Flames of War: Sovjet SU-100

Bei meinen Sovjets geht es nun weiter mit zehn SU-100 Selbstfahrlafetten.

Historische Einführung: SU-100

Der SU-100 war ein sowjetisches Jagdpanzer-Modell, das gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurde und ab 1944 an der Ostfront zum Einsatz kam. Er basierte auf dem Fahrgestell des T-34 und war mit der 100-mm-D-10S-Kanone bewaffnet – einer der durchschlagskräftigsten Panzerkanonen des Krieges.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem SU-85, bot der SU-100 deutlich verbesserte Feuerkraft und war in der Lage, selbst schwere deutsche Panzer wie den Tiger I und Panther auf große Entfernungen zu bekämpfen. Die flache Silhouette und die starke Frontpanzerung machten ihn zu einem gefährlichen Gegner im defensiven wie offensiven Einsatz.

Bis Kriegsende wurden über 2.300 SU-100 gebaut. Auch nach dem Krieg blieb er in vielen Staaten des Warschauer Pakts sowie in Ländern des Nahen Ostens im Einsatz – teils noch bis in die 1970er Jahre.

Wheels and Tracks

In der Nähe von Frankfurt fand am 16 & 17 August die Veranstaltung Wheels and Tracks statt. Auf dem Motorcrossgelände und den angrenzenden Wiesen haben sich Freunde von militärischen Fahrzeugen auf Ketten und Rädern getroffen. Besonderes Highlight war die Möglichkeit bei einzelnen Fahrzeugen als Passagie mit zu fahren. So bin ich in den Genuss gekommen bei einem Kettengrad und einen Ford Jeep einzusteigen und über die Wiesen als auch den Motorcrossplatz mit zu fahren.

80 Jahre Kriegsende – Gedenken, Verantwortung und unser Hobby

Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Es ist ein Tag, der nicht gefeiert, sondern in Demut begangen werden sollte. Über 60 Millionen Menschen verloren zwischen 1939 und 1945 ihr Leben – Soldaten, Zivilisten, Opfer des Holocaust, der Euthanasieprogramme, der Bombenangriffe, der Kämpfe, der Hungerblockaden und unzähliger weiterer Kriegsverbrechen. Der Zweite Weltkrieg war ein Abgrund, der alle Dimensionen menschlichen Leids sprengte.

Wir gedenken heute der Toten.
Wir gedenken der jüdischen Menschen, die in den Lagern industriell ermordet wurden. Der Millionen Kriegsgefangener, die verhungerten oder erschossen wurden. Der Widerstandskämpfer:innen, die trotz Gefahr für Leib und Leben nicht schwiegen. Der Soldaten aller Nationen, die in einem Krieg starben, den viele nicht wollten, den aber zu viele mittrugen. Der unschuldigen Zivilbevölkerung, die zwischen den Fronten zerdrückt wurde.

Und wir mahnen.
Krieg ist kein Spiel. Krieg bedeutet Zerstörung, Entmenschlichung, seelische wie körperliche Verstümmelung. Krieg vernichtet Leben und Würde.
Gerade heute – in einer Welt, in der sich erneut Nationalismus, Hass und Gewalt ausbreiten – ist die Erinnerung wichtiger denn je. Der Zweite Weltkrieg war keine Notwendigkeit. Er war die Folge ideologischer Verblendung, Machtgier, Rassismus und eines zerstörerischen Systems, das Menschen zu Objekten machte.

Was bedeutet das für unser Hobby?
Auf becko.tabletop-minis.de widme ich mich primär dem historischen Tabletop, insbesondere dem Zweiten Weltkrieg. Wir stellen Miniaturen auf Platten, würfeln, spielen Szenarien – und ja, wir haben Freude daran. Diese Freude ist legitim, solange sie mit Verantwortung einhergeht.

Denn: Wir spielen nicht Krieg. Wir spielen mit Miniaturen, mit Geschichte, mit Mechanik. Aber wir dürfen niemals die reale Geschichte romantisieren oder verharmlosen. Kein Panzer, keine Uniform, keine Nation war „cool“. Jedes Modell auf unseren Tischen steht sinnbildlich für ein reales, oft viel zu junges Leben, das in einem grausamen Konflikt endete.

Deshalb ist dieser 8. Mai auch ein Tag der Reflexion für uns Tabletopper.
Wie stellen wir Geschichte dar? Wie sprechen wir über Nationen, über Uniformen, über Einheiten? Verwenden wir Begriffe unreflektiert? Oder nehmen wir uns die Zeit, zu hinterfragen, zu lernen, zu erinnern?

Tabletop kann ein Zugang zur Geschichte sein – aber er darf kein Ersatz für echtes Wissen und echtes Gedenken sein.

Lasst uns das Andenken der Opfer bewahren. Lasst uns aus der Geschichte lernen. Und lasst uns auch in unserem Hobby achtsam bleiben.

Nie wieder Krieg!

Flames of War: Sovjet BA-64 Aufklärungsfahrzeuge

Die ersten Fahrzeuge der Sovjets sind fertig. Dabei handelt es sich um 4 BA-64 Aufklärungsfahrzeuge.

BA-64 – Kurzer historischer Überblick

Der BA-64 war ein leichtes, gepanzertes Spähfahrzeug der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Er wurde ab 1942 als Nachfolger des veralteten BA-20 eingeführt.

  • Entwicklung: Entwickelt wurde der BA-64 unter Leitung des Konstrukteurs N. A. Astrow auf Basis des Geländewagens GAZ-64, später GAZ-67. Das Fahrzeug sollte eine bessere Geländegängigkeit und Schutzwirkung als sein Vorgänger bieten.
  • Bauweise: Der BA-64 war ein 4×4-Fahrzeug mit abgeschrägter Panzerung (max. 15 mm), was Schutz vor Handwaffen und Splittern bot. Er war leicht bewaffnet – meist mit einem 7,62-mm-DT-MG in einem kleinen Drehturm.
  • Einsatz: Der BA-64 wurde für Aufklärung, Kurierdienste, Verbindung und teilweise zur Unterstützung der Infanterie eingesetzt. Seine Geländegängigkeit war brauchbar, aber das Fahrzeug war im Gelände leicht kippgefährdet.
  • Varianten:
    • BA-64 (frühes Modell, 1942–43)
    • BA-64B (ab 1943) – basierend auf dem verbesserten GAZ-67-Fahrgestell, mit breiterer Spur und besserer Stabilität
  • Produktion: Von 1942 bis 1946 wurden etwa 9.000 Stück gebaut. Auch nach dem Krieg blieb der BA-64 noch einige Zeit im Dienst, wurde aber bald durch Fahrzeuge wie den BRDM-1 ersetzt.
  • Verwendung außerhalb der UdSSR: Einige BA-64 wurden auch an Verbündete der Sowjets geliefert, etwa an die DDR, Polen oder Nordkorea.

Flames of War: Resterampe

Auf Kleinanzeigen habe ich letzte Woche eine Resterampe von Flames of War Modellen erstanden und einen ganz guten Preis erzielt. Am Samstag wurde das Paket geliefert und der Schock war groß. In dem Paket fehlte jegliche Polsterung und von den guten Resin/Zinn Modelle waren ungefähr die Hälfte teilweise bis massiv beschädigt. Primär hat die die Modelle der Sovjets getroffen, welche ich für den Ausbau meiner Armee nutzen wollte. Daraus wird nun leider nur zum Teil etwas.

Ich habe die ganzen „Brocken“ aus dem Karton gesammelt und ab Samstag in abendlicher Detailarbeit zumindest einen Teil der Modelle retten können, dazu etwas Green-Stuff und zumindest nutzbar bleiben sie. Schade, dass damit so tolle alte Modelle durch unsanfte Behandlung den Bach runter gehen. Der Verkäufer blieb aber freundlich und hat mir einen dicken Nachlass auf den Kaufpreis gegeben. Arbeitszeit für die Instandsetzung ca. 8 Stunden.

Flames of War: Sovjets

Weiter geht es mit den Katjuscha Raketenwerfern.

Katjuscha – Stalins Orgel im Feuerschlag

Die Katjuscha war eine der gefürchtetsten Waffen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Offiziell als BM-13 bekannt, verbreitete sie mit ihren Salven aus 132-mm-Raketen Angst und Schrecken unter den deutschen Truppen. Ihre hohe Feuerrate und verheerende Flächenwirkung machten sie zu einem entscheidenden Element der sowjetischen Artillerie.

Das Prinzip war einfach: Mehrfachraketenwerfer auf Lkw wie dem ZiS-6 oder später dem Studebaker US6 montiert, ermöglichten eine schnelle Feuerüberlegenheit. Innerhalb von Sekunden konnte eine Batterie aus mehreren Fahrzeugen ganze Frontabschnitte mit Spreng- und Splittermunition eindecken. Die deutschen Soldaten tauften das System schnell „Stalins Orgel“, weil das Heulen der anfliegenden Raketen an das Dröhnen einer Kirchenorgel erinnerte – allerdings mit tödlichem Ausgang.

Obwohl die Katjuscha im Vergleich zur Rohrartillerie unpräziser war, machte sie dies mit ihrer Schockwirkung und Mobilität wett. Nach dem Abschuss konnte die Besatzung rasch die Stellung wechseln, bevor feindlicher Gegenbeschuss einsetzte. Die Taktik der „Hit-and-Run“-Angriffe machte sie besonders effektiv in großen Offensiven wie der Operation Bagration 1944.

Die Katjuscha blieb nicht nur ein Relikt des Zweiten Weltkriegs – auch in späteren Konflikten wurden modernisierte Varianten eingesetzt, und ihr Grundprinzip lebt in heutigen Mehrfachraketenwerfern wie dem BM-21 Grad weiter.

Die besten Panzer-Museen in Deutschland

Deutschland bietet eine beeindruckende Vielfalt an Museen, die sich der Geschichte und Technik von Panzern widmen. Für Geschichts- und Militärinteressierte gibt es viele Standorte, die spannende Einblicke in die Entwicklung und Nutzung dieser Fahrzeuge bieten. Hier ist eine Übersicht über die besten Museen.

Deutsches Panzermuseum Munster

Ort: Munster, Niedersachsen
Website: daspanzermuseum.de
Das Deutsche Panzermuseum in Munster ist eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Auf rund 10.000 Quadratmetern finden Besucher über 150 Großgeräte, darunter Panzer wie den Panzer IV, den Tiger I und den Königstiger. Die Ausstellung bietet umfassende Einblicke in die Entwicklung von Panzern vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart und wird durch thematische Führungen und interaktive Displays ergänzt.

Technik Museum Sinsheim

Ort: Sinsheim, Baden-Württemberg
Website: sinsheim.technik-museum.de
Das Technik Museum Sinsheim bietet eine vielseitige Sammlung, die sich nicht nur auf Panzer, sondern auch auf Flugzeuge, Autos und technische Innovationen konzentriert. Zu den militärischen Highlights zählen der Panther und das Sturmgeschütz III. Die beeindruckende Vielfalt der Exponate macht dieses Museum zu einem Erlebnis für Technik- und Geschichtsbegeisterte gleichermaßen.

Technik Museum Speyer

Ort: Speyer, Rheinland-Pfalz
Website: speyer.technik-museum.de
Das Technik Museum Speyer, die Schwesterinstitution des Sinsheimer Museums, zeigt ebenfalls eine Reihe interessanter Militärfahrzeuge. Besonders beeindruckend sind der Bergepanzer M32, basierend auf dem Sherman-Panzer, sowie ein Ein-Mann-Torpedo „Neger“, der die improvisierte Kriegsführung der deutschen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs veranschaulicht. Das Museum ist zudem für seine maritime Ausstellung mit dem U-Boot U9 und dem Seenotrettungskreuzer John T. Essberger bekannt.

Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz

Ort: Koblenz, Rheinland-Pfalz
Website: vffwts.de
Die Wehrtechnische Studiensammlung in Koblenz ist eine der größten technischen Sammlungen Deutschlands. Sie umfasst zahlreiche Panzer und andere Militärfahrzeuge, die detaillierte Einblicke in die technische Entwicklung von Waffensystemen bieten. Besonders für technisch interessierte Besucher ist diese Sammlung ein Highlight.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Ort: Dresden, Sachsen
Website: mhmbw.de
Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden kombiniert technische und historische Aspekte auf einzigartige Weise. Neben Panzern wie dem T-34 und dem Panzer III zeigt das Museum auch die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe militärischer Konflikte. Die Verbindung aus Technik- und Sozialgeschichte macht dieses Museum zu einer der umfassendsten Einrichtungen seiner Art in Europa.

Rückblick 2024

Das Jahr 2024 war ein spannendes und produktives Hobbyjahr, und es ist Zeit, einen Blick zurückzuwerfen – insbesondere auf die Ziele, die ich mir zu Beginn des Jahres gesteckt habe.

Erledigte Projekte

Einige Punkte auf meiner ToDo-Liste konnten erfolgreich abgehakt werden:

  • Landungsschiffe: Diese sind endlich fertig geworden und haben bereits ihre ersten Landungen in unserer Italien Kampagne absolvieren müssen.
  • Finnen: Die finnische Armee hat eine weitere Runde Detailarbeit erfahren und ist nun vollständig einsatzbereit.
  • MESBG Rohan: Hier konnte ich eine Grundarmee komplett bemalen, die nun glänzend in der Schlacht gegen die Mächte Mordors bestehen kann.
  • NAM Riverrine-Schiffe: Auch dieses Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen, und die Schiffe machen sich hervorragend als stimmungsvolle Akzente auf dem Spielfeld.

Nicht abgeschlossene Projekte

Natürlich gab es auch ein paar Ziele, die nicht wie geplant umgesetzt wurden.

  • Team Yankee Sovjet Fahrzeuge: Dieses Ziel wurde leider nicht erreicht. Es gab aber einen positiven „Nebeneffekt“: Außerplanmäßig habe ich einige Bundeswehr-Fahrzeuge für Team Yankee bemalt, die auf meinem Blog ausführlich dokumentiert sind.

Neues und Unerwartetes

Ein besonderes Highlight war der Start eines lange liegenden Projekts:

  • Sowjets für Flames of War WWII: Endlich habe ich mich daran gemacht, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Inzwischen ist bereits ein großer Grundstock an Infanterie bemalt, darunter zwei Strelkovy Companies, eine Strelkovy Heavy Mortar Company, eine Maksim HMG Company sowie eine SMG Company. Der Fokus liegt derzeit auf der Artillerie. Die Bemalung der Fahrzeuge ist für 2025 fest eingeplant.

Fazit und Ausblick

2024 war ein gelungenes Jahr voller Fortschritte, auch wenn nicht alles wie geplant lief. Ich freue mich darauf, in 2025 die begonnenen Projekte weiterzuführen.

Derzeit in der Planung sind folgende Projekte für 2025:

  • Sovjet Fahrzeuge für Flames of War
  • Sovjet Fahrzeuge für Team Yankee aus 2024 nachholen
  • Deutsche Fahrzeuge für Flames of War
  • Britische Armee für Team Yankee

MESBG aus dem 3D Drucker

Gestern hatte ich die erste Gelegenheit Herr der Ringe von Games-Workshop zu spielen. Wir haben mit der ganzen Familie die ersten Gefechte und Regeln geübt. Dabei kamen neben original Modellen von Games-Workshop auch Modelle aus dem 3D Drucker zum Einsatz. Hierbei habe ich mich bei Modellen der folgenden Anbieter bedient:

Meine favorisierten Modelle kommen dabei von Davale Games. Die beiden anderen habe ich über viele Monate bei Patreon supported, aber vor wenigen Monaten den Support eingestellt und bediene mich nun ausschließlich der Modelle von Davale Games.