Mit dem kostenlosen Kampagnenpaket für den Italienfeldzug lassen sich einzelne Flames of War-Partien zu einer fortlaufenden Geschichte verbinden. Battlefront bietet dafür zwei Varianten an: eine unkomplizierte Reihe miteinander verknüpfter Missionen sowie historische Axis-of-Attack-Kampagnen.
Linked Missions ohne großen Verwaltungsaufwand
Bei einer Linked-Mission-Kampagne bestimmt das Ergebnis einer Partie zusammen mit dem Mission Selector die nächste Mission. Die Armeen ziehen dadurch von Gefecht zu Gefecht, ohne dass eine umfangreiche Karte oder Buchhaltung nötig ist. Das Format eignet sich besonders für eine lockere Serie von Spielen zwischen zwei Spielern.
Axis of Attack verfolgt den Vormarsch entlang einer historischen Operationsachse.
Das Downloadpaket enthält Kampagnen für Anzio und Cassino sowie Regeln für Linked Missions. Bild: Battlefront Miniatures.
Historische Entscheidungen bei Axis of Attack
Axis of Attack greift reale Feldzüge auf und ergänzt die Missionsauswahl um Faktoren, mit denen auch die damaligen Befehlshaber umgehen mussten. Das Paket konzentriert sich auf Anzio und Cassino. Siege und Niederlagen beeinflussen den weiteren Verlauf, bis eine Seite das Kampagnenziel erreicht.
Lokaler Download
Axis of Attack – Italien-Kampagnen
Regeln für Linked Missions sowie die Axis-of-Attack-Kampagnen Anzio und Cassino.
Infantry Aces ist eine kostenlose Eskalationskampagne für die Kämpfe um Cassino 1944. Im Mittelpunkt steht ein einzelner Infanterieoffizier, der mit seiner Formation Erfahrung sammelt, neue Fähigkeiten erhält und seine Truppe durch drei Kampagnenphasen führt.
Infantry Aces rückt den Kampf der Infanterie bei Cassino in den Mittelpunkt.
Fahrzeuge spielten in Italien eine wichtige Rolle, doch Schlamm, Trümmer, Flüsse und Gebirge machten den Feldzug besonders zu einem Kampf der Infanteristen. Bild: Battlefront Miniatures.
Drei Routen und steigende Punktwerte
Die Kampagne läuft über drei Runden. Die Armeen beginnen mit 35 Punkten, wachsen auf 50 Punkte und erreichen in der dritten Runde 70 Punkte. Auf der Karte führen drei Routen durch das Liri-Tal, die Stadt Cassino und die umliegenden Berge. Jede Route besteht aus drei Gebieten, die den jeweiligen Kampagnenrunden zugeordnet sind.
Siege werden auf der Kampagnenkarte vermerkt. Sobald eine Runde endet, werden ihre Gebiete ausgewertet und geschlossen. Nicht angegriffene Gebiete fallen an die deutsche Seite, sodass die Alliierten die Initiative übernehmen müssen. Kampagnenpunkte aus den kontrollierten Gebieten bestimmen den Gesamtsieger.
Die Karte gliedert das Schlachtfeld in Tal-, Stadt- und Gebirgsroute.
Die einzelnen Gebiete stehen für Rapido, Gustav- und Hitler-Linie, Castle Hill, Continental Hotel und Hangman’s Hill sowie Barracks, Snakehead Ridge und Hill 593. Bild: Battlefront Miniatures.
Der eigene Infantry Ace
Der Formation Commander wird zum persönlichen Ace. Für Spiele erhält er Erfahrung, mit der Fähigkeiten aus den Bereichen Führung, Taktik und Kampf erworben werden. Fortgeschrittene Fähigkeiten bauen auf Grundfähigkeiten auf und können im Verlauf der Kampagne größere Teile der Formation beeinflussen.
Als Abschluss kann die Mehrspielerpartie Last Day in Combat gespielt werden. Sie bringt alle Beteiligten zusammen und ergänzt die Kampagne um besondere Ereignisse. Die dabei erzielten Punkte fließen ebenfalls in das Gesamtergebnis ein.
Infantry Aces als Turnier
Das System lässt sich auch als Turnier über einen oder zwei Tage verwenden. Jeder Spieler behält dieselbe Infanterieformation, erstellt aber Listen für 35, 50 und 70 Punkte. Im ersten Spiel sind nur Formation HQ und Formationsauswahlen erlaubt. Im zweiten Spiel kommen Unterstützungen hinzu, wobei nur eine unterstützende Panzereinheit eingesetzt werden darf. Im dritten Spiel gelten die normalen Unterstützungsoptionen.
Die ersten drei Spiele zählen für die Turnierwertung. Eine anschließende Partie Last Day in Combat kann als gemeinsamer Kampagnenabschluss gespielt werden, ohne die reguläre Turnierwertung zu verändern.
Lokale Downloads
Infantry Aces – Kampagnenregeln
Vollständige Regeln für die Eskalationskampagne bei Cassino.
Mit dem kostenlosen Kampagnenpaket für den Italienfeldzug lassen sich einzelne Flames of War-Partien zu einer fortlaufenden Geschichte verbinden. Battlefront bietet dafür zwei Varianten an: eine unkomplizierte Reihe miteinander verknüpfter Missionen sowie historische Axis-of-Attack-Kampagnen.
Linked Missions ohne großen Verwaltungsaufwand
Bei einer Linked-Mission-Kampagne bestimmt das Ergebnis einer Partie zusammen mit dem Mission Selector die nächste Mission. Die Armeen ziehen dadurch von Gefecht zu Gefecht, ohne dass eine umfangreiche Karte oder Buchhaltung nötig ist. Das Format eignet sich besonders für eine lockere Serie von Spielen zwischen zwei Spielern.
Axis of Attack verfolgt den Vormarsch entlang einer historischen Operationsachse.
Das Downloadpaket enthält Kampagnen für Anzio und Cassino sowie Regeln für Linked Missions. Bild: Battlefront Miniatures.
Historische Entscheidungen bei Axis of Attack
Axis of Attack greift reale Feldzüge auf und ergänzt die Missionsauswahl um Faktoren, mit denen auch die damaligen Befehlshaber umgehen mussten. Das Paket konzentriert sich auf Anzio und Cassino. Siege und Niederlagen beeinflussen den weiteren Verlauf, bis eine Seite das Kampagnenziel erreicht.
Lokaler Download
Axis of Attack – Italien-Kampagnen
Regeln für Linked Missions sowie die Axis-of-Attack-Kampagnen Anzio und Cassino.
Die 2. Neuseeländische Division ging mit den Erfahrungen aus Griechenland, Kreta und Nordafrika in den Italienfeldzug. Aus der 4. Infanteriebrigade entstand eine eigene Panzerbrigade, doch Gelände, Regen und zerstörte Verkehrswege machten in Italien erneut Infanterie und Artillerie zu den entscheidenden Kräften.
Veteranen der 2. Neuseeländischen Division.
Der Verband reorganisierte sich nach dem Wüstenkrieg für die Kämpfe in Italien. Bild: Battlefront Miniatures.
Sangro und Cassino
Ende November 1943 griffen die Neuseeländer zusammen mit der 8. Indischen Division am Sangro an. Aufgeweichte Straßen und reißende Flüsse verlangsamten den Vormarsch. Im Februar 1944 kehrte die Division bei Cassino an die Front zurück und bildete gemeinsam mit der 4. Indischen Division das New Zealand Corps.
Sherman der 4. Neuseeländischen Panzerbrigade.
Die eigene Panzerbrigade sollte der Division verlässliche gepanzerte Unterstützung geben. Bild: Battlefront Miniatures.
Der erste Angriff auf den Bahnhof wurde vom 28. Māori-Bataillon getragen. Die Infanterie erreichte ihr Ziel, konnte es ohne rechtzeitige Panzerunterstützung gegen deutsche Sturmgeschütze aber nicht halten. Auch der folgende Angriff durch die zerstörte Stadt blieb stecken, weil Trümmer den Verteidigern Deckung gaben und die Panzerbewegung einschränkten.
Das 28. Māori-Bataillon bei Cassino.
Das Bataillon hatte bereits in Griechenland, auf Kreta und in Nordafrika gekämpft. Bild: Battlefront Miniatures.
Von Operation Diadem bis zur Gotenstellung
Nach dem Durchbruch durch die Gustav-Linie folgte die Division dem deutschen Rückzug nach Norden. Sie räumte Straßensperren, erreichte Florenz und unterstützte kanadische Verbände an der Gotenstellung. Battlefront bildet die neuseeländischen Besonderheiten zusätzlich über Command Cards ab.
Neuseeländische Infanterie für Flames of War.
Die historischen Formationen lassen sich mit den britischen Regeln aus Liberation of Italy und passenden Command Cards darstellen. Bild: Battlefront Miniatures.
Lokaler Download
2. Neuseeländische Division
Historischer Hintergrund zur 2. Neuseeländischen Division in Italien.
Die 6. Südafrikanische Panzerdivision wurde am 1. Februar 1943 aus Freiwilligen und Veteranen früherer südafrikanischer Divisionen aufgestellt. Unter Generalmajor W. H. E. Poole kämpfte sie von Cassino über Florenz und die Apenninen bis in die Po-Ebene.
Der Weg der 6. Südafrikanischen Panzerdivision durch Italien.
Die Karte fasst die wichtigsten Etappen vom Raum Cassino bis Treviso zusammen. Bild: Battlefront Miniatures.
Schneller Vormarsch nach Rom
Nach der alliierten Öffnung der Hitler-Linie wurde die Division dem I. Kanadischen Korps unterstellt und anschließend Teil des britischen III. Korps. Im Juni 1944 durchbrach die 11. Südafrikanische Panzerbrigade eine starke Panzerabwehrstellung bei Celleno; innerhalb von zehn Tagen legte der Verband rund 121 Kilometer bis Orvieto zurück.
Trasimene-Linie und Florenz
Bei Chiusi traf die Division auf hartnäckigen Widerstand der Fallschirmpanzerdivision Hermann Göring. Nach dem Durchbruch durch die Trasimene-Linie kämpfte sie gemeinsam mit britischen und neuseeländischen Verbänden weiter nach Norden. Ende Juli erreichten südafrikanische Vorausabteilungen Florenz und fanden einen der wenigen noch intakten Übergänge.
Gotenstellung und Frühjahrsoffensive
Ab September 1944 führte die Route 64 in die Apenninen. Zerstörte Brücken, enge Straßen und Herbstregen verlangsamten jede Bewegung. Die Division nahm unter hohen Anstrengungen mehrere Höhenzüge, wurde dann über den Winter aufgefüllt und griff im April 1945 Monte Sole und Monte Caprara an. Anschließend stieß sie durch die Po-Ebene vor, bis die deutschen Kräfte in Italien kapitulierten.
Lokaler Download
6. Südafrikanische Panzerdivision
Historischer Hintergrund zur 6. Südafrikanischen Panzerdivision in Italien.
Battlefront stellt mit „Operation Orange Blossom“ ein kostenloses Szenario für die Kämpfe um Ortona am 18. Dezember 1943 bereit. Die Mission verbindet den historischen Flankenangriff gegen die deutsche Stellung am „The Gully“ mit konkreten Streitkräften und einer Karte für den Spieltisch.
Vom gescheiterten Frontalangriff zum Flankenmanöver
Nach der Einnahme von Casa Berardi hoffte General Christopher Vokes, die deutschen Fallschirmjäger würden ihre Stellungen räumen. Ein weiterer Frontalangriff des bereits geschwächten West Nova Scotia Regiment scheiterte jedoch. Deshalb sollte ein vorbereiteter Angriff aus zwei Phasen die Stellung umgehen: „Morning Glory“ für die 48th Highlanders und anschließend „Orange Blossom“ für das Royal Canadian Regiment.
Der Operationsraum von „Morning Glory“ und „Orange Blossom“.
Die Karte zeigt die Bewegungsrichtungen der kanadischen Verbände. Bild: Battlefront Miniatures.
250 Geschütze und ein schwieriger Feuerplan
Die 48th Highlanders gingen am Morgen hinter einer dichten Artilleriewalze vor. Trotz Weinbergen, Obstgärten und schlechter Sicht erreichten sie ihr Ziel mit vergleichsweise geringen Verlusten. Für die zweite Phase fehlten dagegen verlässliche Karten und direkte Beobachtung. Teile des Sperrfeuers lagen falsch, wurden vorzeitig angehoben oder ganz gestrichen.
Sherman unterstützen den kanadischen Angriff.
Die Panzer sollten erkannte Gebäude und Stellungen bekämpfen, wurden aber durch aufgeweichten Boden und Minen behindert. Bild: Battlefront Miniatures.
Damit blieb die rechte Flanke des Royal Canadian Regiment offen. Die führenden Kompanien gerieten unter starkes Maschinengewehr-, Mörser- und Artilleriefeuer. Nach hohen Verlusten musste sich das Bataillon auf eine Linie hinter dem Ausgangsraum zurückziehen.
Streitkräfte für das Szenario
Die kanadische Streitmacht für das Szenario.
Die offizielle Übersicht fasst Infanterie, Sherman-Unterstützung und Reserven zusammen. Bild: Battlefront Miniatures.
Die deutsche Streitmacht für das Szenario.
Fallschirmjäger und unterstützende Einheiten verteidigen die vorbereiteten Stellungen. Bild: Battlefront Miniatures.
Lokaler Download
Ortona – Operation Orange Blossom
Szenario-PDF zu Operation Orange Blossom mit Hintergrund, Spielaufbau und Missionsregeln.
Diese Seite bündelt unsere über zwei Jahre gespielte Flames-of-War-Italien-Kampagne. Die ursprünglichen Blogbeiträge bleiben als chronologisches Kampagnentagebuch erhalten; hier werden Ausgangslage, Rundenverlauf und Ergebnis zusammengeführt.
Auftakt und Vorbereitung
Ende 2023 begann die Vorbereitung mit einem Testspiel zwischen britischen Churchill und einer deutschen Infanteriekompanie. Anfang 2024 folgte mit Operation Shingle / Anzio der große Auftakt. Der Brückenkopf von Anzio und die Gustav-Linie wurden anschließend zu zentralen Schauplätzen der Kampagne.
Runde 1
In der ersten Phase standen die Kämpfe um Anzio und die Gustav-Linie im Mittelpunkt. Die Deutschen konnten den Brückenkopf zeitweise einengen; gleichzeitig gelang den Alliierten südlich von Monte Cassino ein Durchbruch durch die Gustav-Linie.
Runde 2
Die zweite Runde begann unter anderem mit dem deutschen Angriff von Pavona auf Campoleone. Nach Abschluss der Runde nahmen die Alliierten Ceprano durch einen Exploitation Move, während die Deutschen Reserven und schwere Panzer zur Stabilisierung der Front verlegten.
Runde 3
In Runde 3 verlagerte sich die Initiative zeitweise deutlich zur Achse. Deutsche Verbände gingen sowohl an der Cassino-Front als auch bei Anzio zum Gegenangriff über. Ceprano fiel zurück an die Deutschen, Padiglione wurde genommen und der alliierte Brückenkopf bei Anzio geriet zunehmend unter Druck.
Runden 4 und 5
Ende März und Anfang April 1944 stabilisierten die Alliierten Teile der Cassino-Front, während die deutsche Verteidigung weiter ausgebaut wurde. Die Kampagne blieb durch wechselnde Angriffe, Versorgungsprobleme und den Kampf um die Verbindungslinien geprägt.
Runde 6 und Kampagnenende
In der finalen Runde nahmen die Alliierten ihre Angriffe noch einmal auf und stellten unter anderem die Verbindung zu den isolierten Truppen bei Pastena wieder her. Ein Gesamtsieg war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr erreichbar.
Die Kampagne endete mit einem operativen Sieg der Achse. Insgesamt wurden 52 Spiele angesetzt: 19 Siege der Alliierten, 29 Siege der Achse und 4 nicht ausgetragene Spiele.
Runde
Spiele
Alliierte
Achse
1
10
4
6
2
8
2
6
3
8
1
7
4
9
6
3
5
8
3
5
6
9
3
2
Gesamt
52
19
29
Vielen Dank an alle Teilnehmer und insbesondere an Daniel Meyer für die Organisation der Kampagne.
Kampagnentagebuch
Die folgenden Beiträge dokumentieren die Kampagne in ihrer ursprünglichen Reihenfolge:
Operation Shingle – die Landung bei Anzio – war zugleich ein zentraler Auftakt unserer Italien-Kampagne. Diese Seite bündelt Vorbereitung, Gelände und den großen Spielbericht.
Regeln und Download
Gespielt wurde nach Flames of War V3 mit den Büchern Road to Rome und Fortress Italy. Die besonderen Regeln für die Landungsmission wurden für unser Szenario ausgearbeitet und orientieren sich an den Landungsregeln aus D-Day und Gung-Ho.
Operation Shingle / Anzio – Missionsregeln
Überarbeitete Missionsregeln für das Anzio-Szenario, einschließlich der Anpassungen für mehrere Spieler.
Das Testspiel war ein voller Erfolg und hat allen Beteiligten Spaß gemacht. Ein paar kleinere Änderungen an den Regeln müssen noch eingebaut werden und es kann losgehen mit dem Auftaktevent unserer neuen Kampagne.
Gelände und Vorbereitung des Spielfelds
Für das Auftaktspiel wird noch ein wenig Gelände benötigt, bzw vorhandenes Gelände verschönert.
Unser Spiel
Gestern haben wir die Landung bei Anzio gespielt in einem 2 vs 2 Kampf mit 3.000 Punkten auf Alliierter Seite und 2.400 Punkte auf der Seite der Achse. Ein Spieler auf Seite der Alliierten ist leider kurzfristig ausgefallen. Lange konnten die Deutschen die Landungskräfte am Strand festhalten und erst in Runde 6 sind ei Alliierten vom Strand runter gekommen. In Runde 12. haben die Alliierten es dann geschafft und haben 3 der 4 Missionsziele erobert. Das Spiel hat insgesamt knapp 6 Stunden zzgl. 2 Stunden für Auf- und Abbau gedauert.
Wer schon einmal vor einem Abziehbilderbogen für britische Sherman oder Churchill gesessen hat, kennt das Problem: Die einzelnen Zeichen sehen interessant aus, aber welches gehört eigentlich zu welcher Einheit? Im Italienfeldzug wird die Sache nicht einfacher, denn neben britischen Verbänden kämpften dort auch kanadische, neuseeländische, südafrikanische und polnische Panzertruppen.
Taktisches Zeichen: Das geometrische Zeichen an Turm oder Wannenseite kennzeichnet innerhalb des Regiments die jeweilige Schwadron.
Verbandszeichen: Ein Divisions- oder Brigadesymbol zeigt, zu welchem Großverband das Fahrzeug gehört.
Arm of Service: Das farbige Rechteck mit Nummer ordnet das Fahrzeug seiner Einheit und Aufgabe zu.
Für ein stimmiges Modell sollte man zuerst Einheit und Zeitraum festlegen. Zwischen der Gustav-Linie im Mai 1944, der Gotenstellung ab August und den letzten Kriegsmonaten wechselten Verbände, Unterstellungen und teilweise auch Markierungen.
Panzerdivisionen in Italien
Markierungen der Panzerdivisionen in Italien. Abbildung: Battlefront Miniatures
Den Kern bildeten die 5. Kanadische, die britische 6. und die 6. Südafrikanische Panzerdivision. Die britische 1. Panzerdivision kam erst zur Gotenstellung nach Italien und wurde noch 1944 aufgelöst. Aus der polnischen 2. Panzerbrigade entstand 1945 eine Division, die vor Kriegsende jedoch nicht mehr zu einem größeren Einsatz kam.
Die 7. Panzerdivision war zwar zu Beginn des Jahres 1944 noch in Italien, wurde aber für die Vorbereitung auf die Landung in der Normandie nach Großbritannien verlegt. Ihre 7. Panzerbrigade blieb dagegen im Mittelmeerraum und behielt eigene Traditionszeichen.
Die Brigade führte eine Variante der bekannten Wüstenratte als Verbandszeichen. Bei den Arm-of-Service-Feldern blieb sie bei der Nummernreihe 50 bis 54, wie sie bei Panzerdivisionen üblich war. Das ist eine schöne Möglichkeit, einen britischen Sherman mit deutlichem Bezug zur Wüstenvergangenheit der Einheit zu bauen.
Das Brigadesymbol zeigt ein Pferd auf grünem Grund. Battlefront geht davon aus, dass der Verband in Italien zur roten Arm-of-Service-Reihe 50 bis 54 wechselte. Manche Fahrzeuge konnten außerdem ein weißes Farnblatt auf schwarzem Feld tragen – eine Erinnerung an die Zusammenarbeit mit der 2. Neuseeländischen Division in Nordafrika.
Das auffällige Zeichen der Brigade ist der Liver Bird, das Wappentier der Stadt Liverpool. Die Quellenlage zu den Sherman der Brigade ist dünn; auch Battlefront kennzeichnet die Verwendung der Nummernreihe 50 bis 54 daher als Annahme. Für ein historisch orientiertes Modell sollte man diesen Punkt im Hinterkopf behalten.
4th New Zealand Armoured Brigade
4th New Zealand Armoured Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Die Neuseeländer kombinierten das Arm-of-Service-Zeichen mit dem silbernen Farn als Einheitssymbol. Auch die Nummernfolge war eigenständig. Dadurch heben sich neuseeländische Sherman deutlich von britischen Fahrzeugen ab und lassen sich auf dem Spieltisch schnell erkennen.
1st Canadian Armoured Brigade
1st Canadian Armoured Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Die unabhängige kanadische Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175 auf einem blau-braunen Feld. Beim Verbandszeichen lag ein gelbes Ahornblatt über einem waagerecht schwarz-rot-schwarz geteilten Rechteck. Die Brigade besaß kein eigenes Motor Battalion.
Die polnische Brigade führte den gepanzerten Arm mit Flügelschwert als Brigadesymbol. Ihre Arm-of-Service-Nummern liefen von 50 bis 53. Ein Motor Battalion kam erst hinzu, als der Verband 1945 zur Division erweitert wurde.
Die britischen Tank Brigades
21st Tank Brigade
21st Tank Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Das Diabolo war ein wichtiger Bestandteil des Brigadesymbols. Bis 1944 wurde daraus eine besonders auffällige Kombination aus gelbem Kreis, blauem Diabolo und rotem Teufel. Die Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175. Beim Einsatz an der Gotenstellung wurden die Farben der Arm-of-Service-Felder an die 1. Kanadische Panzerbrigade angeglichen.
25th Tank Brigade
25th Tank Brigade. Abbildung: Battlefront Miniatures
Hier erscheint ein schwarzes Diabolo auf einem rot-gelben Schild. Nach der Unterstützung kanadischer Truppen beim Durchbruch durch die Hitler-Linie erhielt die Brigade 1944 ein Ahornblatt, das im oberen Dreieck des Zeichens saß. Die Arm-of-Service-Nummern 160 bis 163 standen auf schwarzem Grund.
So gehe ich beim Markieren vor
Zuerst lege ich den Einsatzzeitraum fest: Gustav-Linie, Gotenstellung oder Frühjahr 1945.
Danach wähle ich Brigade beziehungsweise Division und das konkrete Regiment.
Das Verbandszeichen und das passende Arm-of-Service-Feld werden für alle Fahrzeuge des Zuges einheitlich vorbereitet.
Erst anschließend kommen die taktischen Schwadronszeichen und individuelle Fahrzeugnamen hinzu.
Vor dem Versiegeln mit Klarlack vergleiche ich die Anordnung noch einmal mit der Battlefront-Tafel.
Wer die Zeichen nicht von Hand malen möchte, findet viele davon im British Late War (Italy) Decal Set BR948. Der Satz enthält vier Bögen mit Divisionszeichen, taktischen Markierungen und Sternen.
Battlefront hat mehrere ältere Beiträge zum Italienfeldzug 1943 bis 1945 neu aufbereitet. Statt daraus viele kleine Meldungen zu machen, fasse ich die zusammengehörenden Inhalte hier als Überblick zusammen: den Verlauf des Feldzuges, polnische, britische und deutsche Verbände sowie Ortona und das spielbare Casa-Berardi-Szenario.
Casa Berardi ist eines der ungewöhnlicheren Szenarien des Italienfeldzuges. Bild: Battlefront Miniatures
Vom Mittelmeer bis zur Gotenstellung
Nach dem Ende der Kämpfe auf Sizilien landeten die Alliierten im September 1943 auf dem italienischen Festland. Der Vormarsch entwickelte sich nicht zum schnellen Durchbruch: Wetter, Gebirge, zerstörte Verkehrswege und vorbereitete deutsche Stellungen verlangsamten jede Offensive. Die Gustav-Linie mit Monte Cassino und später die Gotenstellung bildeten die bekanntesten Verteidigungsräume.
Der Adriasektor
Für den Spieltisch bietet der Feldzug amphibische Landungen, Flussübergänge, Winterstellungen, enge Ortschaften und Gebirgskämpfe. Entlang der Adriaküste führte der alliierte Vormarsch über den Moro in Richtung Ortona – bei schlechtem Wetter und durch schwer passierbares Gelände.
Bild: Battlefront Miniatures
Das 2. Polnische Korps
Der Weg des 2. Polnischen Korps durch Italien. Bild: Battlefront Miniatures
Von der Sowjetunion nach Italien
Unter General Władysław Anders führte der Weg des Korps aus der Sowjetunion über den Nahen Osten nach Italien. Dazu gehörten unter anderem die 3. Karpaten-Schützendivision, die 5. Kresowa-Infanteriedivision und die 2. Panzerbrigade. Besonders eng ist sein Name mit Monte Cassino verbunden.
Bild: Battlefront Miniatures
Guards und deutsche Verteidiger
Die 1st Guards Brigade kämpfte unter anderem am Garigliano, bei Cassino und beim Vorstoß zur Gotenstellung. Die 24th Guards Brigade diente im Italienfeldzug überwiegend bei der 6. Südafrikanischen Panzerdivision und nahm 1945 an den letzten Operationen in Norditalien teil.
Die Guards auf dem Spieltisch
Die Command Card stellt die ruhige, disziplinierte Reaktion der Guards unter Druck dar und gibt einer thematischen Italy Rifle Company ein eigenes Profil.
Bild: Battlefront Miniatures
Auf deutscher Seite war das Bild nicht weniger vielfältig. Neben Panzergrenadier- und Infanteriedivisionen kamen Fallschirmjäger, Gebirgsjäger, Luftwaffen-Felddivisionen und verschiedene Panzerjägerverbände zum Einsatz. Dadurch lassen sich thematische deutsche Armeen aufbauen, die nicht nur aus den bekanntesten Panzertypen bestehen.
Ortona und Casa Berardi
Im Dezember 1943 traf die kanadische 1. Infanteriedivision bei Ortona auf die deutsche 1. Fallschirmjägerdivision. Das schwierige Gelände, zerstörte Gebäude und erbitterte Häuserkämpfe brachten der Schlacht den Beinamen „Little Stalingrad“ ein. Das Casa-Berardi-Szenario setzt einige Tage vor den eigentlichen Straßenkämpfen an.
Kanadier: Infanterie des Royal 22e Régiment mit Sherman-Unterstützung. Bild: Battlefront Miniatures
Deutsche Verteidiger: Fallschirmjäger, Panzergrenadiere und Panzer IV. Bild: Battlefront Miniatures
Die Szenariokarte
Die Aufstellungskarte liegt auf Seite 2 des Szenario-PDFs. Zwei Ziele stehen im kanadischen Aufstellungsraum; kanadische und deutsche Reserven kommen von unterschiedlichen Tischkanten. Die Karte enthält außerdem alle Mindestabstände für Aufstellung und Reserven.
Casa Berardi: vollständige Szenarioseite mit Aufstellungskarte, Gelände-, Aufstellungs- und Siegbedingungen. Quelle: Battlefront Miniatures
Die Kanadier beginnen mit zwei Rifle Platoons und einem Sherman-Zug auf dem Tisch; eine Einheit bleibt im Hinterhalt.
Weitere kanadische Kräfte kommen als Immediate Reserves über die gegenüberliegende Tischkante.
Mindestens die Hälfte der deutschen Einheiten beginnt in Scattered Immediate Reserves.
Die Kanadier haben den ersten Zug; beide Seiten gewinnen über die zwei Missionsziele und die im PDF beschriebenen Bedingungen.
Downloads
Ortona – Casa Berardi Szenario
Vier Seiten mit Hintergrund, Aufstellungskarte, Missionsregeln, Paul-Triquet-Charakterkarte und Streitkräften.