Amerikanische Fahrzeuge in Flames of War lassen sich mit wenigen Farben schnell und trotzdem wirkungsvoll bemalen. Victor Pesch hat dafür eine Anleitung aus dem „Big Four of Late War“-Projekt wieder hervorgeholt. Als Beispiel dienen M8 Greyhounds; dieselbe Methode funktioniert aber ebenso für Sherman, Stuart und andere US-Fahrzeuge.

Vom schwarzen Grundieren bis zum letzten Kantenlicht. Bild: Battlefront Miniatures
Das Ziel ist keine völlig gleichmäßige Olive-Drab-Fläche. Dunklere Unterseiten, helle Oberseiten und schwarze Tarnflecken sorgen dafür, dass die kleinen Modelle auf dem Spieltisch klar lesbar bleiben. Der Ablauf eignet sich gut für eine ganze Einheit, weil sich fast alle Schritte in Serie erledigen lassen.
Verwendete Farben
- schwarze Grundierung
- Olive Drab und Buff für die Grundfarbe
- German Camo Beige zum Trockenbürsten
- Athonian Camoshade als Wash
- Nuln Oil für die schwarzen Tarnflecken
- Deck Tan für die letzten Kantenlichter
1. Olive Drab und erste Aufhellung

Schritt 1: Grundfarbe aufbauen
Nach der schwarzen Grundierung wird das gesamte Modell mit Olive Drab gesprüht. Von oben folgt eine Mischung aus etwa 60 Prozent Olive Drab und 40 Prozent Buff. In die Mitte der größeren Flächen kommt anschließend eine hellere Mischung aus ungefähr 40 Prozent Olive Drab und 60 Prozent Buff. Die Unterseiten bleiben bewusst dunkler.
Bild: Battlefront Miniatures
2. Kräftig trockenbürsten

Schritt 2: Details hervorholen
Mit German Camo Beige wird das gesamte Fahrzeug zunächst recht kräftig trockengebürstet. Nieten, Kanten, Luken und andere erhabene Details werden damit deutlich sichtbar. Das Ergebnis darf an dieser Stelle noch etwas zu hell wirken.
Bild: Battlefront Miniatures
3. Wash über das ganze Modell

Schritt 3: Farbtöne verbinden
Athonian Camoshade wird als Wash über das gesamte Fahrzeug gegeben. Es legt Schatten in die Vertiefungen, nimmt den hellen Flächen etwas Härte und verbindet die unterschiedlichen Olive-Drab-Töne miteinander. Vor dem nächsten Schritt vollständig trocknen lassen.
Bild: Battlefront Miniatures
4. Zweites, leichtes Trockenbürsten

Schritt 4: Kanten zurückholen
German Camo Beige kommt ein zweites Mal zum Einsatz, diesmal wesentlich vorsichtiger. Nur die oberen Kanten und gut sichtbaren Details werden leicht erwischt. Dieses Trockenbürsten vor und nach dem Wash erzeugt weiche, gut lesbare Kantenlichter.
Bild: Battlefront Miniatures
5. Schwarze Tarnflecken anlegen

Schritt 5: Muster mit Nuln Oil
Die schwarzen Tarnbereiche werden nicht mit deckendem Schwarz, sondern mit Nuln Oil gemalt. Durch die leicht transparente Farbe bleiben die zuvor angelegten Aufhellungen sichtbar. Victor orientiert sich an Vorlagen, überträgt die Flecken aber frei mit einem mittleren Pinsel.
Bild: Battlefront Miniatures
6. Tarnung vertiefen

Schritt 6: Zweite Schicht
Eine zweite Lage Nuln Oil verstärkt die dunklen Flecken und glättet ungleichmäßige Stellen. Wer ein zurückhaltenderes und stärker ausgebleichtes Ergebnis bevorzugt, kann einzelne Bereiche bei nur einer Schicht belassen.
Bild: Battlefront Miniatures
7. Letzte Kantenlichter

Schritt 7: Deck Tan
Zum Abschluss werden ausgewählte obere Kanten sehr leicht mit Deck Tan hervorgehoben. Wenige gezielte Striche genügen. Decals, Werkzeuge, Räder, Reifen und Verschmutzung können danach wie gewohnt ergänzt werden.
Bild: Battlefront Miniatures
Die englische Originalanleitung findet ihr bei Battlefront: Painting American Armoured Fighting Vehicles.






























