Für Flames of War zeichnet sich für den Winter 2026 ein größeres Ostfront-Paket ab. Battlefront zeigt auf einer neuen Vorschau das Buch „Barbarossa – Forces on the Eastern Front, 1939–41“ zusammen mit mehreren neuen Starter Forces.
Mit Barbarossa rückt damit die frühe Phase des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront wieder stärker in den Mittelpunkt. Auf der Vorschau sind neben deutschen und sowjetischen Streitkräften auch finnische Truppen zu sehen.
Unter den gezeigten Boxen befindet sich die finnische Starter Force „White Death“. Für Deutschland und die Sowjetunion sind ebenfalls mehrere Starter Forces zu erkennen, darunter eine deutsche Panzer III Tank Company und eine sowjetische KV-1 Tank Company. Dazu kommen weitere Infanterie- und Unterstützungsformationen.
Ebenfalls angekündigt ist „Moscow – Complete World War II Starter Set“. Die Box stellt deutsche und sowjetische Truppen direkt gegeneinander und ist als kompletter Starter für den Einstieg in das Early-War-Ostfront-Thema ausgelegt.
Zusammen mit dem neuen Barbarossa-Buch deutet die Vorschau damit auf eine größere Veröffentlichungswelle für die frühe Ostfront hin. Neben dem Buch werden mehrere passende Armee- und Starterboxen gleichzeitig vorbereitet.
Als Zeitraum nennt Battlefront auf der Vorschau „Coming Winter 2026“. Einen konkreten Veröffentlichungstermin, Preise oder die vollständigen Inhalte aller Boxen zeigt das vorliegende Bild noch nicht.
Sobald hierzu weitere Informationen von Battlefront vorliegen, können die einzelnen Starter Forces und deren Inhalte noch genauer vorgestellt werden.
Panzerzüge waren im Zweiten Weltkrieg keine einheitliche Waffengattung. Je nach Land dienten sie als mobile Artillerie, Küstenschutz, Patrouillenfahrzeug oder Schutz gegen Partisanen. Battlefront fasst die unterschiedlichen Konzepte von Polen, Deutschland, den Westalliierten, Japan und der Sowjetunion zusammen.
Artilleriewagen eines polnischen Panzerzuges.
Polen verfügte 1939 über zehn planmäßig aufgestellte Panzerzüge. Bild: Battlefront Miniatures.
Polen: mobile Feuerkraft auf bekannten Bahnlinien
Polnische Züge griffen deutsche Verbände aus wechselnden Feuerstellungen an, unterstützten Rückzüge und sicherten wichtige Bahnverbindungen. Zu einem typischen Zug gehörten eine geschützte Lokomotive, Artilleriewagen, ein Sturmwagen mit Infanterie sowie ergänzende Flach- und Versorgungswagen.
Ein polnischer Panzerzug bei Mokra.
Die beweglichen Verbände konnten deutsche Vorstöße verzögern, waren aber vollständig an intakte Gleise gebunden. Bild: Battlefront Miniatures.
Deutschland: Frontunterstützung und Partisanenabwehr
Deutschland nahm das Konzept nach den Erfahrungen in Polen wieder auf. Neben improvisierten Zügen entstanden standardisierte Typen wie BP42 und BP44. Im Osten patrouillierten sie gefährdete Nachschublinien; später erhielten manche Wagen Panzer-IV-Türme und stärkere Flugabwehr.
Deutscher Panzerzug BP44.
Stärkere Panzerabwehr und Flugabwehr reagierten auf die veränderte Lage an der Ostfront. Bild: Battlefront Miniatures.
Küstenschutz, Besatzungsräume und sowjetische Masse
Großbritannien, Kanada und Italien nutzten Panzerzüge vor allem zum Küstenschutz. Japan setzte wenige improvisierte Züge in der Mandschurei und in China ein. Die Sowjetunion begann den Krieg mit der größten Flotte; nach hohen Verlusten entstanden neue Fahrzeuge mit stärkerer Panzerung und Türmen von T-34 oder KW-Panzern.
Die 2. Neuseeländische Division ging mit den Erfahrungen aus Griechenland, Kreta und Nordafrika in den Italienfeldzug. Aus der 4. Infanteriebrigade entstand eine eigene Panzerbrigade, doch Gelände, Regen und zerstörte Verkehrswege machten in Italien erneut Infanterie und Artillerie zu den entscheidenden Kräften.
Veteranen der 2. Neuseeländischen Division.
Der Verband reorganisierte sich nach dem Wüstenkrieg für die Kämpfe in Italien. Bild: Battlefront Miniatures.
Sangro und Cassino
Ende November 1943 griffen die Neuseeländer zusammen mit der 8. Indischen Division am Sangro an. Aufgeweichte Straßen und reißende Flüsse verlangsamten den Vormarsch. Im Februar 1944 kehrte die Division bei Cassino an die Front zurück und bildete gemeinsam mit der 4. Indischen Division das New Zealand Corps.
Sherman der 4. Neuseeländischen Panzerbrigade.
Die eigene Panzerbrigade sollte der Division verlässliche gepanzerte Unterstützung geben. Bild: Battlefront Miniatures.
Der erste Angriff auf den Bahnhof wurde vom 28. Māori-Bataillon getragen. Die Infanterie erreichte ihr Ziel, konnte es ohne rechtzeitige Panzerunterstützung gegen deutsche Sturmgeschütze aber nicht halten. Auch der folgende Angriff durch die zerstörte Stadt blieb stecken, weil Trümmer den Verteidigern Deckung gaben und die Panzerbewegung einschränkten.
Das 28. Māori-Bataillon bei Cassino.
Das Bataillon hatte bereits in Griechenland, auf Kreta und in Nordafrika gekämpft. Bild: Battlefront Miniatures.
Von Operation Diadem bis zur Gotenstellung
Nach dem Durchbruch durch die Gustav-Linie folgte die Division dem deutschen Rückzug nach Norden. Sie räumte Straßensperren, erreichte Florenz und unterstützte kanadische Verbände an der Gotenstellung. Battlefront bildet die neuseeländischen Besonderheiten zusätzlich über Command Cards ab.
Neuseeländische Infanterie für Flames of War.
Die historischen Formationen lassen sich mit den britischen Regeln aus Liberation of Italy und passenden Command Cards darstellen. Bild: Battlefront Miniatures.
Lokaler Download
2. Neuseeländische Division
Historischer Hintergrund zur 2. Neuseeländischen Division in Italien.
Für World War III: Team Yankee sind zwei neue Limited Edition Starter Forces zum Falklandkrieg zu sehen. Battlefront stellt dabei eine britische Commando Company und eine argentinische Marine Rifle Company gegenüber.
Die beiden Boxen sind klar auf den Konflikt von 1982 ausgerichtet und enthalten nicht nur Infanterie, sondern auch passende Unterstützungswaffen und Fahrzeuge. Auf den gezeigten Verpackungen sind außerdem spezielle Falklands-War-Objective-Marker zu sehen.
British Commando Company
Die britische Starter Force bildet eine Commando Company ab. Neben der eigentlichen Infanterie sind mehrere Unterstützungsoptionen enthalten, so dass sich daraus direkt eine recht vollständige Formation aufbauen lässt.
Commando Company HQ mit SLR Rifle Team
2 Commando Troops
Commando Mortar Troop mit 81-mm-Mörsern
Commando Milan Section
Blowpipe Air Defence Detachment
105mm Commando Battery mit sechs 105-mm-Light-Guns
Scorpion Recce Troop mit vier Scorpion Light Tanks
2 Limited Edition Objective Markers
Damit liegt der Schwerpunkt klar auf leichter Infanterie mit Artillerie, Panzerabwehr und Luftabwehr. Die vier Scorpion bringen zusätzlich eine mobile Aufklärungskomponente in die Box.
Argentine Marine Rifle Company
Auf argentinischer Seite enthält die Box eine Marine Rifle Company. Auch hier geht Battlefront deutlich über eine reine Infanterie-Starterbox hinaus.
Marine Rifle Company HQ mit FAL Rifle Team
2 Marine Rifle Platoons mit FAL- und MAG-Teams sowie Panzerabwehrwaffen
Marine 81mm Mortar Platoon
Marine 105mm Anti-tank Section mit M56 Recoilless Guns
Marine 30mm AA Section mit zwei HS.661-Flakgeschützen
105mm Artillery Battery mit drei Mod. 56 Haubitzen
AML-90 Armoured Car Platoon mit vier AML-90
Observation Post
Die argentinische Box wirkt damit ebenfalls sehr komplett: Infanterie, Mörser, rückstoßfreie Geschütze, Flugabwehr, Artillerie und AML-90 decken mehrere Aufgaben direkt ab.
Interessant für ein Falklands-Projekt
Battlefront hat hier zwei thematisch direkt aufeinander abgestimmte Streitkräfte zusammenstellt. Wer ein Falklands-Projekt beginnen möchte, bekommt damit offenbar einen recht direkten Einstieg für beide Seiten.
Auf den Bildern ist ausdrücklich von Limited Edition die Rede. Einen Preis oder einen konkreten Veröffentlichungstermin zeigen die vorliegenden Abbildungen allerdings nicht. Sobald Battlefront dazu weitere Informationen veröffentlicht, lässt sich das noch ergänzen.
Aus einer zunächst recht einfachen Recherche zu den Fraktionen und Einheiten von Team Yankee ist inzwischen eine größere Wissensdatenbank geworden.
Die Excel-Datei verbindet die spielbaren Fraktionen, Formationen und Einheiten mit ihrer wichtigsten Ausrüstung und den realen historischen Nutzungszeiträumen. Über ein frei wählbares Vergleichsjahr lässt sich beispielsweise prüfen, welche Systeme 1985 tatsächlich schon oder noch bei der jeweiligen Nation im Einsatz waren.
Aktuell umfasst die Datenbank 22 Fraktionen, 124 Formationen, 475 auswählbare Einheiten und 428 historische Ausrüstungsdatensätze. Dazu kommen Quellen, Datenqualität und Kennzeichnungen für Prototypen, alliierte Unterstützung und andere Sonderfälle.
Eine eigene Seite mit Erklärung, Aufbau, Zielsetzung und Download ist vorbereitet:
Hinweis: Die Datenbank wurde mit Unterstützung von KI erstellt und recherchiert. Trotz Quellenangaben können Fehler oder unvollständige Zuordnungen enthalten sein. Sie ist als Recherchehilfe gedacht und ersetzt keine offiziellen Battlefront-Regeln oder historischen Primärquellen.
Für Team Yankee gibt es mittlerweile eine große Zahl an Fraktionen, Formationen, Einheiten und Ausrüstungsvarianten. Gleichzeitig liegt das Spiel in einem alternativen Kalter-Krieg-Szenario, in dem nicht jede im Spiel verfügbare Ausrüstung zum gleichen Zeitpunkt tatsächlich bei der jeweiligen Nation im Einsatz war.
Genau daraus ist diese Wissensdatenbank entstanden. Sie soll Spielmaterial und historische Einordnung miteinander verbinden und schnell beantwortbar machen: Welche Fraktion kann welche Einheiten einsetzen? Welche Ausrüstung gehört dazu? Seit wann war dieses System bei der jeweiligen Nation real im Dienst – und war es beispielsweise 1985 tatsächlich verfügbar?
Woher kommt die Wissensdatenbank?
Ausgangspunkt war eine eigene Recherche zu den Fraktionen und Einheiten von Team Yankee. Aus einzelnen Listen, Büchern, Unit Cards und historischen Quellen wurde daraus schrittweise eine strukturierte Excel-Datenbank.
Für die Spielseite werden nach Möglichkeit Battlefront-Quellen und aktuelle Buch- beziehungsweise Unit-Card-Beschreibungen verwendet. Für ältere oder klassische Armeelisten dient unter anderem das öffentlich gepflegte BSData-Team-Yankee-Repository als strukturierter Sekundärabgleich. Die historischen Einsatzzeiträume werden getrennt recherchiert und mit einer eigenen Datenqualität gekennzeichnet.
Was ist das Ziel?
Die Datenbank ist vor allem für Recherche, Armeezusammenstellung und Szenariobau gedacht. Sie soll keine Battlefront-Regelbücher ersetzen, sondern eine zusätzliche Übersicht bieten.
Fraktionen und deren übergeordnete Formationen übersichtlich erfassen.
Ausrüstungssysteme, Start-/Endjahr, Status, Datenqualität und Quellen
Quellen
Spiel- und historische Quellen mit Verwendungszweck
Legende
Statusdefinitionen, Datenqualität und mögliche Vergleichsjahre
Das Vergleichsjahr
Ein zentraler Bestandteil ist das frei wählbare Vergleichsjahr. In der aktuellen Arbeitsdatei steht es standardmäßig auf 1985. Wird das Jahr geändert, aktualisieren sich die historischen Status automatisch.
Ein Ausrüstungssystem kann dabei unter anderem als „Im Einsatz“, „Noch nicht eingeführt“, „Nicht mehr im Einsatz“, „Nie eingeführt / fiktiv“, „Alliierte Unterstützung“ oder „Unklar“ gekennzeichnet werden.
Was die Datenbank bewusst nicht ersetzt
Punktewerte, vollständige Unit-Card-Profile und aktuelle Regeltexte bleiben den offiziellen Battlefront-Regeln vorbehalten. Die Wissensdatenbank ist keine Ersatzregelquelle und soll auch keine vollständigen Regelbücher abbilden.
Sie ist vielmehr eine Recherchehilfe: für historische Armeezusammenstellungen, zeitlich passende Szenarien und für die Frage, wie nah eine konkrete Team Yankee-Auswahl an der realen Ausrüstung einer Nation zu einem bestimmten Zeitpunkt liegt.
Download
Team Yankee – Wissensdatenbank
Excel Liste mit realen Verfügbarkeitsinformationen zu Einheiten in Team Yankee.
Disclaimer: Diese Wissensdatenbank wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt, strukturiert und recherchiert. Die KI wurde insbesondere genutzt, um große Mengen an Spiel- und historischen Informationen zusammenzuführen, Quellen zuzuordnen und die Daten in eine einheitliche Struktur zu bringen.
Trotz Quellenangaben und Plausibilitätsprüfung können Fehler, unvollständige Datensätze oder falsche Zuordnungen enthalten sein. Besonders Einführungs- und Außerdienststellungsdaten können je nach Variante, Teilstreitkraft und Nation unterschiedlich ausfallen. Die Datenbank ist deshalb als Arbeits- und Recherchehilfe zu verstehen, nicht als wissenschaftlich oder militärhistorisch verbindliche Quelle.
Wer einen Fehler findet oder eine bessere Primärquelle kennt, darf sich gerne melden. Die Datenbank soll mit der Zeit weiter verbessert und ergänzt werden.
Nach dem Listenbau und der Bemalung fehlt bei meinen Israelis noch ein Punkt, der bei den Fahrzeugen erstaunlich viel ausmacht: die taktischen Markierungen. Die weißen Streifen, Chevrons, Zahlen und hebräischen Buchstaben auf israelischen Panzern sind nicht einfach nur Dekoration, sondern bilden ein System zur Kennzeichnung von Bataillon, Kompanie, Zug und einzelnen Fahrzeugen.
Battlefront erklärt dieses System in einem älteren Hobbyartikel zu israelischen Panzerkennzeichnungen. Der Artikel bezieht sich in erster Linie auf die Markierungen der Arabisch-Israelischen Kriege, die Grundlogik findet sich aber auch an späteren IDF-Fahrzeugen und ist deshalb eine sehr gute Hilfe für Merkava, Magach und Sho’t in World War III: Team Yankee.
Die großen weißen taktischen Zeichen sind auf den kleinen Modellen sehr gut sichtbar. Bild: Battlefront Miniatures
Das Grundprinzip der IDF-Markierungen
Battlefront beschreibt ein relativ einfaches Grundschema. Entscheidend ist, dass mehrere Zeichen zusammengehören und nicht beliebig kombiniert werden sollten.
Kennzeichnung
Bedeutung
Grundprinzip
Streifen am Kanonenrohr
Bataillon
ein Streifen = 1. Bataillon, zwei Streifen = 2. Bataillon usw.
Chevron / V-Zeichen
Kompanie
nach unten = 1. Kompanie, nach vorn = 2. Kompanie, nach oben = 3. Kompanie
Zahl
Zug
normalerweise 1, 2, 3 oder 4
hebräischer Buchstabe
Fahrzeug innerhalb des Zuges
Alef (א), Bet (ב), Gimel (ג), teilweise auch Dalet (ד)
breiter weißer Streifen mit schwarzer Umrandung
Luftidentifikation
vor allem für die älteren Konflikte typisch; über Motordeck und teilweise Turmdach
1. Die Streifen am Kanonenrohr: das Bataillon
Am einfachsten zu erkennen sind die weißen Ringe beziehungsweise Streifen am Kanonenrohr. Ihre Anzahl kennzeichnet das Bataillon innerhalb der Brigade. Ein Panzer mit einem Streifen gehört damit zum 1. Bataillon, zwei Streifen stehen für das 2. Bataillon und so weiter.
Dieses Prinzip ist auch bei deutlich späteren Merkava noch zu finden. Für eine Team-Yankee-Armee ist es deshalb eine gute Möglichkeit, alle Panzer einer Formation optisch miteinander zu verbinden.
2. Der Chevron zeigt die Kompanie
Die großen V-förmigen Zeichen kennzeichnen die Kompanie. Bei dem von Battlefront beschriebenen System zeigt der Chevron für die 1. Kompanie nach unten, für die 2. Kompanie nach vorn und für die 3. Kompanie nach oben.
Bei späteren Fahrzeugen gibt es weitere Varianten und zusätzliche Kennzeichnungen an den Kotflügeln. Für das Modell ist vor allem wichtig, dass Chevron und übrige taktische Zeichen zueinander passen. Gerade bei Merkava sollte man deshalb nicht einfach verschiedene Decals nach Optik mischen.
3. Zahl und hebräischer Buchstabe: Zug und einzelner Panzer
Die Zugzuordnung erfolgt über eine Zahl. Battlefront nennt dafür die Zahlen 1 bis 4. Der hebräische Buchstabe kennzeichnet anschließend das einzelne Fahrzeug innerhalb des Zuges. Verwendet werden unter anderem Alef (א), Bet (ב) und Gimel (ג); in späteren Systemen findet sich auch Dalet (ד).
Damit lässt sich ein Fahrzeug sehr konkret lesen. Eine Kennzeichnung wie 3 Bet steht beispielsweise für das mit Bet gekennzeichnete Fahrzeug des 3. Zuges. Auf späteren Merkava tauchen diese Kombinationen zusätzlich auf den großen Markierungstafeln am Turmkorb und auf den Kotflügeln auf.
4. Luftidentifikation: nicht für jede Epoche gleich
Der Battlefront-Artikel beschreibt außerdem einen breiten weißen Streifen mit schwarzer Umrandung als Luftidentifikationsmarkierung. Dieser verlief über das Motordeck und teilweise weiter über die Rückseite beziehungsweise das Turmdach.
Für meine Team-Yankee-Armee würde ich diese Markierung nicht automatisch auf jedes Fahrzeug übernehmen. Sie gehört vor allem zum Erscheinungsbild der früheren Arabisch-Israelischen Kriege. Die taktischen Grundmarkierungen aus Rohrstreifen, Chevron sowie Zug- und Fahrzeugkennung sind für die späteren Fahrzeuge wesentlich hilfreicher.
Ein praktisches Beispiel für Team Yankee
Wenn ich einen Merkava-Zug als Teil des 1. Bataillons, 2. Kompanie, 3. Zug darstellen möchte, ergibt sich daraus ein schlüssiges Schema:
ein weißer Streifen am Kanonenrohr für das 1. Bataillon,
ein nach vorn zeigender Chevron für die 2. Kompanie,
die Zahl 3 für den 3. Zug,
Alef, Bet oder Gimel zur Unterscheidung der einzelnen Panzer.
Damit sehen die Fahrzeuge nicht nur abwechslungsreicher aus, sondern die Decals ergeben auch untereinander Sinn. Für eine komplette Merkava-Formation würde ich deshalb vor dem Aufbringen der Decals einmal festlegen, welches Bataillon, welche Kompanie und welche Zugnummern dargestellt werden sollen.
Decals auf 15-mm-Modellen
Bei 15 mm sind gerade die großen weißen IDF-Markierungen sehr präsent. Deshalb lohnt sich ein sauberer Untergrund. Ich würde die Stelle zunächst mit etwas Glanzlack vorbereiten, das Decal mit Decal Medium beziehungsweise Decal Fix aufbringen und anschließend wieder mit Mattlack versiegeln. Bei langen Rohrstreifen kann es einfacher sein, die Markierung in mehrere kürzere Stücke zu teilen.
Weathering und Staub kommen erst danach. So lassen sich die sehr hellen Decals etwas in die Fahrzeugoberfläche einbinden, ohne dass sie ihre gute Lesbarkeit verlieren.
Nach dem Listenbau geht es an die Bemalung. Bei einer israelischen Team Yankee-Armee ist vor allem wichtig, dass Fahrzeuge, Infanterie und Air Units am Ende als zusammengehörige Streitmacht wirken. Die Modelle sind grundsätzlich nicht kompliziert zu bemalen: Die Fahrzeuge leben von ihrem typischen grau-sandigen Grundton, die Infanterie von klaren Kontrasten und bei Viper und Skyhawk kommt etwas mehr Farbe ins Spiel.
Das aktuelle israelische Battlefront-Buch enthält einen eigenen Painting Guide. Für diesen Guide habe ich dessen Farbpalette mit einem ausführlichen IDF-Painting-Guide von No Dice No Glory kombiniert und auf eine praktikable 15-mm-Arbeitsweise heruntergebrochen.
Der einheitliche IDF-Grundton verbindet Panzer, M113 und Unterstützungsfahrzeuge. Bild: Battlefront Miniatures
Fahrzeuge: der typische IDF-Farbton
Für Merkava, M113, Pereh, M109 und die übrigen Fahrzeuge verwende ich einen gemeinsamen grau-sandigen IDF-Farbton. Für eine Armee um 1985 passt Vallejo 71.142 IDF Sinai Grey 82 sehr gut als Grundfarbe.
Die erste Flächenaufhellung erfolgt mit Vallejo Hemp, das Kantenhighlight anschließend mit Vallejo Sand Beige. Dadurch bleibt der typische graubraune Charakter erhalten, ohne dass die Fahrzeuge zu hell oder zu gelb wirken.
Für Vertiefungen, Luken, Schweißnähte, Nieten und andere Details verwende ich A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow als gezieltes Pin Wash. Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen bekommen zusätzlich ein schwarzes Oil Wash, damit dort mehr Tiefe entsteht.
Bereich
Farbe / Produkt
Hersteller / Nummer
Grundfarbe
IDF Sinai Grey 82
Vallejo 71.142
Flächenaufhellung
Hemp
Vallejo 71.023
Kantenhighlight
Sand Beige
Vallejo 71.244
Pin Wash
Brown Wash for German Dark Yellow
A.MIG-1000
Lüfter / tiefe Öffnungen
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
Reifen / Gummi
German Grey
Vallejo 70.995
Ketten Grundfarbe
Track Primer
Vallejo 70.304
Ketten Wash
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
MGs / Metall
Gunmetal Grey
Vallejo 70.863
Holz
Flat Brown
Vallejo 70.984
Holz Highlight
Flat Earth
Vallejo 70.983
Planen / Gepäck
Olive Grey
Vallejo 70.888
Staub
Iraqi Sand
Vallejo 70.819
Mein Ablauf für Merkava und M113
Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
71.142 IDF Sinai Grey 82 flächig mit der Airbrush auftragen.
Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Hemp vorsichtig aufhellen.
Kanten mit Vallejo Sand Beige dezent hervorheben oder trockenbürsten.
Decals aufbringen.
Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
Staukästen, Planen, Kanister und Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
Zum Schluss Staub und Pigmente im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.
Gerade die Merkava profitieren von zusätzlichem Gepäck. Planen, Kanister, Helme, Kisten oder Tarnnetze brechen die große einfarbige Fläche auf. Beim Weathering würde ich eher mit Staub, Schmutz und kleinen Gebrauchsspuren arbeiten als mit großen Rostflächen.
M113 und Infanterie sollten am Ende farblich zusammenpassen. Bild: Battlefront Miniatures
Infanterie
Battlefront verwendet für die aktuellen israelischen Figuren eine sehr einfache Vallejo-Palette. Das passt gut zu 15 mm, weil die Figuren auf dem Spieltisch vor allem durch klar voneinander getrennte Farbflächen funktionieren.
Bereich
Farbe
Vallejo
Uniform
Yellow Green
70.881
Uniform Highlight
Green Grey
70.886
Helm
Green Grey
70.886
Helm Highlight
Stone Grey
70.884
Webbing
Olive Grey
70.888
Haut
Flat Flesh
70.955
Holz
Brown
70.875
Holz Highlight
Flat Earth
70.983
Metall
German Grey
70.863
Metall Highlight
London Grey
70.836
Stiefel
Black
70.950
Stiefel Highlight
German Grey
70.995
Allgemeines Wash
Nuln Oil
Citadel / Games Workshop
Gesicht / Haut Wash
Agrax Earthshade
Citadel / Games Workshop
Mein Ablauf für die Infanterie
Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
Uniform mit Yellow Green 70.881 bemalen.
Helm mit Green Grey 70.886 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Olive Grey 70.888 bemalen.
Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.863 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
Helm mit Stone Grey 70.884 und Webbing mit Green Grey 70.886 highlighten.
Haut mit Basic Skin Tone 70.815 akzentuieren.
Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
Stiefel mit German Grey 70.995 vorsichtig akzentuieren.
Zum Schluss Gesichter, Hände und besonders exponierte Kanten noch einmal punktuell nachziehen.
Figuren basieren und mit demselben Staubton wie die Fahrzeuge leicht angleichen.
Nach dem Wash werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit der jeweiligen Grundfarbe aufgehellt. Bild: Battlefront Miniatures
Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit der jeweiligen Grundfarbe aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich vor allem an Gesicht, Schultern, Helmrand und Taschen. Bei 15-mm-Figuren darf der Kontrast etwas kräftiger ausfallen, damit er auf dem Spieltisch sichtbar bleibt.
AH-1 Viper
Battlefront gibt für die israelische Viper German Camo Beige 70.821 als Grundfarbe an. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die hellere Tarnung der Hubschrauber.
Ich würde die Viper zunächst komplett in Beige aufbauen, danach Rotoren, Waffen und Cockpit absetzen. Ein gezieltes dunkles Panel-Lining reicht anschließend fast vollständig aus. Bei den Hubschraubern würde ich das Weathering deutlich zurückhaltender halten als bei den Bodenfahrzeugen.
A-4 Skyhawk
Bei den Skyhawks kommt deutlich mehr Farbe ins Spiel. Battlefront nennt für die aktuelle Bemalanleitung folgende Grundfarben:
Basis: Dark Sand 70.847
Tarnfarbe 1: Reflective Green 70.890
Tarnfarbe 2: Flat Earth 70.983
Am einfachsten ist es, zunächst die komplette Maschine mit Dark Sand aufzubauen. Danach werden die grünen und braunen Tarnfelder aufgetragen. Anschließend folgen Cockpit, Metallbereiche, Waffen und Decals. Ein leichtes Panel-Lining genügt, damit die kleinen Flugzeuge nicht zu unruhig wirken.
Fallschirmjäger und Reservisten
Die gleiche Grundpalette funktioniert auch für Reservisten und Paratroopers. Bild: Battlefront Miniatures
Die gleiche Grundpalette funktioniert auch für Reservisten und Paratroopers. Abwechslung entsteht eher über Ausrüstung, Fahrzeuge und Basierung als über komplett andere Uniformfarben.
Wer mehrere Infanteriezüge bemalt, kann einzelne Uniformen leicht Richtung Khaki oder Olive verschieben. Das hält die Einheit optisch zusammen, ohne dass jede Figur identisch aussieht.
Bases
Bei den Bases würde ich einen trockenen, hellen Erdton verwenden. Feiner Sand, kleine Steine und nur wenig Vegetation reichen bereits. Einige trockene Grasbüschel verhindern, dass die Bases völlig leer wirken.
Wichtig ist vor allem, dass Fahrzeuge und Infanterie farblich zusammenpassen. Deshalb würde ich denselben hellen Staubton, der auf den Bases verwendet wird, ganz leicht an die unteren Bereiche der Fahrzeuge bringen.
Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee
Alle Merkava, M113 und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit dem IDF-Grundton versehen.
Fahrzeugdetails, Decals und Weathering in Serie abarbeiten.
Viper und Skyhawks separat bemalen.
Infanterie zugweise als Batch bearbeiten.
Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den verwendeten Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.
So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee möglichst gleich und die Israelis lassen sich relativ schnell als zusammenhängende Streitmacht auf den Tisch bringen.
Für Fate of a Nation soll eine israelische Armee deutlich nach Sechstagekrieg und Jom-Kippur-Krieg aussehen und sich damit auch optisch von einer späteren Team Yankee-IDF unterscheiden. Der grundsätzliche Bemalablauf bleibt derselbe: ein einheitlicher Fahrzeuggrundton, klar getrennte Infanteriefarben, kontrollierte Washes und eher staubiges als rostiges Weathering.
Der wichtigste Unterschied liegt im Zeitraum. Vallejo führt 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) ausdrücklich für die frühe IDF-Farbgebung. Damit ist die Farbe eine sehr passende gemeinsame Basis für Fahrzeuge des Sechstagekriegs 1967 bis zum Jom-Kippur-Krieg 1973.
Israelische Truppen bei Rafah im Juni 1967. Foto: David Rubinger / Government Press Office (Israel), via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Fahrzeuge: IDF Israeli Sand Grey 61–73
Für M50 und M51 Sherman, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t, Halbkettenfahrzeuge und Unterstützungsfahrzeuge verwende ich als gemeinsame Grundfarbe Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73). Der Ton ist deutlich braungrauer und gedeckter als ein klassisches Wüstengelb und passt damit sehr gut zu israelischen Fahrzeugen der Jahre 1967 bis 1973.
Vallejo unterscheidet in seiner historischen Farbübersicht zusätzlich zwischen Sand Grey 67–73 und einem speziellen IDF Sand Grey 73 (71.141) für den Jom-Kippur-Krieg. Für diesen Guide bleibt 70.614 trotzdem bewusst die gemeinsame Basis: Dadurch wirkt die Armee geschlossen und der Farbton passt besonders gut zu einer Streitmacht, die sowohl 1967 als auch 1973 eingesetzt werden soll.
Bereich
Farbe / Produkt
Hersteller / Nummer
Grundfarbe
IDF Israeli Sand Grey (61–73)
Vallejo 70.614
Flächenaufhellung
Sand Beige
Vallejo 71.244
Kantenhighlight
Iraqi Sand
Vallejo 70.819
Pin Wash
Brown Wash for German Dark Yellow
A.MIG-1000
Lüfter / tiefe Öffnungen
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
Reifen / Gummi
German Grey
Vallejo 70.995
Ketten Grundfarbe
Track Primer
Vallejo 70.304
Ketten Wash
Schwarzes Oil Wash
Ölfarbe / Oil Wash
MGs / Metall
Gunmetal Grey
Vallejo 70.863
Holz
Flat Brown
Vallejo 70.984
Holz Highlight
Flat Earth
Vallejo 70.983
Planen / Gepäck
Olive Grey
Vallejo 70.888
Staub
Iraqi Sand
Vallejo 70.819
Mein Ablauf für M50, M51, AMX-13, Magach und Sho’t
Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) flächig mit der Airbrush auftragen.
Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Sand Beige vorsichtig aufhellen.
Kanten mit Vallejo Iraqi Sand dezent hervorheben oder trockenbürsten.
Decals und Fahrzeugmarkierungen aufbringen.
Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
Planen, Kanister, Taschen und weiteres Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
Zum Schluss hellen Staub und trockenen Schmutz im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.
Bei 15 mm würde ich den Kontrast etwas stärker setzen als bei einem größeren Modell. Gerade M50/M51, AMX-13 und Magach und Centurion (Sho’t) leben von klaren Kanten, dunklen Laufwerken und leicht aufgehellten Oberseiten. Große Rosteffekte passen weniger gut; Staub, ausgebleichte Flächen und kleinere Gebrauchsspuren wirken für die IDF stimmiger.
Israelischer Centurion/Sho’t im Oktober 1973. Foto: Israel Press and Photo Agency / Dan Hadani Collection, National Library of Israel, via Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
Infanterie 1967–1973
Die Felduniform Madei Bet wird allgemein als Olive Drab beschrieben. Deshalb wähle ich für Fate of a Nation eine gedämpfte Olive-/Khaki-Palette verwenden und die Figuren erst durch Highlights etwas heller ziehen.
Bereich
Farbe
Vallejo
Uniform
Brown Violet
70.887
Uniform-Highlight
Green Grey
70.886
Helm
Olive Grey
70.888
Webbing / Taschen
Green Grey oder Khaki
70.886 / 70.988
Haut
Flat Flesh
70.955
Holz
Flat Brown
70.984
Holz-Highlight
Flat Earth
70.983
Metall
German Grey
70.995
Metall-Highlight
London Grey
70.836
Stiefel
Black
70.950
Stiefel-Highlight
German Grey
70.995
Allgemeines Wash
Nuln Oil
Citadel / Games Workshop
Gesicht / Haut Wash
Agrax Earthshade
Citadel / Games Workshop
Mein Ablauf für die Infanterie
Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
Uniform mit Brown Violet 70.887 bemalen.
Helm mit Olive Grey 70.888 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Green Grey 70.886 oder Khaki 70.988 bemalen.
Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.995 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
Helm und Webbing mit Green Grey 70.886 beziehungsweise einer helleren Khaki-Abstufung akzentuieren.
Haut mit Basic Skin Tone 70.815 aufhellen.
Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
Stiefel mit German Grey 70.995 akzentuieren.
Bei Fallschirmjägern beziehungsweise Figuren mit Barett die jeweilige Sonderfarbe ergänzen.
Bases gestalten und den Staubton an Fahrzeuge und Gelände anpassen.
Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit den Grundfarben aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich bei 15 mm vor allem an Schultern, Knien, Taschen, Gesicht und Helmrand.
Fallschirmjäger und Reservisten
Auch Fallschirmjäger und Reservisten bleiben grundsätzlich in derselben olivgrünen Farbfamilie. Abwechslung entsteht eher über leicht unterschiedliche Uniformtöne, Ausrüstung und Kopfbedeckungen als durch komplett andere Uniformfarben.
Gerade bei einer 1967er Armee darf die Infanterie ruhig etwas uneinheitlich wirken: einzelne Uniformen etwas khakiger, andere etwas grüner. Bei den Paratroopers kann ein dunkelroter beziehungsweise bordeauxfarbener Barettton als zusätzlicher Farbakzent verwendet werden, sofern die Figur entsprechend modelliert ist.
Luftunterstützung
Bei der Luftwaffe lohnt sich die Trennung nach Zeitraum. Für den Sechstagekrieg 1967 passen vor allem die frühen israelischen Jets und deren damalige Lackierungen; 1973 sind dagegen A-4 Skyhawk und F-4 Phantom in der typischen mehrfarbigen Wüstentarnung besonders charakteristisch.
1967
Für eine reine Sechstagekrieg-Armee sind Mirage IIIC und andere frühe IAF-Muster eine passende optische Ergänzung. Naturmetall beziehungsweise die zeitgenössischen frühen Lackierungen wirken hier stimmiger als die spätere dreifarbige Tarnung.
1973
Für den Jom-Kippur-Krieg passt die bekannte israelische Dreifarbtarnung aus Sand, Grün und Braun über einer hellen Unterseite. Wer A-4 Skyhawks einsetzt, kann den Bemalablauf aus dem Team-Yankee-Guide grundsätzlich übernehmen, sollte sich aber an einer Maschine aus dem Jahr 1973 orientieren.
Bases
Bei den Bases würde ich denselben Grundgedanken wie beim Team-Yankee-Guide verwenden: trockene, helle Erdtöne, feiner Sand, kleinere Steine und wenig Vegetation. Für Sinai-Platten darf der Ton heller und trockener sein; für Golanhöhen und nördliche Schauplätze kann etwas mehr dunkle Erde und Vegetation verwendet werden.
Der Staubton der Bases sollte sich leicht an den unteren Fahrzeugbereichen wiederfinden. Dadurch wirken Infanterie und Panzer trotz unterschiedlicher Grundfarben als zusammengehörige Armee.
Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee
Alle M50/M51, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit 70.614 IDF Israeli Sand Grey versehen.
Fahrzeugdetails, Markierungen, Wash und Weathering in Serie abarbeiten.
Infanterie zugweise mit der gedeckten Olive-/Khaki-Palette bemalen.
Fallschirmjäger und Reservisten mit kleinen Farbvariationen ergänzen.
Luftunterstützung separat passend zum gewählten Zeitraum 1967 oder 1973 bemalen.
Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.
So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee gleich, während Infanterie, Fahrzeuge und Luftunterstützung trotzdem klar nach dem Zeitraum 1967–1973 aussehen.
Die 6. Südafrikanische Panzerdivision wurde am 1. Februar 1943 aus Freiwilligen und Veteranen früherer südafrikanischer Divisionen aufgestellt. Unter Generalmajor W. H. E. Poole kämpfte sie von Cassino über Florenz und die Apenninen bis in die Po-Ebene.
Der Weg der 6. Südafrikanischen Panzerdivision durch Italien.
Die Karte fasst die wichtigsten Etappen vom Raum Cassino bis Treviso zusammen. Bild: Battlefront Miniatures.
Schneller Vormarsch nach Rom
Nach der alliierten Öffnung der Hitler-Linie wurde die Division dem I. Kanadischen Korps unterstellt und anschließend Teil des britischen III. Korps. Im Juni 1944 durchbrach die 11. Südafrikanische Panzerbrigade eine starke Panzerabwehrstellung bei Celleno; innerhalb von zehn Tagen legte der Verband rund 121 Kilometer bis Orvieto zurück.
Trasimene-Linie und Florenz
Bei Chiusi traf die Division auf hartnäckigen Widerstand der Fallschirmpanzerdivision Hermann Göring. Nach dem Durchbruch durch die Trasimene-Linie kämpfte sie gemeinsam mit britischen und neuseeländischen Verbänden weiter nach Norden. Ende Juli erreichten südafrikanische Vorausabteilungen Florenz und fanden einen der wenigen noch intakten Übergänge.
Gotenstellung und Frühjahrsoffensive
Ab September 1944 führte die Route 64 in die Apenninen. Zerstörte Brücken, enge Straßen und Herbstregen verlangsamten jede Bewegung. Die Division nahm unter hohen Anstrengungen mehrere Höhenzüge, wurde dann über den Winter aufgefüllt und griff im April 1945 Monte Sole und Monte Caprara an. Anschließend stieß sie durch die Po-Ebene vor, bis die deutschen Kräfte in Italien kapitulierten.
Lokaler Download
6. Südafrikanische Panzerdivision
Historischer Hintergrund zur 6. Südafrikanischen Panzerdivision in Italien.