Diese Seite verbindet die Szenariobeschreibung von Peiper’s Charge mit dem späteren Spielbericht.
Szenario im Überblick
Kurz gesagt:Peiper’s Charge ist ein episches, dreiteiliges Flames‑of‑War‑Szenario zur Ardennenoffensive. Die Deutschen müssen in Kolonne entlang der Rollbahn durch drei Spieltische brechen – gegen Roadblocks, gesprengte Brücken, winterliches Gelände und immer stärkere US‑Gegenangriffe. Gewonnen hat die Achse nur, wenn am Ende mehrere Platoons Tisch 3 über die markierten Ausgänge verlassen.
Historischer Hintergrund
Dezember 1944: Mit „Wacht am Rhein“ versucht die Wehrmacht, die Front zur Maas aufzubrechen. Speerspitze ist Kampfgruppe Peiper (1. SS‑Panzerdivision „LSSAH“), deren Marsch von Büllingen über Stavelot, Trois‑Ponts, Stoumont bis La Gleize führt. Straßensperren, Schneematsch, enge Täler und gesprengte Brücken prägen das Gefechtstempo – und genau das bildet dieses Szenario nach.
Was du brauchst
3 aneinandergereihte Spieltische (ideal zusammen ca. 180×120 cm bis 240×120 cm; je nach Platz)
Wintergelände: Wälder, Hügel, Ortschaften, Rollbahn (Straße), mehrere Brücken bzw. Furten
Deutsche Streitmacht: Panzer (Pz IV, Panther, Tiger II), Panzergrenadiere, Fallschirmjäger, Flak (Wirbelwind), Infanteriegeschütze (z. B. Grille)
US‑Streitkräfte: Rifle/Armored Rifle, Combat Engineers, Towed Tank Destroyers, mehrere Sherman‑Platoons, 82nd Airborne in Reserve, ab Turn 3 Priority Air Support (P‑47)
Aufbau in 3 Tischen
Tisch 1 – Breakthrough
Erstes Durchbrechen der Roadblocks. Die Deutschen kommen in Attack Column auf die Platte; Fallschirmjäger sichern den Einstieg, Panzer und Grenadiere drücken nach.
Tisch 2 – The Bridges
Engstellen, Flussquerungen und das ewige Ringen um Brücken/Furten. Brückensprengungen können den Plan sofort kippen. Fuel Dumps beschleunigen den Vorstoß – einmalig, aber mächtig.
Tisch 3 – To the Meuse
Der Endspurt. Was bis hier überlebt hat, muss jetzt Tempo machen. Jede Verzögerung triggert US‑Reserven und Luftangriffe. Hier entscheidet sich, wie viele deutsche Züge das Spielfeld über die Ausgänge verlassen.
Sonderregeln in Kürze
Rollbahn: Die Straße ist schnell, abseits gilt Slow Going; Flüsse sind Impassable (außer markierten Furten/Brücken). Winterbedingungen erschweren Bewegung und Sicht.
Attack Column (DE): Zuführung in Kolonne; bis zu drei Züge pro Einstieg. Abgänge von Tisch 3 zählen nicht als zerstört.
Schedule to Keep!: Zeitdruck – werden Linien bis zu bestimmten Runden nicht erreicht, kommen zusätzliche US‑Reserven ins Spiel.
Bridge Demolition (US): Vorbereitete Brücken können gesprengt werden (Fahrzeuge/Geschütze: Impassable).
Fuel Dumps (DE): Einmalige Sofort‑Bewegung aller befreundeten Platoons in Reichweite – danach Marker entfernen.
Luftunterstützung: Ab Turn 3 P‑47 mit HVAR‑Option. Deckung, Rauch und Druck auf mehreren Brennpunkten helfen.
Siegbedingungen
Das Spiel endet auf einem Tisch, wenn dort keine US‑ oder deutschen Teams mehr stehen. Für den Gesamtsieg zählt die Zahl der deutschen Platoons, die Tisch 3 verlassen:
3+ Platoons: Deutscher Stunning Victory
2 / 1 Platoon(s): Deutscher Major / Minor Victory
0: US‑Sieg – Vorstoß gestoppt
Taktik‑Notizen
Tempo schlägt Schonung: Halte die Zeitmarken ein, sonst ertrinkst du in US‑Reserven.
Straße = Leben: Schweres Gerät abseits der Rollbahn verliert entscheidende Züge.
Brückenmanagement: Pioniere und Towed TDs im Auge behalten; notfalls Umgehungen über Furten erzwingen.
Gegen die P‑47: Verteilte Schwerpunkte, Rauch und kurze Feuer‑/Bewegungszyklen mindern den Schaden.
Vorbereitung für das Spiel
Dappy und ich haben uns vorgenommen, Peiper’s Charge im Jahr 2026 auf den Tisch zu bringen. Offen ist noch, wer welche Seite übernimmt – Achse oder USA –, aber allein die Vorbereitung mit Gelände, Roadblocks und Fuel Dumps wird schon Laune machen. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Download und Quelle
Peiper’s Charge – Szenario
Offizielles Szenario-PDF mit Spielaufbau, Sonderregeln und Vorgaben für Peiper’s Charge.
Dappy und ich planen für 2026 das große Peiper’s Charge-Szenario zu spielen. Ich werde die alliierte Seite übernehmen und die Amerikaner führen. Da ich bisher nur wenige US-Miniaturen bemalt habe, wird das in den kommenden Monaten eine größere Mal-Offensive. Zur Vereinfachung lassen wir den Schneefaktor bei Platten und Modellen außen vor und arbeiten im klassischen Olive Drab/Grün – das beschleunigt Aufbau und Bemalung spürbar.
Benötigte US-Modelle
Infanterie & Teams
Rifle Platoons: 2 Züge
1× Rifle Platoon (2 Squads, „CT“)
1× Rifle Platoon (voll, „CV“)
Armored Rifle Platoon: 1× voll (Infanterie + Halbkettenerstz/Marker nach Bedarf)
Battlefront hat mit Great War Scenario: Montauban ein neues historisches Szenario für Great War veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht der britische Angriff auf Montauban am 1. Juli 1916, dem ersten Tag der Schlacht an der Somme.
Der Name Somme ist vor allem mit gescheiterten Angriffen, unzerstörten deutschen Stellungen und sehr hohen britischen Verlusten verbunden. Im südlichen Abschnitt der Front verlief der Angriff jedoch anders. Die britische 30th Division und die benachbarte 18th (Eastern) Division erreichten ihre Ziele im Raum Montauban. Das Dorf selbst gehörte damit zu den wenigen bedeutenden britischen Erfolgen dieses Tages.
Genau dieser Teil der Schlacht eignet sich gut für ein historisches Szenario. Montauban zeigt, dass ein Angriff auf ein vorbereitetes Grabensystem 1916 nicht grundsätzlich zum Scheitern verurteilt war. Entscheidend waren die Vorbereitung durch die Artillerie, die Abstimmung zwischen den einzelnen Waffengattungen, eine klare Gliederung des Angriffs und die Fähigkeit, erobertes Gelände schnell zu sichern.
Battlefront stellt im Originalartikel den historischen Hintergrund und die Umsetzung für den Spieltisch vor. Damit lässt sich der Angriff mit britischer und deutscher Infanterie aus der Great War-Reihe nachspielen.
Historischer Hintergrund
Die Offensive an der Somme war ursprünglich als gemeinsamer britisch-französischer Angriff geplant. Durch die deutsche Offensive gegen Verdun verlagerte sich jedoch ein großer Teil der Verantwortung auf die britische Armee. Neben einem Durchbruch durch die deutschen Linien sollte die Offensive deutsche Reserven binden und damit den Druck auf die französischen Truppen bei Verdun verringern.
Nach einer mehrtägigen Artillerievorbereitung begann der britische Angriff am 1. Juli 1916 um 7.30 Uhr. Vierzehn britische Divisionen traten auf einer breiten Front an. In vielen Abschnitten hatte das vorherige Bombardement weder die deutschen Unterstände zerstört noch den Stacheldraht ausreichend beseitigt. Als das Feuer auf weiter hinten liegende Ziele verlegt wurde, konnten die deutschen Verteidiger ihre Unterstände verlassen und die angreifende Infanterie mit Maschinengewehren, Gewehren und Artillerie unter Feuer nehmen. Die britische Armee erlitt an diesem Tag mehr als 57.000 Verluste.
Im südlichen Abschnitt bei Montauban waren die Voraussetzungen günstiger. Dort griff die britische 30th Division unmittelbar neben französischen Verbänden an. Die britische und französische Artillerie arbeitete enger zusammen, das Gelände konnte besser beobachtet werden und das Bombardement hatte die deutschen Stellungen sowie große Teile des Drahthindernisses tatsächlich schwer beschädigt.
Die 30th Division bestand zu einem erheblichen Teil aus den sogenannten Pals Battalions aus Liverpool und Manchester. In diesen Einheiten dienten Männer, die sich gemeinsam mit Freunden, Arbeitskollegen oder Nachbarn freiwillig gemeldet hatten. Für viele der Bataillone war der Angriff auf Montauban der erste große Einsatz.
Die beiden vorderen Brigaden der Division sollten zunächst die deutsche Linie zwischen Dublin Trench und Glatz Redoubt einnehmen. Der Angriff war in mehrere zeitlich aufeinander abgestimmte Abschnitte gegliedert. Anschließend sollte die Reservebrigade durch die bereits eroberten Stellungen vorrücken und Montauban selbst besetzen.
Die britische Infanterie ging hinter einem wandernden Artilleriefeuer vor. Dieses Feuer sollte sich schrittweise vor den angreifenden Truppen verlagern und die deutschen Verteidiger daran hindern, ihre Stellungen rechtzeitig wieder zu besetzen. Anders als in mehreren nördlicheren Frontabschnitten konnte die Infanterie bei Montauban dem Feuerplan weitgehend folgen.
Auch der Draht stellte ein geringeres Hindernis dar. Die Artillerie hatte ausreichend große Lücken geschaffen, sodass die britischen Wellen nicht über längere Zeit vor den deutschen Stellungen aufgehalten wurden. Gerade dieser Punkt war entscheidend: Wo der Draht am 1. Juli nicht zerstört worden war, mussten sich die Angreifer vor den Hindernissen sammeln und wurden zu leichten Zielen für deutsche Maschinengewehre.
Die ersten britischen Einheiten erreichten die vorderen deutschen Gräben und nahmen anschließend die Stellungen um Dublin Trench, Train Alley und Glatz Redoubt. Danach rückten weitere Truppen durch Railway Valley in Richtung Montauban vor. Die Verteidiger leisteten aus einzelnen Gräben, Unterständen und befestigten Positionen weiterhin Widerstand, konnten den britischen Vormarsch aber nicht mehr geschlossen aufhalten.
Eine besondere Bedrohung stellte die sogenannte Briqueterie dar, eine befestigte Ziegelei südlich von Montauban. Dort waren Maschinengewehre und Grabenmörser vermutet worden. Durch das vorherige Bombardement war die Stellung jedoch weitgehend zerstört und konnte vergleichsweise schnell genommen werden.
Im weiteren Verlauf des Vormittags drangen britische Soldaten in das schwer beschädigte Dorf ein. Dort mussten Häuser, Keller und Unterstände durchsucht werden. Zahlreiche deutsche Soldaten waren durch das Bombardement abgeschnitten oder in ihren Unterkünften eingeschlossen worden. Andere zogen sich auf weiter hinten liegende Stellungen zurück.
Die Einnahme Montaubans war nicht nur ein örtlicher Erfolg. Die britischen Truppen hatten die deutsche erste Stellung überwunden, die vorgesehene Angriffstiefe erreicht und eine Ausgangsposition für weitere Operationen in Richtung Bernafay Wood, Trônes Wood und Longueval geschaffen.
Der Erfolg konnte jedoch nicht unmittelbar zu einem größeren Durchbruch ausgebaut werden. In den weiter nördlich gelegenen Abschnitten war der britische Angriff größtenteils gescheitert. Dadurch blieben die Flanken der bei Montauban vorgedrungenen Verbände gefährdet. Die erschöpften Truppen mussten zunächst das eroberte Gelände sichern, neue Gräben ausheben, Verbindungen zur Artillerie herstellen und sich auf deutsche Gegenangriffe vorbereiten.
In der Nacht und am folgenden Tag versuchten deutsche Einheiten, verlorene Stellungen zurückzugewinnen. Diese Gegenangriffe konnten Montauban jedoch nicht zurückerobern. Das Dorf blieb bis zur deutschen Frühjahrsoffensive im März 1918 in alliierter Hand. Im August 1918 wurde es nach einem erneuten deutschen Rückzug endgültig von britischen Truppen zurückgewonnen.
Montauban war damit eine Ausnahme innerhalb des ersten Tages der Somme. Der Erfolg beruhte nicht auf einem einzelnen Faktor. Entscheidend war das Zusammenwirken einer wirksamen Artillerievorbereitung, eines beweglichen Sperrfeuers, besserer französisch-britischer Koordination, klarer Zwischenziele und einer Reserve, die den Angriff durch die vorderen Verbände fortsetzen konnte.
Umsetzung im Spiel
Das Szenario bietet einen etwas anderen Blick auf die Gefechte des Ersten Weltkriegs. Es geht nicht um Panzerangriffe des Jahres 1918, sondern um einen weitgehend von Infanterie, Maschinengewehren, Mörsern und Artillerie geführten Angriff des Jahres 1916.
Dadurch stehen genau die Elemente im Mittelpunkt, die das Bild der Westfront prägen:
vorbereitete Grabensysteme,
Stacheldraht und Niemandsland,
befestigte Stützpunkte,
Maschinengewehrstellungen,
Artillerievorbereitung,
gestaffelte Infanterieangriffe,
Reserven und Gegenangriffe.
Ein historisch ungleiches Szenario
Montauban ist kein klassisches ausgeglichenes Turnierspiel. Die britische Seite greift mit einem konkreten Auftrag und einem festen Zeitplan an. Die deutsche Seite beginnt in vorbereiteten Stellungen und versucht, den Angriff aufzuhalten oder zumindest so lange zu verzögern, dass die britischen Ziele nicht vollständig erreicht werden.
Gerade diese unterschiedlichen Aufgaben machen das Szenario interessant.
Der britische Spieler muss den Schwung des Angriffs erhalten. Bleiben einzelne Platoons zu lange vor der ersten Grabenlinie liegen, kann die gesamte zeitliche Planung zusammenbrechen. Gleichzeitig dürfen die vorderen Einheiten nicht isoliert werden. Eroberte Stellungen müssen gesichert und nachrückende Einheiten rechtzeitig nach vorne gebracht werden.
Der deutsche Spieler kann sich nicht darauf verlassen, den Gegner bereits im Niemandsland vollständig aufzuhalten. Stattdessen muss er seine Stellungen in der Tiefe nutzen. Einzelne Maschinengewehre, Grabenmörser und Infanteriegruppen können den britischen Vormarsch verzögern, während Reserven für Gegenangriffe bereitgehalten werden.
Der britische Angriff
Für den britischen Spieler ist die Artillerie der wichtigste Bestandteil des Angriffs. Sie soll nicht allein möglichst viele gegnerische Teams ausschalten. Ihre eigentliche Aufgabe besteht darin, die Verteidiger niederzuhalten und der Infanterie den Weg zu öffnen.
Die britischen Einheiten sollten deshalb möglichst geschlossen hinter dem unterstützenden Feuer vorrücken. Ein zu vorsichtiges Vorgehen gibt den deutschen Verteidigern Zeit, sich neu zu ordnen. Ein zu schneller Angriff kann dagegen dazu führen, dass die eigene Infanterie ohne ausreichende Unterstützung auf intakte Stellungen trifft.
Nach der Einnahme der ersten Linie muss der Vormarsch fortgesetzt werden. Dabei sollten möglichst frische Einheiten durch die bereits kämpfenden Platoons hindurchgehen. Dies entspricht auch dem historischen Angriffsplan der 30th Division: Die führenden Brigaden sollten die vorderen deutschen Stellungen nehmen, während die Reservebrigade anschließend den Angriff auf Montauban weiterführte.
Maschinengewehre und Mörser eignen sich dazu, noch aktive deutsche Stellungen zu unterdrücken. Sie sollten nicht zu weit zurückbleiben, da ihre Unterstützung spätestens beim Angriff auf die zweite Linie und das Dorf benötigt wird.
Die deutsche Verteidigung
Die deutsche Seite verfügt über den Vorteil vorbereiteter Stellungen. Diese dürfen jedoch nicht als eine einzige durchgehende Verteidigungslinie verstanden werden.
Wird die gesamte Infanterie in den vorderen Gräben konzentriert, kann sie durch das Bombardement und den ersten britischen Angriff stark geschwächt werden. Sinnvoller ist eine gestaffelte Verteidigung. Einige Einheiten halten die vordere Linie, während weitere Platoons tiefer gelegene Gräben, Stützpunkte oder die Ruinen von Montauban besetzen.
Maschinengewehre sollten nach Möglichkeit überlappende Feuerbereiche erhalten. Dabei müssen sie nicht zwingend direkt an der vordersten Linie stehen. Eine weiter hinten eingesetzte Maschinengewehrstellung kann britische Truppen unter Feuer nehmen, sobald diese die ersten Gräben verlassen und ihren Angriff fortsetzen.
Auch kleine deutsche Gegenangriffe können wichtig sein. Ihr Ziel muss nicht immer die vollständige Rückeroberung eines Abschnitts sein. Bereits das Zurückwerfen eines britischen Platoons oder das Unterbrechen der Verbindung zwischen zwei Angriffswellen kann den Zeitplan des Gegners stören.
Geeignete Truppen
Für die britische Seite bietet sich eine infanterielastige Truppe an. Dazu gehören mehrere Rifle Platoons sowie Unterstützung durch schwere Maschinengewehre, leichte und schwere Grabenmörser und Feldartillerie.
Da das Szenario 1916 spielt, gehören keine Panzer auf den Tisch. Die ersten britischen Tanks wurden erst im September 1916 während der Schlacht von Flers-Courcelette eingesetzt.
Auf deutscher Seite steht ebenfalls die Infanterie im Mittelpunkt. Maschinengewehre, Minenwerfer und Artillerie ergänzen die in den Gräben eingesetzten Rifle Platoons. Die genaue Zusammenstellung und die besonderen Vorgaben sollten aus dem von Battlefront bereitgestellten Szenario übernommen werden.
Auch wenn die Armeelisten von Great War vor allem die letzten Kriegsjahre abbilden, lassen sich die vorhandenen britischen und deutschen Modelle gut für Montauban verwenden. Schwere Waffen und Spezialtruppen sollten lediglich auf die im Szenario vorgesehenen Einheiten begrenzt werden.
Der Spieltisch
Der Tisch sollte deutlich als Schlachtfeld von 1916 erkennbar sein. Im Vordergrund liegen die britischen Ausgangsstellungen. Davor befindet sich ein breiter Bereich des Niemandslandes mit Granattrichtern und beschädigten Drahthindernissen.
Auf deutscher Seite folgen mehrere Verteidigungsbereiche. Dazu gehören eine vordere Grabenlinie, Verbindungsgräben, weitere Stellungen in der Tiefe und einzelne befestigte Punkte. Am hinteren Ende des Tisches liegen die Ruinen von Montauban.
Wichtig ist, dass nicht der gesamte Tisch aus gleichmäßig verteilten Kratern besteht. Das Gelände sollte den britischen Angriffsweg und die deutsche Verteidigung nachvollziehbar abbilden. Einige Abschnitte des Drahtes können durch das Bombardement zerstört sein, während andere weiterhin ein Hindernis darstellen.
Für die Gestaltung bieten sich an:
britische und deutsche Schützengräben,
Verbindungsgräben,
beschädigte Stacheldrahthindernisse,
große und kleine Granattrichter,
zerstörte Häuser,
einzelne Baumreste,
befestigte Maschinengewehrstellungen,
Artillerieeinschläge und aufgewühlter Boden.
Gerade Montauban selbst sollte nicht wie ein vollständig intaktes französisches Dorf aussehen. Nach der Artillerievorbereitung bestand es größtenteils aus beschädigten oder zerstörten Gebäuden. Wenige Ruinen reichen aus, um den hinteren Bereich des Spielfeldes als eigentliches Angriffsziel erkennbar zu machen.
Ein Szenario ohne Panzer
Das Fehlen von Tanks ist für Great War zunächst ungewohnt, da die Fahrzeuge von 1917 und 1918 einen auffälligen Teil der Miniaturenreihe bilden. Für Montauban ist die Beschränkung auf Infanterie und Artillerie jedoch gerade interessant.
Das Spiel wird nicht durch die Frage bestimmt, wie schnell ein Tank das deutsche Maschinengewehr ausschalten kann. Stattdessen müssen die britischen Spieler ihre Infanterie, Mörser und Maschinengewehre koordinieren. Die deutsche Seite muss entscheiden, welche Stellungen bis zuletzt gehalten und welche Abschnitte zugunsten einer tieferen Verteidigung aufgegeben werden.
Damit zeigt das Szenario sehr gut, wie stark der Erfolg eines Angriffs von Planung und Zusammenarbeit abhängig war.
Auch als Ausgangspunkt für weitere Spiele
Montauban kann gut als Beginn einer kleinen Somme-Kampagne verwendet werden.
Nach einer britischen Einnahme des Dorfes könnten weitere Spiele um Bernafay Wood, Trônes Wood, Longueval oder Guillemont folgen. Eine deutsche Gegenangriffsmission in der Nacht nach dem 1. Juli wäre ebenfalls möglich.
Die Verluste des ersten Spiels könnten dabei in die folgenden Partien übernommen werden. Der britische Spieler müsste entscheiden, ob er seine erschöpften Einheiten sofort weiter einsetzt oder zunächst Reserven nach vorne bringt. Die deutsche Seite könnte zusätzliche Einheiten erhalten, müsste aber gleichzeitig mehrere bedrohte Abschnitte abdecken.
So entsteht aus dem einzelnen Szenario eine kleine zusammenhängende Kampagne über die Kämpfe am südlichen Rand des britischen Somme-Abschnitts.
Download und Quelle
Den historischen Hintergrund, den Spielaufbau und die vollständigen Szenariovorgaben findet ihr im Battlefront-Artikel:
Wer schon einmal vor einem Abziehbilderbogen für britische Sherman oder Churchill gesessen hat, kennt das Problem: Die einzelnen Zeichen sehen interessant aus, aber welches gehört eigentlich zu welcher Einheit? Im Italienfeldzug wird die Sache nicht einfacher, denn neben britischen Verbänden kämpften dort auch kanadische, neuseeländische, südafrikanische und polnische Panzertruppen.
Taktisches Zeichen: Das geometrische Zeichen an Turm oder Wannenseite kennzeichnet innerhalb des Regiments die jeweilige Schwadron.
Verbandszeichen: Ein Divisions- oder Brigadesymbol zeigt, zu welchem Großverband das Fahrzeug gehört.
Arm of Service: Das farbige Rechteck mit Nummer ordnet das Fahrzeug seiner Einheit und Aufgabe zu.
Für ein stimmiges Modell sollte man zuerst Einheit und Zeitraum festlegen. Zwischen der Gustav-Linie im Mai 1944, der Gotenstellung ab August und den letzten Kriegsmonaten wechselten Verbände, Unterstellungen und teilweise auch Markierungen.
Panzerdivisionen in Italien
Markierungen der Panzerdivisionen in Italien. Abbildung: Battlefront Miniatures
Den Kern bildeten die 5. Kanadische, die britische 6. und die 6. Südafrikanische Panzerdivision. Die britische 1. Panzerdivision kam erst zur Gotenstellung nach Italien und wurde noch 1944 aufgelöst. Aus der polnischen 2. Panzerbrigade entstand 1945 eine Division, die vor Kriegsende jedoch nicht mehr zu einem größeren Einsatz kam.
Die 7. Panzerdivision war zwar zu Beginn des Jahres 1944 noch in Italien, wurde aber für die Vorbereitung auf die Landung in der Normandie nach Großbritannien verlegt. Ihre 7. Panzerbrigade blieb dagegen im Mittelmeerraum und behielt eigene Traditionszeichen.
Die Brigade führte eine Variante der bekannten Wüstenratte als Verbandszeichen. Bei den Arm-of-Service-Feldern blieb sie bei der Nummernreihe 50 bis 54, wie sie bei Panzerdivisionen üblich war. Das ist eine schöne Möglichkeit, einen britischen Sherman mit deutlichem Bezug zur Wüstenvergangenheit der Einheit zu bauen.
Das Brigadesymbol zeigt ein Pferd auf grünem Grund. Battlefront geht davon aus, dass der Verband in Italien zur roten Arm-of-Service-Reihe 50 bis 54 wechselte. Manche Fahrzeuge konnten außerdem ein weißes Farnblatt auf schwarzem Feld tragen – eine Erinnerung an die Zusammenarbeit mit der 2. Neuseeländischen Division in Nordafrika.
Das auffällige Zeichen der Brigade ist der Liver Bird, das Wappentier der Stadt Liverpool. Die Quellenlage zu den Sherman der Brigade ist dünn; auch Battlefront kennzeichnet die Verwendung der Nummernreihe 50 bis 54 daher als Annahme. Für ein historisch orientiertes Modell sollte man diesen Punkt im Hinterkopf behalten.
4th New Zealand Armoured Brigade
4th New Zealand Armoured Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Die Neuseeländer kombinierten das Arm-of-Service-Zeichen mit dem silbernen Farn als Einheitssymbol. Auch die Nummernfolge war eigenständig. Dadurch heben sich neuseeländische Sherman deutlich von britischen Fahrzeugen ab und lassen sich auf dem Spieltisch schnell erkennen.
1st Canadian Armoured Brigade
1st Canadian Armoured Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Die unabhängige kanadische Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175 auf einem blau-braunen Feld. Beim Verbandszeichen lag ein gelbes Ahornblatt über einem waagerecht schwarz-rot-schwarz geteilten Rechteck. Die Brigade besaß kein eigenes Motor Battalion.
Die polnische Brigade führte den gepanzerten Arm mit Flügelschwert als Brigadesymbol. Ihre Arm-of-Service-Nummern liefen von 50 bis 53. Ein Motor Battalion kam erst hinzu, als der Verband 1945 zur Division erweitert wurde.
Die britischen Tank Brigades
21st Tank Brigade
21st Tank Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Das Diabolo war ein wichtiger Bestandteil des Brigadesymbols. Bis 1944 wurde daraus eine besonders auffällige Kombination aus gelbem Kreis, blauem Diabolo und rotem Teufel. Die Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175. Beim Einsatz an der Gotenstellung wurden die Farben der Arm-of-Service-Felder an die 1. Kanadische Panzerbrigade angeglichen.
25th Tank Brigade
25th Tank Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Hier erscheint ein schwarzes Diabolo auf einem rot-gelben Schild. Nach der Unterstützung kanadischer Truppen beim Durchbruch durch die Hitler-Linie erhielt die Brigade 1944 ein Ahornblatt, das im oberen Dreieck des Zeichens saß. Die Arm-of-Service-Nummern 160 bis 163 standen auf schwarzem Grund.
So gehe ich beim Markieren vor
Zuerst lege ich den Einsatzzeitraum fest: Gustav-Linie, Gotenstellung oder Frühjahr 1945.
Danach wähle ich Brigade beziehungsweise Division und das konkrete Regiment.
Das Verbandszeichen und das passende Arm-of-Service-Feld werden für alle Fahrzeuge des Zuges einheitlich vorbereitet.
Erst anschließend kommen die taktischen Schwadronszeichen und individuelle Fahrzeugnamen hinzu.
Vor dem Versiegeln mit Klarlack vergleiche ich die Anordnung noch einmal mit der Battlefront-Tafel.
Wer die Zeichen nicht von Hand malen möchte, findet viele davon im British Late War (Italy) Decal Set BR948. Der Satz enthält vier Bögen mit Divisionszeichen, taktischen Markierungen und Sternen.
Tropische Uniformen bringen sofort Abwechslung in eine deutsche Fallschirmjäger-Armee. Zwischen beigefarbenen Knochensäcken, gelblich-oliven Hosen, feldgrauen Kleidungsstücken und abgenutzter Ausrüstung entsteht ein deutlich lebendigeres Bild als bei einer völlig einheitlich bemalten Truppe.
Victor Pesch zeigt im englischen Battlefront-Beitrag Painting Tropical Fallschirmjäger, wie er die Figuren für einen Zug im Italien-Thema bemalt. Hier ist die Methode als deutsche Schritt-für-Schritt-Anleitung für 15-mm-Figuren zusammengefasst. Die Bilder stammen von Battlefront Miniatures.
Verwendete Farben
Splittertarn-Knochensack: German Camo Beige 821, Stone Grey 884
Grüne Tarnflecken: Luftwaffe Camouflage Green 823, German Camouflage Bright Green 833
Braune Tarnflecken: Chocolate Brown 872
Tropenhose und unbezogener Helm: Green Ochre 914, Dark Sand 847
Feldgraue Hose: German Field Grey WWII 830; als zweites Highlight mit Stone Grey 884 gemischt
Waffenmetall: Gunmetal Grey 863, Oily Steel 865
Holz: Beige Brown 875, Tan Earth 874
Segeltuch: Stone Grey 884
Lackiertes Metall: Middlestone 882, Dark Sand 847
Braunes Leder: Leather Brown 871, Beige Brown 875
Schwarzes Leder: German Grey 995, Grey Green 866
Haut: Medium Fleshtone 860, Flat Flesh 955
Farbreferenz für die tropischen Fallschirmjäger. Bild: Battlefront Miniatures
Zwischen Grundfarbe und Highlights wird ein schwarzes Wash verwendet.
Bemalung Schritt für Schritt
Schritt 1 – Grundierung und Grundfarben
Die Figuren werden zunächst schwarz grundiert. Damit Beige- und Sandtöne anschließend nicht mühsam direkt über Schwarz aufgebaut werden müssen, folgt eine Khaki-Grundfarbe aus der Airbrush. Wer keine Airbrush besitzt, kann diesen Schritt auch mit mehreren dünnen Pinselschichten erledigen.
Der Knochensack erhält German Camo Beige als hellere Basis. Ein vorsichtiges Trockenbürsten erzeugt bereits die erste Schattierung. Danach werden Hosen, Ausrüstung, Waffen, Haut und Leder sauber als Farbflächen angelegt.
Anschließend wird die komplette Figur mit einem schwarzen Wash behandelt. Das Ergebnis wirkt zunächst sehr dunkel, doch Falten, Gurte und Ausrüstungsdetails werden klar voneinander getrennt.
Der Vorteil dieser Methode: Für die erste Aufhellung können größtenteils wieder die ursprünglichen Grundfarben verwendet werden. Man braucht also nicht für jede Fläche sofort einen eigenen helleren Farbton.
Nach dem schwarzen Wash – Vorderseite. Bild: Battlefront MiniaturesNach dem schwarzen Wash – Rückseite. Bild: Battlefront Miniatures
Schritt 3 – Kanten und erhabene Stellen hervorheben
Nach dem vollständigen Trocknen des Washs werden die erhabenen Flächen wieder mit den jeweiligen Grundfarben bemalt. Das Wash bleibt nur in Vertiefungen und zwischen Details sichtbar.
Ein zweites, gezieltes Highlight lohnt sich vor allem an Gesicht, Kanten der Kleidung, Helm, Metall und stark beanspruchten Lederteilen. Bei 15-mm-Figuren darf dieser Kontrast ruhig etwas kräftiger ausfallen, damit er auf dem Spieltisch noch zu erkennen ist.
Für abgewetzte Gurte und Taschen wird die hellere Lederfarbe nicht als gleichmäßige Linie aufgemalt. Stattdessen tupft man sie vorsichtig und unregelmäßig auf die Kanten. So entstehen kleine Gebrauchsspuren, die natürlicher wirken als ein sauberes Kantenhighlight.
Besonders gut wirkt die Mischung aus tropisch gelblichen und feldgrauen Hosen. Auch die gelb lackierten Helme müssen nicht fabrikneu aussehen: Mit einem kleinen Stück Schwamm lässt sich German Grey vorsichtig auftupfen, sodass an einzelnen Stellen die dunklere Farbe unter dem Tropenanstrich hervortritt.
Das Verfahren eignet sich nicht nur für Italien. Mit kleinen Änderungen funktioniert es ebenso für Fallschirmjäger in Nordafrika und andere deutsche Truppen mit tropischer Bekleidung. Passend zur Anleitung zeigt Battlefront das Fallschirmjäger Platoon (Battleworn), GE763.
Eine neue Bemalanleitung für US-Panzer bei Flames of War ist online. Der Guide zeigt meinen Farbaufbau von der Olive-Drab-Grundfarbe über Highlights, Decals, Chipping und Washes bis zu Ketten, Werkzeugen und Verschmutzung.
Zusätzlich ist auch die Bemalung der Panzerbesatzung mit Hose, Bluse, Gamaschen, Helm und Webbing beschrieben.
Für meine Ostfront-Armee ist ein Tiger I fertig geworden. Das Modell ist bewusst noch im frühen Panzergrau gehalten und damit passend für die ersten Einsätze des Tigers an der Ostfront. Bei der Bemalung wollte ich das dunkle Grau nicht einfach nur flächig auftragen, sondern mit Airbrush-Aufhellungen, Washes und klaren Kantenlichtern etwas mehr Tiefe in das 15-mm-Modell bringen.
Der Tiger I an der Ostfront 1942
Der Tiger I kam 1942 erstmals an die Front. Die ersten Fahrzeuge gingen an die schwere Panzer-Abteilung 502 und wurden Ende August 1942 in den Raum Mga südöstlich von Leningrad verlegt. Die ersten Einsätze zeigten bereits die enorme Feuerkraft und Panzerung des neuen schweren Panzers, gleichzeitig aber auch die technischen Kinderkrankheiten und die Schwierigkeiten des rund 56 Tonnen schweren Fahrzeugs im weichen Gelände.
Für einen Tiger aus dieser frühen Phase passt Panzergrau sehr gut. Die ersten Tiger wurden noch im damaligen Standardfarbton Dunkelgrau RAL 7021 ausgeliefert. Erst 1943 änderten sich die Vorgaben für die Grundfarbe deutscher Fahrzeuge grundlegend. Für ein Ostfront-Modell aus dem Jahr 1942 ist das einfarbige dunkle Grau daher eine passende und zugleich sehr charakteristische Darstellung.
Verwendete Farben
Panzer Grey – Grundfarbe
Grey Primer – Aufhellung mit der Airbrush
AMMO MIG Chipping A.MIG-044 – dezentes Chipping
AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 – Wash
Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer – Ketten
schwarzes Oil Wash – Lüfter und Ketten
German Grey – Stahlseile
Basalt Grey – erste Highlights
Medium Sea Grey – letzte Highlights
weicher Bleistift – blanke Metallflächen der Ketten
Model Air Sand Beige – leichter Staub mit der Airbrush
Bemalanleitung
1. Grundfarbe in Panzer Grey
Das komplette Modell bekommt zunächst eine gleichmäßige Grundfarbe in Panzer Grey. Gerade beim Tiger mit seinen großen, geraden Flächen ist eine saubere und ruhige Grundschicht wichtig, weil die späteren Aufhellungen darauf aufbauen.
2. Aufhellung mit der Airbrush
Anschließend wird das Panzer Grey mit Grey Primer aufgehellt. Die hellere Farbe wird mit der Airbrush vor allem von oben sowie auf die Mittelpunkte der größeren Flächen gesprüht. Die tiefer liegenden Bereiche und Unterseiten bleiben dunkler. So bekommt das Modell bereits vor dem Wash deutlich mehr Volumen.
3. Decals
Nach den Airbrush-Arbeiten kommen die Decals auf das Modell. Bei einem frühen Tiger reichen bereits Balkenkreuze und die passenden taktischen beziehungsweise Fahrzeugmarkierungen, um die großen grauen Flächen aufzubrechen.
4. Dezentes Chipping
Vor dem Wash folgt ein dezentes Chipping. Mit einem kleinen Stück Schwamm wird A.MIG-044 Chipping vorsichtig auf Kanten, Luken und stärker beanspruchte Bereiche aufgetupft. Dabei lieber zurückhaltend arbeiten und die Effekte nur punktuell setzen.
Einzelne größere Abplatzer werden anschließend mit Medium Sea Grey leicht abgesetzt. Dadurch entsteht ein zweistufiger Effekt und die Beschädigungen bleiben auch nach dem späteren Wash noch gut sichtbar.
5. Wash mit Blue for Panzer Grey
Für die Vertiefungen und Konturen wird AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 verwendet. Das Wash passt farblich sehr gut zu Panzergrau und betont Nieten, Luken, Schweißnähte und andere Details, ohne das Modell einfach nur abzudunkeln.
6. Ketten mit Track Primer
Die Ketten werden mit Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer bemalt. Der dunkle braun-metallische Grundton hebt das Laufwerk vom grauen Fahrzeug ab, ohne dabei zu kräftig zu wirken.
7. Lüfter und Ketten mit schwarzem Oil Wash
Die Lüftergitter und die Ketten bekommen anschließend ein schwarzes Oil Wash. Bei den Lüftern verstärkt es die Tiefe der Strukturen, bei den Ketten sorgt es für dunklere Zwischenräume und mehr Kontrast.
8. Stahlseile
Die Stahlseile werden mit German Grey bemalt. Damit bleiben sie etwas dunkler als die bereits aufgehellte Fahrzeugoberfläche und setzen sich gut vom restlichen Modell ab.
9. Highlights
Zum Abschluss werden die Kanten und besonders gut sichtbaren Details noch einmal gezielt hervorgehoben. Zuerst kommt Basalt Grey zum Einsatz. Danach folgen nur noch an ausgewählten oberen Kanten und Ecken feinere Highlights mit Medium Sea Grey. Gerade bei einem fast einfarbig grauen Fahrzeug machen diese letzten Schritte einen großen Unterschied und sorgen dafür, dass die Formen des Tigers auf dem Spieltisch klar erkennbar bleiben.
10. Blankes Metall an den Ketten
Die erhabenen Bereiche der Ketten werden zum Schluss leicht mit einem weichen Bleistift bearbeitet. Das Graphit erzeugt sehr schnell einen zurückhaltenden metallischen Glanz und stellt die blank geriebenen Kontaktflächen der Ketten dar.
11. Staub mit der Airbrush
Ganz zum Schluss wird Model Air Sand Beige sehr dünn mit der Airbrush an die Seiten des Fahrzeugs und in den unteren Bereich des Laufwerks genebelt. Nur leicht arbeiten: Der Staub soll das Panzergrau nicht überdecken, sondern lediglich einen feinen, trockenen Schleier auf den Seiten und rund um das Laufwerk erzeugen.
Ich habe eine neue Seite zur Wintertarnung bei 15-mm-Panzern für Flames of War ergänzt.
Darin werden drei unterschiedliche Methoden Schritt für Schritt beschrieben: direktes Whitewash mit Schwamm oder Pinsel, Washable White beziehungsweise Chipping Fluid und die Salzmethode. Dazu kommen Hinweise speziell für den 15-mm-Maßstab, Beispiele an echten 1:100-Modellen sowie Tipps zu Weathering, Schlamm und Schnee.
Frontline Gaming hat einen Ausblick auf neue britische und argentinische Einheiten für Team Yankee veröffentlicht. Damit rückt auch der Falklandkrieg stärker als mögliches Szenario für den Spieltisch in den Mittelpunkt.
Neue Einheiten für Briten und Argentinier. Bild: Frontline Gaming
Briten mit Challenger 2
Bei den Briten ist die größte Neuerung der Schritt in die 1990er Jahre. Mit dem Challenger 2 kommt ein moderner britischer Kampfpanzer ins Spiel. Dazu werden neue Infanterie und gezogene Geschütze angekündigt.
Gerade die britische Infanterie gehört in Team Yankee bereits zu den starken Elementen. Die neuen Einheiten erweitern diese Möglichkeiten noch einmal und ergänzen die britischen Streitkräfte um weitere Optionen.
Argentinien kommt zu Team Yankee
Interessant ist vor allem die angekündigte argentinische Auswahl. Genannt werden derzeit folgende Einheiten:
105-mm-Artilleriebatterie
120-mm-Mörserbatterie
30-mm-HS-661-Geschütze
105-mm-Panzerabwehrsektion
81-mm-Mörserzug
Pucará Strike Flight
LVTP-7 Transportfahrzeuge
AML-90 Armoured Car
Rifle Platoon
Damit bekommt Argentinien eine Mischung aus Infanterie, Artillerie, Panzerabwehr, Transportfahrzeugen, Spähfahrzeugen und Luftunterstützung. Gerade Pucará, LVTP-7 und AML-90 geben der neuen Streitmacht einen deutlich eigenen Charakter.
Frontline Games listet zwei weitere vorbemalte Gun-Pit-Sets von Battlefront Miniatures. Beide Varianten sind als Made-to-Order-Artikel mit einer angegebenen Lieferzeit von rund fünf Wochen bestellbar.
Gun Pits: Log Emplacements (x4)
Produktcode: XX351 Preis: 25,00 € Händler: Frontline Games Lieferzeit: ca. 5 Wochen
Frontline Games hat vier Battlefront-Sets aus dem Made-to-Order-Programm rund um eingegrabene Stellungen gelistet. Dazu gehören drei Varianten der Dug-In Markers und eine Variante der Gun Pits.
Entrenchments – Dug-In Markers
Produktcode: XX347 Preis: 27,00 € Händler: Frontline Games Lieferzeit: ca. 5 Wochen