Flames of War: Ardennen Kampagne

Aktueller Stand Runde 3

In der Morgendämmerung tritt eine gemischte Kampfgruppe aus dem Süden Bastognes an, um die 4th Armored Division zurückzuschlagen. Die US Truppen erleiden schwere Verluste und ziehen sich nach Vaux zurück. Dadurch wird das nach Hompre vorgerückte Combat Command R abgeschnitten. In den Mittagstunden gelingt den in Fraiture eingeschlossenen US Verbänden der Ausbruch nach Westen. Sie zerschlagen eine deutsche Artillerieeinheit und nehmen Manhay (10 Siegpunkte). Ein britischer Angriff auf Marche scheitert, die dort stehenden Einheiten der Panzerlehr Division und der 26. Volksgrenadiere erleiden jedoch schwerste Verluste.

  • BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux Sieg Wehrmacht FSU 4.CCB zerschlagen
  • BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay Sieg Alliierte FSU Ari 1560 zerschlagen
  • BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche Sieg Wehrmacht FSU: 29.B, Pz 902 und Ari 26 zerschlagen
  • BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue FSU: 9.AD und 28.ID gegen Inf. 78 und SS-Ari 9 Modifikatoren: Alliierte +25%, Wehrmacht +25%
  • BA 5 – Angriff Wehrmacht, Samrée nach Champlon FSU: 2.SS Pz und SS PzGren 4 gegen Taskforce Hogan und 9.Tactical Air Command Modifikatoren: Wehrmacht +30%, Alliierte: +20 (out of Supply, Flussverteidigung) Dämmerung

Flames of War: Lieferung von frontlinegames.de

„Made for Order“ wird seit einiger Zeit von Battlefront angeboten und bring in regelmäßigen Abständen alte Figuren für einen Monat zurück. Nachteil -> produziert wird nach Bestellung und so muss man auch mal einige Monate warten. Im März ging es in die Wüste und die Modelle der LRDG wurden angeboten. Die Chance habe ich genutzt und meine Bestände entsprechend noch mal aufgestockt. Angekommen sind die Modelle heute, damit 5 Monate nach Bestellung. In Deutschland kann man die Sachen bei frontlinegames.de ordern.

Flames of War: Ardennen Kampagne

Aktueller Stand Runde 3

Auf beiden Seiten gelangen in der Nacht auf den 25. Dezember Reserven an die Front. Die Alliierten verstärken den Frontabschnitt zwischen Dinant und Marche. Das Combat Command R der 4th Armored Division stößt der 5. Fallschirmjäger Division in den Rücken und nimmt in der Dunkelheit Hombre. Die Deutschen verschieben bis in die Morgenstunden zahlreiche Einheiten und verstärken Bastogne. Das Fallschirmjäger Regiment 15 überschreitet die Sure und besetzt Martelange.
In den frühen Morgenstunden des wolkenlosen 1. Weihnachtsfeiertages werfen alliierte Flugzeuge Nachschub über dem eingeschlossenen Fraiture ab, um den dort stehenden Einheiten den Ausbruch zu ermöglichen.

  • BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux
    FSU: 9.PzD und 12.SS gegen 4.CCA und 4.CCB
    Modifikatoren: Wehrmacht 30%, Alliierte 30%
  • BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay
    FSU: 7.AD und 106.ID gegen 560.VG und Ari 1560
    Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 25%
  • BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche
    FSU: 29.B und 51.ID gegen Pz 902 und Ari 26
    Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 30%
  • BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue
    FSU: 9.AD und 28.ID gegen Inf. 78 und SS-Ari 9
    Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 25%
  • BA 5 – Initiative Wehrmacht

Danke an Daniel für die Organisation!

Ansprache an die deutschen Truppen:

Ansprache an die Offiziere – Morgen des 25. Dezember

Meine Herren, die Lage ist ernst, aber sie ist klar.

Der Gegner hat in der vergangenen Nacht neue Kräfte an die Front geführt. Zwischen Dinant und Marche sind seine Verbände verstärkt worden. Teile der 4th Armored Division sind vorgestoßen und haben Hombre genommen. Gleichzeitig versucht der Feind, seine bei Fraiture stehenden Kräfte aus ihrer schwierigen Lage zu lösen. Heute Morgen wurde dort aus der Luft Nachschub abgeworfen.

Damit ist die Absicht des Gegners erkennbar. Er will unsere Front nicht an einer Stelle durchbrechen. Er versucht, uns gleichzeitig an mehreren Punkten zu binden, unsere Kräfte auseinanderzuziehen und uns die Initiative zu nehmen. Das werden wir ihm nicht gestatten. Bastogne bleibt der Schwerpunkt. Der Gegner ist südlich der Stadt weit vorgedrungen. Genau dort werden wir ihn treffen.

Die 9. Panzer-Division und die 12. SS-Panzer-Division treten aus dem Raum Bastogne Süd gegen Villeroux an. Vor ihnen stehen Teile des Combat Command A und B der 4th Armored Division. Dieser Angriff hat Vorrang. Wir greifen nicht an, um Gelände auf der Karte zu gewinnen. Wir greifen an, um die vorgestoßenen amerikanischen Kräfte zu schlagen und den Druck auf Bastogne zu nehmen. Gelingt uns dies, zwingen wir den Gegner, seine Reserven erneut zu verschieben und auf unsere Bewegungen zu reagieren.

An den übrigen Frontabschnitten wird der Gegner seinerseits angreifen.

Von Fraiture aus ist mit einem Vorstoß der 7th Armored Division und der 106th Infantry Division auf Manhay zu rechnen. Die 560. Volksgrenadier-Division und die Artillerie 1560 halten diesen Abschnitt.

Bei Hogne stehen Panzer 902 und Artillerie 26 einem Angriff britischer Kräfte in Richtung Marche gegenüber.

Von Libramont aus werden die 9th Armored Division und die 28th Infantry Division gegen Bonnerue antreten. Infanterie 78 und SS-Artillerie 9 haben dort den Auftrag, den Vormarsch aufzuhalten.

Meine Herren, an diesen Stellen verlange ich keine unnötigen Gegenangriffe. Wir halten. Wir zwingen den Gegner, für jeden Kilometer Zeit und Kräfte einzusetzen. Wo wir nicht angreifen müssen, bewahren wir unsere Verbände.

Unsere Reserven sind eingetroffen. Bastogne wurde verstärkt. Das Fallschirmjäger-Regiment 15 hat die Sure überschritten und Martelange besetzt. Trotz der Bewegungen des Gegners verfügen wir noch immer über Handlungsfreiheit. Und diese werden wir nutzen.

Die Befehle für den heutigen Tag sind daher einfach: Bei Bastogne schlagen wir zu. Bei Manhay, Marche und Bonnerue halten wir. Wo der Gegner seine Kräfte festlegt, suchen wir seine Schwäche. Wo er durchbricht, darf daraus kein freier Vormarsch werden. Und sobald sich die Gelegenheit bietet, übernehmen wir wieder die Initiative. Der Gegner mag über starke Reserven verfügen. Aber auch er kann nicht überall zugleich stark sein. Jeder Verband, den er gegen unsere Stellungen einsetzen muss, fehlt ihm an anderer Stelle. Darauf bauen wir unseren Plan.

Heute entscheidet nicht eine einzelne Schlacht über den Ausgang der Operation. Entscheidend ist, wer dem anderen seinen Willen aufzwingt. Sorgen Sie dafür, dass es unserer ist.

Meine Herren, gehen Sie zu Ihren Verbänden. Die Befehle stehen. Wir greifen an.

    Flames of War: Ardennen

    Letzte Wochen konnten Dappy ich mal wieder ein Spiel in den Ardennen austragen. 1750 Punkte je Seite, wobei Dappy eine deutsche Panzerkompanie und ich eine US Panzerkompanie mit Abrams mit ins feld geführt habe. Die Mission Hold the Line und meiner Truppe als Angreifer inkl. Abrams war eine perfekte Kombination, allerdings mit wenig Vergnügen für Dappy. Ich mag Spiele mit Chances für beide Spieler und vor allem mit Spaß für beide deutlich lieber, was hier durch Mission und Armee leider nicht wirklich gegeben war. Der Spearhead-Move und die „Delayed Reserves“ haben es Dappy nicht ermöglicht gegen den Panzeransturm gegen zu halten.

    Flames of War: neue Firestorm Kampagne rund um Caen

    Einstieg

    Battlefront stellt mit Firestorm: Caen eine umfangreiche Kampagne für Flames of War zur Verfügung. Sie behandelt die Kämpfe im britisch-kanadischen Abschnitt der Normandie vom D-Day am 6. Juni 1944 bis zum Ende der Operation Goodwood im Juli 1944.

    Im Mittelpunkt stehen nicht nur einzelne Gefechte. Die Spieler führen ihre Truppen auf einer strategischen Kampagnenkarte, greifen gegnerische Gebiete an, verschieben Verstärkungen und versuchen, wichtige Orte rund um Caen zu kontrollieren. Die Ergebnisse der gespielten Partien verändern anschließend die Lage auf der Karte.

    Die Kampagne umfasst fünf Runden, die jeweils nach einer wichtigen Operation benannt sind: Neptune, Perch, Epsom, Charnwood und Goodwood. Damit bildet Firestorm: Caen den Verlauf der Kämpfe von den Landungen an Gold, Juno und Sword Beach bis zu den großen britischen Panzerangriffen südöstlich von Caen ab. Die Kampagne ist für größere Gruppen ausgelegt, enthält aber auch Regeln für kleinere Spielgruppen und eine reine Zwei-Spieler-Kampagne.

    Battlefront stellt die Regeln zusammen mit der Kampagnenkarte und den benötigten Markern als kostenlosen Download bereit.

    Historische Betrachtung

    Caen war eines der wichtigsten Ziele der alliierten Landung in der Normandie. Die Stadt lag an bedeutenden Straßen- und Eisenbahnverbindungen und kontrollierte den Zugang zu dem offenen Gelände südlich und südöstlich der Stadt. Von dort aus konnten alliierte Panzerverbände in Richtung Falaise und weiter in das französische Hinterland vorstoßen.

    Am 6. Juni 1944 landeten britische und kanadische Truppen an den Stränden Gold, Juno und Sword. Gleichzeitig setzte die britische 6th Airborne Division östlich der Orne auf, um Brücken zu sichern und die Flanke des Landungsgebietes zu schützen. Obwohl an allen drei Stränden stabile Brückenköpfe entstanden, konnte Caen nicht wie ursprünglich vorgesehen bereits am ersten Tag eingenommen werden. Die deutschen Verteidiger und insbesondere die eintreffenden Panzerverbände verhinderten einen schnellen Vormarsch.

    Die erste Kampagnenrunde trägt daher den Namen Operation Neptune. Sie behandelt die eigentlichen Landungen und die ersten Kämpfe um die Sicherung der Brückenköpfe. Für die Alliierten besteht die Aufgabe darin, genügend Raum für die nachfolgenden Truppen zu schaffen. Die deutschen Einheiten müssen dagegen versuchen, die Landungsgebiete einzuengen und einen stabilen alliierten Aufmarsch zu verhindern.

    Mit Operation Perch versuchten die Briten anschließend, Caen westlich zu umgehen. Der Vormarsch führte unter anderem in den Raum Villers-Bocage. Dort trafen Einheiten der britischen 7th Armoured Division auf deutsche Verbände, darunter schwere Tiger-Panzer. Der britische Vorstoß konnte die deutsche Stellung um Caen nicht aufbrechen, zwang die Deutschen jedoch dazu, weitere Panzerkräfte in diesem Abschnitt einzusetzen.

    Ende Juni folgte Operation Epsom. Der Angriff sollte westlich von Caen über den Odon führen und die deutschen Truppen südlich der Stadt bedrohen. Britische und kanadische Verbände trafen dabei auf starke deutsche Gegenangriffe. Obwohl der geplante operative Durchbruch nicht erreicht wurde, mussten die Deutschen erneut erhebliche Panzerkräfte einsetzen, um die Front zu stabilisieren.

    Mit Operation Charnwood begann am 8. Juli ein direkter Angriff auf Caen. Nach schweren Luft- und Artillerieangriffen rückten britische und kanadische Truppen von Norden und Westen auf die Stadt vor. Der nördliche Teil von Caen fiel schließlich in alliierte Hand. Die deutschen Verteidiger zogen sich jedoch südlich der Orne zurück und hielten weiterhin die Höhen und Dörfer vor der Stadt.

    Den Abschluss der Kampagne bildet Operation Goodwood. Am 18. Juli griffen drei britische Panzerdivisionen aus dem Brückenkopf östlich der Orne an. Parallel dazu führte das kanadische II Corps die Operation Atlantic durch. Das Ziel bestand darin, die deutschen Stellungen südlich von Caen aufzubrechen und den Weg in Richtung Falaise zu öffnen.

    Der Angriff brachte Geländegewinne, stieß jedoch auf vorbereitete deutsche Panzerabwehrstellungen und mehrere Panzerdivisionen. Die Briten verloren zahlreiche Panzer, während die deutschen Verbände weiterhin im Raum Caen gebunden blieben. Genau diese anhaltende Bindung deutscher Panzerkräfte war für den späteren amerikanischen Ausbruch im Westen der Normandie von großer Bedeutung.

    Bedeutung für Flames of War

    Was ist eine Firestorm-Kampagne?

    Firestorm verbindet normale Partien von Flames of War mit einer übergeordneten strategischen Karte. Die Spieler kämpfen damit nicht nur um die Objectives einer einzelnen Mission, sondern gleichzeitig um Gebiete, Nachschubwege und wichtige Positionen innerhalb der gesamten Kampagne.

    Jede Seite besitzt einen General, der die strategischen Entscheidungen trifft. Die einzelnen Spieler übernehmen die Rolle der Commanders und tragen die Gefechte auf dem Spieltisch aus. Bei einer kleinen Spielgruppe können diese Aufgaben natürlich von denselben Personen übernommen werden.

    Eine Kampagnenrunde besteht aus drei Abschnitten:

    Planning Phase

    Die Generäle planen ihre Angriffe, bestimmen die wichtigsten Ziele und teilen den Spielern ihre Aufgaben zu. Dabei muss entschieden werden, wo die eigenen Firestorm Troops eingesetzt werden und welche Bereiche der Front gehalten oder angegriffen werden sollen.

    Battle Phase

    In dieser Phase werden die eigentlichen Partien von Flames of War gespielt. Die Spieler bestimmen die Initiative, wählen den Ort des Gefechts, prüfen den Nachschub und setzen gegebenenfalls zusätzliche Firestorm Troops ein.

    Das Ergebnis entscheidet darüber, welche Seite das umkämpfte Gebiet kontrolliert. Besiegte Einheiten müssen sich zurückziehen und eingesetzte Firestorm Troops können beschädigt oder vollständig zerstört werden.

    Strategic Phase

    Nach Abschluss der Spiele werden Durchbrüche ausgewertet, Verstärkungen eingesetzt und vorhandene Einheiten auf der Kampagnenkarte verschoben. Anschließend werden die Siegpunkte kontrolliert und die nächste Runde vorbereitet.

    Dieses System sorgt dafür, dass die einzelnen Spiele unmittelbare Auswirkungen auf die folgenden Partien haben. Eine Niederlage kann eine Lücke in der Front öffnen, während ein erfolgreicher Angriff neue Ausgangspositionen für die nächste Kampagnenrunde schafft.

    Die fünf Kampagnenrunden

    Firestorm: Caen besteht aus fünf festgelegten Kampagnenrunden:

    • Operation Neptune
    • Operation Perch
    • Operation Epsom
    • Operation Charnwood
    • Operation Goodwood

    Die verfügbaren Einheiten, Verstärkungen und Unterstützungsoptionen verändern sich im Verlauf der Kampagne. Damit bildet das System den schrittweisen alliierten Aufmarsch und das Eintreffen weiterer deutscher Panzerdivisionen ab.

    Während die Alliierten zu Beginn ihre Landungsgebiete sichern und erweitern müssen, können die Deutschen zunächst versuchen, den Brückenkopf einzuengen. Später verfügen die Alliierten über immer mehr Truppen, Artillerie und Panzer. Die deutsche Seite erhält im Gegenzug neue Panzerverbände, muss diese aber auf mehrere bedrohte Abschnitte verteilen.

    Firestorm Troops

    Ein zentrales Element sind die sogenannten Firestorm Troops. Diese Marker stellen wichtige historische Verbände dar, die sich auf der Kampagnenkarte bewegen.

    Wird ein solcher Verband in einem Gefecht eingesetzt, erhält der betreffende Spieler zusätzliche Einheiten für seine normale Flames-of-War-Armee. Dadurch können beispielsweise zusätzliche Panzer, Infanterie, Artillerie oder Aufklärungseinheiten in einer Partie erscheinen.

    Auf deutscher Seite werden unter anderem Verbände der Panzer Lehr, der 2. Panzer-Division und verschiedener SS-Panzerdivisionen berücksichtigt. Die 21. Panzer-Division spielt bereits während der ersten Kämpfe eine wichtige Rolle. Die Alliierten können unter anderem auf Truppen der britischen und kanadischen Infanteriedivisionen, der 6th Airborne Division und der britischen Panzerdivisionen zurückgreifen.

    Firestorm Troops können allerdings nicht beliebig konzentriert werden. In einem Gebiet dürfen normalerweise nur drei dieser Bodeneinheiten stehen. Diese Begrenzung zwingt beide Seiten dazu, ihre Truppen auf mehrere Frontabschnitte zu verteilen. Besonders die Alliierten müssen ihren Brückenkopf erweitern, damit genügend Platz für die nachrückenden Verbände vorhanden ist.

    Luftunterstützung und Schiffsartillerie

    Die Alliierten verfügen während der Kampagne über begrenzte Air Sorties und teilweise über Unterstützung durch Schiffsartillerie. Diese Unterstützung muss vor den Spielen bestimmten Angriffen zugewiesen werden.

    Damit kann nicht jede alliierte Armee automatisch auf die gesamte verfügbare Luft- und Artillerieunterstützung zurückgreifen. Der alliierte General muss entscheiden, welcher Angriff besonders wichtig ist und wo die begrenzten Ressourcen den größten Nutzen bringen.

    Gerade bei Angriffen gegen vorbereitete deutsche Stellungen kann diese zusätzliche Unterstützung entscheidend sein. Wird sie jedoch an einer Stelle eingesetzt, steht sie für andere Gefechte der gleichen Kampagnenrunde nicht mehr zur Verfügung.

    Deutsche taktische Reserven

    Die deutsche Seite verfügt über Tactical Reserves. Bestimmte Panzerverbände werden dabei zunächst nicht fest auf der Karte eingesetzt, sondern können als Reaktion auf alliierte Angriffe erscheinen.

    Dadurch bleibt die deutsche Verteidigung beweglich. Der deutsche General muss seine stärksten Verbände nicht von Anfang an einem bestimmten Gebiet zuweisen, sondern kann sie dort einsetzen, wo sich ein gefährlicher alliierter Vorstoß entwickelt.

    Zu diesen Reserven gehören unter anderem Einheiten der Panzer Lehr. Im Verlauf der Kampagne treffen weitere deutsche Panzerverbände ein, die jedoch gleichzeitig in immer mehr gefährdeten Frontabschnitten benötigt werden.

    Nachschub und Bewegungen auf der Karte

    Auch der Nachschub spielt eine Rolle. Die Truppen müssen über kontrollierte Gebiete mit ihren Versorgungszonen verbunden sein. Wird ein Vorstoß abgeschnitten, können die betroffenen Einheiten als Out of Supply gelten.

    Damit reicht es nicht aus, lediglich schnell in Richtung Caen oder in das Hinterland vorzustoßen. Die Spieler müssen auch darauf achten, dass die Verbindung zu den eigenen Ausgangsgebieten erhalten bleibt.

    Gleichzeitig ermöglichen erfolgreiche Angriffe sogenannte Exploitation Moves. Dadurch können Einheiten nach einem Durchbruch weiter vorrücken und unbesetzte Bereiche einnehmen. Eine Niederlage an der falschen Stelle kann deshalb größere Auswirkungen haben als nur den Verlust eines einzelnen Gebietes.

    Geeignete Armeen

    Für die alliierte Seite eignen sich alle britischen und kanadischen Armeen aus dem Normandie-Zeitraum. Dazu gehören unter anderem:

    • britische Rifle Companies
    • kanadische Rifle Companies
    • Commando- und Airborne-Formationen
    • Sherman- und Firefly-Verbände
    • Cromwell-Formationen der 7th Armoured Division
    • Churchill-Formationen
    • britische und kanadische Artillerie

    Auf deutscher Seite können unter anderem folgende Formationen eingesetzt werden:

    • Beach Defence Grenadier Companies
    • Grenadier- und Panzergrenadier-Formationen
    • Einheiten der 21. Panzer-Division
    • Panzer-IV- und Panther-Formationen
    • Panzer-Lehr-Verbände
    • Waffen-SS-Formationen
    • Tiger- und schwere Panzerjäger-Einheiten

    Für die aktuelle vierte Edition bieten sich besonders die Formationen aus der D-Day Compilation beziehungsweise aus den Büchern D-Day: British, D-Day: German und D-Day: Waffen-SS an.

    Firestorm: Caen wurde ursprünglich 2013 veröffentlicht und stammt damit aus der Zeit der dritten Edition. Die strategische Kampagnenebene ist jedoch weitgehend unabhängig von der verwendeten Flames-of-War-Edition. Für eine heutige Kampagne können daher die aktuellen Formationen, Punktwerte und Missionen der vierten Edition verwendet werden. Lediglich ältere Einheitenangaben aus den Firestorm-Regeln müssen passend durch aktuelle Einheiten ersetzt werden.

    Abwechslungsreiche Spieltische

    Auch beim Gelände bietet die Kampagne viele Möglichkeiten. Die ersten Spiele können an den Stränden oder in vorbereiteten deutschen Verteidigungsstellungen stattfinden. Danach verlagern sich die Kämpfe in das normannische Bocage, in kleine Dörfer und schließlich in die zerstörten Vororte von Caen.

    Für Operation Goodwood werden dagegen offenere Spielfelder benötigt. Hier treffen größere britische Panzerverbände auf deutsche Panzerabwehrstellungen, Panzer IV, Panther und Tiger.

    Damit lässt sich innerhalb einer einzigen Kampagne eine große Bandbreite unterschiedlicher Spiele abdecken:

    • Strandlandungen
    • Luftlandeoperationen
    • Kämpfe im Bocage
    • Angriffe auf befestigte Dörfer
    • Stadtgefechte
    • große Panzerkämpfe

    Gerade diese Abwechslung macht Firestorm: Caen interessant. Es wird nicht fünf Runden lang die gleiche Armee auf dem gleichen Geländetyp gespielt. Die Entwicklung der Kampagne verändert sowohl die strategische Situation als auch die möglichen Szenarien auf dem Spieltisch.

    Auch für kleine Gruppen geeignet

    Obwohl Firestorm: Caen als größere Kampagne ausgelegt ist, kann sie auch mit wenigen Spielern durchgeführt werden. Es gibt Regeln für kleinere Gruppen und sogar für zwei Spieler.

    Bei einer Zwei-Spieler-Kampagne übernimmt jeder Spieler gleichzeitig die Rolle des Generals und der einzelnen Commander. Die beiden Spieler führen ihre Bewegungen auf der Karte durch und tragen anschließend die daraus entstehenden Gefechte aus.

    Nicht jedes Gefecht muss zwingend als vollständige Partie gespielt werden. Mit dem sogenannten General’s Game können einzelne Kämpfe schneller ausgewertet werden. Dadurch lässt sich die Kampagne auch dann fortsetzen, wenn nicht für jedes Gefecht genügend Zeit oder Spieler vorhanden sind.

    Fazit

    Firestorm: Caen bietet einen guten Rahmen, um vorhandene britische, kanadische und deutsche Normandie-Armeen über mehrere Spiele hinweg einzusetzen.

    Die Kampagne verbindet die bekannten Flames-of-War-Partien mit einer strategischen Ebene, ohne daraus ein eigenständiges kompliziertes Brettspiel zu machen. Die Karte bestimmt, wo gekämpft wird, welche Verstärkungen zur Verfügung stehen und welche Auswirkungen ein Sieg oder eine Niederlage auf die nächsten Spiele hat.

    Besonders interessant ist der historische Verlauf über die fünf Operationen. Die Kampagne beginnt mit den Landungen und endet mit den großen Panzerkämpfen während Operation Goodwood. Dadurch verändern sich die verfügbaren Truppen und die Art der Gefechte im Verlauf der Runden deutlich.

    Für Spieler, die ihre Normandie-Armeen nicht nur in einzelnen Missionen, sondern in einer zusammenhängenden Kampagne einsetzen möchten, ist Firestorm: Caen daher eine sehr gute Grundlage.

    Die Regeln, Kampagnenkarte und Marker findet ihr im Battlefront-Beitrag: Firestorm: Caen bei Battlefront