjahr und Sommer 2025 ging es Schlag auf Schlag weiter: Sechs ISU-122 Jagdpanzer verstärkten die Armee im Juni, gefolgt von sechs wuchtigen ISU-152 Sturmgeschützen im Juli. Den vorläufigen Abschluss bildete im September 2025 der ikonische schwere Panzer IS-2 – hier konnte ich sieben Stück vollenden. Damit ist ein Großteil der gepanzerten Unterstützung abgedeckt. Ganz am Ende des Projektjahres habe ich bereits die nächste Herausforderung in Angriff genommen: zehn SU-100 Jagdpanzer, die aktuell auf meinem Maltisch stehen und bald fertig werden sollen.
Fortschritte bei den Panzerfahrzeugen: Hier zwei Sturmgeschütze vom Typ ISU-152 mit bereits aufgetragenen Abnutzungs- und Verschmutzungseffekten. Die Detailarbeit an den Modellen erweckt die 15 mm-Miniaturen richtig zum Leben.
Zusammengefasst steht nach einem Jahr ein beträchtliches Aufgebot bereit: von der bemalten Masseninfanterie über ein komplettes Arsenal an Geschützen bis hin zu leichten und schweren Panzern ist der Kern meiner sowjetischen Streitmacht nun fertig.
Statistische Auswertung nach Monaten
Wie viele Miniaturen habe ich Monat für Monat wirklich fertiggestellt? Hier hilft ein Blick in die „Statistik“ meines Projektfortschritts. Aus meinen Blog-Notizen und Beiträgen lässt sich eine monatliche Bilanz ziehen – von der anfänglichen Infanterie-Flut bis zu den Panzer-Chargen gegen Ende des Jahres:
Monat 2024/25
Fertig bemalte Modelle/Einheiten
Sep 2024
Projektstart (Planung, Grundierung – noch keine fertigen Modelle)
Okt 2024
– (Infanterie in Arbeit, letzte Minis noch unvollständig)
Nov 2024
18 Infanterie-Bases fertig (ca. 90 Figuren) – erster Schwung an Rifle-Teams abgeschlossen
4× BA-64 gepanzerte Spähwagen fertig (Übergang zur Fahrzeugbemalung)
Mai 2025
4× 37mm Flugabwehrgeschütze fertig und 10× T-70 Leichtpanzer fertig
Jun 2025
6× ISU-122 Jagdpanzer (Selbstfahrlafetten) fertig
Jul 2025
6× ISU-152 Sturmgeschütze fertig
Aug 2025
– (Sommerloch – kaum Hobbyfortschritt)
Sep 2025
7× IS-2 schwere Panzer fertig; Start der Bemalung von 10× SU-100 Jagdpanzern
Motivationsrückblick: Hochs, Tiefs und kreative Phasen
Rückblickend glich meine Motivation im Verlauf des Jahres einer kleinen Achterbahnfahrt – mit euphorischen Höhen zu Beginn, einem Sommer-Tief und wieder neuer Euphorie im Herbst.
Projektstart im Enthusiasmus-Modus: Der Auftakt im September 2024 war von Vorfreude geprägt. Auf meiner Hobby-ToDo-Liste für 2024 stand ganz oben, endlich eine Sowjet-Armee für Flames of War zu beginnen. Entsprechend motiviert startete ich mit dem Bemalen der ersten Infanterie-Charge. Die schiere Menge an Modellen war zwar beeindruckend (geplant waren rund 150+ Figuren allein für die Infanterie), aber gerade das spornte mich an. Tatsächlich habe ich in den ersten Wochen unheimlich produktiv gearbeitet – oft täglich zum Pinsel gegriffen – und schnell gemerkt, wie sehr mir das Massenbemalen liegt. Eine interessante Erkenntnis dabei: Die größte Hürde waren gar nicht die Uniformen oder Gesichter, sondern die Details der Bewaffnung. Rund die Hälfte der gesamten Bemalzeit floss in die Gewehre, MGs und Ausrüstungsgegenstände der Soldaten – „65 von 154 Modellen haben nun ihre Waffen bemalt“, notierte ich Ende September frustriert, und „die meiste Zeit wird in das Bemalen der Waffen gehen… Durchhalten heißt es nun!“. Diese Erkenntnis war zwar ernüchternd, aber ich biss mich durch. Und das Erfolgserlebnis, als die letzten Rifleteams im Dezember vom Maltisch wanderten, war unbezahlbar.
Zwischenhoch und kreative Vielfalt: Mit dem neuen Jahr 2025 verlagerte sich mein Fokus auf die vielfältigen Unterstützungsmodelle – eine willkommene Abwechslung nach der vielen Infanterie. Meine Motivation blieb hoch, denn nun konnte ich mich an unterschiedlichen Einheitentypen austoben: von filigranen Panzerabwehrkanonen über Raketenwerfer bis hin zu schwerer Artillerie. Jede dieser Einheiten habe ich mit kleinen kreativen Kniffen gestaltet. So erhielten die Bases meiner Geschütze und Infanterieteams zusätzliche Details (wie Baumstümpfe aus dem 3D-Drucker) und individuelle Begrünung, um Leben in die Massen zu bringen. Außerdem habe ich begonnen, mich stärker mit historischen Hintergründen zu beschäftigen – jeder Blogeintrag zu einer neuen Einheit erhielt einen „historischen Abriss“. Das Recherchieren und Einbauen dieser Infos hat mir ebenfalls einen Motivationsschub gegeben, weil es dem Projekt mehr Sinn und Tiefe verlieh. Spätestens beim Bemalen der Fahrzeuge konnte ich dann auch mal neue Maltechniken ausprobieren: Airbrush-Grundierungen, aufwändiges Weathering mit Washing, Chipping und Drybrushing – genau das, was Panzer richtig spannend macht. Als ich die ersten Abnutzungsspuren auf meinen ISU-152 aufgetragen hatte, war ich richtig im Flow und konnte kaum aufhören. Man merkt förmlich, wie jede fertige Einheit die Armee optisch und spielerisch voranbringt – das hält die Motivation oben.
Das Sommerloch: Trotz aller Euphorie erwischte mich im Sommer 2025 ein spürbares Tief. Sonne, Urlaub und andere Aktivitäten führten dazu, dass der Hobby-Pinsel im Juli und August weitgehend liegenblieb – ein klassisches Sommerloch. In meinem Blog gab es in diesen Monaten kaum Updates, und tatsächlich kam die Produktion fast zum Erliegen („momentan komme ich nicht so viel zum Malen wie über den Winter, daher ist die Produktion etwas eingeschränkt“). Diese Pause tat ehrlich gesagt auch ganz gut, um neue Energie zu tanken und mit etwas Abstand aufs Projekt zu schauen. Ein wenig Sorge hatte ich jedoch: Würde ich den Wiedereinstieg schaffen oder im Motivationstief steckenbleiben?
Neue Energie im Herbst: Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Pause mein Interesse kein bisschen geschmälert, sondern eher angefacht hatte. Anfang September 2025 packte mich plötzlich wieder die Lust, weiterzumachen. „Nach längerer Pause bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, den Pinsel zu schwingen…“ – so oder so ähnlich leitete ich meinen Blogpost zum Wiederbeginn ein. Frisch motiviert machte ich mich an die ausstehenden schweren Panzer (IS-2), mit dem festen Willen, diese letzte große Infanterie-Unterstützungseinheit auch noch zu vollenden. Und tatsächlich: Binnen weniger Wochen waren alle sieben IS-2 bemalt und das Projektziel damit zum Greifen nah. Die Freude darüber, die „Durststrecke“ überwunden zu haben, war riesig.
Rückblickend bin ich stolz darauf, was in zwölf Monaten entstanden ist: eine komplette sowjetische Streitmacht in 15 mm, von Grund auf eigenhändig bemalt. Natürlich gab es Herausforderungen – seien es 154 nahezu identische Infanteristen, die alle detailgetreu bemalt werden wollten, oder Motivationslöcher im Hochsommer. Doch die positiven Phasen überwogen deutlich. Gerade die Abwechslung zwischen Masseninfanterie, filigranen Geschützen und eindrucksvollen Panzermodellen hielt die Begeisterung hoch. Jede fertige Einheit gab neuen Schub für die nächste. Und nicht zuletzt habt ihr, die Leser meines Blogs, mit euren Kommentaren und dem Interesse dafür gesorgt, dass die Motivation nie ganz erloschen ist.
Ausblick: Mit den begonnenen SU-100 Panzern ist das Projekt noch nicht am Ende – es fehlen noch jede Menge Fahrzeuge und auch noch weitere Infanterie. Im kommenden Jahr stehen dann nur noch einige Arbeiten und vielleicht ein schönes Armee-Gruppenfoto an. Ich blicke jedenfalls optimistisch nach vorn. Wenn ich auf dieses Jahr zurückschaue, kann ich sagen: Es war ein großartiger Trip durch die Werkbank-Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Möge das nächste Hobby-Jahr genauso produktiv (und etwas weniger nervenaufreibend 😉) werden!
Vielen Dank fürs Mitverfolgen dieses Abenteuers – auf weitere kreative Gefechte am Maltisch!
Bei meinen Sovjets geht es nun weiter mit zehn SU-100 Selbstfahrlafetten.
Historische Einführung: SU-100
Der SU-100 war ein sowjetisches Jagdpanzer-Modell, das gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurde und ab 1944 an der Ostfront zum Einsatz kam. Er basierte auf dem Fahrgestell des T-34 und war mit der 100-mm-D-10S-Kanone bewaffnet – einer der durchschlagskräftigsten Panzerkanonen des Krieges.
Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem SU-85, bot der SU-100 deutlich verbesserte Feuerkraft und war in der Lage, selbst schwere deutsche Panzer wie den Tiger I und Panther auf große Entfernungen zu bekämpfen. Die flache Silhouette und die starke Frontpanzerung machten ihn zu einem gefährlichen Gegner im defensiven wie offensiven Einsatz.
Bis Kriegsende wurden über 2.300 SU-100 gebaut. Auch nach dem Krieg blieb er in vielen Staaten des Warschauer Pakts sowie in Ländern des Nahen Ostens im Einsatz – teils noch bis in die 1970er Jahre.
In der Nähe von Frankfurt fand am 16 & 17 August die Veranstaltung Wheels and Tracks statt. Auf dem Motorcrossgelände und den angrenzenden Wiesen haben sich Freunde von militärischen Fahrzeugen auf Ketten und Rädern getroffen. Besonderes Highlight war die Möglichkeit bei einzelnen Fahrzeugen als Passagie mit zu fahren. So bin ich in den Genuss gekommen bei einem Kettengrad und einen Ford Jeep einzusteigen und über die Wiesen als auch den Motorcrossplatz mit zu fahren.
Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Es ist ein Tag, der nicht gefeiert, sondern in Demut begangen werden sollte. Über 60 Millionen Menschen verloren zwischen 1939 und 1945 ihr Leben – Soldaten, Zivilisten, Opfer des Holocaust, der Euthanasieprogramme, der Bombenangriffe, der Kämpfe, der Hungerblockaden und unzähliger weiterer Kriegsverbrechen. Der Zweite Weltkrieg war ein Abgrund, der alle Dimensionen menschlichen Leids sprengte.
Wir gedenken heute der Toten. Wir gedenken der jüdischen Menschen, die in den Lagern industriell ermordet wurden. Der Millionen Kriegsgefangener, die verhungerten oder erschossen wurden. Der Widerstandskämpfer:innen, die trotz Gefahr für Leib und Leben nicht schwiegen. Der Soldaten aller Nationen, die in einem Krieg starben, den viele nicht wollten, den aber zu viele mittrugen. Der unschuldigen Zivilbevölkerung, die zwischen den Fronten zerdrückt wurde.
Und wir mahnen. Krieg ist kein Spiel. Krieg bedeutet Zerstörung, Entmenschlichung, seelische wie körperliche Verstümmelung. Krieg vernichtet Leben und Würde. Gerade heute – in einer Welt, in der sich erneut Nationalismus, Hass und Gewalt ausbreiten – ist die Erinnerung wichtiger denn je. Der Zweite Weltkrieg war keine Notwendigkeit. Er war die Folge ideologischer Verblendung, Machtgier, Rassismus und eines zerstörerischen Systems, das Menschen zu Objekten machte.
Was bedeutet das für unser Hobby? Auf becko.tabletop-minis.de widme ich mich primär dem historischen Tabletop, insbesondere dem Zweiten Weltkrieg. Wir stellen Miniaturen auf Platten, würfeln, spielen Szenarien – und ja, wir haben Freude daran. Diese Freude ist legitim, solange sie mit Verantwortung einhergeht.
Denn: Wir spielen nicht Krieg. Wir spielen mit Miniaturen, mit Geschichte, mit Mechanik. Aber wir dürfen niemals die reale Geschichte romantisieren oder verharmlosen. Kein Panzer, keine Uniform, keine Nation war „cool“. Jedes Modell auf unseren Tischen steht sinnbildlich für ein reales, oft viel zu junges Leben, das in einem grausamen Konflikt endete.
Deshalb ist dieser 8. Mai auch ein Tag der Reflexion für uns Tabletopper. Wie stellen wir Geschichte dar? Wie sprechen wir über Nationen, über Uniformen, über Einheiten? Verwenden wir Begriffe unreflektiert? Oder nehmen wir uns die Zeit, zu hinterfragen, zu lernen, zu erinnern?
Tabletop kann ein Zugang zur Geschichte sein – aber er darf kein Ersatz für echtes Wissen und echtes Gedenken sein.
Lasst uns das Andenken der Opfer bewahren. Lasst uns aus der Geschichte lernen. Und lasst uns auch in unserem Hobby achtsam bleiben.
Die ersten Fahrzeuge der Sovjets sind fertig. Dabei handelt es sich um 4 BA-64 Aufklärungsfahrzeuge.
BA-64 – Kurzer historischer Überblick
Der BA-64 war ein leichtes, gepanzertes Spähfahrzeug der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Er wurde ab 1942 als Nachfolger des veralteten BA-20 eingeführt.
Entwicklung: Entwickelt wurde der BA-64 unter Leitung des Konstrukteurs N. A. Astrow auf Basis des Geländewagens GAZ-64, später GAZ-67. Das Fahrzeug sollte eine bessere Geländegängigkeit und Schutzwirkung als sein Vorgänger bieten.
Bauweise: Der BA-64 war ein 4×4-Fahrzeug mit abgeschrägter Panzerung (max. 15 mm), was Schutz vor Handwaffen und Splittern bot. Er war leicht bewaffnet – meist mit einem 7,62-mm-DT-MG in einem kleinen Drehturm.
Einsatz: Der BA-64 wurde für Aufklärung, Kurierdienste, Verbindung und teilweise zur Unterstützung der Infanterie eingesetzt. Seine Geländegängigkeit war brauchbar, aber das Fahrzeug war im Gelände leicht kippgefährdet.
Varianten:
BA-64 (frühes Modell, 1942–43)
BA-64B (ab 1943) – basierend auf dem verbesserten GAZ-67-Fahrgestell, mit breiterer Spur und besserer Stabilität
Produktion: Von 1942 bis 1946 wurden etwa 9.000 Stück gebaut. Auch nach dem Krieg blieb der BA-64 noch einige Zeit im Dienst, wurde aber bald durch Fahrzeuge wie den BRDM-1 ersetzt.
Verwendung außerhalb der UdSSR: Einige BA-64 wurden auch an Verbündete der Sowjets geliefert, etwa an die DDR, Polen oder Nordkorea.
Auf Kleinanzeigen habe ich letzte Woche eine Resterampe von Flames of War Modellen erstanden und einen ganz guten Preis erzielt. Am Samstag wurde das Paket geliefert und der Schock war groß. In dem Paket fehlte jegliche Polsterung und von den guten Resin/Zinn Modelle waren ungefähr die Hälfte teilweise bis massiv beschädigt. Primär hat die die Modelle der Sovjets getroffen, welche ich für den Ausbau meiner Armee nutzen wollte. Daraus wird nun leider nur zum Teil etwas.
Ich habe die ganzen „Brocken“ aus dem Karton gesammelt und ab Samstag in abendlicher Detailarbeit zumindest einen Teil der Modelle retten können, dazu etwas Green-Stuff und zumindest nutzbar bleiben sie. Schade, dass damit so tolle alte Modelle durch unsanfte Behandlung den Bach runter gehen. Der Verkäufer blieb aber freundlich und hat mir einen dicken Nachlass auf den Kaufpreis gegeben. Arbeitszeit für die Instandsetzung ca. 8 Stunden.
Die Katjuscha war eine der gefürchtetsten Waffen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Offiziell als BM-13 bekannt, verbreitete sie mit ihren Salven aus 132-mm-Raketen Angst und Schrecken unter den deutschen Truppen. Ihre hohe Feuerrate und verheerende Flächenwirkung machten sie zu einem entscheidenden Element der sowjetischen Artillerie.
Das Prinzip war einfach: Mehrfachraketenwerfer auf Lkw wie dem ZiS-6 oder später dem Studebaker US6 montiert, ermöglichten eine schnelle Feuerüberlegenheit. Innerhalb von Sekunden konnte eine Batterie aus mehreren Fahrzeugen ganze Frontabschnitte mit Spreng- und Splittermunition eindecken. Die deutschen Soldaten tauften das System schnell „Stalins Orgel“, weil das Heulen der anfliegenden Raketen an das Dröhnen einer Kirchenorgel erinnerte – allerdings mit tödlichem Ausgang.
Obwohl die Katjuscha im Vergleich zur Rohrartillerie unpräziser war, machte sie dies mit ihrer Schockwirkung und Mobilität wett. Nach dem Abschuss konnte die Besatzung rasch die Stellung wechseln, bevor feindlicher Gegenbeschuss einsetzte. Die Taktik der „Hit-and-Run“-Angriffe machte sie besonders effektiv in großen Offensiven wie der Operation Bagration 1944.
Die Katjuscha blieb nicht nur ein Relikt des Zweiten Weltkriegs – auch in späteren Konflikten wurden modernisierte Varianten eingesetzt, und ihr Grundprinzip lebt in heutigen Mehrfachraketenwerfern wie dem BM-21 Grad weiter.
Deutschland bietet eine beeindruckende Vielfalt an Museen, die sich der Geschichte und Technik von Panzern widmen. Für Geschichts- und Militärinteressierte gibt es viele Standorte, die spannende Einblicke in die Entwicklung und Nutzung dieser Fahrzeuge bieten. Hier ist eine Übersicht über die besten Museen.
Deutsches Panzermuseum Munster
Ort: Munster, Niedersachsen Website:daspanzermuseum.de Das Deutsche Panzermuseum in Munster ist eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Auf rund 10.000 Quadratmetern finden Besucher über 150 Großgeräte, darunter Panzer wie den Panzer IV, den Tiger I und den Königstiger. Die Ausstellung bietet umfassende Einblicke in die Entwicklung von Panzern vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart und wird durch thematische Führungen und interaktive Displays ergänzt.
Technik Museum Sinsheim
Ort: Sinsheim, Baden-Württemberg Website:sinsheim.technik-museum.de Das Technik Museum Sinsheim bietet eine vielseitige Sammlung, die sich nicht nur auf Panzer, sondern auch auf Flugzeuge, Autos und technische Innovationen konzentriert. Zu den militärischen Highlights zählen der Panther und das Sturmgeschütz III. Die beeindruckende Vielfalt der Exponate macht dieses Museum zu einem Erlebnis für Technik- und Geschichtsbegeisterte gleichermaßen.
Technik Museum Speyer
Ort: Speyer, Rheinland-Pfalz Website:speyer.technik-museum.de Das Technik Museum Speyer, die Schwesterinstitution des Sinsheimer Museums, zeigt ebenfalls eine Reihe interessanter Militärfahrzeuge. Besonders beeindruckend sind der Bergepanzer M32, basierend auf dem Sherman-Panzer, sowie ein Ein-Mann-Torpedo „Neger“, der die improvisierte Kriegsführung der deutschen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs veranschaulicht. Das Museum ist zudem für seine maritime Ausstellung mit dem U-Boot U9 und dem Seenotrettungskreuzer John T. Essberger bekannt.
Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz
Ort: Koblenz, Rheinland-Pfalz Website:vffwts.de Die Wehrtechnische Studiensammlung in Koblenz ist eine der größten technischen Sammlungen Deutschlands. Sie umfasst zahlreiche Panzer und andere Militärfahrzeuge, die detaillierte Einblicke in die technische Entwicklung von Waffensystemen bieten. Besonders für technisch interessierte Besucher ist diese Sammlung ein Highlight.
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Ort: Dresden, Sachsen Website:mhmbw.de Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden kombiniert technische und historische Aspekte auf einzigartige Weise. Neben Panzern wie dem T-34 und dem Panzer III zeigt das Museum auch die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe militärischer Konflikte. Die Verbindung aus Technik- und Sozialgeschichte macht dieses Museum zu einer der umfassendsten Einrichtungen seiner Art in Europa.