Die vierte Runde unserer Ardennen-Kampagne von Minis in Arms ist gestartet. In der Nacht auf den 26. Dezember 1944 verschiebt sich die Front erneut an mehreren Stellen. Während die Alliierten einzelne Verbindungen wiederherstellen und Gegenangriffe vorbereiten, können die Deutschen besonders im Süden weitere Geländegewinne erzielen.
Lage in der Nacht zum 26. Dezember
Die 80th Infantry Division kann die Verbindung zum Combat Command R in Hompre wiederherstellen. Gleichzeitig gelingt es der 2nd Armored Division, Wellin zurückzuerobern.
Auf deutscher Seite setzen Teile der 5. Fallschirmjägerdivision ihren Vormarsch über Martelange fort und nehmen das Nachschubdepot in Arlon. Das Grenadier Regiment 78 nimmt Libramont und steht damit vor Neufchateau. Etwas weiter westlich stößt das Panzergrenadier Regiment 304 über die Brücke bei Auffe vor und erreicht den Rand von Paliseul.
Auch an weiteren Stellen können die Deutschen bis in die Morgenstunden ihre Positionen verbessern. Die Alliierten erhalten unterdessen Verstärkung durch die Guards Armored Division und werfen diese an die fragile Südfront.
Aktuelle Kampagnenkarte
Die Karte zeigt die Frontlage zum Beginn der laufenden Runde mit den aktuellen Vorstößen, Reserven und Battle Arrows.
Alliierte Initiative in der Morgendämmerung
In der Morgendämmerung ergreifen die Alliierten die Initiative. Das frisch versorgte Combat Command R tritt gegen Bastogne an, während die 3rd Armored Division nach Norden angreift, um den Deutschen Werbomont wieder zu entreißen.
BA 1 – Angriff der Alliierten: Hompre nach Bastogne Süd
FSU: 4 CCR gegen 62. VG und 352. VG
Modifikator Alliierte: +15 Prozent
Modifikator Wehrmacht: +20 Prozent
Besondere Bedingung: Dämmerung
BA 2 – Angriff der Alliierten: Manhay nach Werbomont
FSU: 3. AD und Kane gegen Knittel und FJ Ari 3
Modifikator Alliierte: +30 Prozent
Modifikator Wehrmacht: +30 Prozent
Weitere Battle Arrows
BA 3 – Initiative Wehrmacht
BA 4 – Initiative Wehrmacht
BA 5 – Initiative Wehrmacht
Damit liegen die ersten beiden Gefechte der Runde fest. Besonders im Raum Bastogne und Werbomont können die Alliierten jetzt versuchen, den deutschen Vormarsch zu bremsen und die Front wieder zu stabilisieren.
Dappy und ich haben eine Runde Flames of War nach V3-Regeln gespielt. Auf dem Tisch standen jeweils 1.750 Punkte, passend zu unserer Ardennen-Platte.
Dappy trat mit einer deutschen Panzerkompanie an. Den Kern bildeten Panzer IV, unterstützt von einigen StuG und zwei Jagdpanzern IV/70. Ich spielte eine US-Panzerkompanie mit Shermans, mechanisierter Infanterie und 105mm M2A1 Artillerie.
Cauldron in den Ardennen
Gespielt wurde die Mission Cauldron, wobei ich die Rolle des Verteidigers übernahm. Damit begann die US-Seite mit einer eher kompakten Ausgangslage, während die deutschen Panzer den Angriff auf die Missionsziele aufnahmen.
Die deutschen Panzer kamen recht schnell in gute Schusspositionen. Vor allem die Panzer IV und die Jagdpanzer IV/70 setzten meinen Shermans früh stark zu. Nach und nach gingen mehrere US-Panzer verloren und die Verteidigung wurde immer dünner.
Am Ende gelang es Dappy, eines der Missionsziele zu erreichen und zu sichern. Damit ging das Spiel an die deutsche Panzerkompanie.
Trotz des recht klaren Verlaufs war es ein sehr schönes Spiel.
Diese Seite bündelt den Verlauf unserer Flames-of-War-Ardennen-Kampagne. Die einzelnen Blogbeiträge bleiben als Spiel- und Kampagnentagebuch bestehen; hier werden die Runden und wichtigsten Frontbewegungen zusammengefasst.
Runde 1 – 23. Dezember 1944
Die Kampagne begann bei Nebel mit mehreren deutschen Angriffen. Der erste Vorstoß auf Bastogne Nord wurde zwar abgewehrt, das 506th Parachute Regiment erlitt dabei jedoch schwerste Verluste. Danach konnten deutsche Verbände Rochefort, Werbomont und Bastogne Süd nehmen. Beim erneuten Angriff auf Bastogne Nord brach schließlich auch der alliierte Widerstand zusammen; Bastogne war damit vollständig von der Wehrmacht besetzt.
BA 1: alliierter Sieg bei Bastogne Nord; 506th Para zerschlagen.
BA 2: deutscher Sieg bei Rochefort.
BA 3: deutscher Sieg bei Werbomont.
BA 4: deutscher Sieg bei Bastogne Süd.
BA 5: deutscher Sieg bei Bastogne Nord; 501st Para und 333rd Artillery vernichtet.
Runde 2 – 24. Dezember 1944
Am 24. Dezember hielt die Wehrmacht den Offensivdruck aufrecht. Die Panzerlehr-Division nahm Marche, die 2. SS-Panzer-Division Manhay und weiter nördlich wurden die Alliierten aus Malmedy zurückgedrängt. Nur bei Soy scheiterte die 116. Panzer-Division und erlitt schwere Verluste. Gleichzeitig gerieten alliierte Verbände im Zentrum zunehmend in Versorgungsschwierigkeiten.
BA 1 – Angriff Wehrmacht, Rochefort nach Marche Sieg Wehrmacht Keine FSU zerschlagen
BA 2 – Angriff Wehrmacht, Beffe nach Soy Sieg Alliierte FSU 116.Panzer zerschlagen
BA 3 – Angriff Wehrmacht, Pisserotte nach Manhay Sieg Wehrmacht FSU 508th Para zerschlagen
BA 4 – Angriff Wehrmacht, Poteau nach Malmedy Sieg Wehrmacht Keine FSU zerschlagen
BA 5 – Angriff Alliierte von Vaux nach Villeroux Sieg Alliierte keine FSU zerschlagen
Runde 3 – 25. Dezember 1944
In der Nacht trafen auf beiden Seiten Reserven ein. Die Alliierten verstärkten den Abschnitt zwischen Dinant und Marche, während die Deutschen Bastogne verstärkten und weitere Kräfte nachführten. In den ersten Gefechten schlugen deutsche Kräfte die 4th Armored Division südlich von Bastogne zurück, alliierte Verbände brachen aus Fraiture aus und nahmen Manhay, während ein britischer Angriff auf Marche scheiterte.
In der zweiten Tageshälfte überschreiten Teile der 2. SS-Panzer-Division die Ourthe bei Samrée und verlieren dabei zahlreiche Panzer. Anschließend können die Panzergrenadiere auf Champlon vorstoßen und die Taskforce Hogan zerschlagen. Ein alliierter Angriff auf Bonnerue wird unter schweren Verlusten abgewiesen; die bereits angeschlagenen Reste der 9th Armored Division und 28th Infantry Division müssen aus der Front gezogen werden. Spät an diesem Tag versuchen Panzergrenadiere der 2. SS-Panzer-Division Manhay zurückzuerobern, werden jedoch blutig zurückgeschlagen.
BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux: Sieg Wehrmacht; FSU 4.CCB zerschlagen.
BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay: Sieg Alliierte; FSU Ari 1560 zerschlagen.
BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche: Sieg Wehrmacht; FSU 29.B, Pz 902 und Ari 26 zerschlagen.
BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue: Sieg Wehrmacht; FSU 9.AD und 28.ID zerschlagen.
BA 5 – Angriff Wehrmacht, Samrée nach Champlon: Sieg Wehrmacht; FSU 2.SS Pz und Taskforce Hogan zerschlagen.
BA 6 – Angriff Wehrmacht, Pisserotte nach Manhay: Sieg Alliierte; FSU SS PzGren 3 zerschlagen.
Runde 4 – 26. Dezember 1944
In der Nacht auf den 26. Dezember kann die 80th Infantry Division die Verbindung zum Combat Command R in Hompre wiederherstellen. Gleichzeitig erobert die 2nd Armored Division Wellin zurück.
Auf deutscher Seite setzen Teile der 5. Fallschirmjägerdivision ihren Vormarsch über Martelange fort und nehmen das Nachschubdepot in Arlon. Das Grenadier Regiment 78 nimmt Libramont und steht damit vor Neufchateau. Weiter westlich stößt das Panzergrenadier Regiment 304 über die Brücke bei Auffe vor und erreicht den Rand von Paliseul. Auch an weiteren Frontabschnitten können die Deutschen bis in die Morgenstunden ihre Positionen verbessern.
Die Alliierten erhalten Reserven in Form der Guards Armored Division und verlegen sie an die fragile Südfront. In der Morgendämmerung ergreifen die Alliierten die Initiative. Das frisch versorgte Combat Command R tritt gegen Bastogne an, während die 3rd Armored Division nach Norden angreift, um Werbomont zurückzuerobern.
Frontlage und Battle Arrows zum Start von Runde 4 am 26. Dezember 1944.
Battle Arrows zum Start der Runde
BA 1 – Angriff Alliierte, Hompre nach Bastogne Süd: 4 CCR gegen 62. VG und 352. VG; Alliierte +15 Prozent, Wehrmacht +20 Prozent; Dämmerung.
BA 2 – Angriff Alliierte, Manhay nach Werbomont: 3. AD und Kane gegen Knittel und FJ Ari 3; Alliierte +30 Prozent, Wehrmacht +30 Prozent.
Diese Seite verbindet die Szenariobeschreibung von Peiper’s Charge mit dem späteren Spielbericht.
Szenario im Überblick
Kurz gesagt:Peiper’s Charge ist ein episches, dreiteiliges Flames‑of‑War‑Szenario zur Ardennenoffensive. Die Deutschen müssen in Kolonne entlang der Rollbahn durch drei Spieltische brechen – gegen Roadblocks, gesprengte Brücken, winterliches Gelände und immer stärkere US‑Gegenangriffe. Gewonnen hat die Achse nur, wenn am Ende mehrere Platoons Tisch 3 über die markierten Ausgänge verlassen.
Historischer Hintergrund
Dezember 1944: Mit „Wacht am Rhein“ versucht die Wehrmacht, die Front zur Maas aufzubrechen. Speerspitze ist Kampfgruppe Peiper (1. SS‑Panzerdivision „LSSAH“), deren Marsch von Büllingen über Stavelot, Trois‑Ponts, Stoumont bis La Gleize führt. Straßensperren, Schneematsch, enge Täler und gesprengte Brücken prägen das Gefechtstempo – und genau das bildet dieses Szenario nach.
Was du brauchst
3 aneinandergereihte Spieltische (ideal zusammen ca. 180×120 cm bis 240×120 cm; je nach Platz)
Wintergelände: Wälder, Hügel, Ortschaften, Rollbahn (Straße), mehrere Brücken bzw. Furten
Deutsche Streitmacht: Panzer (Pz IV, Panther, Tiger II), Panzergrenadiere, Fallschirmjäger, Flak (Wirbelwind), Infanteriegeschütze (z. B. Grille)
US‑Streitkräfte: Rifle/Armored Rifle, Combat Engineers, Towed Tank Destroyers, mehrere Sherman‑Platoons, 82nd Airborne in Reserve, ab Turn 3 Priority Air Support (P‑47)
Aufbau in 3 Tischen
Tisch 1 – Breakthrough
Erstes Durchbrechen der Roadblocks. Die Deutschen kommen in Attack Column auf die Platte; Fallschirmjäger sichern den Einstieg, Panzer und Grenadiere drücken nach.
Tisch 2 – The Bridges
Engstellen, Flussquerungen und das ewige Ringen um Brücken/Furten. Brückensprengungen können den Plan sofort kippen. Fuel Dumps beschleunigen den Vorstoß – einmalig, aber mächtig.
Tisch 3 – To the Meuse
Der Endspurt. Was bis hier überlebt hat, muss jetzt Tempo machen. Jede Verzögerung triggert US‑Reserven und Luftangriffe. Hier entscheidet sich, wie viele deutsche Züge das Spielfeld über die Ausgänge verlassen.
Sonderregeln in Kürze
Rollbahn: Die Straße ist schnell, abseits gilt Slow Going; Flüsse sind Impassable (außer markierten Furten/Brücken). Winterbedingungen erschweren Bewegung und Sicht.
Attack Column (DE): Zuführung in Kolonne; bis zu drei Züge pro Einstieg. Abgänge von Tisch 3 zählen nicht als zerstört.
Schedule to Keep!: Zeitdruck – werden Linien bis zu bestimmten Runden nicht erreicht, kommen zusätzliche US‑Reserven ins Spiel.
Bridge Demolition (US): Vorbereitete Brücken können gesprengt werden (Fahrzeuge/Geschütze: Impassable).
Fuel Dumps (DE): Einmalige Sofort‑Bewegung aller befreundeten Platoons in Reichweite – danach Marker entfernen.
Luftunterstützung: Ab Turn 3 P‑47 mit HVAR‑Option. Deckung, Rauch und Druck auf mehreren Brennpunkten helfen.
Siegbedingungen
Das Spiel endet auf einem Tisch, wenn dort keine US‑ oder deutschen Teams mehr stehen. Für den Gesamtsieg zählt die Zahl der deutschen Platoons, die Tisch 3 verlassen:
3+ Platoons: Deutscher Stunning Victory
2 / 1 Platoon(s): Deutscher Major / Minor Victory
0: US‑Sieg – Vorstoß gestoppt
Taktik‑Notizen
Tempo schlägt Schonung: Halte die Zeitmarken ein, sonst ertrinkst du in US‑Reserven.
Straße = Leben: Schweres Gerät abseits der Rollbahn verliert entscheidende Züge.
Brückenmanagement: Pioniere und Towed TDs im Auge behalten; notfalls Umgehungen über Furten erzwingen.
Gegen die P‑47: Verteilte Schwerpunkte, Rauch und kurze Feuer‑/Bewegungszyklen mindern den Schaden.
Vorbereitung für das Spiel
Dappy und ich haben uns vorgenommen, Peiper’s Charge im Jahr 2026 auf den Tisch zu bringen. Offen ist noch, wer welche Seite übernimmt – Achse oder USA –, aber allein die Vorbereitung mit Gelände, Roadblocks und Fuel Dumps wird schon Laune machen. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Download und Quelle
Peiper’s Charge – Szenario
Offizielles Szenario-PDF mit Spielaufbau, Sonderregeln und Vorgaben für Peiper’s Charge.
Dappy und ich planen für 2026 das große Peiper’s Charge-Szenario zu spielen. Ich werde die alliierte Seite übernehmen und die Amerikaner führen. Da ich bisher nur wenige US-Miniaturen bemalt habe, wird das in den kommenden Monaten eine größere Mal-Offensive. Zur Vereinfachung lassen wir den Schneefaktor bei Platten und Modellen außen vor und arbeiten im klassischen Olive Drab/Grün – das beschleunigt Aufbau und Bemalung spürbar.
Benötigte US-Modelle
Infanterie & Teams
Rifle Platoons: 2 Züge
1× Rifle Platoon (2 Squads, „CT“)
1× Rifle Platoon (voll, „CV“)
Armored Rifle Platoon: 1× voll (Infanterie + Halbkettenerstz/Marker nach Bedarf)
Wintertarnung auf 15-mm-Panzern lebt davon, dass sie nicht zu sauber aussieht. Ein feldmäßig aufgebrachter Whitewash war keine perfekte Lackierung, sondern eine temporäre weiße Tarnschicht, die sich durch Regen, Abrieb und die Arbeit der Besatzung wieder löste. Genau dieser ungleichmäßige Charakter funktioniert bei Flames of War besonders gut.
Für 15 mm ist dabei vor allem der Maßstab wichtig: Abplatzer müssen kleiner, Kontraste klarer und die weißen Flächen etwas heller sein als bei großen Plastikmodellen. Ich würde deshalb nicht einfach eine 1:35-Technik verkleinern, sondern bewusst feiner und zurückhaltender arbeiten.
Drei sinnvolle Wege: Ein direktes Whitewash ist schnell und wirkt improvisiert. Washable White oder Chipping Fluid bietet die meiste Kontrolle. Die Salzmethode erzeugt gröbere, zufällige Abplatzer und sollte in 15 mm besonders sparsam eingesetzt werden.
Vorbereitung: erst der normale Panzer, dann der Winter
Die Wintertarnung kommt nicht direkt auf die Grundierung. Zuerst wird das Fahrzeug vollständig in seiner normalen Tarnung bemalt. Bei einem deutschen Fahrzeug kann das Panzer Grey oder Dunkelgelb mit Tarnfarben sein, bei einem sowjetischen Fahrzeug Grün und bei US-Fahrzeugen Olive Drab.
Decals würde ich ebenfalls vor der Wintertarnung aufbringen. Anschließend schützt eine dünne Schicht Satin- oder Glanzlack die Grundbemalung. Gerade bei Methoden, bei denen das Weiß später wieder mechanisch oder mit Wasser entfernt wird, ist diese Schutzschicht wichtig.
Für 15 mm: Die normale Grundfarbe darf ruhig etwas heller sein als am Original. Ein großer Teil davon wird später durch den Whitewash wieder abgedunkelt oder optisch gebrochen.
Methode 1: direktes Whitewash mit Schwamm oder Pinsel
Die einfachste Methode kommt ohne Chipping Medium aus. Ein älterer Flames-of-War-Ansatz von The Wars of Pooch arbeitet genau so: Das Fahrzeug wird normal bemalt und anschließend mit wenig weißer Farbe auf einem Stück Schaumstoff betupft. Das Weiß wird nicht gestrichen, sondern unregelmäßig aufgestempelt, sodass die Grundfarbe zwischen den weißen Flächen sichtbar bleibt.
Step 1: Fahrzeug komplett bemalen und versiegeln.
Step 2: Off-White oder White nur sehr sparsam auf ein kleines Stück Blisterschaum aufnehmen und fast vollständig auf Küchenpapier abtupfen.
Step 3: Die Farbe auf Wanne und Turm auftupfen. Nicht gleichmäßig arbeiten und an einigen Stellen die Grundfarbe bewusst stehen lassen.
Step 4: Kanten, Luken und Bereiche mit viel Besatzungskontakt stärker abnutzen. Wenn zu viel Weiß aufgetragen wurde, kann die Grundfarbe mit einem feinen Schwamm oder Pinsel wieder zurückgetupft werden.
Step 5: Mit einem sehr dünnen Wash Details zurückholen und danach Schmutz und Matsch ergänzen.
Diese Methode ist besonders gut, wenn mehrere Panzer zügig für eine Kompanie bemalt werden sollen. Sie wirkt etwas gröber als echtes Chipping, passt aber gut zu einem schnell und ungleichmäßig aufgetragenen Feldanstrich.
Für 15 mm ist diese Methode am kontrollierbarsten. Spanish Lead Painting zeigt sie an echten 1:100-Panzer II: Auf Panzer Grey kam Chipping Fluid, darüber die weiße Deckfarbe. Mit Wasser und Pinsel wurde das Weiß anschließend wieder partiell gelöst. Danach folgten Filter, Pin-Wash, Staub und Matsch.
Eigene 15-mm-Beispiele mit stark verwitterter Wintertarnung: Beim Jagdtiger ist die ursprüngliche Tarnfarbe an Kanten und beanspruchten Flächen deutlich wieder sichtbar, während der Wirbelwind einen insgesamt geschlosseneren, aber ebenfalls unregelmäßig abgenutzten Whitewash zeigt.
Step 1: Grundtarnung, Details und Decals fertigstellen.
Step 2: Mit Satinlack schützen und vollständig trocknen lassen.
Step 3: Eine dünne Schicht Chipping Fluid auftragen. Alternativ kann direkt ein spezielles Washable White verwendet werden.
Step 4: Eine dünne, ungleichmäßige Schicht gebrochenes Weiß aufbringen. Nicht alle Flächen gleich stark decken.
Step 5: Flächen einzeln mit Wasser anfeuchten und mit einem kleinen Pinsel die weiße Farbe lösen. In 15 mm lieber viele kleine Abplatzer als wenige große Flächen erzeugen.
Step 6: Luken, Kanten, Trittflächen und Wartungsbereiche stärker abnutzen. Große ruhige Panzerplatten bleiben etwas geschlossener.
Step 7: Wieder versiegeln und erst danach mit Washes, Filtern, Streaking und Matsch weiterarbeiten.
Bei Washable White gilt: Je länger die weiße Farbe trocknet, desto schwerer lässt sie sich wieder aktivieren. Für 15 mm ist das sogar nützlich, weil dadurch kleinere, feinere Abplatzer entstehen. Genau auf diesen Punkt weist Rubén Torregrosa in seinem Whitewash-Tutorial hin.
Bei der Salzmethode wird das Salz als unregelmäßige Maske verwendet. Sie erzeugt zufällige Abplatzer und ist deshalb sehr wirkungsvoll, aber im Maßstab 15 mm auch am leichtesten zu übertreiben.
Step 1: Grundtarnung fertigstellen und mit Klarlack schützen.
Step 2: Nur einzelne Bereiche leicht mit Wasser anfeuchten.
Step 3: Sehr feines Salz sparsam aufbringen. Grobes Meersalz ist für 15 mm meist zu groß.
Step 4: Eine sehr dünne weiße Deckschicht aufnebeln.
Step 5: Nach dem Trocknen das Salz vorsichtig mit einem alten Pinsel entfernen.
Step 6: Zu harte Übergänge mit sehr dünnem Whitewash, Filter oder einem zweiten feinen Chipping-Durchgang verbinden.
Für 15 mm würde ich Salz nur an wenigen Stellen einsetzen: auf Turmdach, Motordeck, oberen Kanten und größeren Flächen. Ein komplett mit Salz maskierter Panzer wirkt in diesem Maßstab schnell wie ein Tarnmuster aus dunklen Flecken.
Ein wirklich sauber dokumentiertes 15-mm-Foto-Tutorial zur Salzmethode ist deutlich seltener als bei großen Modellbaumaßstäben. Deshalb verwende ich hier bewusst keine 1:35-Bilder als vermeintliches 15-mm-Beispiel. Die Technik selbst ist aber identisch; nur Korngröße und Menge müssen deutlich reduziert werden.
Welche Methode eignet sich für Flames of War?
Methode
Wirkung
Aufwand
15-mm-Eignung
Schwamm / direktes Whitewash
rau, feldmäßig, schnell
gering
sehr gut für ganze Kompanien
Washable White / Chipping Fluid
kontrolliert, realistisch verwittert
mittel
meine bevorzugte Methode
Salz
zufällig, deutlich abgeplatzt
mittel
gut, aber nur mit sehr feinem Salz
Weathering nach der weißen Tarnung
Erst wenn der Whitewash fertig und wieder versiegelt ist, würde ich die eigentliche Alterung beginnen. Ein kontrolliertes Pin-Wash holt Nieten, Luken und Fugen zurück. Auf weißen Flächen wirken blau-schwarze oder dunkelgraue Töne häufig natürlicher als ein tiefes Schwarz.
Der hochgeladene Panzer-Modell-Bemalungsguide beschreibt für Wintertarnung ebenfalls ein gedämpftes Weiß, das anschließend partiell wieder angelöst und abgetragen wird. Für die abschließende Alterung werden unter anderem indigoblaue beziehungsweise blau-schwarze Töne genutzt, um den kalten Eindruck der Tarnung zu erhalten.
Danach folgen Schlamm und Schmutz. Gerade Winterfahrzeuge sollten nicht einfach nur weiß sein. Tauwetter, nasse Erde und Schneematsch sammeln sich stark am Laufwerk, an der unteren Wanne und hinter den Ketten.
Beim offenen Sd.Kfz. 251 sieht man gut, wie Whitewash, dunkles Laufwerk, Schmutz und Besatzung zusammenwirken. Gerade an Kanten, Seitenteilen und Kontaktflächen darf die Grundfarbe wieder stärker hervortreten.
Videos zu den Techniken
15 mm – Flames of War Panther D: OnTableTop zeigt den kompletten Farbaufbau eines Battlefront-Panthers in 15 mm. Das Video ist kein reines Wintertarn-Tutorial, zeigt aber sehr gut, wie die Grundtarnung für ein späteres Whitewash aufgebaut werden kann.
Whitewash und Chipping: Panzermeister36 zeigt das Auftragen, Abplatzen und weitere Weathering einer Wintertarnung mit Washable White und Heavy Chipping Fluid. Das Modell ist größer als 15 mm, die Arbeitsschritte lassen sich aber direkt übertragen; bei 15 mm müssen die Effekte nur feiner ausfallen.
Untergrund vor dem Whitewash: Im ersten Teil der gleichen Serie werden Filter, Chipping und Streaking auf der eigentlichen Panzerfarbe vorbereitet. Für eine aufwendigere Winterbemalung ist das eine gute Ergänzung.
Gebrochenes Weiß dünn und ungleichmäßig auftragen.
Mit Wasser und kleinem Pinsel kontrolliert wieder abtragen.
Besonders an Luken, Kanten und Trittflächen stärker chippen.
Whitewash erneut versiegeln.
Pin-Wash und leichte Filter aufbringen.
Matsch und Schneematsch am Laufwerk ergänzen.
Nur sehr sparsam zusätzlichen Schnee auf horizontalen Flächen darstellen.
Für eine komplette Flames-of-War-Einheit würde ich die Intensität von Fahrzeug zu Fahrzeug leicht verändern. Ein Panzer kann fast vollständig weiß sein, ein anderer deutlich stärker abgerieben. Dadurch bleibt die Einheit zusammengehörig, wirkt aber nicht wie eine Serie identisch lackierter Modelle.
Quellen und Beispiele
Die Bilder auf dieser Seite zeigen eigene 15-mm-Modelle. Für die technischen Abläufe und ergänzenden Beispiele habe ich vor allem Spanish Lead Painting und die Poochie-Whitewash-Methode herangezogen. Ergänzend verlinkt die Seite mehrere Video-Tutorials zur Umsetzung der Techniken.
In der Morgendämmerung tritt eine gemischte Kampfgruppe aus dem Süden Bastognes an, um die 4th Armored Division zurückzuschlagen. Die US Truppen erleiden schwere Verluste und ziehen sich nach Vaux zurück. Dadurch wird das nach Hompre vorgerückte Combat Command R abgeschnitten. In den Mittagstunden gelingt den in Fraiture eingeschlossenen US Verbänden der Ausbruch nach Westen. Sie zerschlagen eine deutsche Artillerieeinheit und nehmen Manhay (10 Siegpunkte). Ein britischer Angriff auf Marche scheitert, die dort stehenden Einheiten der Panzerlehr Division und der 26. Volksgrenadiere erleiden jedoch schwerste Verluste.
BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux Sieg Wehrmacht FSU 4.CCB zerschlagen
BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay Sieg Alliierte FSU Ari 1560 zerschlagen
BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche Sieg Wehrmacht FSU: 29.B, Pz 902 und Ari 26 zerschlagen
BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue FSU: 9.AD und 28.ID gegen Inf. 78 und SS-Ari 9 Modifikatoren: Alliierte +25%, Wehrmacht +25%
BA 5 – Angriff Wehrmacht, Samrée nach Champlon FSU: 2.SS Pz und SS PzGren 4 gegen Taskforce Hogan und 9.Tactical Air Command Modifikatoren: Wehrmacht +30%, Alliierte: +20 (out of Supply, Flussverteidigung) Dämmerung
Für mein Flames of War-Projekt zur Ardennenoffensive sind drei Panther fertig geworden. Die Fahrzeuge tragen eine helle, stark beanspruchte Wintertarnung und sollen wirken, als hätten sie bereits einige Kilometer auf verschneiten und schlammigen Straßen hinter sich.
Auf beiden Seiten gelangen in der Nacht auf den 25. Dezember Reserven an die Front. Die Alliierten verstärken den Frontabschnitt zwischen Dinant und Marche. Das Combat Command R der 4th Armored Division stößt der 5. Fallschirmjäger Division in den Rücken und nimmt in der Dunkelheit Hombre. Die Deutschen verschieben bis in die Morgenstunden zahlreiche Einheiten und verstärken Bastogne. Das Fallschirmjäger Regiment 15 überschreitet die Sure und besetzt Martelange. In den frühen Morgenstunden des wolkenlosen 1. Weihnachtsfeiertages werfen alliierte Flugzeuge Nachschub über dem eingeschlossenen Fraiture ab, um den dort stehenden Einheiten den Ausbruch zu ermöglichen.
BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux FSU: 9.PzD und 12.SS gegen 4.CCA und 4.CCB Modifikatoren: Wehrmacht 30%, Alliierte 30%
BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay FSU: 7.AD und 106.ID gegen 560.VG und Ari 1560 Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 25%
BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche FSU: 29.B und 51.ID gegen Pz 902 und Ari 26 Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 30%
BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue FSU: 9.AD und 28.ID gegen Inf. 78 und SS-Ari 9 Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 25%
BA 5 – Initiative Wehrmacht
Danke an Daniel für die Organisation!
Ansprache an die deutschen Truppen:
Ansprache an die Offiziere – Morgen des 25. Dezember
Meine Herren, die Lage ist ernst, aber sie ist klar.
Der Gegner hat in der vergangenen Nacht neue Kräfte an die Front geführt. Zwischen Dinant und Marche sind seine Verbände verstärkt worden. Teile der 4th Armored Division sind vorgestoßen und haben Hombre genommen. Gleichzeitig versucht der Feind, seine bei Fraiture stehenden Kräfte aus ihrer schwierigen Lage zu lösen. Heute Morgen wurde dort aus der Luft Nachschub abgeworfen.
Damit ist die Absicht des Gegners erkennbar. Er will unsere Front nicht an einer Stelle durchbrechen. Er versucht, uns gleichzeitig an mehreren Punkten zu binden, unsere Kräfte auseinanderzuziehen und uns die Initiative zu nehmen. Das werden wir ihm nicht gestatten. Bastogne bleibt der Schwerpunkt. Der Gegner ist südlich der Stadt weit vorgedrungen. Genau dort werden wir ihn treffen.
Die 9. Panzer-Division und die 12. SS-Panzer-Division treten aus dem Raum Bastogne Süd gegen Villeroux an. Vor ihnen stehen Teile des Combat Command A und B der 4th Armored Division. Dieser Angriff hat Vorrang. Wir greifen nicht an, um Gelände auf der Karte zu gewinnen. Wir greifen an, um die vorgestoßenen amerikanischen Kräfte zu schlagen und den Druck auf Bastogne zu nehmen. Gelingt uns dies, zwingen wir den Gegner, seine Reserven erneut zu verschieben und auf unsere Bewegungen zu reagieren.
An den übrigen Frontabschnitten wird der Gegner seinerseits angreifen.
Von Fraiture aus ist mit einem Vorstoß der 7th Armored Division und der 106th Infantry Division auf Manhay zu rechnen. Die 560. Volksgrenadier-Division und die Artillerie 1560 halten diesen Abschnitt.
Bei Hogne stehen Panzer 902 und Artillerie 26 einem Angriff britischer Kräfte in Richtung Marche gegenüber.
Von Libramont aus werden die 9th Armored Division und die 28th Infantry Division gegen Bonnerue antreten. Infanterie 78 und SS-Artillerie 9 haben dort den Auftrag, den Vormarsch aufzuhalten.
Meine Herren, an diesen Stellen verlange ich keine unnötigen Gegenangriffe. Wir halten. Wir zwingen den Gegner, für jeden Kilometer Zeit und Kräfte einzusetzen. Wo wir nicht angreifen müssen, bewahren wir unsere Verbände.
Unsere Reserven sind eingetroffen. Bastogne wurde verstärkt. Das Fallschirmjäger-Regiment 15 hat die Sure überschritten und Martelange besetzt. Trotz der Bewegungen des Gegners verfügen wir noch immer über Handlungsfreiheit. Und diese werden wir nutzen.
Die Befehle für den heutigen Tag sind daher einfach: Bei Bastogne schlagen wir zu. Bei Manhay, Marche und Bonnerue halten wir. Wo der Gegner seine Kräfte festlegt, suchen wir seine Schwäche. Wo er durchbricht, darf daraus kein freier Vormarsch werden. Und sobald sich die Gelegenheit bietet, übernehmen wir wieder die Initiative. Der Gegner mag über starke Reserven verfügen. Aber auch er kann nicht überall zugleich stark sein. Jeder Verband, den er gegen unsere Stellungen einsetzen muss, fehlt ihm an anderer Stelle. Darauf bauen wir unseren Plan.
Heute entscheidet nicht eine einzelne Schlacht über den Ausgang der Operation. Entscheidend ist, wer dem anderen seinen Willen aufzwingt. Sorgen Sie dafür, dass es unserer ist.
Meine Herren, gehen Sie zu Ihren Verbänden. Die Befehle stehen. Wir greifen an.
Letzte Wochen konnten Dappy ich mal wieder ein Spiel in den Ardennen austragen. 1750 Punkte je Seite, wobei Dappy eine deutsche Panzerkompanie und ich eine US Panzerkompanie mit Abrams mit ins feld geführt habe. Die Mission Hold the Line und meiner Truppe als Angreifer inkl. Abrams war eine perfekte Kombination, allerdings mit wenig Vergnügen für Dappy. Ich mag Spiele mit Chances für beide Spieler und vor allem mit Spaß für beide deutlich lieber, was hier durch Mission und Armee leider nicht wirklich gegeben war. Der Spearhead-Move und die „Delayed Reserves“ haben es Dappy nicht ermöglicht gegen den Panzeransturm gegen zu halten.