Bei den wiederaufgelegten seltenen Modellen habe ich ein wenig zugeschlagen und heute kam die Lieferung von Frontlinegames.
Neben einem vierten Whizz-Bang – den ich schon seit Jahren suche – habe ich noch ein paar seltene Modelle der Gebirgsjäger und der Fallschirmjäger (Battleworn) bekommen. Zudem einen Satz MGs + Gränze um Stuarts u Jalopys umzubauen.
Battlefront setzt das Made-to-Order-Programm im September 2026 fort. Dabei kehren ältere Artikel für einen begrenzten Zeitraum in die Fertigung zurück. Diesmal richtet sich die Aktion vor allem an Spieler, die vorbereitete Stellungen und Missionsziele mit passenden Geländeteilen darstellen möchten.
Dug In Marker machen eingegrabene Einheiten auf dem Spieltisch sofort erkennbar. Bild: Battlefront Miniatures
Dug In Markers
Bei den Dug In Markers werden sowohl Log Emplacements als auch Sandbags angeboten. Damit lassen sich vorbereitete Infanteriestellungen deutlich schöner markieren als mit einem einfachen Pappmarker. Durch die flache Form bleiben die Positionen auch dann praktisch, wenn eine Einheit direkt darüber oder daneben stehen muss.
Gun Pits
Stellungen für Geschütze
Auch die Gun Pits gibt es als Holz- und Sandsackstellung. Sie rahmen Panzerabwehrkanonen, Artillerie oder Flak sichtbar ein und passen besonders gut zu Missionen mit vorbereiteten Verteidigern.
Bild: Battlefront Miniatures
Vielseitig bemalbar
Solche Geländestücke sind für mich vor allem deshalb interessant, weil sie nicht an eine einzelne Nation gebunden sind. Holzstellungen und Sandsäcke funktionieren mit einer passenden Bemalung in zahlreichen Armeen und Epochen. Eine erdige Grundfarbe, Wash, trocken gebürstete Kanten und etwas Gras oder Schlamm reichen meist schon aus, damit die Marker zum restlichen Spieltisch passen.
Bestellzeitraum und Händler
Laut Battlefront läuft die Aktion von Samstag, 5. September, bis Freitag, 1. Oktober 2026. Die Bestellung erfolgt über teilnehmende Händler. Für Deutschland nennt Battlefront in der europäischen Liste Fantasywelt und Frontline Games.
Made to Order bedeutet, dass die Artikel nur innerhalb dieses Zeitfensters bestellt und anschließend für die eingegangenen Bestellungen produziert werden. Preise, Lieferzeiten und tatsächliche Verfügbarkeit können je Händler abweichen.
Für die polnischen Streitkräfte des frühen Zweiten Weltkriegs sind zwei weitere Battlefront-Bausätze neu gelistet: kleine TKS-Tanketten und gepanzerte Spähwagen vom Typ wz. 34. Beide Sets sind ausdrücklich für 15-mm-Spiele ausgelegt.
TKS Tankette Platoon (Polish)(EW)
Produktcode: PL010 Preis: 31,50 € Händler: Frontline Games
Tropische Uniformen bringen sofort Abwechslung in eine deutsche Fallschirmjäger-Armee. Zwischen beigefarbenen Knochensäcken, gelblich-oliven Hosen, feldgrauen Kleidungsstücken und abgenutzter Ausrüstung entsteht ein deutlich lebendigeres Bild als bei einer völlig einheitlich bemalten Truppe.
Victor Pesch zeigt im englischen Battlefront-Beitrag Painting Tropical Fallschirmjäger, wie er die neuen Figuren für einen Zug im Italien-Thema bemalt. Hier findet ihr die Methode als deutsche Schritt-für-Schritt-Hilfe. Die Bilder stammen von Battlefront Miniatures und können durch Anklicken vergrößert werden.
1. Grundierung und Grundfarben
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Die Figuren werden zunächst schwarz grundiert. Damit Beige- und Sandtöne anschließend nicht mühsam direkt über Schwarz aufgebaut werden müssen, folgt eine Khaki-Grundfarbe aus der Airbrush. Wer keine Airbrush besitzt, kann diesen Schritt auch mit mehreren dünnen Pinselschichten erledigen.
Der Knochensack erhält German Camo Beige als hellere Basis. Ein vorsichtiges Trockenbürsten erzeugt bereits die erste Schattierung. Danach werden Hosen, Ausrüstung, Waffen, Haut und Leder sauber als Farbflächen angelegt.
Bilder: Battlefront Miniatures
2. Schwarzes Wash
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Anschließend wird die komplette Figur mit einem schwarzen Wash behandelt. Das Ergebnis wirkt zunächst sehr dunkel, doch Falten, Gurte und Ausrüstungsdetails werden klar voneinander getrennt.
Der Vorteil dieser Methode: Für die erste Aufhellung können größtenteils wieder die ursprünglichen Grundfarben verwendet werden. Man braucht also nicht für jede Fläche sofort einen eigenen helleren Farbton.
Bilder: Battlefront Miniatures
3. Kanten und erhabene Stellen hervorheben
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Nach dem vollständigen Trocknen des Washs werden die erhabenen Flächen wieder mit den jeweiligen Grundfarben bemalt. Das Wash bleibt nur in Vertiefungen und zwischen Details sichtbar.
Ein zweites, gezieltes Highlight lohnt sich vor allem an Gesicht, Kanten der Kleidung, Helm, Metall und stark beanspruchten Lederteilen. Bei 15-mm-Figuren darf dieser Kontrast ruhig etwas kräftiger ausfallen, damit er auf dem Spieltisch noch zu erkennen ist.
Bilder: Battlefront Miniatures
Die verwendeten Farben
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Splittertarn-Knochensack: German Camo Beige 821, Stone Grey 884
Grüne Tarnflecken: Luftwaffe Camouflage Green 823, German Camouflage Bright Green 833
Braune Tarnflecken: Chocolate Brown 872
Tropenhose und unbezogener Helm: Green Ochre 914, Dark Sand 847
Feldgraue Hose: German Field Grey WWII 830; als zweites Highlight mit Stone Grey 884 gemischt
Waffenmetall: Gunmetal Grey 863, Oily Steel 865
Holz: Beige Brown 875, Tan Earth 874
Segeltuch: Stone Grey 884
Lackiertes Metall: Middlestone 882, Dark Sand 847
Braunes Leder: Leather Brown 871, Beige Brown 875
Schwarzes Leder: German Grey 995, Grey Green 866
Haut: Medium Fleshtone 860, Flat Flesh 955
Farbreferenz: Battlefront Miniatures. Zwischen Grundfarbe und Highlights wird ein schwarzes Wash verwendet.
Tipp: Abgenutztes Leder
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Für abgewetzte Gurte und Taschen wird die hellere Lederfarbe nicht als gleichmäßige Linie aufgemalt. Stattdessen tupft man sie vorsichtig und unregelmäßig auf die Kanten. So entstehen kleine Gebrauchsspuren, die natürlicher wirken als ein sauberes Kantenhighlight.
Bild: Battlefront Miniatures
Mehr Abwechslung im Zug
Besonders gut gefällt mir die Mischung aus tropisch gelblichen und feldgrauen Hosen. Auch die gelb lackierten Helme müssen nicht fabrikneu aussehen: Mit einem kleinen Stück Schwamm lässt sich German Grey vorsichtig auftupfen, sodass an einzelnen Stellen die dunklere Farbe unter dem Tropenanstrich hervortritt.
Das Verfahren eignet sich nicht nur für Italien. Mit kleinen Änderungen funktioniert es ebenso für Fallschirmjäger in Nordafrika und andere deutsche Truppen mit tropischer Bekleidung. Passend zur Anleitung zeigt Battlefront das Fallschirmjäger Platoon (Battleworn), GE763.
Wer schon einmal vor einem Abziehbilderbogen für britische Sherman oder Churchill gesessen hat, kennt das Problem: Die einzelnen Zeichen sehen interessant aus, aber welches gehört eigentlich zu welcher Einheit? Im Italienfeldzug wird die Sache nicht einfacher, denn neben britischen Verbänden kämpften dort auch kanadische, neuseeländische, südafrikanische und polnische Panzertruppen.
Taktisches Zeichen: Das geometrische Zeichen an Turm oder Wannenseite kennzeichnet innerhalb des Regiments die jeweilige Schwadron.
Verbandszeichen: Ein Divisions- oder Brigadesymbol zeigt, zu welchem Großverband das Fahrzeug gehört.
Arm of Service: Das farbige Rechteck mit Nummer ordnet das Fahrzeug seiner Einheit und Aufgabe zu.
Für ein stimmiges Modell sollte man zuerst Einheit und Zeitraum festlegen. Zwischen der Gustav-Linie im Mai 1944, der Gotenstellung ab August und den letzten Kriegsmonaten wechselten Verbände, Unterstellungen und teilweise auch Markierungen.
Panzerdivisionen in Italien
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Markierungen der Panzerdivisionen
Den Kern bildeten die 5. Kanadische, die britische 6. und die 6. Südafrikanische Panzerdivision. Die britische 1. Panzerdivision kam erst zur Gotenstellung nach Italien und wurde noch 1944 aufgelöst. Aus der polnischen 2. Panzerbrigade entstand 1945 eine Division, die vor Kriegsende jedoch nicht mehr zu einem größeren Einsatz kam.
Abbildung: Battlefront Miniatures
Die 7. Panzerdivision war zwar zu Beginn des Jahres 1944 noch in Italien, wurde aber für die Vorbereitung auf die Landung in der Normandie nach Großbritannien verlegt. Ihre 7. Panzerbrigade blieb dagegen im Mittelmeerraum und behielt eigene Traditionszeichen.
Unabhängige Panzerbrigaden
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7th Armoured Brigade
Die Brigade führte eine Variante der bekannten Wüstenratte als Verbandszeichen. Bei den Arm-of-Service-Feldern blieb sie bei der Nummernreihe 50 bis 54, wie sie bei Panzerdivisionen üblich war. Das ist eine schöne Möglichkeit, einen britischen Sherman mit deutlichem Bezug zur Wüstenvergangenheit der Einheit zu bauen.
Abbildung: Battlefront Miniatures
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9th Armoured Brigade
Das Brigadesymbol zeigt ein Pferd auf grünem Grund. Battlefront geht davon aus, dass der Verband in Italien zur roten Arm-of-Service-Reihe 50 bis 54 wechselte. Manche Fahrzeuge konnten außerdem ein weißes Farnblatt auf schwarzem Feld tragen – eine Erinnerung an die Zusammenarbeit mit der 2. Neuseeländischen Division in Nordafrika.
Abbildung: Battlefront Miniatures
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23rd Armoured Brigade
Das auffällige Zeichen der Brigade ist der Liver Bird, das Wappentier der Stadt Liverpool. Die Quellenlage zu den Sherman der Brigade ist dünn; auch Battlefront kennzeichnet die Verwendung der Nummernreihe 50 bis 54 daher als Annahme. Für ein historisch orientiertes Modell sollte man diesen Punkt im Hinterkopf behalten.
Abbildung: Battlefront Miniatures
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4th New Zealand Armoured Brigade
Die Neuseeländer kombinierten das Arm-of-Service-Zeichen mit dem silbernen Farn als Einheitssymbol. Auch die Nummernfolge war eigenständig. Dadurch heben sich neuseeländische Sherman deutlich von britischen Fahrzeugen ab und lassen sich auf dem Spieltisch schnell erkennen.
Abbildung: Battlefront Miniatures
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1st Canadian Armoured Brigade
Die unabhängige kanadische Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175 auf einem blau-braunen Feld. Beim Verbandszeichen lag ein gelbes Ahornblatt über einem waagerecht schwarz-rot-schwarz geteilten Rechteck. Die Brigade besaß kein eigenes Motor Battalion.
Abbildung: Battlefront Miniatures
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2nd Polish Armoured Brigade
Die polnische Brigade führte den gepanzerten Arm mit Flügelschwert als Brigadesymbol. Ihre Arm-of-Service-Nummern liefen von 50 bis 53. Ein Motor Battalion kam erst hinzu, als der Verband 1945 zur Division erweitert wurde.
Abbildung: Battlefront Miniatures
Die britischen Tank Brigades
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21st Tank Brigade
Das Diabolo war ein wichtiger Bestandteil des Brigadesymbols. Bis 1944 wurde daraus eine besonders auffällige Kombination aus gelbem Kreis, blauem Diabolo und rotem Teufel. Die Brigade verwendete die Nummern 172 bis 175. Beim Einsatz an der Gotenstellung wurden die Farben der Arm-of-Service-Felder an die 1. Kanadische Panzerbrigade angeglichen.
Abbildung: Battlefront Miniatures
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25th Tank Brigade
Hier erscheint ein schwarzes Diabolo auf einem rot-gelben Schild. Nach der Unterstützung kanadischer Truppen beim Durchbruch durch die Hitler-Linie erhielt die Brigade 1944 ein Ahornblatt, das im oberen Dreieck des Zeichens saß. Die Arm-of-Service-Nummern 160 bis 163 standen auf schwarzem Grund.
Abbildung: Battlefront Miniatures
So gehe ich beim Markieren vor
Zuerst lege ich den Einsatzzeitraum fest: Gustav-Linie, Gotenstellung oder Frühjahr 1945.
Danach wähle ich Brigade beziehungsweise Division und das konkrete Regiment.
Das Verbandszeichen und das passende Arm-of-Service-Feld werden für alle Fahrzeuge des Zuges einheitlich vorbereitet.
Erst anschließend kommen die taktischen Schwadronszeichen und individuelle Fahrzeugnamen hinzu.
Vor dem Versiegeln mit Klarlack vergleiche ich die Anordnung noch einmal mit der Battlefront-Tafel.
Wer die Zeichen nicht von Hand malen möchte, findet viele davon im British Late War (Italy) Decal Set BR948. Der Satz enthält vier Bögen mit Divisionszeichen, taktischen Markierungen und Sternen.
Battlefront öffnet mit dem aktuellen Early Access noch einmal die Tür zu seltenen Modellen aus der Vergangenheit. Darunter sind einige Bausätze, Figuren und Geländestücke, die längere Zeit nur schwer oder gar nicht zu bekommen waren.
Bei Frontline Games sind 34 der 40 angekündigten Artikel bereits bestellbar. Die Hälfte davon ist direkt lagernd, die andere Hälfte kann trotz des aktuellen Hinweises „Momentan nicht auf Lager“ in den Warenkorb gelegt werden. Wer eine ältere Armee vervollständigen oder eines der besonderen Modelle nachholen möchte, sollte sich die Auswahl daher rechtzeitig ansehen.
Die Early-Access-Zeitfenster
Deutsche Modelle: bis 6. September 2026
Amerikanische Modelle und Warriors of Italy: bis 13. September 2026
Geschütze und Haubitzen: bis 20. September 2026
European House und Ruined Church: bis 27. September 2026
Die vollständige Auswahl und die jeweiligen Fristen findet ihr auf der Early-Access-Seite von Battlefront. Die oben verlinkten Artikel führen direkt zu Frontline Games.
Für mein Flames of War-Projekt zur Ardennenoffensive sind drei Panther fertig geworden. Die Fahrzeuge tragen eine helle, stark beanspruchte Wintertarnung und sollen wirken, als hätten sie bereits einige Kilometer auf verschneiten und schlammigen Straßen hinter sich.