Battlefront hat für ‘NAM ein kostenloses Briefing zu den südkoreanischen Streitkräften im Vietnamkrieg veröffentlicht. Damit kommt eine weitere wichtige alliierte Nation auf den Spieltisch, die neben den amerikanischen, australischen und südvietnamesischen Truppen oft etwas in den Hintergrund gerät.
Historischer Hintergrund
Zwischen 1964 und 1973 dienten mehr als 310.000 südkoreanische Soldaten und Marines in Vietnam. Südkorea stellte damit nach den USA das größte ausländische Truppenkontingent auf Seiten Südvietnams.
Zu den bekanntesten Verbänden gehörten die 2. Marinebrigade „Blue Dragon“, die Capital Infantry Division „Fierce Tiger“ und die 9. Infanteriedivision „White Horse“. Ihr Einsatzgebiet lag vor allem in den Küstenprovinzen und im zentralen Hochland. Dort sicherten die Einheiten wichtige Straßen, Stützpunkte und Versorgungswege.
Battlefront geht im Begleitartikel unter anderem auf die Kämpfe bei Đức Cơ und Trà Bình Động sowie auf die groß angelegte Operation Hong Kil Dong ein. Besonders hervorgehoben werden die stark befestigten Kompaniestützpunkte, aggressive Patrouillen und die sehr disziplinierte Verteidigung der südkoreanischen Einheiten.
Die Südkoreaner in ‘NAM
Das 16-seitige PDF enthält drei vollständige Formationen:
South Korean Rifle Company
South Korean Marine Rifle Company
M113 ACAV Armoured Cavalry Troop
Die Armee kann damit als klassische Infanterietruppe, als Marineverband der Blue Dragons oder als bewegliche mechanisierte Formation gespielt werden. Bei der Unterstützung stehen unter anderem 105-mm- und 155-mm-Artillerie, befestigte Firebases, M40-Jeeps mit rückstoßfreien Geschützen, M113 ACAV und M125-Mörserträger zur Verfügung.
Zusätzlich lassen sich amerikanische Einheiten einbinden. Dazu gehören M48 Patton, weitere M113 ACAV, M42 Duster, Hubschrauber und verschiedene Luftunterstützungsoptionen. Auch eine alliierte Formation aus einer NATO- oder Free-World-Armee ist möglich.
Sonderregeln und Modelle
Eigene Regeln gibt es unter anderem für Firebases, befestigte Nester und die Nahverteidigung mit Buckshot-Munition. Damit liegt der Schwerpunkt deutlich auf vorbereiteten Stellungen, Artillerieunterstützung und einer hartnäckigen Verteidigung.
Für den Aufbau der Armee können viele bereits vorhandene ‘NAM-Modelle genutzt werden. Battlefront nennt unter anderem die bekannten US-Infanteriemodelle, M113, LVTP-5, M40-Jeeps sowie die amerikanischen 105-mm- und 155-mm-Geschütze. Auf der letzten Seite befindet sich außerdem ein Bemalleitfaden für Infanterie und Fahrzeuge.
Mein Eindruck
Da ich bereits US-Truppen für ‘NAM habe, ist das Briefing für mich besonders interessant. Viele Fahrzeuge und Unterstützungswaffen sind bereits vorhanden und können auch für die südkoreanischen Formationen verwendet werden. Für eine neue Armee muss man daher nicht zwangsläufig bei null anfangen.
Spielerisch gefallen mir besonders die Verbindung aus Infanterie, befestigten Firebases und amerikanischer Unterstützung sowie die Möglichkeit, die Blue Dragon Marines als eigene Formation einzusetzen. Damit unterscheiden sich die Südkoreaner ausreichend von einer normalen US-Armee und bieten gleichzeitig viele Möglichkeiten, vorhandene Modelle weiterzuverwenden.
South Korean Forces in Vietnam
Kostenloses offizielles ‘NAM-Briefing von Battlefront (PDF, 16 Seiten).
Frontline Games hat für September zahlreiche neue Produkte für Flames of War gelistet. Die Vorschaubilder lassen sich anklicken und in voller Größe öffnen.
Polish: First to Fight – Polish Forces 1939
Produktcode: FW282-P Preis: 20,70 € Händler: Frontline Games
Frontline Games hat für September zwei neue Geländesets aus der Produktlinie Battlefield in a Box gelistet. Die Vorschaubilder lassen sich anklicken und in voller Größe öffnen.
Cassino Houses (Italian Houses) (x2)
Produktcode: BB194 Preis: 27,00 € Händler: Frontline Games
Mit dem FoW & WWIII Companion ist eine neue webbasierte Begleit-App für Flames of War und Team Yankee beziehungsweise World War III gestartet. Die Plattform möchte möglichst viele Werkzeuge bündeln, die Spieler vor, während und rund um eine Partie benötigen.
Die Seite befindet sich derzeit noch in einer offenen Testphase. Sie ist keine offizielle Anwendung von Battlefront, verweist für Armeelisten und vollständige Regeln aber auf die entsprechenden offiziellen Angebote.
Unterstützung am Spieltisch
Für den eigentlichen Spieltag stehen mehrere praktische Funktionen zur Verfügung. Dazu gehören eigene Mission-Picker für Flames of War und WWIII: Team Yankee. Außerdem gibt es einen durchsuchbaren Regelindex, über den sich einzelne Themen wie Gelände, Sichtlinien, Artillerie oder Reserven schnell finden lassen.
Der Regelindex enthält allerdings nur kurze Erinnerungen und Seitenverweise. Er ersetzt daher nicht das offizielle Regelbuch.
Besonders interessant für normale Spiele mit einem Freund ist der Bereich Quick Match. Einer der beiden Spieler erstellt ein privates Spiel und erhält einen gemeinsamen Code. Der zweite Spieler kann diesem Spiel anschließend über den Code beitreten.
Beide Spieler können ihre gespeicherten Armeelisten austauschen und anschließend gemeinsam eine Mission auswählen. Damit lassen sich Freundschaftsspiele organisieren, ohne dafür erst ein vollständiges Turnier oder eine öffentliche Veranstaltung anzulegen. Nicht verwendete Spielcodes verfallen nach 48 Stunden.
Armeelisten und Spielerprofile
Nach der kostenlosen Registrierung können Armeelisten als PDF gespeichert und für Spiele oder Turniere verwendet werden. Zum Erstellen neuer Listen verweist die Plattform direkt auf die offiziellen Forces-Webseiten von Battlefront.
Zum persönlichen Profil gehören außerdem Benachrichtigungen, Abzeichen und eigene Bildergalerien. Dort können Spieler ihre bemalten Armeen präsentieren und Informationen zu Spielsystem, Epoche, Nation und Armee hinterlegen.
Turniere, Kampagnen und Spielersuche
Der Funktionsumfang geht deutlich über einen reinen Spielassistenten hinaus. Über den sogenannten Rally Point lassen sich Turniere, Veranstaltungen, Spieler, Clubs, Spielorte und Fachhändler suchen.
Turnierveranstalter können eigene Events anlegen und diese weitgehend über die Plattform verwalten. Dazu gehören unter anderem:
Anmeldung und Einreichen der Armeelisten
Spieler-Check-in
Paarungen und Tischverteilung
Auswahl oder Auslosung der Missionen
Rundentimer und Ergebniserfassung
Ranglisten und Entscheidungskriterien
Urkunden, Druckunterlagen und QR-Codes
Bildergalerien zu Armeen und Spielrunden
Zusätzlich können gemeinsame Kampagnen angelegt beziehungsweise gespielt werden. Spieler wählen ihre Fraktion, melden Ergebnisse und verfolgen den Verlauf der aktuellen Kampagnenphase.
Hobby Hub und Community
Im Hobby Hub werden offizielle Battlefront-Neuigkeiten sowie ausgewählte Artikel, Videos, Podcasts, Bemalanleitungen und weitere Hobbyressourcen gesammelt. Nutzer können auch eigene Empfehlungen einreichen, die vor der Veröffentlichung geprüft werden.
Damit ist der FoW & WWIII Companion eine Mischung aus Spielassistent, Turnierverwaltung und Community-Plattform. Besonders Quick Match, die Missionsauswahl und die zentrale Verwaltung von Armeelisten könnten für regelmäßige Spiele sehr nützlich werden.
Wie gut die Spieler-, Club- und Veranstaltungssuche funktioniert, hängt natürlich davon ab, wie viele Nutzer ihre Daten und Termine eintragen. Da sich die Plattform noch in der offenen Beta befindet, muss außerdem mit Änderungen und einzelnen Fehlern gerechnet werden. Feedback kann direkt über die Seite eingereicht werden.
Wer Flames of War oder Team Yankee spielt, sollte sich das Projekt auf jeden Fall einmal anschauen:
„Made for Order“ wird seit einiger Zeit von Battlefront angeboten und bring in regelmäßigen Abständen alte Figuren für einen Monat zurück. Nachteil -> produziert wird nach Bestellung und so muss man auch mal einige Monate warten. Im März ging es in die Wüste und die Modelle der LRDG wurden angeboten. Die Chance habe ich genutzt und meine Bestände entsprechend noch mal aufgestockt. Angekommen sind die Modelle heute, damit 5 Monate nach Bestellung. In Deutschland kann man die Sachen bei frontlinegames.de ordern.
Battlefront hat ein kostenloses History Briefing zur 5. Gebirgsdivision veröffentlicht. Das Dokument liefert den historischen Hintergrund zur Gebirgsjägerdivision und ergänzt damit das Thema des Italienfeldzuges bei Flames of War.
Die 5. Gebirgsdivision wurde 1940 aus Einheiten der 1. Gebirgsdivision und der 10. Infanteriedivision aufgestellt. Ihre ersten Einsätze führten sie 1941 auf den Balkan, nach Griechenland und Kreta. Anschließend kämpfte die Division an der Ostfront, bevor sie Ende 1943 nach Italien verlegt wurde.
Dort war sie unter anderem an den Kämpfen entlang der Gustav-Linie beteiligt. Zu ihren Einsatzgebieten gehörten der Rapido, Monte Cifalco und der Raum um Monte Cassino. Nach dem alliierten Durchbruch folgte der Rückzug nach Norden bis zur Gotenstellung.
Für Flames of War bietet das Briefing eine gute historische Einordnung für eine Gebirgsjägertruppe im Italienfeldzug. Gerade Gebirgsjäger, leichte Artillerie und die auf schwieriges Gelände ausgerichtete Ausrüstung ermöglichen eine thematisch interessante Armee abseits der klassischen deutschen Panzerverbände.
Auf beiden Seiten gelangen in der Nacht auf den 25. Dezember Reserven an die Front. Die Alliierten verstärken den Frontabschnitt zwischen Dinant und Marche. Das Combat Command R der 4th Armored Division stößt der 5. Fallschirmjäger Division in den Rücken und nimmt in der Dunkelheit Hombre. Die Deutschen verschieben bis in die Morgenstunden zahlreiche Einheiten und verstärken Bastogne. Das Fallschirmjäger Regiment 15 überschreitet die Sure und besetzt Martelange. In den frühen Morgenstunden des wolkenlosen 1. Weihnachtsfeiertages werfen alliierte Flugzeuge Nachschub über dem eingeschlossenen Fraiture ab, um den dort stehenden Einheiten den Ausbruch zu ermöglichen.
BA 1 – Angriff Wehrmacht, Bastogne Süd nach Villeroux FSU: 9.PzD und 12.SS gegen 4.CCA und 4.CCB Modifikatoren: Wehrmacht 30%, Alliierte 30%
BA 2 – Angriff Alliierte, Fraiture nach Manhay FSU: 7.AD und 106.ID gegen 560.VG und Ari 1560 Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 25%
BA 3 – Angriff Alliierte, Hogne nach Marche FSU: 29.B und 51.ID gegen Pz 902 und Ari 26 Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 30%
BA 4 – Angriff Alliierte, Libramont nach Bonnerue FSU: 9.AD und 28.ID gegen Inf. 78 und SS-Ari 9 Modifikatoren: Alliierte 25%, Wehrmacht 25%
BA 5 – Initiative Wehrmacht
Danke an Daniel für die Organisation!
Ansprache an die deutschen Truppen:
Ansprache an die Offiziere – Morgen des 25. Dezember
Meine Herren, die Lage ist ernst, aber sie ist klar.
Der Gegner hat in der vergangenen Nacht neue Kräfte an die Front geführt. Zwischen Dinant und Marche sind seine Verbände verstärkt worden. Teile der 4th Armored Division sind vorgestoßen und haben Hombre genommen. Gleichzeitig versucht der Feind, seine bei Fraiture stehenden Kräfte aus ihrer schwierigen Lage zu lösen. Heute Morgen wurde dort aus der Luft Nachschub abgeworfen.
Damit ist die Absicht des Gegners erkennbar. Er will unsere Front nicht an einer Stelle durchbrechen. Er versucht, uns gleichzeitig an mehreren Punkten zu binden, unsere Kräfte auseinanderzuziehen und uns die Initiative zu nehmen. Das werden wir ihm nicht gestatten. Bastogne bleibt der Schwerpunkt. Der Gegner ist südlich der Stadt weit vorgedrungen. Genau dort werden wir ihn treffen.
Die 9. Panzer-Division und die 12. SS-Panzer-Division treten aus dem Raum Bastogne Süd gegen Villeroux an. Vor ihnen stehen Teile des Combat Command A und B der 4th Armored Division. Dieser Angriff hat Vorrang. Wir greifen nicht an, um Gelände auf der Karte zu gewinnen. Wir greifen an, um die vorgestoßenen amerikanischen Kräfte zu schlagen und den Druck auf Bastogne zu nehmen. Gelingt uns dies, zwingen wir den Gegner, seine Reserven erneut zu verschieben und auf unsere Bewegungen zu reagieren.
An den übrigen Frontabschnitten wird der Gegner seinerseits angreifen.
Von Fraiture aus ist mit einem Vorstoß der 7th Armored Division und der 106th Infantry Division auf Manhay zu rechnen. Die 560. Volksgrenadier-Division und die Artillerie 1560 halten diesen Abschnitt.
Bei Hogne stehen Panzer 902 und Artillerie 26 einem Angriff britischer Kräfte in Richtung Marche gegenüber.
Von Libramont aus werden die 9th Armored Division und die 28th Infantry Division gegen Bonnerue antreten. Infanterie 78 und SS-Artillerie 9 haben dort den Auftrag, den Vormarsch aufzuhalten.
Meine Herren, an diesen Stellen verlange ich keine unnötigen Gegenangriffe. Wir halten. Wir zwingen den Gegner, für jeden Kilometer Zeit und Kräfte einzusetzen. Wo wir nicht angreifen müssen, bewahren wir unsere Verbände.
Unsere Reserven sind eingetroffen. Bastogne wurde verstärkt. Das Fallschirmjäger-Regiment 15 hat die Sure überschritten und Martelange besetzt. Trotz der Bewegungen des Gegners verfügen wir noch immer über Handlungsfreiheit. Und diese werden wir nutzen.
Die Befehle für den heutigen Tag sind daher einfach: Bei Bastogne schlagen wir zu. Bei Manhay, Marche und Bonnerue halten wir. Wo der Gegner seine Kräfte festlegt, suchen wir seine Schwäche. Wo er durchbricht, darf daraus kein freier Vormarsch werden. Und sobald sich die Gelegenheit bietet, übernehmen wir wieder die Initiative. Der Gegner mag über starke Reserven verfügen. Aber auch er kann nicht überall zugleich stark sein. Jeder Verband, den er gegen unsere Stellungen einsetzen muss, fehlt ihm an anderer Stelle. Darauf bauen wir unseren Plan.
Heute entscheidet nicht eine einzelne Schlacht über den Ausgang der Operation. Entscheidend ist, wer dem anderen seinen Willen aufzwingt. Sorgen Sie dafür, dass es unserer ist.
Meine Herren, gehen Sie zu Ihren Verbänden. Die Befehle stehen. Wir greifen an.
Letzte Wochen konnten Dappy ich mal wieder ein Spiel in den Ardennen austragen. 1750 Punkte je Seite, wobei Dappy eine deutsche Panzerkompanie und ich eine US Panzerkompanie mit Abrams mit ins feld geführt habe. Die Mission Hold the Line und meiner Truppe als Angreifer inkl. Abrams war eine perfekte Kombination, allerdings mit wenig Vergnügen für Dappy. Ich mag Spiele mit Chances für beide Spieler und vor allem mit Spaß für beide deutlich lieber, was hier durch Mission und Armee leider nicht wirklich gegeben war. Der Spearhead-Move und die „Delayed Reserves“ haben es Dappy nicht ermöglicht gegen den Panzeransturm gegen zu halten.