Fate of a Nation – Israel im Sechstagekrieg 1967

Mit Fate of a Nation V2 lässt sich ein ziemlich großer Zeitraum der israelisch-arabischen Konflikte abbilden. Für dieses Armeeprojekt möchte ich den Rahmen aber bewusst enger setzen: Es soll eine israelische Armee für den Sechstagekrieg 1967 entstehen – mit Einheiten, die zeitlich in diesen Konflikt passen, und mit dem Sinai als Schwerpunkt.

Als Ausgangspunkt dient das Battlefront-Szenario An-Nakhl. Daraus entsteht keine exakte 1:1-Rekonstruktion der historischen Kampfgruppe, sondern eine spielbare 100-Punkte-Armee für FoAN V2, die sich an den 1967 eingesetzten Fahrzeugen und am Szenario orientiert.

Welche Einheiten passen in das Jahr 1967?

FoAN V2 bietet für Israel auch Fahrzeuge und Waffen an, die erst nach dem Sechstagekrieg in Dienst kamen. Für dieses Projekt ist deshalb zuerst die zeitliche Abgrenzung wichtig. Zum Kern der 1967 passenden Panzer gehören M50 Sherman, M51 Isherman, Sho’t/Centurion und AMX-13. Hinzu kommen die damals noch weit verbreiteten M3-Halftracks mit ihren verschiedenen Aufgaben, motorisierte Infanterie sowie Mörser- und Artillerieunterstützung.

Auch die älteren israelischen M48/Magach-Varianten gehören grundsätzlich in den Zeitraum. Für meine konkrete Armee spielen sie zunächst aber keine Rolle, da der Aufbau gezielt aus dem An-Nakhl-Szenario entwickelt wird.

Was fällt für dieses Projekt heraus?

Einige attraktive FoAN-Optionen bleiben bewusst im Schrank. Der Magach 6 basiert auf dem M60 und kam erst ab 1971 nach Israel. Tiran 4/5 basieren auf erbeuteten T-54/T-55; diese Fahrzeuge wurden erst nach den 1967 gemachten Beutefängen in den israelischen Dienst übernommen. Der M113 kam ebenfalls erst nach dem Sechstagekrieg in größerem Umfang zur IDF. Auch TOW-bewaffnete Fahrzeuge gehören nicht in eine 1967er Armee; TOW-Systeme gelangten erst 1973 nach Israel.

Bei der Luftunterstützung gilt das Gleiche: Ouragan und Mirage passen zum Sechstagekrieg. Der A-4 Skyhawk dagegen nicht. Der erste für Israel bestimmte A-4H flog erst am 27. Oktober 1967, die ersten Maschinen trafen Ende Dezember in Israel ein. Für dieses Projekt ist der Skyhawk damit zeitlich zu spät.

Historische Aufnahmen aus dem Sechstagekrieg

M51 der israelischen 14. Panzerbrigade beim Vormarsch auf der Crimson Axis südlich von Abu Ageila, Sinai, 5. Juni 1967. Foto: Alex Agor / IDF Spokesperson’s Unit, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
M3-Halftracks der israelischen 8. Panzerbrigade, 1967. Die historische Aufnahme zeigt beschädigte Fahrzeuge nahe Givat HaEm. Foto: Bamahane / IDF Archive, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

An-Nakhl – der historische Rahmen

Operationen im Sinai am 7.–8. Juni 1967. Die Karte stammt aus dem Kartenwerk des Department of History der U.S. Military Academy und zeigt die dokumentierten Operationsachsen und Verbände. Public Domain (U.S. Federal Government), via Wikimedia Commons.

Am 8. Juni 1967 bewegten sich israelische Verbände durch den Sinai, während sich Teile der ägyptischen 6. mechanisierten Division in Richtung Westen zurückzogen. Nach der Darstellung im Battlefront-Szenario sollte die israelische Zippori Brigade den Gegner bei An-Nakhl abschneiden, bevor dieser die Pässe weiter westlich erreichen konnte.

Battlefront weist dabei selbst darauf hin, dass über das eigentliche Gefecht nur wenige gesicherte Informationen vorliegen. Das Szenario ist deshalb ausdrücklich als spielerische Rekonstruktion zu verstehen. Das passt für mein Projekt gut: Es liefert einen historischen Rahmen, ohne vorzugeben, eine exakte Order of Battle abzubilden.

Gespielt wird Fighting Withdrawal. Die israelische Seite greift aus der Bewegung an und verfügt deshalb nicht über vorbereitete Stellungen. Als israelische Streitmacht schlägt das Szenario ein M50-HQ, M51 und M50 Sherman, Sho’t, M3D-120-mm-Mörser und motorisierte Infanterie vor.

Für größere Spiele nennt das Szenario ausdrücklich zusätzliche M51 oder Sho’t, weitere Infanterie, AMX-13 und Sayur. Genau an diesem Punkt setzt meine 100-Punkte-Armee an.

Von An-Nakhl zur 100-Punkte-Armee

Die Liste soll den Charakter des Szenarios erhalten, gleichzeitig aber eine vollständige FoAN-V2-Armee mit 100 Punkten ergeben. Der Schwerpunkt liegt deshalb klar auf den Shermans. Die beiden vorhandenen M50 bilden das Company HQ, während alle elf M51 auf drei Platoons verteilt werden.

EinheitModellePunkte
Sherman Tank Company HQ2× M504
M51 Sherman Tank Platoon4× M5116
M51 Sherman Tank Platoon4× M5116
M51 Sherman Tank Platoon3× M5112
Sho’t Tank Platoon3× Sho’t27
M3 Mech Infantry Platoonkleines Platoon9
M3D 120mm Artillery Battery4× M3D6
AMX-13 Tank Platoon3× AMX-136
M3A Sayur Platoon2× M3A4
Gesamt100

Die elf M51 bilden damit den eigentlichen Panzerkern. Die drei Sho’t sind mit 27 Punkten der teuerste einzelne Block, bringen dafür aber eine deutlich schwerere Panzerkomponente in die Armee. AMX-13 und Sayur übernehmen die bewegliche Seite der Liste. Motorisierte Infanterie und die vier M3D ergänzen die Kampfgruppe um Einheiten, die auch im ursprünglichen An-Nakhl-Szenario eine wichtige Rolle spielen.

Interessant ist noch eine kleine Besonderheit des Szenarios: Wird An-Nakhl bei Dämmerung gespielt, nennt Battlefront ausgerechnet die Sho’t und die M3D als naheliegende israelische Einheiten für die Reserve. Der Sherman-Kern muss dann zunächst ohne diese Unterstützung auskommen.

An-Nakhl – Szenario

Offizielles Szenario-PDF mit Spielaufbau, Sonderregeln und Vorgaben für An-Nakhl.

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Der vorhandene Fuhrpark

Bei den Panzern ist das Projekt bereits sehr gut aufgestellt. Vorhanden sind 11 M51, 2 M50, 6 Sho’t und 8 AMX-13. Für die 100-Punkte-Liste werden davon alle M51 und beide M50 benötigt, dazu drei Sho’t und drei AMX-13. Die übrigen Fahrzeuge bleiben damit als Reserve für spätere Varianten der Liste.

Armeeaufbau: erst Fahrzeuge, dann Infanterie

Bei dieser Menge an Fahrzeugen möchte ich nicht Platoon für Platoon komplett fertigstellen. Stattdessen wird die Armee in zwei große Bemalblöcke geteilt.

Batch 1 – Fahrzeuge

Der erste Batch umfasst die Fahrzeuge der 100-Punkte-Liste: 2 M50, 11 M51, 3 Sho’t, 3 AMX-13, 2 M3A Sayur und 4 M3D. Die Arbeitsschritte sollen jeweils über den kompletten Batch laufen: Vorbereitung und Grundierung, Grundfarbe, Aufhellungen, Details, Decals, Wash, Gebrauchsspuren und schließlich Staub und Weathering.

Das sollte bei insgesamt 25 Fahrzeugen deutlich effizienter sein, als jedes Platoon einzeln bis zum letzten Detail fertigzustellen. Gleichzeitig bleibt die Farbgebung über die gesamte Armee möglichst einheitlich.

Batch 2 – Infanterie

Die Infanterie folgt als eigener Arbeitsblock. Das M3 Mech Infantry Platoon wird gemeinsam bemalt und basiert. Fahrzeugbesatzungen können bei Bedarf bereits zusammen mit dem ersten Batch vorbereitet werden, die eigentlichen Infanterieteams bleiben aber bewusst ein separates Teilprojekt.

Aus beiden Arbeitsschritten sollen später eigene Bemalanleitungen entstehen. Der Projektbeitrag hier bleibt damit die zentrale Übersicht, während die detaillierten Step-by-Step-Anleitungen separat gepflegt und von hier aus verlinkt werden können.

Wie geht es weiter?

Die Richtung steht: Israel 1967, Sinai, 100 Punkte. Die Armeeliste ist festgelegt und der größte Teil der Fahrzeuge bereits vorhanden. Als Nächstes werden die noch fehlenden Einheiten ergänzt und anschließend der große Fahrzeug-Batch vorbereitet.

Wenn die Armee fertig ist, soll sie natürlich auch auf den Tisch. Das An-Nakhl-Szenario bietet dafür den passenden Abschluss des Projekts – und gleichzeitig den Ausgangspunkt, mit dem alles begonnen hat.

Quellen und weiterführende Informationen

Grundlage für Szenario und Armeezusammenstellung sind Fate of a Nation V2 sowie das Battlefront-Szenario The Battle of An-Nakhl.

Fate of a Nation – An-Nakhl

Szenario im Überblick

An-Nakhl spielt am 8. Juni 1967 im Sinai während des Sechstagekriegs. Teile der ägyptischen 6. mechanisierten Division befinden sich auf dem Rückzug. Israelische Kräfte der Zippori Brigade versuchen, ihnen bei An-Nakhl den Weg nach Westen abzuschneiden.

Das Battlefront-Szenario weist ausdrücklich darauf hin, dass der genaue Ablauf des historischen Gefechts nur unvollständig dokumentiert ist. Die dargestellten Streitkräfte und der Ablauf sind deshalb als spielerische Rekonstruktion zu verstehen.

Historischer Hintergrund

Die israelische 8. mechanisierte Brigade unter Oberst Avraham „Albert“ Mendler verfolgte die zurückweichenden ägyptischen Kräfte. Teile von Ugdah Sharon stießen in Richtung An-Nakhl vor, um den Rückzug der ägyptischen Verbände zu unterbrechen. An der Spitze befand sich die 14. Brigade unter Oberst Mordechai „Motke“ Zippori, die An-Nakhl am Morgen des 8. Juni erreichte.

Operationen im Sinai am 7.–8. Juni 1967. Karte: Department of History, U.S. Military Academy, Public Domain, via Wikimedia Commons.

Mission und Sonderregeln

Gespielt wird die Mission Fighting Withdrawal aus dem Fate-of-a-Nation-Regelwerk. Die israelische Zippori Brigade ist der Angreifer, die ägyptische 6. mechanisierte Division verteidigt. Da die Israelis direkt aus dem Vormarsch in das Gefecht gehen, erhalten sie keine Prepared Positions.

Optional kann die Tageszeit ausgewürfelt werden: bei einer 1 beginnt das Spiel bei Dämmerung, bei 2–3 im Morgengrauen und bei 4–6 bei Tageslicht. Ohne diese optionale Regel wird bei Tageslicht gespielt. Bei Dämmerung verlieren die ägyptischen Kräfte ihre vorbereiteten Stellungen; beide Seiten beginnen außerdem mit zwei Platoons beziehungsweise Companies in Reserve. Für die israelische Seite nennt das Szenario Sho’t und M3D 120mm Mortars als naheliegende Reserve.

Das Szenario verwendet außerdem die Regeln für das Desert Fort. Auf dem Spielfeld liegen die Missionsziele Crossroads, Mosque und Fort.

Israelische Streitkräfte – Zippori Brigade

EinheitAufstellung
P’lugah Tan’kim HQ1× M50 „French“ Sherman
Tan’kim Platoon3× M51 Isherman
Tan’kim Platoon4× M50 „French“ Sherman
Tan’kim Platoon2× Sho’t
120mm Mortar Platoon2× M3D (120mm)
Ch’ir Mamochan (Motorised) Platoon3 Rifle Squads & Weapons Squad

Ägyptische Streitkräfte – 6th Mekaneekey Division

EinheitAufstellung
Tank Battalion HQ1× T-55
Tank Company10× T-55
Tank Company10× Centurion 3
Heavy Tank Company10× IS-3M
Mechanised Company3 Infantry Platoons, 2× RPD LMG, 2× B-10 82mm recoilless, 6× BTR-152

Das Szenario erweitern

Für einen größeren Tisch beziehungsweise eine größere israelische Streitmacht schlägt das Szenario zusätzliche M51- oder Sho’t-Platoons, weitere Infanterie, einige AMX-13 sowie ein Sayur-Platoon mit einer Mischung aus Jeeps und M3-Halftracks vor. Damit lässt sich das Szenario gut als Ausgangspunkt für eine größere Fate-of-a-Nation-V2-Armee nutzen.

Regeln und Download

An-Nakhl – Szenario

Szenario-PDF mit historischem Hintergrund, Spielaufbau, Sonderregeln und den vorgeschlagenen Streitkräften für Israel und Ägypten.

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Hinweis: Die historischen Angaben und die vorgeschlagenen Streitkräfte auf dieser Seite folgen dem Battlefront-Szenario „The Battle of An-Nakhl“. Wo der historische Ablauf nicht gesichert ist, wird dies nicht als gesicherte Rekonstruktion dargestellt.

Flames of War – Deutsche Panzer (Late)

Diese Anleitung zeigt eine Bemalmethode für deutsche Panzerfahrzeuge der späten Kriegsjahre bei Flames of War. Als Grundfarbe dient ein kräftiges Dunkelgelb, das mit helleren Flächen und unterschiedlichen Tarnfarben ergänzt wird. Anschließend folgen Decals, Chipping, Pin Wash sowie die Bemalung der Details und Verschleißspuren.

Verwendete Farben und Materialien

  • Panther Yellow / Dark Yellow – Grundfarbe
  • Vallejo Model Air 71.244 Sand Beige – Highlights
  • Vallejo Model Air 71.074 Beige – Highlights
  • Vallejo Model Air 71.006 Camouflage Light Green – grüne Tarnfarbe
  • Vallejo Model Air 71.095 Pale Green – grüne Tarnfarbe und Highlights
  • Vallejo Model Air 71.041 Armor Brown – braune Tarnfarbe für Hetzer
  • Vallejo Model Air 71.038 Camouflage Medium Brown – braune Tarnfarbe für Jagdpanzer
  • MIG Chipping – Farbabplatzer
  • AK Wash for German Dark Yellow – Pin Wash
  • Schwarzes Oil Wash – Lüftungsgitter und Details
  • Vallejo Model Color Flat Brown – Holz
  • Vallejo Model Color Flat Earth – Highlights auf Holz
  • Vallejo Model Color German Grey – Metall und Räder
  • Vallejo Model Color Basalt Grey – Highlights auf Metall und Rädern
  • Vallejo Model Color London Grey – weitere Highlights auf Metall und Rädern
  • Vallejo Model Color Medium Sea Grey – feine Metall-Details
  • Vallejo Model Color Hull Red – Rostgrundfarbe
  • Vallejo Panzer Aces Light Rust – Rosteffekte
  • Vallejo Model Color Light Brown – Rostakzente
  • Modelmates Liquid Rust – optional für zusätzliche Rosteffekte

Bemalung Schritt für Schritt

Schritt 1 – Grundfarbe

Das gesamte Fahrzeug wird zunächst mit Panther Yellow beziehungsweise Dark Yellow grundiert bzw. lackiert. Die Farbe bildet die Basis für die spätere Dreifarbtarnung und sollte gleichmäßig decken.

Schritt 2 – Highlights

Die nach oben gerichteten Flächen und größeren Bereiche werden anschließend mit Vallejo Model Air 71.074 Radome Tan aufgehellt. Die Grundfarbe sollte dabei in den tiefer liegenden Bereichen und an den Übergängen weiterhin sichtbar bleiben.

Schritt 3 – Tarnfarben

Die grünen Tarnflächen werden mit Vallejo Model Air 71.095 Pale Green aufgetragen und anschließend gezielt aufgehellt. Für die braunen Tarnbereiche kommen je nach Fahrzeug unterschiedliche Farbtöne zum Einsatz.

  • Hetzer: Vallejo Model Air 71.041 Armor Brown
  • Jagdpanzer: Vallejo Model Air 71.038 Camouflage Medium Brown

Die Tarnung wird in dünnen Schichten aufgetragen, damit die Übergänge kontrollierbar bleiben und die zuvor gesetzten Highlights nicht vollständig verloren gehen.

Schritt 4 – Decals

Nach Abschluss der Tarnbemalung werden die Decals aufgebracht. Balkenkreuze, taktische Zeichen und Fahrzeugnummern sollten vollständig trocknen, bevor mit der Alterung fortgefahren wird.

Schritt 5 – Chipping

Mit einem kleinen Stück Schwamm wird MIG Chipping vorsichtig auf Kanten und stärker beanspruchte Bereiche aufgetupft. Weniger ist dabei mehr: Die Farbabplatzer sollen das Fahrzeug beleben, ohne die Tarnbemalung zu überdecken.

Schritt 6 – Pin Wash

Mit AK Wash for German Dark Yellow wird ein gezieltes Pin Wash in Vertiefungen, um Nieten, Plattenstöße und andere Details gesetzt. Dadurch werden die Konturen des Fahrzeugs deutlicher herausgearbeitet.

Schritt 7 – Lüftungsgitter und dunkle Details

Lüftungsgitter und ausgewählte tiefe Details werden zusätzlich mit einem schwarzen Oil Wash behandelt. Das dunklere Wash sorgt an diesen Stellen für mehr Tiefe und einen deutlicheren Kontrast.

Schritt 8 – Holz

Holzteile der Werkzeuge werden mit Vallejo Model Color Flat Brown bemalt. Anschließend werden die erhabenen Bereiche mit Vallejo Model Color Flat Earth aufgehellt.

Schritt 9 – Metallteile

Metallteile werden mit Vallejo Model Color German Grey grundiert. Die Kanten erhalten Highlights aus Basalt Grey oder London Grey. Sehr feine Details können zusätzlich mit Medium Sea Grey betont werden. Abschließend werden die Metallbereiche mit einem Oil Wash abgedunkelt.

Schritt 10 – Räder

Die Gummibereiche der Räder werden mit Vallejo Model Color German Grey bemalt. Anschließend werden mit Basalt Grey und London Grey vorsichtige Highlights gesetzt, damit die Konturen der Laufrollen besser sichtbar werden.

Schritt 11 – Rost

Rostige Bereiche werden zunächst mit Vallejo Model Color Hull Red angelegt. Darauf werden kleine Punkte und unregelmäßige Akzente mit Panzer Aces Light Rust und Model Color Light Brown gesetzt. Für stärkere oder strukturiertere Rosteffekte kann zusätzlich Modelmates Liquid Rust verwendet werden.

Flames of War – Panzergrau bemalen

Panzergrau ist für viele deutsche Fahrzeuge der frühen Kriegsjahre die typische Grundfarbe. Gerade im Maßstab 15 mm wirkt ein einfach nur dunkelgrau lackiertes Fahrzeug allerdings schnell zu flach. Mit wenigen Aufhellungen, einem passenden Wash, dezentem Chipping und etwas Staub lässt sich die einfarbige Lackierung deutlich interessanter gestalten, ohne dass der Aufwand für eine ganze Flames-of-War-Einheit zu groß wird.

Der folgende Ablauf entspricht der Methode, die ich aktuell für meine panzergrauen deutschen Fahrzeuge verwende. Als Beispiel dient ein Tiger I für die Ostfront 1942.

Panzergrau historisch einordnen

Ab 1940 wurden deutsche Fahrzeuge überwiegend einfarbig in Dunkelgrau lackiert. Der Farbton wurde später als RAL 7021 bezeichnet. Diese Vorgabe blieb bis Februar 1943 maßgeblich, bevor Dunkelgelb als neue Grundfarbe eingeführt wurde. Für viele Fahrzeuge des Frankreichfeldzuges, des Balkanfeldzuges und der frühen Jahre an der Ostfront ist Panzergrau daher eine passende Grundlage.

Wichtig für das Modell: Dunkelgrau sollte im kleinen Maßstab nicht zu dunkel bleiben. Durch eine gezielte Aufhellung von oben und entlang der großen Flächen bleibt das Fahrzeug auch auf dem Spieltisch gut lesbar.

Verwendete Farben und Materialien

  • Panzer Grey – Grundfarbe
  • Grey Primer – Aufhellung mit der Airbrush
  • AMMO MIG Chipping A.MIG-044 – dezentes Chipping
  • Medium Sea Grey – helle Abplatzer und letzte Highlights
  • AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 – Wash
  • Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer – Ketten
  • schwarzes Oil Wash – Lüfter und Ketten
  • German Grey – Stahlseile
  • Basalt Grey – erste Highlights
  • weicher Bleistift – blanke Metallflächen der Ketten
  • Model Air Sand Beige – leichter Staub mit der Airbrush

Bemalanleitung

1. Grundfarbe in Panzer Grey

Das komplette Fahrzeug bekommt zunächst eine gleichmäßige Grundfarbe in Panzer Grey. Auf großen, geraden Flächen sollte die Schicht möglichst ruhig und sauber sein, weil die folgenden Aufhellungen direkt darauf aufbauen.

2. Aufhellung mit der Airbrush

Mit Grey Primer wird das Panzer Grey von oben und auf den Mittelpunkten größerer Flächen aufgehellt. Unterseiten, Vertiefungen und die unteren Bereiche des Fahrzeugs bleiben dunkler. So entsteht bereits vor dem Wash mehr Volumen.

3. Decals

Nach den Airbrush-Arbeiten werden die Decals aufgebracht. Balkenkreuze, Fahrzeugnummern und weitere Markierungen brechen die großen grauen Flächen auf und sollten vor den folgenden Alterungsschritten sitzen.

4. Dezentes Chipping

Mit einem kleinen Stück Schwamm wird A.MIG-044 Chipping sehr sparsam auf Kanten, Luken und stärker beanspruchte Stellen aufgetupft. Lieber zu wenig als zu viel: In 15 mm wirken kleine, unregelmäßige Abplatzer überzeugender als große Schadstellen.

Einzelne größere Abplatzer werden anschließend mit Medium Sea Grey leicht abgesetzt. Dadurch entsteht ein zweistufiger Effekt und das Chipping bleibt auch nach dem Wash sichtbar.

5. Wash mit Blue for Panzer Grey

AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 wird für Vertiefungen, Nieten, Luken, Schweißnähte und andere Konturen verwendet. Der leicht bläuliche Ton harmoniert mit der grauen Grundfarbe und betont die Details, ohne das gesamte Modell einfach nur schwarz abzudunkeln.

6. Ketten mit Track Primer

Die Ketten werden mit Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer bemalt. Der dunkle braun-metallische Grundton hebt das Laufwerk ausreichend vom grauen Fahrzeug ab.

7. Lüfter und Ketten mit schwarzem Oil Wash

Lüftergitter und Ketten bekommen anschließend ein schwarzes Oil Wash. Bei den Lüftern sorgt es für mehr Tiefe, bei den Ketten für dunkle Zwischenräume und stärkeren Kontrast.

8. Stahlseile

Stahlseile werden mit German Grey bemalt. Damit bleiben sie etwas dunkler als die bereits aufgehellte Fahrzeugoberfläche und setzen sich klar vom Panzergrau ab.

9. Highlights

Kanten und gut sichtbare Details werden zunächst mit Basalt Grey hervorgehoben. Anschließend folgen nur noch an ausgewählten oberen Kanten und Ecken feinere Highlights mit Medium Sea Grey. Gerade bei einer fast einfarbigen Lackierung sind diese letzten Kontraste wichtig.

10. Blankes Metall an den Ketten

Die erhabenen Kontaktflächen der Ketten werden leicht mit einem weichen Bleistift bearbeitet. Das Graphit erzeugt einen feinen metallischen Glanz und stellt blank geriebenes Metall sehr einfach dar.

11. Staub mit der Airbrush

Zum Abschluss wird Model Air Sand Beige sehr dünn mit der Airbrush an die Seiten des Fahrzeugs und rund um das Laufwerk genebelt. Der Effekt bleibt bewusst leicht: Das Panzergrau soll sichtbar bleiben und nur einen trockenen Staubschleier bekommen.

Beispiel: Tiger I, Ostfront 1942

Den vollständigen Baubericht zu diesem Modell findet ihr im Beitrag Flames of War: Tiger I in Panzergrau – Ostfront 1942.

Varianten

Die gleiche Grundbemalung eignet sich auch als Basis für Winterfahrzeuge. Wer den grauen Anstrich anschließend mit Whitewash weiterbearbeiten möchte, findet dazu eine eigene Anleitung auf der Seite Flames of War – Wintertarnung bei Panzern.

Quellen zur historischen Farbgebung

Zur historischen Einordnung der Fahrzeugfarben habe ich die dokumentierten Tarnanweisungen bei Panzerworld sowie die Informationen des Tank Museum herangezogen.

Flames of War: Polnische Panzerzüge 1939

First to Fight – Polish Forces 1939 rückt die polnischen Streitkräfte des frühen Zweiten Weltkriegs wieder in den Vordergrund. Ergänzend zu den neuen Formationen lohnt sich ein Blick auf ihren ungewöhnlichsten Unterstützungsverband: die polnischen Panzerzüge.

Ein polnischer Panzerzug bildet einen auffälligen Mittelpunkt für Armee und Szenario. Bild: Battlefront Miniatures

Zehn Züge im September 1939

Polen setzte Panzerzüge bereits in den Grenzkriegen nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit ein. Nach dem Ende dieser Kämpfe blieben die modernsten Fahrzeuge im Dienst. Bei Kriegsbeginn 1939 verfügte die polnische Armee laut Battlefront über zwei Panzerzugabteilungen mit jeweils fünf Zügen.

  • Die 1. Panzerzugabteilung war in Legionowo stationiert und führte die Züge 11 bis 15.
  • Die 2. Panzerzugabteilung aus Niepołomice setzte die Züge 51 bis 55 ein.

Die zehn einsatzbereiten Panzerzüge und ihre Zuordnung. Grafik: Battlefront Miniatures

Die Züge wurden anderen Verbänden zugeteilt, patrouillierten entlang der Bahnlinien, unterstützten mit ihrer Artillerie und deckten Rückzüge. Sie waren damit keine losgelösten Eisenbahnfestungen, sondern bewegliche Unterstützungsverbände, deren Möglichkeiten stark vom vorhandenen Schienennetz abhingen.

Śmiały und Piłsudczyk

Zwei bekannte Einsatzgeschichten

Battlefront nennt besonders Panzerzug Nr. 53 Śmiały und Nr. 52 Piłsudczyk. Śmiały unterstützte am ersten Tag des deutschen Angriffs die Wołyńska-Kavalleriebrigade bei Mokra gegen die 4. Panzer-Division. Anschließend zogen sich beide Züge in Richtung Warschau zurück und gerieten erneut in Kämpfe mit deutschen Panzerverbänden.

Bild: Battlefront Miniatures

Später beteiligten sich beide an der Verteidigung der Festung Brest. Nach deren Fall entkamen sie zunächst, wurden schließlich aber bei Lemberg von der Roten Armee erbeutet. Gerade diese wechselvolle Geschichte bietet viel Stoff für Kampagnen und miteinander verbundene Szenarien.

Auf dem Spieltisch

Mehr als nur ein großes Modell

Ein Panzerzug eignet sich als Artillerieunterstützung, als auffälliges Missionsziel oder als Mittelpunkt eines Rückzugsgefechts. Besonders reizvoll ist ein Tisch mit Bahnlinie, Bahnhof, zerstörten Gleisen und einem Ziel, das der Zug erreichen oder verteidigen muss.

Bild: Battlefront Miniatures

Weitere Hintergründe findet ihr im Battlefront-Archiv bei Armoured Train Locomotive (PBX08) und im Beitrag Polish Armoured Trains in World War II.

Flames of War: Ardennen Kampagne

Aktueller Stand Runde 3

In der Morgendämmerung tritt eine gemischte Kampfgruppe aus dem Süden Bastognes an, um die 4th Armored Division zurückzuschlagen. Die US Truppen erleiden schwere Verluste und ziehen sich nach Vaux zurück. Dadurch wird das nach Hompre vorgerückte Combat Command R abgeschnitten. In den Mittagstunden gelingt den in Fraiture eingeschlossenen US Verbänden der Ausbruch nach Westen. Sie zerschlagen eine deutsche Artillerieeinheit und nehmen Manhay (10 Siegpunkte). Ein britischer Angriff auf Marche scheitert, die dort stehenden Einheiten der Panzerlehr Division und der 26. Volksgrenadiere erleiden jedoch schwerste Verluste.

  • BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux Sieg Wehrmacht FSU 4.CCB zerschlagen
  • BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay Sieg Alliierte FSU Ari 1560 zerschlagen
  • BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche Sieg Wehrmacht FSU: 29.B, Pz 902 und Ari 26 zerschlagen
  • BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue FSU: 9.AD und 28.ID gegen Inf. 78 und SS-Ari 9 Modifikatoren: Alliierte +25%, Wehrmacht +25%
  • BA 5 – Angriff Wehrmacht, Samrée nach Champlon FSU: 2.SS Pz und SS PzGren 4 gegen Taskforce Hogan und 9.Tactical Air Command Modifikatoren: Wehrmacht +30%, Alliierte: +20 (out of Supply, Flussverteidigung) Dämmerung

Flames of War: Lieferung von frontlinegames.de

„Made for Order“ wird seit einiger Zeit von Battlefront angeboten und bring in regelmäßigen Abständen alte Figuren für einen Monat zurück. Nachteil -> produziert wird nach Bestellung und so muss man auch mal einige Monate warten. Im März ging es in die Wüste und die Modelle der LRDG wurden angeboten. Die Chance habe ich genutzt und meine Bestände entsprechend noch mal aufgestockt. Angekommen sind die Modelle heute, damit 5 Monate nach Bestellung. In Deutschland kann man die Sachen bei frontlinegames.de ordern.