Die beiden Tiger I für meine Nordafrika-Truppe sind fertig. Damit ist nach den vier zuvor fertiggestellten Tigern in Dunkelgelb mit grüner Tarnung nun auch das Wüstenpaar abgeschlossen.
Die beiden Modelle sind für den Einsatz beim Deutschen Afrikakorps gedacht und entsprechend in einem helleren Wüstenschema bemalt. Die Filteranlagen unterscheiden sie zusätzlich von den anderen Tigern und passen gut zum Einsatzraum Nordafrika.
Bemalung nach der DAK-Anleitung
Bei der Bemalung habe ich mich an meiner bestehenden Anleitung für das Deutsche Afrikakorps orientiert. Dort sind die verwendeten Farben und Arbeitsschritte für das Wüstenschema zusammengefasst.
Am 16. Dezember 1944 begann die deutsche Ardennenoffensive, die unter dem Decknamen „Wacht am Rhein“ vorbereitet worden war. Mit dem Angriff in Belgien und Luxemburg sollte die alliierte Front gespalten und der Hafen von Antwerpen erreicht werden. Die Offensive scheiterte und erschöpfte weitere deutsche Reserven.
Angriffsplan und erste Kämpfe
Deutsche Panzer- und Infanterieverbände griffen in schwierigem Wald- und Hügelland an. Nebel und schlechtes Wetter erschwerten zunächst den Einsatz alliierter Luftstreitkräfte. Trotz örtlicher Durchbrüche hielten amerikanische Einheiten mehrere wichtige Verkehrsknotenpunkte. Die Kämpfe um Bastogne wurden zu einem Symbol des Widerstands.
Versorgung und Scheitern
Der Operationsplan verlangte rasche Vorstöße auf engen Straßen. Treibstoffmangel, Nachschubprobleme, gesprengte Brücken und die alliierte Gegenwehr behinderten den Vormarsch. Mit der Wetterbesserung konnten die Alliierten ihre Luftüberlegenheit stärker einsetzen. Bis Januar 1945 wurde der deutsche Angriff zurückgeworfen.
Evolution der deutschen Panzer vor und im Zweiten Weltkrieg.
Die Entwicklung deutscher Panzer vom Panzer I bis zum Panzer VIII Maus umfasst zahlreiche Fahrzeugfamilien, Spezialumbauten und nicht verwirklichte Projekte. Die Übersicht zeigt die wichtigsten Entwicklungslinien und ihre Bedeutung für die Zusammenstellung historischer Tabletop-Armeen. Vertiefende Artikel behandeln den Panzer IV, den Jagdpanzer 38(t) und die Sturmgeschütze.
Die Panzer 35(t) und 38(t) waren zwei unterschiedliche tschechoslowakische Konstruktionen, die nach der deutschen Besetzung übernommen wurden. Der Panzer 38(t) war kein direkter Nachfolger des Panzer 35(t), stellte aber ebenfalls eine wichtige Grundlage für den späteren Einsatz tschechoslowakischer Fahrgestelle dar. Aus dem 38(t)-Fahrgestell entwickelt sich in der Grafik eine ganze Seitenlinie: Jagdpanzer 38t Hetzer, Grille, Marder III, Flakpanzer 38(t) und Aufklärungspanzer. Man sieht sehr schön, wie ein solides Fahrgestell immer wieder neu genutzt wird – je nachdem, ob gerade Panzerjäger, Artillerie oder Flak gebraucht wird.
Leichte Panzer I und II
Parallel dazu läuft ganz früh die Linie Panzer I und Panzer II. Beide eher als Schul- und Aufklärungspanzer gedacht, aber zu Kriegsbeginn mangels Alternativen in der ersten Reihe gelandet. Im Stammbaum verzweigen sie sich zu Panzerjäger I, Bison und Wespe. Das Prinzip ist immer ähnlich: man nimmt ein leichtes Chassis, setzt eine größere Kanone oben drauf – und hofft, dass es reicht, bis vernünftige Panzer zur Verfügung stehen.
Panzer III und Panzer IV
Richtig interessant wird es dann mit dem Panzer III und Panzer IV. Panzer III und Panzer IV waren ursprünglich für unterschiedliche Aufgaben vorgesehen: Der Panzer III für den Kampf gegen gegnerische Panzer und der Panzer IV zur Feuerunterstützung. Im Kriegsverlauf übernahm der Panzer IV zunehmend die Rolle des Hauptkampfpanzers. Der wird im Verlauf des Krieges zum eigentlichen Arbeitstier: erst als Kampfpanzer, später als Basis für gefühlt jede denkbare Variante. Aus dem Panzer III gehen die Sturmgeschütze III und die Sturmhaubitze 42 hervor, aus dem Panzer IV dann Sturmpanzer IV Brummbär, Sturmgeschütz IV, Hummel, Nashorn, Flakpanzer IV Wirbelwind und Ostwind. Wer schon einmal eine deutsche Late-War-Armee gebaut hat, kennt dieses Gefühl: am Ende stehen immer irgendwo Panzer-IV-Fahrgestelle auf dem Tisch.
Panther und Jagdpanther
Ein Stück weiter unten verzweigt der Baum in die „mittleren“ und „schweren“ Prestigeprojekte. Der Panzer V Panther bildet eine eigene Familie mit Panther II und dem Jagdpanther. Schlanke Linien, abgeschrägte Panzerung – der Klassiker des späten Krieges. Auf dem Spieltisch sind Panther deutlich teurer als ein Panzer IV, aber eben auch deutlich gefährlicher, wenn sie halbwegs gedeckt bleiben.
Schwere Panzer und Versuchsprojekte
Bei den schweren deutschen Panzern und Panzerjägern sind die Entwicklungswege weniger geradlinig, als eine Stammbaumgrafik vermuten lässt. Tiger I und Tiger II waren eigenständige Konstruktionen mit nur wenigen gemeinsamen Bauteilen. Der Ferdinand beziehungsweise Elefant entstand aus einem anderen Fahrgestellentwurf, dem Porsche-Tiger, während Jagdtiger und Sturmtiger wiederum auf anderen schweren Fahrzeugen basierten. Die E-Serien (E-50, E-75 und E-100), der geplante Löwe und die Maus sollten als separate Entwurfs- und Versuchsprogramme betrachtet werden, nicht als direkt aufeinanderfolgende Serienfahrzeuge. Während die Maus das Prototypenstadium erreichte, blieben mehrere der anderen schweren Projekte Planungen oder unvollendete Entwicklungen.
Weitere Panzerjäger
Zwischendrin tauchen noch ein paar Exoten auf, die man eher aus Bücherregalen (Mid-War-Monster) als vom Spieltisch kennt: Dicker Max, Sturer Emil oder Jagdpanzer IV als weitere Panzerjäger-Zweige. Alle eint der Versuch, mit möglichst großer Feuerkraft gegnerische Panzer auf Distanz zu knacken, notfalls auf einem ziemlich improvisierten Fahrgestell.
Einordnung für das Tabletop-Hobby
Für das Hobby ist dieser Stammbaum gleich mehrfach spannend. Zum einen erkennt man, welche Fahrzeuge logisch zusammengehören, wenn man eine thematisch stimmige Liste bauen möchte:
frühe Kriegsjahre mit Panzer I–III, Mardern und leichten Selbstfahrlafetten,
Mid-War-Listen mit massenhaft Panzer IV, Sturmgeschützen und den ersten Spezialumbauten,
Late-War-Armeen mit Panther, Tiger, schweren Jagdpanzern und dem ganzen „Wunderwaffen“-Anhang.
Zum anderen hilft die Grafik bei der Bemalung. Wenn man sieht, wie viel Technik tatsächlich auf demselben Fahrgestell basiert, versteht man besser, warum bestimmte Details gleich aussehen – Laufrollen, Ketten, Motorabdeckungen – und wo sich spätere Entwürfe bewusst absetzen. Das kann man in der Alterung, Tarnung und Markierung aufgreifen, damit eine Armee wie aus einem Guss wirkt, statt wie ein zufälliger Zirkus aus Einzelmodellen.
Der Jagdpanzer 38(t), besser bekannt unter seinem Spitznamen „Hetzer“, war ein kompakter, leicht zu produzierender Panzerjäger der deutschen Wehrmacht. Er entstand als vergleichsweise leichter, in großer Stückzahl herstellbarer Panzerjäger und nutzte eine weiterentwickelte Konstruktion auf Basis des tschechoslowakischen Panzer-38(t)-Fahrwerks. Sein Einsatz lag vor allem in der Panzerabwehr aus gedeckten Stellungen. Mit seiner niedrigen Silhouette, einer starken Hauptbewaffnung und einer vergleichsweise robusten Panzerung war der Hetzer sowohl kosteneffizient als auch kampfstark.
1. Die Anforderungen und Entwicklung
Die Idee für den Hetzer entstand 1943, als sich die deutsche Wehrmacht zunehmend in der Defensive befand und dringend kostengünstige, leicht zu produzierende Panzerjäger benötigte. Das Konzept eines kompakten, schlagkräftigen Jagdpanzers mit einer fixierten Kanone war eine Weiterentwicklung der bisherigen Erfahrungen mit Sturmgeschützen und Jagdpanzern.
Die Entwicklung basierte auf dem Fahrgestell des tschechoslowakischen Panzers 38(t), der sich in den frühen Kriegsjahren als zuverlässig erwiesen hatte. Dieses Fahrgestell wurde modifiziert, um die leistungsstarke 7,5-cm-PaK 39 L/48 aufzunehmen und eine schräge, stark geneigte Frontpanzerung zu integrieren.
Die Produktion begann im Frühjahr 1944. Die heute verbreitete Bezeichnung „Hetzer“ war während des Krieges keineswegs der allgemein übliche Truppenname; in zeitgenössischen Unterlagen überwog die Bezeichnung Jagdpanzer 38.
2. Die Hauptmerkmale des Hetzers
Der Hetzer kombinierte eine Reihe von Eigenschaften, die ihn zu einem effektiven Panzerjäger machten:
Niedrige Silhouette: Mit einer Höhe von nur etwa 2,1 Metern war der Hetzer schwer zu entdecken und bot ein kleines Ziel.
Geneigte Panzerung: Die Frontpanzerung von 60 mm, die in einem steilen Winkel geneigt war, erhöhte die effektive Panzerungsstärke und bot Schutz vor den meisten mittleren Panzergeschossen.
Bewaffnung: Die 7,5-cm-PaK 39 L/48 war in der Lage, die meisten alliierten und sowjetischen Panzer auf Kampfentfernungen zu durchschlagen.
Leichte Produktion: Der Hetzer war einfacher und kostengünstiger zu produzieren als schwerere Panzerjäger wie der Jagdpanther.
3. Produktion und Varianten
Die Serienproduktion begann im Frühjahr 1944 zunächst bei BMM; Škoda nahm die Fertigung später auf. Bis Kriegsende wurden mehr als 2.500 Jagdpanzer 38 hergestellt.
Hauptvarianten:
Standard-Hetzer: Ausgestattet mit der 7,5-cm-PaK 39 und als Panzerjäger konzipiert.
Flammpanzer 38(t): Eine Variante mit einem Flammenwerfer, die für den Einsatz gegen Infanterie und befestigte Stellungen vorgesehen war. Es wurden rund 20 Stück produziert.
Bergepanzer 38(t): Ein leicht gepanzertes Bergefahrzeug mit offenem Aufbau auf Basis des Jagdpanzer-38-Fahrgestells.
4. Vor- und Nachteile des Hetzers
Vorteile:
Effiziente Panzerung: Die geneigte Frontpanzerung bot überdurchschnittlichen Schutz gegen Panzerabwehrwaffen.
Kompaktheit: Der kleine, leicht zu tarnende Aufbau machte ihn ideal für Hinterhalte und statische Verteidigungen.
Bewaffnung: Die PaK 39 L/48 war schlagkräftig und ausreichend, um die meisten gegnerischen Panzer zu bekämpfen.
Kosteneffizienz: Der Hetzer war vergleichsweise einfach zu produzieren und benötigte weniger Ressourcen als größere Jagdpanzer.
Nachteile:
Eingeschränkte Sicht: Die Besatzung litt unter einer schlechten Rundumsicht, was die Gefechtsführung erschwerte.
Fixierte Kanone: Die Waffe hatte nur einen begrenzten horizontalen Schwenkbereich, was häufiges Umpositionieren erforderlich machte.
Schwache Seiten- und Heckpanzerung: Die Panzerplatten an den Seiten und am Heck waren vergleichsweise dünn und anfällig für Panzerabwehrwaffen.
Enge Platzverhältnisse: Die vierköpfige Besatzung arbeitete unter beengten Bedingungen, was die Effektivität beeinträchtigen konnte.
5. Einsatz im Zweiten Weltkrieg
Ostfront:
Der Hetzer wurde häufig zur Unterstützung der deutschen Rückzugsbewegungen und in statischen Verteidigungsstellungen eingesetzt. Mit seiner Fähigkeit, aus verdeckten Positionen effektiv feindliche Panzer zu bekämpfen, war er besonders bei Hinterhalten erfolgreich.
Westfront:
Ab 1944 kam der Jagdpanzer 38 an mehreren Fronten zum Einsatz. In der Normandie und während der Ardennenoffensive gehörte er zu den eingesetzten leichten Panzerjägern; seine Wirkung hing stark von Gelände, Deckung und Einsatzweise ab. Seine niedrige Silhouette und starke Bewaffnung machten ihn besonders effektiv in urbanen und bewaldeten Gebieten.
Balkanfeldzug und Italien:
Der Hetzer wurde auch in schwierigem Terrain wie den Bergen und engen Straßen Italiens und des Balkans eingesetzt. Seine geringe Größe ermöglichte es ihm, selbst in schwer zugänglichen Gebieten zu operieren.
6. Wahrnehmung durch eigene und gegnerische Truppen
Eigene Truppen:
Deutsche Besatzungen schätzten den Hetzer für seine schlagkräftige Kanone und die geneigte Panzerung, beklagten jedoch die beengten Platzverhältnisse und die eingeschränkte Sicht. Der Hetzer wurde als zuverlässiges und effektives Fahrzeug angesehen, insbesondere in der Defensive.
Gegnerische Truppen:
Sowjetische und alliierte Truppen respektierten den Hetzer als gefährlichen Gegner, insbesondere in Hinterhalten. Seine Fähigkeit, gut getarnt zu operieren und feindliche Panzer aus großer Entfernung zu zerstören, machte ihn zu einer ernsten Bedrohung.
7. Nachkriegsnutzung
Nach dem Krieg wurde der Hetzer von der Tschechoslowakei weiterproduziert und unter der Bezeichnung ST-I und ST-III verwendet. Einige Fahrzeuge wurden auch an die Schweiz verkauft und dort bis in die 1970er Jahre genutzt.
8. Historische Einordnung
Der Jagdpanzer 38 war ein vergleichsweise einfacher, niedrig gebauter Panzerjäger mit wirksamer 7,5-cm-Bewaffnung. Seine geringe Silhouette begünstigte den Einsatz in Hinterhalten. Die enge Besatzungsanordnung, begrenzte Sicht und dünne Seitenpanzerung schränkten seine Einsatzmöglichkeiten allerdings deutlich ein. Trotz seiner Schwächen hinterließ der Hetzer einen bleibenden Eindruck auf die Geschichte der Panzerentwicklung und bleibt ein Symbol für die taktische Anpassungsfähigkeit der deutschen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg.
Jagdpanzer 38 „Hetzer“ im Technikmuseum SinsheimJagdpanzer 38 „Hetzer“ im Technikmuseum Sinsheim
In meinem Bestand lagen noch vier halb fertige Tiger I, die seit einiger Zeit auf ihre Fertigstellung gewartet haben. Die Modelle habe ich jetzt zusammengezogen und in einem gemeinsamen Tarnschema fertig bemalt.
Dunkelgelb mit grünen Tarnstreifen
Als Grundfarbe habe ich Dunkelgelb gewählt. Darüber kamen unregelmäßige grüne Tarnstreifen, die sich über Wanne und Turm ziehen. Dadurch bleiben die Fahrzeuge untereinander einheitlich, wirken aber nicht vollkommen identisch.
Bei den vier Tigern habe ich die bereits begonnenen Arbeitsschritte weitergeführt und die vorhandene Bemalung vereinheitlicht. Anschließend kamen Details wie Abschleppseile, Laufwerk, Ketten und die roten Turmnummern dazu. Zum Schluss wurde die Oberfläche noch gealtert, damit die Fahrzeuge nicht frisch aus der Fabrik wirken.
Vier Tiger für den Spieltisch
Die vier Modelle sind jetzt spielbereit und ergänzen meine deutschen Flames-of-War-Panzerverbände. Gerade bei älteren, halb fertigen Modellen lohnt es sich, mehrere Fahrzeuge gemeinsam fertigzustellen. Farbton, Tarnmuster und Alterung lassen sich so deutlich leichter aufeinander abstimmen.
Als Nächstes: zwei Wüsten-Tiger
Damit ist das Tiger-Thema noch nicht abgeschlossen. Zwei weitere Tiger stehen bereits bereit. Diese sollen als Wüstenfahrzeuge gebaut und bemalt werden und erhalten die entsprechenden Filteranlagen. Damit folgt noch ein deutlich anderes Erscheinungsbild als bei den vier jetzt fertiggestellten Fahrzeugen.
Nach den letzten Ergänzungen für meine deutschen Flames of War-Armeen ist wieder etwas Nachschub angekommen. Diesmal sind zwei deutsche Einheiten dabei, die vorhandene Armeen sinnvoll ergänzen – und ein polnischer Panzerzug, der eigentlich gar nicht in die bisherige Planung passt.
Ergänzungen für die Deutschen
Für die deutschen Streitkräfte kommen ein 8.8cm Bunkerflak Tank-hunter Platoon und ein Flakpanzer 38(t) AA Platoon dazu. Beide Boxen erweitern den vorhandenen Bestand um Einheiten, die bisher noch gefehlt haben.
Die Bunkerflak gehört dabei ins Early War, während der Flakpanzer 38(t) eine Ergänzung für Late-War-Armeen ist. Damit sind die beiden Käufe weniger der Start eines neuen Projekts als vielmehr eine Erweiterung bestehender deutscher Armeen.
Und dann war da noch der polnische Panzerzug
Deutlich weniger geplant war der polnische Armoured Train als Limited Edition. Enthalten sind eine Lokomotive, ein Assault Car und zwei Artillery Cars.
Eine polnische Armee spiele ich derzeit nicht und ein entsprechendes Projekt ist auch nicht geplant. Der Panzerzug ist deshalb ausnahmsweise einmal kein Kauf für eine konkrete Armeeliste, sondern schlicht deshalb mitgekommen, weil mir das Modell gefällt.
Das kostenlose Mokra-Szenario stellt die Kämpfe entlang der Bahnlinie hinter dem Dorf nach. Nachdem deutsche Angriffe das polnische 21. Ulanenregiment bis zu den Artilleriestellungen zurückgedrängt hatten, trafen polnische Kavallerie, Panzerabwehrkanonen und der Panzerzug Nr. 53 Śmiały auf die leichten Panzer der 4. Panzer-Division.
No Retreat mit historischem Zuschnitt
Grundlage ist die Mission No Retreat. Der Tisch wird jedoch längs zur Bahnlinie gedreht, sodass die polnischen Verteidiger eine breite Front halten müssen und der Panzerzug eine sinnvolle Rolle erhält. Beide Seiten verfügen über Reserven. Die deutschen Reserven stellen den Flankenstoß des 12. Schützenregiments über die Straße von Zawady dar.
Szenariokarte zur Schlacht von Mokra.
Die Bahnlinie prägt Aufstellung, Reservewege und die Bewegung des polnischen Panzerzuges. Bild: Battlefront Miniatures.
Verzögerte Reserven auf beiden Seiten
Die Reserven treffen frühestens ab Runde drei ein. Damit bildet das Szenario sowohl den deutschen Umgehungsversuch als auch die verspätete Ankunft von Śmiały ab. Aus einer bekannten Mission entsteht so eine asymmetrische Lage, in der beide Spieler ihre Verstärkungen einplanen müssen.
Die Streitkräfte
Die deutsche Seite setzt vor allem auf zahlreiche Panzer I und Panzer II, unterstützt von drei Panzer IV, Artillerie und leichten Spähwagen. In der Reserve folgen weitere leichte Panzer, motorisierte Infanterie und Motorräder. Polen beginnt mit abgesessener Kavallerie des 21. Ulanenregiments, Panzerabwehrkanonen und 75-mm-Artillerie. Der Panzerzug, berittene Kavallerie und TKS-Tanketten bilden die Reserve.
Die polnische Streitmacht des Szenarios.
Abgesessene Ulanen halten die Stellung, bis Panzerzug, Kavallerie und TKS-Tanketten eintreffen. Bild: Battlefront Miniatures.
Lokaler Download
Schlacht von Mokra – Szenario
Vollständige Regeln, Aufstellung und Streitkräfte für das kostenlose Mokra-Szenario.
Diese Anleitung zeigt eine Bemalmethode für deutsche Panzerfahrzeuge der späten Kriegsjahre bei Flames of War. Als Grundfarbe dient ein kräftiges Dunkelgelb, das mit helleren Flächen und unterschiedlichen Tarnfarben ergänzt wird. Anschließend folgen Decals, Chipping, Pin Wash sowie die Bemalung der Details und Verschleißspuren.
Verwendete Farben und Materialien
Panther Yellow / Dark Yellow – Grundfarbe
Vallejo Model Air 71.244 Sand Beige – Highlights
Vallejo Model Air 71.074 Beige – Highlights
Vallejo Model Air 71.006 Camouflage Light Green – grüne Tarnfarbe
Vallejo Model Air 71.095 Pale Green – grüne Tarnfarbe und Highlights
Vallejo Model Air 71.041 Armor Brown – braune Tarnfarbe für Hetzer
Vallejo Model Air 71.038 Camouflage Medium Brown – braune Tarnfarbe für Jagdpanzer
MIG Chipping – Farbabplatzer
AK Wash for German Dark Yellow – Pin Wash
Schwarzes Oil Wash – Lüftungsgitter und Details
Vallejo Model Color Flat Brown – Holz
Vallejo Model Color Flat Earth – Highlights auf Holz
Vallejo Model Color German Grey – Metall und Räder
Vallejo Model Color Basalt Grey – Highlights auf Metall und Rädern
Vallejo Model Color London Grey – weitere Highlights auf Metall und Rädern
Vallejo Model Color Medium Sea Grey – feine Metall-Details
Vallejo Model Color Hull Red – Rostgrundfarbe
Vallejo Panzer Aces Light Rust – Rosteffekte
Vallejo Model Color Light Brown – Rostakzente
Modelmates Liquid Rust – optional für zusätzliche Rosteffekte
Bemalung Schritt für Schritt
Schritt 1 – Grundfarbe
Das gesamte Fahrzeug wird zunächst mit Panther Yellow beziehungsweise Dark Yellow grundiert bzw. lackiert. Die Farbe bildet die Basis für die spätere Dreifarbtarnung und sollte gleichmäßig decken.
Schritt 2 – Highlights
Die nach oben gerichteten Flächen und größeren Bereiche werden anschließend mit Vallejo Model Air 71.074 Radome Tan aufgehellt. Die Grundfarbe sollte dabei in den tiefer liegenden Bereichen und an den Übergängen weiterhin sichtbar bleiben.
Schritt 3 – Tarnfarben
Die grünen Tarnflächen werden mit Vallejo Model Air 71.095 Pale Green aufgetragen und anschließend gezielt aufgehellt. Für die braunen Tarnbereiche kommen je nach Fahrzeug unterschiedliche Farbtöne zum Einsatz.
Hetzer: Vallejo Model Air 71.041 Armor Brown
Jagdpanzer: Vallejo Model Air 71.038 Camouflage Medium Brown
Die Tarnung wird in dünnen Schichten aufgetragen, damit die Übergänge kontrollierbar bleiben und die zuvor gesetzten Highlights nicht vollständig verloren gehen.
Aufbau der grünen Tarnflächen mit Vallejo Model Air Pale Green.Tarnschema nach Abschluss der Airbrush-Arbeiten.
Schritt 4 – Decals
Nach Abschluss der Tarnbemalung werden die Decals aufgebracht. Balkenkreuze, taktische Zeichen und Fahrzeugnummern sollten vollständig trocknen, bevor mit der Alterung fortgefahren wird.
Aufgebrachte Decals vor den anschließenden Alterungsschritten.Balkenkreuze und Fahrzeugmarkierungen auf der fertigen Tarnung.
Schritt 5 – Chipping
Mit einem kleinen Stück Schwamm wird MIG Chipping vorsichtig auf Kanten und stärker beanspruchte Bereiche aufgetupft. Weniger ist dabei mehr: Die Farbabplatzer sollen das Fahrzeug beleben, ohne die Tarnbemalung zu überdecken.
Schritt 6 – Pin Wash
Mit AK Wash for German Dark Yellow wird ein gezieltes Pin Wash in Vertiefungen, um Nieten, Plattenstöße und andere Details gesetzt. Dadurch werden die Konturen des Fahrzeugs deutlicher herausgearbeitet.
Schritt 7 – Lüftungsgitter und dunkle Details
Lüftungsgitter und ausgewählte tiefe Details werden zusätzlich mit einem schwarzen Oil Wash behandelt. Das dunklere Wash sorgt an diesen Stellen für mehr Tiefe und einen deutlicheren Kontrast.
Schritt 8 – Holz
Holzteile der Werkzeuge werden mit Vallejo Model Color Flat Brown bemalt. Anschließend werden die erhabenen Bereiche mit Vallejo Model Color Flat Earth aufgehellt.
Schritt 9 – Metallteile
Metallteile werden mit Vallejo Model Color German Grey grundiert. Die Kanten erhalten Highlights aus Basalt Grey oder London Grey. Sehr feine Details können zusätzlich mit Medium Sea Grey betont werden. Abschließend werden die Metallbereiche mit einem Oil Wash abgedunkelt.
Dezentes Chipping an Kanten und stärker beanspruchten Flächen.Pin Wash zur Betonung von Vertiefungen und Plattenstößen.Schwarzes Oil Wash in Lüftungsgittern und tiefen Details.Bemalte Werkzeuge mit Holz- und Metallteilen.Metallteile mit abgestuften grauen Highlights.Details nach Wash und abschließenden Highlights.
Schritt 10 – Räder
Die Gummibereiche der Räder werden mit Vallejo Model Color German Grey bemalt. Anschließend werden mit Basalt Grey und London Grey vorsichtige Highlights gesetzt, damit die Konturen der Laufrollen besser sichtbar werden.
Schritt 11 – Rost
Rostige Bereiche werden zunächst mit Vallejo Model Color Hull Red angelegt. Darauf werden kleine Punkte und unregelmäßige Akzente mit Panzer Aces Light Rust und Model Color Light Brown gesetzt. Für stärkere oder strukturiertere Rosteffekte kann zusätzlich Modelmates Liquid Rust verwendet werden.
Rosteffekte auf ausgewählten Details und Kanten.Rostakzente mit Hull Red, Light Rust und Light Brown.Detailansicht der fertigen Alterungs- und Rosteffekte.Fertig bemaltes Fahrzeug mit Tarnung, Chipping und Wash.Seitenansicht des fertigen Fahrzeugs nach dem Weathering.Weitere Variante der späten deutschen Dreifarbtarnung.Fertig bemaltes Fahrzeug mit abgestimmten Alterungseffekten.Gesamtansicht nach Abschluss aller Bemal- und Weathering-Schritte.
Panzergrau ist für viele deutsche Fahrzeuge der frühen Kriegsjahre die typische Grundfarbe. Gerade im Maßstab 15 mm wirkt ein einfach nur dunkelgrau lackiertes Fahrzeug allerdings schnell zu flach. Mit wenigen Aufhellungen, einem passenden Wash, dezentem Chipping und etwas Staub lässt sich die einfarbige Lackierung deutlich interessanter gestalten, ohne dass der Aufwand für eine ganze Flames-of-War-Einheit zu groß wird.
Der folgende Ablauf entspricht der Methode, die ich aktuell für meine panzergrauen deutschen Fahrzeuge verwende. Als Beispiel dient ein Tiger I für die Ostfront 1942.
Panzergrau historisch einordnen
Ab 1940 wurden deutsche Fahrzeuge überwiegend einfarbig in Dunkelgrau lackiert. Der Farbton wurde später als RAL 7021 bezeichnet. Diese Vorgabe blieb bis Februar 1943 maßgeblich, bevor Dunkelgelb als neue Grundfarbe eingeführt wurde. Für viele Fahrzeuge des Frankreichfeldzuges, des Balkanfeldzuges und der frühen Jahre an der Ostfront ist Panzergrau daher eine passende Grundlage.
Wichtig für das Modell: Dunkelgrau sollte im kleinen Maßstab nicht zu dunkel bleiben. Durch eine gezielte Aufhellung von oben und entlang der großen Flächen bleibt das Fahrzeug auch auf dem Spieltisch gut lesbar.
Verwendete Farben und Materialien
Panzer Grey – Grundfarbe
Grey Primer – Aufhellung mit der Airbrush
AMMO MIG Chipping A.MIG-044 – dezentes Chipping
Medium Sea Grey – helle Abplatzer und letzte Highlights
AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 – Wash
Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer – Ketten
schwarzes Oil Wash – Lüfter und Ketten
German Grey – Stahlseile
Basalt Grey – erste Highlights
weicher Bleistift – blanke Metallflächen der Ketten
Model Air Sand Beige – leichter Staub mit der Airbrush
Bemalanleitung
1. Grundfarbe in Panzer Grey
Das komplette Fahrzeug bekommt zunächst eine gleichmäßige Grundfarbe in Panzer Grey. Auf großen, geraden Flächen sollte die Schicht möglichst ruhig und sauber sein, weil die folgenden Aufhellungen direkt darauf aufbauen.
2. Aufhellung mit der Airbrush
Mit Grey Primer wird das Panzer Grey von oben und auf den Mittelpunkten größerer Flächen aufgehellt. Unterseiten, Vertiefungen und die unteren Bereiche des Fahrzeugs bleiben dunkler. So entsteht bereits vor dem Wash mehr Volumen.
3. Decals
Nach den Airbrush-Arbeiten werden die Decals aufgebracht. Balkenkreuze, Fahrzeugnummern und weitere Markierungen brechen die großen grauen Flächen auf und sollten vor den folgenden Alterungsschritten sitzen.
4. Dezentes Chipping
Mit einem kleinen Stück Schwamm wird A.MIG-044 Chipping sehr sparsam auf Kanten, Luken und stärker beanspruchte Stellen aufgetupft. Lieber zu wenig als zu viel: In 15 mm wirken kleine, unregelmäßige Abplatzer überzeugender als große Schadstellen.
Einzelne größere Abplatzer werden anschließend mit Medium Sea Grey leicht abgesetzt. Dadurch entsteht ein zweistufiger Effekt und das Chipping bleibt auch nach dem Wash sichtbar.
5. Wash mit Blue for Panzer Grey
AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 wird für Vertiefungen, Nieten, Luken, Schweißnähte und andere Konturen verwendet. Der leicht bläuliche Ton harmoniert mit der grauen Grundfarbe und betont die Details, ohne das gesamte Modell einfach nur schwarz abzudunkeln.
6. Ketten mit Track Primer
Die Ketten werden mit Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer bemalt. Der dunkle braun-metallische Grundton hebt das Laufwerk ausreichend vom grauen Fahrzeug ab.
7. Lüfter und Ketten mit schwarzem Oil Wash
Lüftergitter und Ketten bekommen anschließend ein schwarzes Oil Wash. Bei den Lüftern sorgt es für mehr Tiefe, bei den Ketten für dunkle Zwischenräume und stärkeren Kontrast.
8. Stahlseile
Stahlseile werden mit German Grey bemalt. Damit bleiben sie etwas dunkler als die bereits aufgehellte Fahrzeugoberfläche und setzen sich klar vom Panzergrau ab.
9. Highlights
Kanten und gut sichtbare Details werden zunächst mit Basalt Grey hervorgehoben. Anschließend folgen nur noch an ausgewählten oberen Kanten und Ecken feinere Highlights mit Medium Sea Grey. Gerade bei einer fast einfarbigen Lackierung sind diese letzten Kontraste wichtig.
10. Blankes Metall an den Ketten
Die erhabenen Kontaktflächen der Ketten werden leicht mit einem weichen Bleistift bearbeitet. Das Graphit erzeugt einen feinen metallischen Glanz und stellt blank geriebenes Metall sehr einfach dar.
11. Staub mit der Airbrush
Zum Abschluss wird Model Air Sand Beige sehr dünn mit der Airbrush an die Seiten des Fahrzeugs und rund um das Laufwerk genebelt. Der Effekt bleibt bewusst leicht: Das Panzergrau soll sichtbar bleiben und nur einen trockenen Staubschleier bekommen.
Die gleiche Grundbemalung eignet sich auch als Basis für Winterfahrzeuge. Wer den grauen Anstrich anschließend mit Whitewash weiterbearbeiten möchte, findet dazu eine eigene Anleitung auf der Seite Flames of War – Wintertarnung bei Panzern.
Quellen zur historischen Farbgebung
Zur historischen Einordnung der Fahrzeugfarben habe ich die dokumentierten Tarnanweisungen bei Panzerworld sowie die Informationen des Tank Museum herangezogen.
Der historische Hintergrund zu 5. Gebirgsdivision wurde als dauerhafte Themenseite in den Bereich History übernommen. Dort findet sich der vollständige Artikel zu den Einsätzen von ihrer Aufstellung über den Balkan und die Ostfront bis zum Italienfeldzug. Das historische PDF-Briefing ist ebenfalls auf der neuen Seite eingebunden.