Flames of War: Weitere Gun Pits bei Frontline Games erhältlich

Frontline Games listet zwei weitere vorbemalte Gun-Pit-Sets von Battlefront Miniatures. Beide Varianten sind als Made-to-Order-Artikel mit einer angegebenen Lieferzeit von rund fünf Wochen bestellbar.

Battlefront XX351 Gun Pits Log Emplacements von Frontline Games

Gun Pits: Log Emplacements (x4)

Produktcode: XX351
Preis: 25,00 €
Händler: Frontline Games
Lieferzeit: ca. 5 Wochen

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Battlefront XX352 Gun Pits Sandbags von Frontline Games

Gun Pits: Sandbags

Produktcode: XX352
Preis: 22,50 €
Händler: Frontline Games
Lieferzeit: ca. 5 Wochen

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Flames of War: Neue Produkte bei Frontline Games erhältlich

Frontline Games hat vier Battlefront-Sets aus dem Made-to-Order-Programm rund um eingegrabene Stellungen gelistet. Dazu gehören drei Varianten der Dug-In Markers und eine Variante der Gun Pits.

Battlefront XX347 Entrenchments - Dug-In Markers

Entrenchments – Dug-In Markers

Produktcode: XX347
Preis: 27,00 €
Händler: Frontline Games
Lieferzeit: ca. 5 Wochen

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Battlefront XX348 Log Emplacements - Dug-In Markers

Log Emplacements – Dug-In Markers

Produktcode: XX348
Preis: 27,00 €
Händler: Frontline Games
Lieferzeit: ca. 4 Wochen

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Sandbags – Dug-In Markers

Produktcode: XX349
Preis: 27,00 €
Händler: Frontline Games
Lieferzeit: ca. 5 Wochen

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Battlefront XX350 Gun Pits - Entrenchments

Gun Pits – Entrenchments

Produktcode: XX350
Preis: 22,50 €
Händler: Frontline Games
Lieferzeit: ca. 5 Wochen

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Neue Bemalanleitung: Deutsche Panzer (Late)

Eine neue Bemalanleitung ist online: Flames of War – Deutsche Panzer (Late).

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt eine Bemalmethode für deutsche Panzerfahrzeuge der späten Kriegsjahre – von Dunkelgelb und Tarnfarben über Decals und Chipping bis zu Pin Wash, Details, Rädern und Rosteffekten. Enthalten sind unter anderem Beispiele für Hetzer und Jagdpanzer.

Zur Bemalanleitung „Flames of War – Deutsche Panzer (Late)“

Flames of War – US-Panzer

Diese Anleitung zeigt meine Bemalmethode für US-Panzer bei Flames of War. Die Fahrzeuge werden in Olive Drab aufgebaut, anschließend aufgehellt, mit Decals versehen und über Chipping, Washes, Trockenbürsten und Pigmente gealtert. Abschließend folgt die Bemalung der Panzerbesatzung.

Verwendete Farben und Materialien

  • Vallejo Olive Drab – Grundfarbe
  • MIG Olive Drab Shine – Highlights
  • MIG Chipping – Farbabplatzer
  • MIG Light Green Khaki – Trockenbürsten
  • Vallejo Model Color German Grey – Räder, Kettenpolster und Metall
  • Vallejo Model Color Basalt Grey – Metallakzente
  • Vallejo Model Color Flat Brown – Holz
  • Vallejo Model Color Flat Earth – Holz-Akzente
  • Black Oil Wash
  • Optional: Dark Mud Oil Wash, Pigmente und White Spirit für Schmutz
  • US Field Drab – Hose der Panzerbesatzung
  • Khaki – Bluse und Gamaschen
  • US Dark Green – Helm
  • Green Grey – Webbing und Feldflasche
  • Agrax Earthshade
  • Nuln Oil

Bemalung Schritt für Schritt

Schritt 1 – Grundfarbe

Das gesamte Fahrzeug wird zunächst mit Vallejo Olive Drab grundiert beziehungsweise lackiert. Die Farbe sollte gleichmäßig decken und bildet die Basis für alle weiteren Arbeitsschritte.

Schritt 2 – Highlights

Die nach oben gerichteten Flächen und Kanten werden mit MIG Olive Drab Shine aufgehellt. Die Grundfarbe bleibt dabei in tiefer liegenden Bereichen und Vertiefungen sichtbar.

Schritt 3 – Decals

Nach dem Farbaufbau werden die Decals aufgebracht. Sterne, Fahrzeugnummern und weitere Markierungen sollten vollständig trocknen, bevor die Alterung beginnt.

Schritt 4 – Trockenbürsten

Mit MIG Light Green Khaki werden Kanten und erhabene Details vorsichtig trockengebürstet. Dadurch werden Konturen und Oberflächenstrukturen zusätzlich betont.

Schritt 5 – Chipping

Mit MIG Chipping werden kleine Farbabplatzer auf stärker beanspruchte Kanten und Flächen gesetzt. Ein Schwamm eignet sich gut, um unregelmäßige und natürliche Abnutzung darzustellen.

Schritt 6 – Räder und Kettenpolster

Räder und Kettenpolster werden mit German Grey bemalt. Je nach Fahrzeug können anschließend einzelne Kanten leicht aufgehellt werden.

Schritt 7 – Metallteile

Metallteile werden mit German Grey grundiert. Anschließend werden Kanten und Details mit Basalt Grey akzentuiert.

Schritt 8 – Holz

Holzteile der Werkzeuge werden mit Flat Brown bemalt. Die erhabenen Bereiche erhalten anschließend Highlights mit Flat Earth.

Schritt 9 – Black Oil Wash

Mit einem schwarzen Oil Wash werden Vertiefungen, Lüftungsgitter, Plattenstöße und weitere Details betont. Das Wash wird gezielt eingesetzt, damit die Grundfarbe nicht unnötig abgedunkelt wird.

Schritt 10 – Schmutz und Pigmente

Optional kann mit Dark Mud Oil Wash und Pigmenten zusätzlicher Schmutz aufgebaut werden. Der Schmutz wird mit White Spirit in Fahrtrichtung nach unten gezogen und anschließend mit Pigmenten noch einmal verstärkt. Besonders Fahrwerk, Unterwanne und horizontale Flächen profitieren von diesem Schritt.

Panzerbesatzung

Hose

Die Hose wird mit US Field Drab bemalt. Anschließend wird Agrax Earthshade kräftig aufgetragen. Nach dem Trocknen werden die erhabenen Falten wieder mit US Field Drab akzentuiert.

Bluse

Die Bluse wird mit Khaki bemalt. Danach folgt eine etwas dünnere Schicht Agrax Earthshade. Abschließend werden die erhabenen Bereiche wieder mit Khaki hervorgehoben.

Gamaschen

Die Gamaschen werden wie die Bluse bemalt: Khaki als Grundfarbe, anschließend Agrax Earthshade und danach Highlights mit Khaki.

Helm

Der Helm wird mit US Dark Green bemalt. Die Akzente entstehen aus US Dark Green mit etwas Khaki. Zum Abschluss erhält der Helm einen leichten Shade mit Agrax Earthshade.

Webbing und Feldflasche

Webbing und Feldflasche werden mit Green Grey bemalt. Anschließend folgt Nuln Oil. Die erhabenen Bereiche werden danach wieder mit Green Grey aufgehellt.

Flames of War – Deutsche Panzer (Late)

Diese Anleitung zeigt eine Bemalmethode für deutsche Panzerfahrzeuge der späten Kriegsjahre bei Flames of War. Als Grundfarbe dient ein kräftiges Dunkelgelb, das mit helleren Flächen und unterschiedlichen Tarnfarben ergänzt wird. Anschließend folgen Decals, Chipping, Pin Wash sowie die Bemalung der Details und Verschleißspuren.

Verwendete Farben und Materialien

  • Panther Yellow / Dark Yellow – Grundfarbe
  • Vallejo Model Air 71.074 Radome Tan – Highlights
  • Vallejo Model Air 71.095 Pale Green – grüne Tarnfarbe und Highlights
  • Vallejo Model Air 71.041 Armor Brown – braune Tarnfarbe für Hetzer
  • Vallejo Model Air 71.038 Camouflage Medium Brown – braune Tarnfarbe für Jagdpanzer
  • MIG Chipping – Farbabplatzer
  • AK Wash for German Dark Yellow – Pin Wash
  • Schwarzes Oil Wash – Lüftungsgitter und Details
  • Vallejo Model Color Flat Brown – Holz
  • Vallejo Model Color Flat Earth – Highlights auf Holz
  • Vallejo Model Color German Grey – Metall und Räder
  • Vallejo Model Color Basalt Grey – Highlights auf Metall und Rädern
  • Vallejo Model Color London Grey – weitere Highlights auf Metall und Rädern
  • Vallejo Model Color Medium Sea Grey – feine Metall-Details
  • Vallejo Model Color Hull Red – Rostgrundfarbe
  • Vallejo Panzer Aces Light Rust – Rosteffekte
  • Vallejo Model Color Light Brown – Rostakzente
  • Modelmates Liquid Rust – optional für zusätzliche Rosteffekte

Bemalung Schritt für Schritt

Schritt 1 – Grundfarbe

Das gesamte Fahrzeug wird zunächst mit Panther Yellow beziehungsweise Dark Yellow grundiert bzw. lackiert. Die Farbe bildet die Basis für die spätere Dreifarbtarnung und sollte gleichmäßig decken.

Schritt 2 – Highlights

Die nach oben gerichteten Flächen und größeren Bereiche werden anschließend mit Vallejo Model Air 71.074 Radome Tan aufgehellt. Die Grundfarbe sollte dabei in den tiefer liegenden Bereichen und an den Übergängen weiterhin sichtbar bleiben.

Schritt 3 – Tarnfarben

Die grünen Tarnflächen werden mit Vallejo Model Air 71.095 Pale Green aufgetragen und anschließend gezielt aufgehellt. Für die braunen Tarnbereiche kommen je nach Fahrzeug unterschiedliche Farbtöne zum Einsatz.

  • Hetzer: Vallejo Model Air 71.041 Armor Brown
  • Jagdpanzer: Vallejo Model Air 71.038 Camouflage Medium Brown

Die Tarnung wird in dünnen Schichten aufgetragen, damit die Übergänge kontrollierbar bleiben und die zuvor gesetzten Highlights nicht vollständig verloren gehen.

Schritt 4 – Decals

Nach Abschluss der Tarnbemalung werden die Decals aufgebracht. Balkenkreuze, taktische Zeichen und Fahrzeugnummern sollten vollständig trocknen, bevor mit der Alterung fortgefahren wird.

Schritt 5 – Chipping

Mit einem kleinen Stück Schwamm wird MIG Chipping vorsichtig auf Kanten und stärker beanspruchte Bereiche aufgetupft. Weniger ist dabei mehr: Die Farbabplatzer sollen das Fahrzeug beleben, ohne die Tarnbemalung zu überdecken.

Schritt 6 – Pin Wash

Mit AK Wash for German Dark Yellow wird ein gezieltes Pin Wash in Vertiefungen, um Nieten, Plattenstöße und andere Details gesetzt. Dadurch werden die Konturen des Fahrzeugs deutlicher herausgearbeitet.

Schritt 7 – Lüftungsgitter und dunkle Details

Lüftungsgitter und ausgewählte tiefe Details werden zusätzlich mit einem schwarzen Oil Wash behandelt. Das dunklere Wash sorgt an diesen Stellen für mehr Tiefe und einen deutlicheren Kontrast.

Schritt 8 – Holz

Holzteile der Werkzeuge werden mit Vallejo Model Color Flat Brown bemalt. Anschließend werden die erhabenen Bereiche mit Vallejo Model Color Flat Earth aufgehellt.

Schritt 9 – Metallteile

Metallteile werden mit Vallejo Model Color German Grey grundiert. Die Kanten erhalten Highlights aus Basalt Grey oder London Grey. Sehr feine Details können zusätzlich mit Medium Sea Grey betont werden. Abschließend werden die Metallbereiche mit einem Oil Wash abgedunkelt.

Schritt 10 – Räder

Die Gummibereiche der Räder werden mit Vallejo Model Color German Grey bemalt. Anschließend werden mit Basalt Grey und London Grey vorsichtige Highlights gesetzt, damit die Konturen der Laufrollen besser sichtbar werden.

Schritt 11 – Rost

Rostige Bereiche werden zunächst mit Vallejo Model Color Hull Red angelegt. Darauf werden kleine Punkte und unregelmäßige Akzente mit Panzer Aces Light Rust und Model Color Light Brown gesetzt. Für stärkere oder strukturiertere Rosteffekte kann zusätzlich Modelmates Liquid Rust verwendet werden.

Flames of War: Amerikanische Fahrzeuge bemalen

Amerikanische Fahrzeuge in Flames of War lassen sich mit wenigen Farben schnell und trotzdem wirkungsvoll bemalen. Victor Pesch hat dafür eine Anleitung aus dem „Big Four of Late War“-Projekt wieder hervorgeholt. Als Beispiel dienen M8 Greyhounds; dieselbe Methode funktioniert aber ebenso für Sherman, Stuart und andere US-Fahrzeuge.

Vom schwarzen Grundieren bis zum letzten Kantenlicht. Bild: Battlefront Miniatures

Das Ziel ist keine völlig gleichmäßige Olive-Drab-Fläche. Dunklere Unterseiten, helle Oberseiten und schwarze Tarnflecken sorgen dafür, dass die kleinen Modelle auf dem Spieltisch klar lesbar bleiben. Der Ablauf eignet sich gut für eine ganze Einheit, weil sich fast alle Schritte in Serie erledigen lassen.

Verwendete Farben

  • schwarze Grundierung
  • Olive Drab und Buff für die Grundfarbe
  • German Camo Beige zum Trockenbürsten
  • Athonian Camoshade als Wash
  • Nuln Oil für die schwarzen Tarnflecken
  • Deck Tan für die letzten Kantenlichter

1. Olive Drab und erste Aufhellung

Schritt 1: Grundfarbe aufbauen

Nach der schwarzen Grundierung wird das gesamte Modell mit Olive Drab gesprüht. Von oben folgt eine Mischung aus etwa 60 Prozent Olive Drab und 40 Prozent Buff. In die Mitte der größeren Flächen kommt anschließend eine hellere Mischung aus ungefähr 40 Prozent Olive Drab und 60 Prozent Buff. Die Unterseiten bleiben bewusst dunkler.

Bild: Battlefront Miniatures

2. Kräftig trockenbürsten

Schritt 2: Details hervorholen

Mit German Camo Beige wird das gesamte Fahrzeug zunächst recht kräftig trockengebürstet. Nieten, Kanten, Luken und andere erhabene Details werden damit deutlich sichtbar. Das Ergebnis darf an dieser Stelle noch etwas zu hell wirken.

Bild: Battlefront Miniatures

3. Wash über das ganze Modell

Schritt 3: Farbtöne verbinden

Athonian Camoshade wird als Wash über das gesamte Fahrzeug gegeben. Es legt Schatten in die Vertiefungen, nimmt den hellen Flächen etwas Härte und verbindet die unterschiedlichen Olive-Drab-Töne miteinander. Vor dem nächsten Schritt vollständig trocknen lassen.

Bild: Battlefront Miniatures

4. Zweites, leichtes Trockenbürsten

Schritt 4: Kanten zurückholen

German Camo Beige kommt ein zweites Mal zum Einsatz, diesmal wesentlich vorsichtiger. Nur die oberen Kanten und gut sichtbaren Details werden leicht erwischt. Dieses Trockenbürsten vor und nach dem Wash erzeugt weiche, gut lesbare Kantenlichter.

Bild: Battlefront Miniatures

5. Schwarze Tarnflecken anlegen

Schritt 5: Muster mit Nuln Oil

Die schwarzen Tarnbereiche werden nicht mit deckendem Schwarz, sondern mit Nuln Oil gemalt. Durch die leicht transparente Farbe bleiben die zuvor angelegten Aufhellungen sichtbar. Victor orientiert sich an Vorlagen, überträgt die Flecken aber frei mit einem mittleren Pinsel.

Bild: Battlefront Miniatures

6. Tarnung vertiefen

Schritt 6: Zweite Schicht

Eine zweite Lage Nuln Oil verstärkt die dunklen Flecken und glättet ungleichmäßige Stellen. Wer ein zurückhaltenderes und stärker ausgebleichtes Ergebnis bevorzugt, kann einzelne Bereiche bei nur einer Schicht belassen.

Bild: Battlefront Miniatures

7. Letzte Kantenlichter

Schritt 7: Deck Tan

Zum Abschluss werden ausgewählte obere Kanten sehr leicht mit Deck Tan hervorgehoben. Wenige gezielte Striche genügen. Decals, Werkzeuge, Räder, Reifen und Verschmutzung können danach wie gewohnt ergänzt werden.

Bild: Battlefront Miniatures

Die englische Originalanleitung findet ihr bei Battlefront: Painting American Armoured Fighting Vehicles.

Flames of War – Panzergrau bemalen

Panzergrau ist für viele deutsche Fahrzeuge der frühen Kriegsjahre die typische Grundfarbe. Gerade im Maßstab 15 mm wirkt ein einfach nur dunkelgrau lackiertes Fahrzeug allerdings schnell zu flach. Mit wenigen Aufhellungen, einem passenden Wash, dezentem Chipping und etwas Staub lässt sich die einfarbige Lackierung deutlich interessanter gestalten, ohne dass der Aufwand für eine ganze Flames-of-War-Einheit zu groß wird.

Der folgende Ablauf entspricht der Methode, die ich aktuell für meine panzergrauen deutschen Fahrzeuge verwende. Als Beispiel dient ein Tiger I für die Ostfront 1942.

Panzergrau historisch einordnen

Ab 1940 wurden deutsche Fahrzeuge überwiegend einfarbig in Dunkelgrau lackiert. Der Farbton wurde später als RAL 7021 bezeichnet. Diese Vorgabe blieb bis Februar 1943 maßgeblich, bevor Dunkelgelb als neue Grundfarbe eingeführt wurde. Für viele Fahrzeuge des Frankreichfeldzuges, des Balkanfeldzuges und der frühen Jahre an der Ostfront ist Panzergrau daher eine passende Grundlage.

Wichtig für das Modell: Dunkelgrau sollte im kleinen Maßstab nicht zu dunkel bleiben. Durch eine gezielte Aufhellung von oben und entlang der großen Flächen bleibt das Fahrzeug auch auf dem Spieltisch gut lesbar.

Verwendete Farben und Materialien

  • Panzer Grey – Grundfarbe
  • Grey Primer – Aufhellung mit der Airbrush
  • AMMO MIG Chipping A.MIG-044 – dezentes Chipping
  • Medium Sea Grey – helle Abplatzer und letzte Highlights
  • AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 – Wash
  • Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer – Ketten
  • schwarzes Oil Wash – Lüfter und Ketten
  • German Grey – Stahlseile
  • Basalt Grey – erste Highlights
  • weicher Bleistift – blanke Metallflächen der Ketten
  • Model Air Sand Beige – leichter Staub mit der Airbrush

Bemalanleitung

1. Grundfarbe in Panzer Grey

Das komplette Fahrzeug bekommt zunächst eine gleichmäßige Grundfarbe in Panzer Grey. Auf großen, geraden Flächen sollte die Schicht möglichst ruhig und sauber sein, weil die folgenden Aufhellungen direkt darauf aufbauen.

2. Aufhellung mit der Airbrush

Mit Grey Primer wird das Panzer Grey von oben und auf den Mittelpunkten größerer Flächen aufgehellt. Unterseiten, Vertiefungen und die unteren Bereiche des Fahrzeugs bleiben dunkler. So entsteht bereits vor dem Wash mehr Volumen.

3. Decals

Nach den Airbrush-Arbeiten werden die Decals aufgebracht. Balkenkreuze, Fahrzeugnummern und weitere Markierungen brechen die großen grauen Flächen auf und sollten vor den folgenden Alterungsschritten sitzen.

4. Dezentes Chipping

Mit einem kleinen Stück Schwamm wird A.MIG-044 Chipping sehr sparsam auf Kanten, Luken und stärker beanspruchte Stellen aufgetupft. Lieber zu wenig als zu viel: In 15 mm wirken kleine, unregelmäßige Abplatzer überzeugender als große Schadstellen.

Einzelne größere Abplatzer werden anschließend mit Medium Sea Grey leicht abgesetzt. Dadurch entsteht ein zweistufiger Effekt und das Chipping bleibt auch nach dem Wash sichtbar.

5. Wash mit Blue for Panzer Grey

AMMO MIG Blue for Panzer Grey A.MIG-1006 wird für Vertiefungen, Nieten, Luken, Schweißnähte und andere Konturen verwendet. Der leicht bläuliche Ton harmoniert mit der grauen Grundfarbe und betont die Details, ohne das gesamte Modell einfach nur schwarz abzudunkeln.

6. Ketten mit Track Primer

Die Ketten werden mit Vallejo Panzer Aces 304 Track Primer bemalt. Der dunkle braun-metallische Grundton hebt das Laufwerk ausreichend vom grauen Fahrzeug ab.

7. Lüfter und Ketten mit schwarzem Oil Wash

Lüftergitter und Ketten bekommen anschließend ein schwarzes Oil Wash. Bei den Lüftern sorgt es für mehr Tiefe, bei den Ketten für dunkle Zwischenräume und stärkeren Kontrast.

8. Stahlseile

Stahlseile werden mit German Grey bemalt. Damit bleiben sie etwas dunkler als die bereits aufgehellte Fahrzeugoberfläche und setzen sich klar vom Panzergrau ab.

9. Highlights

Kanten und gut sichtbare Details werden zunächst mit Basalt Grey hervorgehoben. Anschließend folgen nur noch an ausgewählten oberen Kanten und Ecken feinere Highlights mit Medium Sea Grey. Gerade bei einer fast einfarbigen Lackierung sind diese letzten Kontraste wichtig.

10. Blankes Metall an den Ketten

Die erhabenen Kontaktflächen der Ketten werden leicht mit einem weichen Bleistift bearbeitet. Das Graphit erzeugt einen feinen metallischen Glanz und stellt blank geriebenes Metall sehr einfach dar.

11. Staub mit der Airbrush

Zum Abschluss wird Model Air Sand Beige sehr dünn mit der Airbrush an die Seiten des Fahrzeugs und rund um das Laufwerk genebelt. Der Effekt bleibt bewusst leicht: Das Panzergrau soll sichtbar bleiben und nur einen trockenen Staubschleier bekommen.

Beispiel: Tiger I, Ostfront 1942

Den vollständigen Baubericht zu diesem Modell findet ihr im Beitrag Flames of War: Tiger I in Panzergrau – Ostfront 1942.

Varianten

Die gleiche Grundbemalung eignet sich auch als Basis für Winterfahrzeuge. Wer den grauen Anstrich anschließend mit Whitewash weiterbearbeiten möchte, findet dazu eine eigene Anleitung auf der Seite Flames of War – Wintertarnung bei Panzern.

Quellen zur historischen Farbgebung

Zur historischen Einordnung der Fahrzeugfarben habe ich die dokumentierten Tarnanweisungen bei Panzerworld sowie die Informationen des Tank Museum herangezogen.

Flames of War – Wintertarnung bei Panzern

Wintertarnung auf 15-mm-Panzern lebt davon, dass sie nicht zu sauber aussieht. Ein feldmäßig aufgebrachter Whitewash war keine perfekte Lackierung, sondern eine temporäre weiße Tarnschicht, die sich durch Regen, Abrieb und die Arbeit der Besatzung wieder löste. Genau dieser ungleichmäßige Charakter funktioniert bei Flames of War besonders gut.

Für 15 mm ist dabei vor allem der Maßstab wichtig: Abplatzer müssen kleiner, Kontraste klarer und die weißen Flächen etwas heller sein als bei großen Plastikmodellen. Ich würde deshalb nicht einfach eine 1:35-Technik verkleinern, sondern bewusst feiner und zurückhaltender arbeiten.

Drei sinnvolle Wege: Ein direktes Whitewash ist schnell und wirkt improvisiert. Washable White oder Chipping Fluid bietet die meiste Kontrolle. Die Salzmethode erzeugt gröbere, zufällige Abplatzer und sollte in 15 mm besonders sparsam eingesetzt werden.

15-mm-Panther mit stark verwitterter Wintertarnung

Vorbereitung: erst der normale Panzer, dann der Winter

Die Wintertarnung kommt nicht direkt auf die Grundierung. Zuerst wird das Fahrzeug vollständig in seiner normalen Tarnung bemalt. Bei einem deutschen Fahrzeug kann das Panzer Grey oder Dunkelgelb mit Tarnfarben sein, bei einem sowjetischen Fahrzeug Grün und bei US-Fahrzeugen Olive Drab.

Decals würde ich ebenfalls vor der Wintertarnung aufbringen. Anschließend schützt eine dünne Schicht Satin- oder Glanzlack die Grundbemalung. Gerade bei Methoden, bei denen das Weiß später wieder mechanisch oder mit Wasser entfernt wird, ist diese Schutzschicht wichtig.

Für 15 mm: Die normale Grundfarbe darf ruhig etwas heller sein als am Original. Ein großer Teil davon wird später durch den Whitewash wieder abgedunkelt oder optisch gebrochen.

Methode 1: direktes Whitewash mit Schwamm oder Pinsel

Die einfachste Methode kommt ohne Chipping Medium aus. Ein älterer Flames-of-War-Ansatz von The Wars of Pooch arbeitet genau so: Das Fahrzeug wird normal bemalt und anschließend mit wenig weißer Farbe auf einem Stück Schaumstoff betupft. Das Weiß wird nicht gestrichen, sondern unregelmäßig aufgestempelt, sodass die Grundfarbe zwischen den weißen Flächen sichtbar bleibt.

Step 1: Fahrzeug komplett bemalen und versiegeln.

Step 2: Off-White oder White nur sehr sparsam auf ein kleines Stück Blisterschaum aufnehmen und fast vollständig auf Küchenpapier abtupfen.

Step 3: Die Farbe auf Wanne und Turm auftupfen. Nicht gleichmäßig arbeiten und an einigen Stellen die Grundfarbe bewusst stehen lassen.

Step 4: Kanten, Luken und Bereiche mit viel Besatzungskontakt stärker abnutzen. Wenn zu viel Weiß aufgetragen wurde, kann die Grundfarbe mit einem feinen Schwamm oder Pinsel wieder zurückgetupft werden.

Step 5: Mit einem sehr dünnen Wash Details zurückholen und danach Schmutz und Matsch ergänzen.

Diese Methode ist besonders gut, wenn mehrere Panzer zügig für eine Kompanie bemalt werden sollen. Sie wirkt etwas gröber als echtes Chipping, passt aber gut zu einem schnell und ungleichmäßig aufgetragenen Feldanstrich.

Step-für-Step-Beispiel: The Wars of Pooch – How to Winterwash

Methode 2: Washable White oder Chipping Fluid

Für 15 mm ist diese Methode am kontrollierbarsten. Spanish Lead Painting zeigt sie an echten 1:100-Panzer II: Auf Panzer Grey kam Chipping Fluid, darüber die weiße Deckfarbe. Mit Wasser und Pinsel wurde das Weiß anschließend wieder partiell gelöst. Danach folgten Filter, Pin-Wash, Staub und Matsch.

15-mm-Panzer II mit Whitewash
15-mm-Panzer II mit gechipptem Whitewash

Eigene 15-mm-Beispiele mit stark verwitterter Wintertarnung: Beim Jagdtiger ist die ursprüngliche Tarnfarbe an Kanten und beanspruchten Flächen deutlich wieder sichtbar, während der Wirbelwind einen insgesamt geschlosseneren, aber ebenfalls unregelmäßig abgenutzten Whitewash zeigt.

Step 1: Grundtarnung, Details und Decals fertigstellen.

Step 2: Mit Satinlack schützen und vollständig trocknen lassen.

Step 3: Eine dünne Schicht Chipping Fluid auftragen. Alternativ kann direkt ein spezielles Washable White verwendet werden.

Step 4: Eine dünne, ungleichmäßige Schicht gebrochenes Weiß aufbringen. Nicht alle Flächen gleich stark decken.

Step 5: Flächen einzeln mit Wasser anfeuchten und mit einem kleinen Pinsel die weiße Farbe lösen. In 15 mm lieber viele kleine Abplatzer als wenige große Flächen erzeugen.

Step 6: Luken, Kanten, Trittflächen und Wartungsbereiche stärker abnutzen. Große ruhige Panzerplatten bleiben etwas geschlossener.

Step 7: Wieder versiegeln und erst danach mit Washes, Filtern, Streaking und Matsch weiterarbeiten.

Bei Washable White gilt: Je länger die weiße Farbe trocknet, desto schwerer lässt sie sich wieder aktivieren. Für 15 mm ist das sogar nützlich, weil dadurch kleinere, feinere Abplatzer entstehen. Genau auf diesen Punkt weist Rubén Torregrosa in seinem Whitewash-Tutorial hin.

15-mm-Beispiel: Spanish Lead Painting – Panzer II Whitewashed

Methode 3: Salzmethode

Bei der Salzmethode wird das Salz als unregelmäßige Maske verwendet. Sie erzeugt zufällige Abplatzer und ist deshalb sehr wirkungsvoll, aber im Maßstab 15 mm auch am leichtesten zu übertreiben.

Step 1: Grundtarnung fertigstellen und mit Klarlack schützen.

Step 2: Nur einzelne Bereiche leicht mit Wasser anfeuchten.

Step 3: Sehr feines Salz sparsam aufbringen. Grobes Meersalz ist für 15 mm meist zu groß.

Step 4: Eine sehr dünne weiße Deckschicht aufnebeln.

Step 5: Nach dem Trocknen das Salz vorsichtig mit einem alten Pinsel entfernen.

Step 6: Zu harte Übergänge mit sehr dünnem Whitewash, Filter oder einem zweiten feinen Chipping-Durchgang verbinden.

Für 15 mm würde ich Salz nur an wenigen Stellen einsetzen: auf Turmdach, Motordeck, oberen Kanten und größeren Flächen. Ein komplett mit Salz maskierter Panzer wirkt in diesem Maßstab schnell wie ein Tarnmuster aus dunklen Flecken.

Ein wirklich sauber dokumentiertes 15-mm-Foto-Tutorial zur Salzmethode ist deutlich seltener als bei großen Modellbaumaßstäben. Deshalb verwende ich hier bewusst keine 1:35-Bilder als vermeintliches 15-mm-Beispiel. Die Technik selbst ist aber identisch; nur Korngröße und Menge müssen deutlich reduziert werden.

Welche Methode eignet sich für Flames of War?

MethodeWirkungAufwand15-mm-Eignung
Schwamm / direktes Whitewashrau, feldmäßig, schnellgeringsehr gut für ganze Kompanien
Washable White / Chipping Fluidkontrolliert, realistisch verwittertmittelmeine bevorzugte Methode
Salzzufällig, deutlich abgeplatztmittelgut, aber nur mit sehr feinem Salz

Weathering nach der weißen Tarnung

Erst wenn der Whitewash fertig und wieder versiegelt ist, würde ich die eigentliche Alterung beginnen. Ein kontrolliertes Pin-Wash holt Nieten, Luken und Fugen zurück. Auf weißen Flächen wirken blau-schwarze oder dunkelgraue Töne häufig natürlicher als ein tiefes Schwarz.

Der hochgeladene Panzer-Modell-Bemalungsguide beschreibt für Wintertarnung ebenfalls ein gedämpftes Weiß, das anschließend partiell wieder angelöst und abgetragen wird. Für die abschließende Alterung werden unter anderem indigoblaue beziehungsweise blau-schwarze Töne genutzt, um den kalten Eindruck der Tarnung zu erhalten.

Danach folgen Schlamm und Schmutz. Gerade Winterfahrzeuge sollten nicht einfach nur weiß sein. Tauwetter, nasse Erde und Schneematsch sammeln sich stark am Laufwerk, an der unteren Wanne und hinter den Ketten.

15-mm-Sd.Kfz. 251 mit weißer Wintertarnung und Besatzung

Beim offenen Sd.Kfz. 251 sieht man gut, wie Whitewash, dunkles Laufwerk, Schmutz und Besatzung zusammenwirken. Gerade an Kanten, Seitenteilen und Kontaktflächen darf die Grundfarbe wieder stärker hervortreten.

Videos zu den Techniken

15 mm – Flames of War Panther D: OnTableTop zeigt den kompletten Farbaufbau eines Battlefront-Panthers in 15 mm. Das Video ist kein reines Wintertarn-Tutorial, zeigt aber sehr gut, wie die Grundtarnung für ein späteres Whitewash aufgebaut werden kann.

YouTube: World War 2 German Panther D Painting Tutorial – Flames of War

Whitewash und Chipping: Panzermeister36 zeigt das Auftragen, Abplatzen und weitere Weathering einer Wintertarnung mit Washable White und Heavy Chipping Fluid. Das Modell ist größer als 15 mm, die Arbeitsschritte lassen sich aber direkt übertragen; bei 15 mm müssen die Effekte nur feiner ausfallen.

YouTube: Painting and Weathering a Winter Whitewash – Part 2

Untergrund vor dem Whitewash: Im ersten Teil der gleichen Serie werden Filter, Chipping und Streaking auf der eigentlichen Panzerfarbe vorbereitet. Für eine aufwendigere Winterbemalung ist das eine gute Ergänzung.

YouTube: Basic Weathering on a Panzer Grey Finish – Winter Effects Part 1

Mein Ablauf für 15-mm-Panzer

  1. Panzer normal bemalen.
  2. Decals aufbringen.
  3. Mit Satinlack versiegeln.
  4. Chipping Fluid oder Washable White verwenden.
  5. Gebrochenes Weiß dünn und ungleichmäßig auftragen.
  6. Mit Wasser und kleinem Pinsel kontrolliert wieder abtragen.
  7. Besonders an Luken, Kanten und Trittflächen stärker chippen.
  8. Whitewash erneut versiegeln.
  9. Pin-Wash und leichte Filter aufbringen.
  10. Matsch und Schneematsch am Laufwerk ergänzen.
  11. Nur sehr sparsam zusätzlichen Schnee auf horizontalen Flächen darstellen.

Für eine komplette Flames-of-War-Einheit würde ich die Intensität von Fahrzeug zu Fahrzeug leicht verändern. Ein Panzer kann fast vollständig weiß sein, ein anderer deutlich stärker abgerieben. Dadurch bleibt die Einheit zusammengehörig, wirkt aber nicht wie eine Serie identisch lackierter Modelle.

Quellen und Beispiele

Die Bilder auf dieser Seite zeigen eigene 15-mm-Modelle. Für die technischen Abläufe und ergänzenden Beispiele habe ich vor allem Spanish Lead Painting und die Poochie-Whitewash-Methode herangezogen. Ergänzend verlinkt die Seite mehrere Video-Tutorials zur Umsetzung der Techniken.

Flames of War: First to Fight – polnische Streitkräfte 1939

Mit First to Fight – Polish Forces 1939 erweitert Battlefront den Early War um eine eigenständige polnische Armee. Das 46-seitige Heft verbindet historischen Hintergrund, Sonderregeln, vier Formationen, zahlreiche Unterstützungseinheiten, Bemalhinweise und einen Modellkatalog.

First to Fight bringt Polen als vielseitige Early-War-Armee auf den Spieltisch. Bild: Battlefront Miniatures

Die Neuheiten selbst habe ich bereits in meiner Übersicht „Flames of War: Neue Produkte erhältlich“ vorgestellt. Hier geht es deshalb genauer darum, welche Armeen sich aus dem Heft bauen lassen und was die Polen spielerisch besonders macht.

Vier Formationen – vier Spielstile

7TP und motorisierte Kavallerie

Die 7TP jw Tank Company ist eine kompakte und bewegliche Panzerformation. Der neue Kunststoffbausatz kann als ein- oder doppeltürmige Variante gebaut werden. Die Motorised Cavalry Squadron kombiniert erfahrene Infanterie, Panzerabwehrkanonen und Motorradaufklärer mit TKS-Tanketten oder 7TP-Panzern.

Bild: Battlefront Miniatures

Infanterie und Kavallerieregiment

Die Rifle Company stellt eine große Infanterieformation mit Maschinengewehren, Mörsern, Infanteriegeschützen, Panzerabwehr und Aufklärung. Das Cavalry Regiment bringt mehrere Schwadronen, Späher und Artillerie mit; als Verstärkung stehen TKS-Tanketten oder wz.34-Panzerspähwagen bereit.

Bild: Battlefront Miniatures

Die Kavallerie ist nicht nur ein historischer Blickfang, sondern eine vollwertige Formation. Bild: Battlefront Miniatures

Unterstützung vom Renault FT bis zum Panzerzug

Bei der Unterstützung wird die Liste besonders abwechslungsreich. Neben 7TP dw, TKS und wz.34 stehen ältere Renault FT sowie die kurz vor dem Krieg beschafften Renault R35 zur Verfügung. Dazu kommen 37-mm-Panzerabwehrkanonen, 40-mm-Bofors-Flak, Mörser sowie 75-, 76- und 100-mm-Artillerie.

Eine Armee mit eigenem Gesicht

Moderne polnische Eigenentwicklungen stehen neben Fahrzeugen aus dem Ersten Weltkrieg. Das ergibt nicht nur eine ungewöhnliche Miniaturensammlung, sondern auch viele Möglichkeiten zwischen beweglicher Panzertruppe, großer Infanterieformation und gemischten Verbänden.

Bild: Battlefront Miniatures

Der Armoured Train

Der auffälligste Unterstützungseintrag besteht aus Lokomotive, Artilleriewagen, Sturmwagen, einem Schienenfahrzeugzug mit Renault FT und TKS sowie Infanterie für den Sturmwagen. Die benötigten Regeln befinden sich laut Battlefront vollständig im Heft.

Bild: Battlefront Miniatures

Den vollständigen Überblick findet ihr im offiziellen Beitrag First to Fight, Polish Forces 1939 – Spotlight. Zu einem besonders ungewöhnlichen Teil der Armee gibt es außerdem meinen Beitrag über die polnischen Panzerzüge von 1939.

Flames of War: Polnische Panzerzüge 1939

First to Fight – Polish Forces 1939 rückt die polnischen Streitkräfte des frühen Zweiten Weltkriegs wieder in den Vordergrund. Ergänzend zu den neuen Formationen lohnt sich ein Blick auf ihren ungewöhnlichsten Unterstützungsverband: die polnischen Panzerzüge.

Ein polnischer Panzerzug bildet einen auffälligen Mittelpunkt für Armee und Szenario. Bild: Battlefront Miniatures

Zehn Züge im September 1939

Polen setzte Panzerzüge bereits in den Grenzkriegen nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit ein. Nach dem Ende dieser Kämpfe blieben die modernsten Fahrzeuge im Dienst. Bei Kriegsbeginn 1939 verfügte die polnische Armee laut Battlefront über zwei Panzerzugabteilungen mit jeweils fünf Zügen.

  • Die 1. Panzerzugabteilung war in Legionowo stationiert und führte die Züge 11 bis 15.
  • Die 2. Panzerzugabteilung aus Niepołomice setzte die Züge 51 bis 55 ein.

Die zehn einsatzbereiten Panzerzüge und ihre Zuordnung. Grafik: Battlefront Miniatures

Die Züge wurden anderen Verbänden zugeteilt, patrouillierten entlang der Bahnlinien, unterstützten mit ihrer Artillerie und deckten Rückzüge. Sie waren damit keine losgelösten Eisenbahnfestungen, sondern bewegliche Unterstützungsverbände, deren Möglichkeiten stark vom vorhandenen Schienennetz abhingen.

Śmiały und Piłsudczyk

Zwei bekannte Einsatzgeschichten

Battlefront nennt besonders Panzerzug Nr. 53 Śmiały und Nr. 52 Piłsudczyk. Śmiały unterstützte am ersten Tag des deutschen Angriffs die Wołyńska-Kavalleriebrigade bei Mokra gegen die 4. Panzer-Division. Anschließend zogen sich beide Züge in Richtung Warschau zurück und gerieten erneut in Kämpfe mit deutschen Panzerverbänden.

Bild: Battlefront Miniatures

Später beteiligten sich beide an der Verteidigung der Festung Brest. Nach deren Fall entkamen sie zunächst, wurden schließlich aber bei Lemberg von der Roten Armee erbeutet. Gerade diese wechselvolle Geschichte bietet viel Stoff für Kampagnen und miteinander verbundene Szenarien.

Auf dem Spieltisch

Mehr als nur ein großes Modell

Ein Panzerzug eignet sich als Artillerieunterstützung, als auffälliges Missionsziel oder als Mittelpunkt eines Rückzugsgefechts. Besonders reizvoll ist ein Tisch mit Bahnlinie, Bahnhof, zerstörten Gleisen und einem Ziel, das der Zug erreichen oder verteidigen muss.

Bild: Battlefront Miniatures

Weitere Hintergründe findet ihr im Battlefront-Archiv bei Armoured Train Locomotive (PBX08) und im Beitrag Polish Armoured Trains in World War II.