Flames of War: Die 6. Südafrikanische Panzerdivision in Italien

Die 6. Südafrikanische Panzerdivision wurde am 1. Februar 1943 aus Freiwilligen und Veteranen früherer südafrikanischer Divisionen aufgestellt. Unter Generalmajor W. H. E. Poole kämpfte sie von Cassino über Florenz und die Apenninen bis in die Po-Ebene.

Der Weg der 6. Südafrikanischen Panzerdivision durch Italien.

Die Karte fasst die wichtigsten Etappen vom Raum Cassino bis Treviso zusammen. Bild: Battlefront Miniatures.

Schneller Vormarsch nach Rom

Nach der alliierten Öffnung der Hitler-Linie wurde die Division dem I. Kanadischen Korps unterstellt und anschließend Teil des britischen III. Korps. Im Juni 1944 durchbrach die 11. Südafrikanische Panzerbrigade eine starke Panzerabwehrstellung bei Celleno; innerhalb von zehn Tagen legte der Verband rund 121 Kilometer bis Orvieto zurück.

Trasimene-Linie und Florenz

Bei Chiusi traf die Division auf hartnäckigen Widerstand der Fallschirmpanzerdivision Hermann Göring. Nach dem Durchbruch durch die Trasimene-Linie kämpfte sie gemeinsam mit britischen und neuseeländischen Verbänden weiter nach Norden. Ende Juli erreichten südafrikanische Vorausabteilungen Florenz und fanden einen der wenigen noch intakten Übergänge.

Gotenstellung und Frühjahrsoffensive

Ab September 1944 führte die Route 64 in die Apenninen. Zerstörte Brücken, enge Straßen und Herbstregen verlangsamten jede Bewegung. Die Division nahm unter hohen Anstrengungen mehrere Höhenzüge, wurde dann über den Winter aufgefüllt und griff im April 1945 Monte Sole und Monte Caprara an. Anschließend stieß sie durch die Po-Ebene vor, bis die deutschen Kräfte in Italien kapitulierten.

Lokaler Download

6. Südafrikanische Panzerdivision

Historischer Hintergrund zur 6. Südafrikanischen Panzerdivision in Italien.

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Quelle: 6th South African Armoured Division.

Fate of a Nation – An-Nakhl

Szenario im Überblick

An-Nakhl spielt am 8. Juni 1967 im Sinai während des Sechstagekriegs. Teile der ägyptischen 6. mechanisierten Division befinden sich auf dem Rückzug. Israelische Kräfte der Zippori Brigade versuchen, ihnen bei An-Nakhl den Weg nach Westen abzuschneiden.

Das Battlefront-Szenario weist ausdrücklich darauf hin, dass der genaue Ablauf des historischen Gefechts nur unvollständig dokumentiert ist. Die dargestellten Streitkräfte und der Ablauf sind deshalb als spielerische Rekonstruktion zu verstehen.

Historischer Hintergrund

Die israelische 8. mechanisierte Brigade unter Oberst Avraham „Albert“ Mendler verfolgte die zurückweichenden ägyptischen Kräfte. Teile von Ugdah Sharon stießen in Richtung An-Nakhl vor, um den Rückzug der ägyptischen Verbände zu unterbrechen. An der Spitze befand sich die 14. Brigade unter Oberst Mordechai „Motke“ Zippori, die An-Nakhl am Morgen des 8. Juni erreichte.

Operationen im Sinai am 7.–8. Juni 1967. Karte: Department of History, U.S. Military Academy, Public Domain, via Wikimedia Commons.

Mission und Sonderregeln

Gespielt wird die Mission Fighting Withdrawal aus dem Fate-of-a-Nation-Regelwerk. Die israelische Zippori Brigade ist der Angreifer, die ägyptische 6. mechanisierte Division verteidigt. Da die Israelis direkt aus dem Vormarsch in das Gefecht gehen, erhalten sie keine Prepared Positions.

Optional kann die Tageszeit ausgewürfelt werden: bei einer 1 beginnt das Spiel bei Dämmerung, bei 2–3 im Morgengrauen und bei 4–6 bei Tageslicht. Ohne diese optionale Regel wird bei Tageslicht gespielt. Bei Dämmerung verlieren die ägyptischen Kräfte ihre vorbereiteten Stellungen; beide Seiten beginnen außerdem mit zwei Platoons beziehungsweise Companies in Reserve. Für die israelische Seite nennt das Szenario Sho’t und M3D 120mm Mortars als naheliegende Reserve.

Das Szenario verwendet außerdem die Regeln für das Desert Fort. Auf dem Spielfeld liegen die Missionsziele Crossroads, Mosque und Fort.

Israelische Streitkräfte – Zippori Brigade

EinheitAufstellung
P’lugah Tan’kim HQ1× M50 „French“ Sherman
Tan’kim Platoon3× M51 Isherman
Tan’kim Platoon4× M50 „French“ Sherman
Tan’kim Platoon2× Sho’t
120mm Mortar Platoon2× M3D (120mm)
Ch’ir Mamochan (Motorised) Platoon3 Rifle Squads & Weapons Squad

Ägyptische Streitkräfte – 6th Mekaneekey Division

EinheitAufstellung
Tank Battalion HQ1× T-55
Tank Company10× T-55
Tank Company10× Centurion 3
Heavy Tank Company10× IS-3M
Mechanised Company3 Infantry Platoons, 2× RPD LMG, 2× B-10 82mm recoilless, 6× BTR-152

Das Szenario erweitern

Für einen größeren Tisch beziehungsweise eine größere israelische Streitmacht schlägt das Szenario zusätzliche M51- oder Sho’t-Platoons, weitere Infanterie, einige AMX-13 sowie ein Sayur-Platoon mit einer Mischung aus Jeeps und M3-Halftracks vor. Damit lässt sich das Szenario gut als Ausgangspunkt für eine größere Fate-of-a-Nation-V2-Armee nutzen.

Regeln und Download

An-Nakhl – Szenario

Szenario-PDF mit historischem Hintergrund, Spielaufbau, Sonderregeln und den vorgeschlagenen Streitkräften für Israel und Ägypten.

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Hinweis: Die historischen Angaben und die vorgeschlagenen Streitkräfte auf dieser Seite folgen dem Battlefront-Szenario „The Battle of An-Nakhl“. Wo der historische Ablauf nicht gesichert ist, wird dies nicht als gesicherte Rekonstruktion dargestellt.

Flames of War: Italienfeldzug – Armeen, Ortona und Spielhilfen

Battlefront hat mehrere ältere Beiträge zum Italienfeldzug 1943 bis 1945 neu aufbereitet. Statt daraus viele kleine Meldungen zu machen, fasse ich die zusammengehörenden Inhalte hier als Überblick zusammen: den Verlauf des Feldzuges, polnische, britische und deutsche Verbände sowie Ortona und das spielbare Casa-Berardi-Szenario.

Casa Berardi ist eines der ungewöhnlicheren Szenarien des Italienfeldzuges. Bild: Battlefront Miniatures

Vom Mittelmeer bis zur Gotenstellung

Nach dem Ende der Kämpfe auf Sizilien landeten die Alliierten im September 1943 auf dem italienischen Festland. Der Vormarsch entwickelte sich nicht zum schnellen Durchbruch: Wetter, Gebirge, zerstörte Verkehrswege und vorbereitete deutsche Stellungen verlangsamten jede Offensive. Die Gustav-Linie mit Monte Cassino und später die Gotenstellung bildeten die bekanntesten Verteidigungsräume.

Der Adriasektor

Für den Spieltisch bietet der Feldzug amphibische Landungen, Flussübergänge, Winterstellungen, enge Ortschaften und Gebirgskämpfe. Entlang der Adriaküste führte der alliierte Vormarsch über den Moro in Richtung Ortona – bei schlechtem Wetter und durch schwer passierbares Gelände.

Bild: Battlefront Miniatures

Das 2. Polnische Korps

Der Weg des 2. Polnischen Korps durch Italien. Bild: Battlefront Miniatures

Von der Sowjetunion nach Italien

Unter General Władysław Anders führte der Weg des Korps aus der Sowjetunion über den Nahen Osten nach Italien. Dazu gehörten unter anderem die 3. Karpaten-Schützendivision, die 5. Kresowa-Infanteriedivision und die 2. Panzerbrigade. Besonders eng ist sein Name mit Monte Cassino verbunden.

Bild: Battlefront Miniatures

Guards und deutsche Verteidiger

Die 1st Guards Brigade kämpfte unter anderem am Garigliano, bei Cassino und beim Vorstoß zur Gotenstellung. Die 24th Guards Brigade diente im Italienfeldzug überwiegend bei der 6. Südafrikanischen Panzerdivision und nahm 1945 an den letzten Operationen in Norditalien teil.

Die Guards auf dem Spieltisch

Die Command Card stellt die ruhige, disziplinierte Reaktion der Guards unter Druck dar und gibt einer thematischen Italy Rifle Company ein eigenes Profil.

Bild: Battlefront Miniatures

Auf deutscher Seite war das Bild nicht weniger vielfältig. Neben Panzergrenadier- und Infanteriedivisionen kamen Fallschirmjäger, Gebirgsjäger, Luftwaffen-Felddivisionen und verschiedene Panzerjägerverbände zum Einsatz. Dadurch lassen sich thematische deutsche Armeen aufbauen, die nicht nur aus den bekanntesten Panzertypen bestehen.

Ortona und Casa Berardi

Im Dezember 1943 traf die kanadische 1. Infanteriedivision bei Ortona auf die deutsche 1. Fallschirmjägerdivision. Das schwierige Gelände, zerstörte Gebäude und erbitterte Häuserkämpfe brachten der Schlacht den Beinamen „Little Stalingrad“ ein. Das Casa-Berardi-Szenario setzt einige Tage vor den eigentlichen Straßenkämpfen an.

Kanadier: Infanterie des Royal 22e Régiment mit Sherman-Unterstützung. Bild: Battlefront Miniatures

Deutsche Verteidiger: Fallschirmjäger, Panzergrenadiere und Panzer IV. Bild: Battlefront Miniatures

Die Szenariokarte

Die Aufstellungskarte liegt auf Seite 2 des Szenario-PDFs. Zwei Ziele stehen im kanadischen Aufstellungsraum; kanadische und deutsche Reserven kommen von unterschiedlichen Tischkanten. Die Karte enthält außerdem alle Mindestabstände für Aufstellung und Reserven.

Casa Berardi: vollständige Szenarioseite mit Aufstellungskarte, Gelände-, Aufstellungs- und Siegbedingungen. Quelle: Battlefront Miniatures

  • Die Kanadier beginnen mit zwei Rifle Platoons und einem Sherman-Zug auf dem Tisch; eine Einheit bleibt im Hinterhalt.
  • Weitere kanadische Kräfte kommen als Immediate Reserves über die gegenüberliegende Tischkante.
  • Mindestens die Hälfte der deutschen Einheiten beginnt in Scattered Immediate Reserves.
  • Die Kanadier haben den ersten Zug; beide Seiten gewinnen über die zwei Missionsziele und die im PDF beschriebenen Bedingungen.

Downloads

Ortona – Casa Berardi Szenario

Vier Seiten mit Hintergrund, Aufstellungskarte, Missionsregeln, Paul-Triquet-Charakterkarte und Streitkräften.

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Die Schlacht um Ortona

Ausführlicher historischer Hintergrund als offizielles Battlefront-PDF.

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1st und 24th Guards Brigades

Historischer Hintergrund und Spielmaterial für beide Guards Brigades.

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Die Originalbeiträge findet ihr bei Battlefront unter anderem zur Geschichte des Italienfeldzuges, zu Polish Forces, Italy 1944, zur Schlacht um Ortona und zum Casa-Berardi-Szenario.

‘NAM: Südkoreanische Streitkräfte in Vietnam

Battlefront hat für ‘NAM ein kostenloses Briefing zu den südkoreanischen Streitkräften im Vietnamkrieg veröffentlicht. Damit kommt eine weitere wichtige alliierte Nation auf den Spieltisch, die neben den amerikanischen, australischen und südvietnamesischen Truppen oft etwas in den Hintergrund gerät.

Historischer Hintergrund

Zwischen 1964 und 1973 dienten mehr als 310.000 südkoreanische Soldaten und Marines in Vietnam. Südkorea stellte damit nach den USA das größte ausländische Truppenkontingent auf Seiten Südvietnams.

Zu den bekanntesten Verbänden gehörten die 2. Marinebrigade „Blue Dragon“, die Capital Infantry Division „Fierce Tiger“ und die 9. Infanteriedivision „White Horse“. Ihr Einsatzgebiet lag vor allem in den Küstenprovinzen und im zentralen Hochland. Dort sicherten die Einheiten wichtige Straßen, Stützpunkte und Versorgungswege.

Battlefront geht im Begleitartikel unter anderem auf die Kämpfe bei Đức Cơ und Trà Bình Động sowie auf die groß angelegte Operation Hong Kil Dong ein. Besonders hervorgehoben werden die stark befestigten Kompaniestützpunkte, aggressive Patrouillen und die sehr disziplinierte Verteidigung der südkoreanischen Einheiten.

Die Südkoreaner in ‘NAM

Das 16-seitige PDF enthält drei vollständige Formationen:

  • South Korean Rifle Company
  • South Korean Marine Rifle Company
  • M113 ACAV Armoured Cavalry Troop

Die Armee kann damit als klassische Infanterietruppe, als Marineverband der Blue Dragons oder als bewegliche mechanisierte Formation gespielt werden. Bei der Unterstützung stehen unter anderem 105-mm- und 155-mm-Artillerie, befestigte Firebases, M40-Jeeps mit rückstoßfreien Geschützen, M113 ACAV und M125-Mörserträger zur Verfügung.

Zusätzlich lassen sich amerikanische Einheiten einbinden. Dazu gehören M48 Patton, weitere M113 ACAV, M42 Duster, Hubschrauber und verschiedene Luftunterstützungsoptionen. Auch eine alliierte Formation aus einer NATO- oder Free-World-Armee ist möglich.

Sonderregeln und Modelle

Eigene Regeln gibt es unter anderem für Firebases, befestigte Nester und die Nahverteidigung mit Buckshot-Munition. Damit liegt der Schwerpunkt deutlich auf vorbereiteten Stellungen, Artillerieunterstützung und einer hartnäckigen Verteidigung.

Für den Aufbau der Armee können viele bereits vorhandene ‘NAM-Modelle genutzt werden. Battlefront nennt unter anderem die bekannten US-Infanteriemodelle, M113, LVTP-5, M40-Jeeps sowie die amerikanischen 105-mm- und 155-mm-Geschütze. Auf der letzten Seite befindet sich außerdem ein Bemalleitfaden für Infanterie und Fahrzeuge.

Mein Eindruck

Da ich bereits US-Truppen für ‘NAM habe, ist das Briefing für mich besonders interessant. Viele Fahrzeuge und Unterstützungswaffen sind bereits vorhanden und können auch für die südkoreanischen Formationen verwendet werden. Für eine neue Armee muss man daher nicht zwangsläufig bei null anfangen.

Spielerisch gefallen mir besonders die Verbindung aus Infanterie, befestigten Firebases und amerikanischer Unterstützung sowie die Möglichkeit, die Blue Dragon Marines als eigene Formation einzusetzen. Damit unterscheiden sich die Südkoreaner ausreichend von einer normalen US-Armee und bieten gleichzeitig viele Möglichkeiten, vorhandene Modelle weiterzuverwenden.

South Korean Forces in Vietnam

Kostenloses offizielles ‘NAM-Briefing von Battlefront (PDF, 16 Seiten).

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Den historischen Begleitartikel findet ihr bei Battlefront: South Korean Forces in Vietnam.