Fate of a Nation: Meine geplante IDF-Liste für den Sechstagekrieg 1967

Für mein israelisches Projekt zum Sechstagekrieg 1967 steht jetzt auch die erste konkrete Liste für Fate of a Nation. Als Grundlage dient eine Sherman Tank Company mit 100 Punkten.

Die komplette Liste ist hier abrufbar: Shared List bei FoW Lists.

Sherman Tank Company als Kern

Das HQ besteht aus zwei Sherman mit 75-mm-Kanone für 4 Punkte. Dazu kommen zwei Pflichtzüge mit jeweils vier Isherman mit 105-mm-Kanone für jeweils 16 Punkte sowie ein weiterer Zug mit drei Isherman für 12 Punkte.

  • Sherman Tank Company HQ: 2 Sherman (75mm) – 4 Punkte
  • Sherman Tank Platoon: 4 Isherman (105mm) – 16 Punkte
  • Sherman Tank Platoon: 4 Isherman (105mm) – 16 Punkte
  • Sherman Tank Platoon: 3 Isherman (105mm) – 12 Punkte

Infanterie und Artillerie

Ergänzt wird die Formation durch ein M3 Mech Infantry Platoon für 9 Punkte. Laut Liste besteht es aus fünf FN-FAL-Teams mit MECAR, einem FN-MAG-Team, einem M2 60mm, einem Blindicide und vier M3A.

Für Artillerieunterstützung ist eine M3D 120mm Artillery Battery mit vier M3D für 6 Punkte dabei.

Formation Support

Bei der Unterstützung kommen drei Sho’t mit 105-mm-Kanone für 27 Punkte dazu. Außerdem stehen drei AMX für 6 Punkte sowie ein M3A Sayur Platoon mit zwei Sayur M3A (20mm) und zwei Sayur Jeeps für 4 Punkte in der Liste.

  • 3 Sho’t (105mm) – 27 Punkte
  • 3 AMX – 6 Punkte
  • 2 Sayur M3A (20mm) und 2 Sayur Jeep – 4 Punkte

100 Punkte für 1967

Damit kommt die Liste genau auf 100 Punkte. Der Schwerpunkt liegt klar auf den Sherman-Zügen, während Sho’t, AMX, mechanisierte Infanterie, Artillerie und Sayur die Formation ergänzen.

Für mein Projekt zum Sechstagekrieg ist das damit die erste feste Zielgröße für den Aufbau der israelischen Armee. Die Liste kann später nach den ersten Spielen noch angepasst werden.

Neu: IDF-Fahrzeugmarkierungen für Team Yankee und Fate of a Nation

Wer israelische Panzer bemalt, kommt an den weißen taktischen Markierungen kaum vorbei. Dazu gibt es jetzt eine eigene Übersichtsseite für Team Yankee und Fate of a Nation.

Die Seite erklärt die Bedeutung der Streifen am Kanonenrohr, der Chevrons, Zugnummern und hebräischen Buchstaben. Außerdem geht es um Luftidentifikationsmarkierungen, Unterschiede zwischen den Epochen und die praktische Umsetzung mit Decals auf 15-mm-Modellen.

Zum Guide: IDF-Fahrzeugmarkierungen

Fate of a Nation: Neue Wüstenregeln und Geländeübersicht

Für Fate of a Nation gibt es auf dem Blog jetzt eine neue Seite zu Wüstenregeln und Gelände für Spiele im Westjordanland, im Gazastreifen und auf dem Sinai.

Die Spielhilfe fasst die wichtigsten Geländearten zusammen und ordnet sie den drei Regionen als typisch, örtlich oder selten zu. Dazu gehören harte Wüste, Felder und Terrassen, felsiges Gelände, Wadis, Olivenhaine, Palmen, Gebäude, Ruinen, Mauern, Sanddünen, Oasen, Salzflächen, Steilhänge sowie Straßen und Eisenbahnlinien.

Ergänzt werden die Geländeregeln durch Staubwolken hinter schnell fahrenden Fahrzeugen und eine optionale Khamseen-Regel für Sandstürme.

Die Spielhilfe liegt in einer deutschen und einer englischen Fassung vor und ist als inoffizielles Fanprojekt gedacht. Offizielle Publikationen von Battlefront haben bei abweichenden Regelangaben Vorrang.

Zur neuen Seite: Fate of a Nation – Wüstenregeln und Gelände

Fate of a Nation – Wüstenregeln und Gelände

Für Spiele im Westjordanland, im Gazastreifen und auf dem Sinai unterscheiden sich die typischen Geländeformen deutlich. Diese inoffizielle Spielhilfe fasst dafür Geländeregeln zusammen und ordnet die einzelnen Geländearten nach ihrer regionalen Plausibilität ein.

Die Einstufungen typisch, örtlich und selten beschreiben dabei nicht, wie oft ein Geländestück in jedem Spiel vorkommen muss. Sie zeigen, wie gut die jeweilige Geländeart geografisch zur Region passt.

Westjordanland, Gazastreifen und Sinai

Das Westjordanland wird vor allem durch Kalksteinhöhen, Terrassenfelder, Olivenhaine und Wadis geprägt. Der Gazastreifen ist eine niedrige Küstenebene mit Dünen, Feldern, dichter Bebauung und Wadi Gaza. Auf dem Sinai wechseln sandige Ebenen im Norden, Kies- und Kalksteinplateaus in der Mitte sowie felsiges Gebirge mit Wadis und Oasen im Süden.

Gelände und Bewegung

Die Spielhilfe unterscheidet zwischen Road, Cross-country, Difficult, Very Difficult und Impassable. Zusätzlich werden Geländearten nach ihrer Höhe behandelt: flaches Gelände blockiert keine Sicht, niedriges Gelände kann Concealment geben und hohes Gelände blockiert die Sicht.

Behandelt werden unter anderem harte Wüste und offenes Gelände, Felder und Terrassen, felsiger Boden, Wadis, Olivenhaine, Buschwerk, Palmenhaine, Gebäude und Ruinen, Mauern und alte Wüstenforts, Sanddünen, weicher Sand, Oasen, Salzflächen, Steilhänge, Straßen und Eisenbahnlinien.

Staubwolken und Khamseen

Eine zusätzliche Regel behandelt Staubwolken hinter schnell fahrenden Fahrzeugen. Bewegt sich ein Fahrzeug mehr als 10 cm beziehungsweise 4 Zoll, wird hinter ihm ein Staubmarker platziert. Truppen hinter diesem Marker sind Concealed, erhalten dadurch aber kein Bulletproof Cover.

Als optionale Wetterregel kann außerdem ein Khamseen eingesetzt werden. Vor seinem Eintreffen beginnt der Sandsturm bei einer 1; während des Sturms gelten eingeschränkte Sichtbedingungen nach den Night-Fighting-Regeln. Ab seinem Eintreffen endet er bei einer 5+.

Vor dem Spiel festlegen

Die Spielhilfe empfiehlt, vor Spielbeginn eindeutig festzulegen, welche Kanten, Rampen, Kliffseiten, Waldflächen und Ruinenhöhen tatsächlich regelrelevant sind. Gespielt wird grundsätzlich das, was auf dem Tisch sichtbar modelliert ist.

Downloads

Die Spielhilfe liegt in einer deutschen und einer englischen Fassung vor. Beide PDFs enthalten dieselben Geländearten, Regionsbewertungen und Zusatzregeln.

FAON – Wüstenregeln (deutsch)

PDF mit Wüstenregeln für FAON.

PDF herunterladen

FAON – Dessert Terrain Rules (english)

PDF document with rules for desser terrain in FAON.

PDF herunterladen

Hinweis zum Fanprojekt

Die beiden Dokumente sind ein inoffizielles, nichtkommerzielles Fanprojekt und nicht mit Battlefront Miniatures verbunden oder von Battlefront freigegeben. Die Regeltexte wurden zusammengefasst und neu formuliert; offizielle Publikationen haben Vorrang.

Neu: Fate of a Nation – IDF Painting Guide 1967–1973

Passend zu Fate of a Nation gibt es jetzt einen eigenen IDF Painting Guide für den Zeitraum vom Sechstagekrieg bis zum Jom-Kippur-Krieg.

Der Guide arbeitet bei den Fahrzeugen mit Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) als Basis und enthält die abgestimmten Farben für Aufhellungen, Kanten, Washes, Ketten, Holz und Weathering. Für die Infanterie gibt es eine eigene 1967–73-Palette mit Nuln Oil und Agrax Earthshade sowie einen vollständigen Bemalablauf.

Zum Fate of a Nation – IDF Painting Guide

Fate of a Nation – Desert Fort

Das Desert Fort ist eine große Befestigung für Wüstenszenarien und wird unter anderem im Fate-of-a-Nation-Umfeld verwendet. Die Regeln behandeln Aufbau, Besatzung, Beschuss, Sturmangriffe und die Platzierung des Forts auf dem Spielfeld.

Aufbau des Desert Fort

Das Fort besteht aus vier Mauern und vier Ecktürmen. Eine der Mauern besitzt ein großes Haupttor. Im Fort gibt es drei nutzbare Bereiche: die Zinnen, die unteren Ebenen von Mauern und Türmen sowie den Innenhof.

  • Infanterie kann die Zinnen einer Mauer besetzen.
  • Infanterie und Man-packed Gun Teams können die Zinnen eines Turms besetzen.
  • Infanterie und Gun Teams können die untere Ebene von Mauern und Türmen besetzen.
  • Gun Ports erlauben Gun Teams das Schießen, Rifle Ports entsprechend der Infanterie.

Schutz und Beschuss

Mauern und Türme geben gegen Beschuss von außerhalb Concealment und Bulletproof Cover. Dieser Schutz gilt nicht gegen Beschuss aus dem Inneren des Forts. Teams auf Mauern und Türmen können außerdem nicht Gone to Ground sein.

Treffer durch Waffen mit der Eigenschaft Bunker Buster sind besonders gefährlich: Wird ein Team in einer Mauer oder einem Turm getroffen, erhält jedes weitere Team im selben Abschnitt ebenfalls einen Treffer.

Mauern überwinden und stürmen

Mauern und Türme sind normalerweise unpassierbar. Infanterie kann sie jedoch erklimmen, wenn sich kein gegnerisches Team innerhalb von 2 Zoll beziehungsweise 5 cm befindet. Dafür ist ein Skill Check nötig. Mountaineers bestehen diesen Test automatisch.

Von außen dürfen nur Infanterieteams einen Sturmangriff gegen das Fort führen. Mauern und Türme werden dabei wie ein Linear Obstacle behandelt. Wird ein gegnerisches Team auf der anderen Seite zerstört, kann die angreifende Infanterie auf die Zinnen nachrücken.

Das Haupttor

Eigene Truppen können das Tor ohne Einschränkung benutzen. Für gegnerische vollkettengetriebene Fahrzeuge gilt es als Very Difficult Going; für andere gegnerische Teams ist es zunächst unpassierbar.

Infanterie oder ein vollkettengetriebenes Fahrzeug direkt am Tor können versuchen, es im Nahkampf aufzubrechen. Ein erfolgreicher Treffer reicht aus. Misslingt der Versuch eines Fahrzeugs, wird es Bogged Down. Pioneer Teams dürfen fehlgeschlagene Skill Tests gegen das Tor wiederholen.

Auch Bunker-Buster-Waffen können das Tor öffnen. Sie müssen sich innerhalb von 16 Zoll beziehungsweise 40 cm befinden und Sichtlinie auf das Tor haben. Ein erfolgreicher Skill Test zerstört das Tor.

Aufstellung und Missionsziele

Ein Desert Fort macht die zugehörige Streitmacht zu einer Fortified Company. In Missionen mit der Sonderregel Defensive Battle verteidigt diese Streitmacht immer.

Nach der Platzierung des Forts zählt sein Innenraum zusätzlich als Aufstellungszone für den Besitzer. Maximal ein Missionsziel darf innerhalb des Forts liegen. Alle weiteren Missionsziele müssen mehr als 4 Zoll beziehungsweise 10 cm von der Außenseite entfernt platziert werden.

Eigene Teams dürfen das Fort freiwillig nur durch das Haupttor oder eine zerstörte Mauer verlassen. Wird das Fort vollständig aufgegeben, gilt es als unbesetzt. Danach können Truppen beider Seiten hineinziehen und es erneut besetzen.

Regeln als PDF

FAON – Desert Fort

Offizielle Battlefront-Regeln für Aufbau, Besatzung, Beschuss, Sturmangriffe und Aufstellung des Desert Fort.

PDF herunterladen

Quelle: Battlefront Miniatures, Desert Fort Rules.

Fate of a Nation (2018) – Wissensdatenbank

Für Fate of a Nation gibt es mit der Ausgabe von 2018 vier spielbare Fraktionen mit unterschiedlichen Formationen, Einheiten und Ausrüstungsvarianten. Gleichzeitig deckt das Spiel sowohl den Sechstagekrieg 1967 als auch den Jom-Kippur-Krieg 1973 ab. Nicht jede im Spiel verfügbare Ausrüstung war jedoch in beiden Konflikten tatsächlich bei der jeweiligen Nation im Einsatz.

Genau daraus ist diese Wissensdatenbank entstanden. Sie soll Spielmaterial und historische Einordnung miteinander verbinden und schnell beantwortbar machen: Welche Fraktion kann welche Formationen und Einheiten einsetzen? Welche Ausrüstung gehört dazu? Und war dieses Fahrzeug oder Waffensystem 1967 beziehungsweise 1973 tatsächlich verfügbar?

Woher kommt die Wissensdatenbank?

Ausgangspunkt sind die nach Erscheinen der 2018er Ausgabe veröffentlichten Force Tables von Michael McSwiney auf Miniature Ordnance Review. Darin werden die Formationen und Ausrüstungsoptionen aus Fate of a Nation danach eingeordnet, ob sie im Sechstagekrieg 1967, im Jom-Kippur-Krieg 1973 oder in beiden Konflikten eingesetzt wurden.

Diese Tabellen wurden in eine strukturierte Excel-Datenbank übertragen. Ergänzend wurden Battlefront-Informationen und weitere historische Quellen verwendet. Die historischen Einsatzzeiträume werden getrennt von den eigentlichen Spieldaten geführt und mit einer eigenen Datenqualität gekennzeichnet.

Was ist das Ziel?

Die Datenbank ist vor allem für Recherche, Armeezusammenstellung und Szenariobau gedacht. Sie soll keine Battlefront-Regelbücher ersetzen, sondern eine zusätzliche Übersicht bieten.

  • Fraktionen und deren übergeordnete Formationen übersichtlich erfassen.
  • Tatsächlich auswählbare Platoons, Companies, Troops, Batteries und vergleichbare Einheiten getrennt auflisten.
  • Die zugehörige Hauptausrüstung mit der jeweiligen Fraktion verknüpfen.
  • Historisch zwischen dem Sechstagekrieg 1967 und dem Jom-Kippur-Krieg 1973 unterscheiden.
  • Ergänzende Einführungs- und Einsatzzeiträume der Ausrüstung erfassen.
  • Über ein Vergleichsjahr sichtbar machen, welche Systeme 1967 beziehungsweise 1973 historisch zur jeweiligen Nation passen.

Aktueller Umfang

Die aktuelle Arbeitsversion enthält die vier in Fate of a Nation 2018 behandelten Fraktionen:

  • Israel
  • Ägypten
  • Syrien
  • Jordanien

Erfasst werden die zugehörigen Formationen, auswählbaren Einheiten und deren Ausrüstung sowie die historische Zuordnung zu 1967 und 1973. Der Datenbestand soll mit weiteren Quellen schrittweise geprüft und ergänzt werden.

Aufbau der Excel-Datei

Die Datenbank ist bewusst in mehrere Ebenen getrennt. Die Grundstruktur lautet:

Fraktion → Formation → Einheit → Ausrüstung / Historie

BlattInhalt
ÜbersichtKennzahlen und Vergleichsjahr für die historische Einordnung
FraktionenIsrael, Ägypten, Syrien und Jordanien
Formationenübergeordnete Force-/Formation-Strukturen
Einheitenauswählbare Platoons, Companies, Troops, Batteries usw.
Ausrüstung & HistorieAusrüstungssysteme, historische Verfügbarkeit, Datenqualität und Hinweise
QuellenSpiel- und historische Quellen mit Verwendungszweck
LegendeStatusdefinitionen, Datenqualität und Vergleichsjahre

Das Vergleichsjahr

Ein zentraler Bestandteil ist das Vergleichsjahr. Für Fate of a Nation sind dabei vor allem 1967 und 1973 relevant. Wird das Jahr geändert, lässt sich erkennen, welche Ausrüstung für die jeweilige Nation zu diesem Zeitpunkt historisch passend ist.

Damit kann beispielsweise eine israelische oder ägyptische Streitmacht gezielt für den Sechstagekrieg zusammengestellt werden, ohne versehentlich Fahrzeuge oder Waffensysteme einzusetzen, die erst später verfügbar waren.

Was die Datenbank bewusst nicht ersetzt

Punktewerte, vollständige Unit-Card-Profile und Regeltexte bleiben den offiziellen Battlefront-Regeln vorbehalten. Die Wissensdatenbank ist keine Ersatzregelquelle und soll auch keine vollständigen Regelbücher abbilden.

Sie ist vielmehr eine Recherchehilfe: für historische Armeezusammenstellungen, zeitlich passende Szenarien und für die Frage, wie gut eine konkrete Fate of a Nation-Auswahl zum Sechstagekrieg 1967 oder zum Jom-Kippur-Krieg 1973 passt.

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Fate of a Nation – Wissendatenbank

Excel Liste mit realen Verfügbarkeitsinformationen zu Einheiten in Fate of a Nation.

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Hinweis zur Erstellung mit KI

Disclaimer: Diese Wissensdatenbank wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt, strukturiert und recherchiert. Die KI wurde insbesondere genutzt, um Spiel- und historische Informationen zusammenzuführen, Quellen zuzuordnen und die Daten in eine einheitliche Struktur zu bringen.

Trotz Quellenangaben und Plausibilitätsprüfung können Fehler, unvollständige Datensätze oder falsche Zuordnungen enthalten sein. Besonders historische Einsatzzeiträume und die genaue Zusammensetzung einzelner Streitkräfte können je nach Quelle unterschiedlich dokumentiert sein. Die Datenbank ist deshalb als Arbeits- und Recherchehilfe zu verstehen, nicht als wissenschaftlich oder militärhistorisch verbindliche Quelle.

Wer einen Fehler findet oder eine bessere Primärquelle kennt, darf sich gerne melden. Die Datenbank soll mit der Zeit weiter verbessert und ergänzt werden.

Team Yankee / Fate of a Nation – IDF Fahrzeugmarkierungen

Nach dem Listenbau und der Bemalung fehlt bei meinen Israelis noch ein Punkt, der bei den Fahrzeugen erstaunlich viel ausmacht: die taktischen Markierungen. Die weißen Streifen, Chevrons, Zahlen und hebräischen Buchstaben auf israelischen Panzern sind nicht einfach nur Dekoration, sondern bilden ein System zur Kennzeichnung von Bataillon, Kompanie, Zug und einzelnen Fahrzeugen.

Battlefront erklärt dieses System in einem älteren Hobbyartikel zu israelischen Panzerkennzeichnungen. Der Artikel bezieht sich in erster Linie auf die Markierungen der Arabisch-Israelischen Kriege, die Grundlogik findet sich aber auch an späteren IDF-Fahrzeugen und ist deshalb eine sehr gute Hilfe für Merkava, Magach und Sho’t in World War III: Team Yankee.

Das Grundprinzip der IDF-Markierungen

Battlefront beschreibt ein relativ einfaches Grundschema. Entscheidend ist, dass mehrere Zeichen zusammengehören und nicht beliebig kombiniert werden sollten.

KennzeichnungBedeutungGrundprinzip
Streifen am KanonenrohrBataillonein Streifen = 1. Bataillon, zwei Streifen = 2. Bataillon usw.
Chevron / V-ZeichenKompanienach unten = 1. Kompanie, nach vorn = 2. Kompanie, nach oben = 3. Kompanie
ZahlZugnormalerweise 1, 2, 3 oder 4
hebräischer BuchstabeFahrzeug innerhalb des ZugesAlef (א), Bet (ב), Gimel (ג), teilweise auch Dalet (ד)
breiter weißer Streifen mit schwarzer UmrandungLuftidentifikationvor allem für die älteren Konflikte typisch; über Motordeck und teilweise Turmdach

1. Die Streifen am Kanonenrohr: das Bataillon

Am einfachsten zu erkennen sind die weißen Ringe beziehungsweise Streifen am Kanonenrohr. Ihre Anzahl kennzeichnet das Bataillon innerhalb der Brigade. Ein Panzer mit einem Streifen gehört damit zum 1. Bataillon, zwei Streifen stehen für das 2. Bataillon und so weiter.

Dieses Prinzip ist auch bei deutlich späteren Merkava noch zu finden. Für eine Team-Yankee-Armee ist es deshalb eine gute Möglichkeit, alle Panzer einer Formation optisch miteinander zu verbinden.

2. Der Chevron zeigt die Kompanie

Die großen V-förmigen Zeichen kennzeichnen die Kompanie. Bei dem von Battlefront beschriebenen System zeigt der Chevron für die 1. Kompanie nach unten, für die 2. Kompanie nach vorn und für die 3. Kompanie nach oben.

Bei späteren Fahrzeugen gibt es weitere Varianten und zusätzliche Kennzeichnungen an den Kotflügeln. Für das Modell ist vor allem wichtig, dass Chevron und übrige taktische Zeichen zueinander passen. Gerade bei Merkava sollte man deshalb nicht einfach verschiedene Decals nach Optik mischen.

3. Zahl und hebräischer Buchstabe: Zug und einzelner Panzer

Die Zugzuordnung erfolgt über eine Zahl. Battlefront nennt dafür die Zahlen 1 bis 4. Der hebräische Buchstabe kennzeichnet anschließend das einzelne Fahrzeug innerhalb des Zuges. Verwendet werden unter anderem Alef (א), Bet (ב) und Gimel (ג); in späteren Systemen findet sich auch Dalet (ד).

Damit lässt sich ein Fahrzeug sehr konkret lesen. Eine Kennzeichnung wie 3 Bet steht beispielsweise für das mit Bet gekennzeichnete Fahrzeug des 3. Zuges. Auf späteren Merkava tauchen diese Kombinationen zusätzlich auf den großen Markierungstafeln am Turmkorb und auf den Kotflügeln auf.

4. Luftidentifikation: nicht für jede Epoche gleich

Der Battlefront-Artikel beschreibt außerdem einen breiten weißen Streifen mit schwarzer Umrandung als Luftidentifikationsmarkierung. Dieser verlief über das Motordeck und teilweise weiter über die Rückseite beziehungsweise das Turmdach.

Für meine Team-Yankee-Armee würde ich diese Markierung nicht automatisch auf jedes Fahrzeug übernehmen. Sie gehört vor allem zum Erscheinungsbild der früheren Arabisch-Israelischen Kriege. Die taktischen Grundmarkierungen aus Rohrstreifen, Chevron sowie Zug- und Fahrzeugkennung sind für die späteren Fahrzeuge wesentlich hilfreicher.

Ein praktisches Beispiel für Team Yankee

Wenn ich einen Merkava-Zug als Teil des 1. Bataillons, 2. Kompanie, 3. Zug darstellen möchte, ergibt sich daraus ein schlüssiges Schema:

  • ein weißer Streifen am Kanonenrohr für das 1. Bataillon,
  • ein nach vorn zeigender Chevron für die 2. Kompanie,
  • die Zahl 3 für den 3. Zug,
  • Alef, Bet oder Gimel zur Unterscheidung der einzelnen Panzer.

Damit sehen die Fahrzeuge nicht nur abwechslungsreicher aus, sondern die Decals ergeben auch untereinander Sinn. Für eine komplette Merkava-Formation würde ich deshalb vor dem Aufbringen der Decals einmal festlegen, welches Bataillon, welche Kompanie und welche Zugnummern dargestellt werden sollen.

Decals auf 15-mm-Modellen

Bei 15 mm sind gerade die großen weißen IDF-Markierungen sehr präsent. Deshalb lohnt sich ein sauberer Untergrund. Ich würde die Stelle zunächst mit etwas Glanzlack vorbereiten, das Decal mit Decal Medium beziehungsweise Decal Fix aufbringen und anschließend wieder mit Mattlack versiegeln. Bei langen Rohrstreifen kann es einfacher sein, die Markierung in mehrere kürzere Stücke zu teilen.

Weathering und Staub kommen erst danach. So lassen sich die sehr hellen Decals etwas in die Fahrzeugoberfläche einbinden, ohne dass sie ihre gute Lesbarkeit verlieren.

Quellen

Fate of a Nation – IDF Painting Guide

Für Fate of a Nation soll eine israelische Armee deutlich nach Sechstagekrieg und Jom-Kippur-Krieg aussehen und sich damit auch optisch von einer späteren Team Yankee-IDF unterscheiden. Der grundsätzliche Bemalablauf bleibt derselbe: ein einheitlicher Fahrzeuggrundton, klar getrennte Infanteriefarben, kontrollierte Washes und eher staubiges als rostiges Weathering.

Der wichtigste Unterschied liegt im Zeitraum. Vallejo führt 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) ausdrücklich für die frühe IDF-Farbgebung. Damit ist die Farbe eine sehr passende gemeinsame Basis für Fahrzeuge des Sechstagekriegs 1967 bis zum Jom-Kippur-Krieg 1973.

Fahrzeuge: IDF Israeli Sand Grey 61–73

Für M50 und M51 Sherman, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t, Halbkettenfahrzeuge und Unterstützungsfahrzeuge verwende ich als gemeinsame Grundfarbe Vallejo 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73). Der Ton ist deutlich braungrauer und gedeckter als ein klassisches Wüstengelb und passt damit sehr gut zu israelischen Fahrzeugen der Jahre 1967 bis 1973.

Vallejo unterscheidet in seiner historischen Farbübersicht zusätzlich zwischen Sand Grey 67–73 und einem speziellen IDF Sand Grey 73 (71.141) für den Jom-Kippur-Krieg. Für diesen Guide bleibt 70.614 trotzdem bewusst die gemeinsame Basis: Dadurch wirkt die Armee geschlossen und der Farbton passt besonders gut zu einer Streitmacht, die sowohl 1967 als auch 1973 eingesetzt werden soll.

Bereich Farbe / Produkt Hersteller / Nummer
GrundfarbeIDF Israeli Sand Grey (61–73)Vallejo 70.614
FlächenaufhellungSand BeigeVallejo 71.244
KantenhighlightIraqi SandVallejo 70.819
Pin WashBrown Wash for German Dark YellowA.MIG-1000
Lüfter / tiefe ÖffnungenSchwarzes Oil WashÖlfarbe / Oil Wash
Reifen / GummiGerman GreyVallejo 70.995
Ketten GrundfarbeTrack PrimerVallejo 70.304
Ketten WashSchwarzes Oil WashÖlfarbe / Oil Wash
MGs / MetallGunmetal GreyVallejo 70.863
HolzFlat BrownVallejo 70.984
Holz HighlightFlat EarthVallejo 70.983
Planen / GepäckOlive GreyVallejo 70.888
StaubIraqi SandVallejo 70.819

Mein Ablauf für M50, M51, AMX-13, Magach und Sho’t

  1. Modelle schwarz oder dunkelgrau grundieren.
  2. 70.614 IDF Israeli Sand Grey (61–73) flächig mit der Airbrush auftragen.
  3. Obere Flächen und große horizontale Bereiche mit Vallejo Sand Beige vorsichtig aufhellen.
  4. Kanten mit Vallejo Iraqi Sand dezent hervorheben oder trockenbürsten.
  5. Decals und Fahrzeugmarkierungen aufbringen.
  6. Mit A.MIG-1000 Brown Wash for German Dark Yellow ein gezieltes Pin Wash an Luken, Fugen, Schweißnähten, Nieten und Vertiefungen setzen.
  7. Lüftergitter und besonders tiefe Öffnungen zusätzlich mit schwarzem Oil Wash abdunkeln.
  8. Ketten mit Track Primer bemalen und anschließend mit schwarzem Oil Wash behandeln.
  9. Reifen in einem dunklen Grau, MGs und Metallteile passend absetzen.
  10. Holzstiele und Holzteile mit Flat Brown bemalen und mit Flat Earth highlighten.
  11. Planen, Kanister, Taschen und weiteres Gepäck in Olive-, Khaki- und Brauntönen absetzen.
  12. Zum Schluss hellen Staub und trockenen Schmutz im unteren Fahrzeugbereich ergänzen.

Bei 15 mm würde ich den Kontrast etwas stärker setzen als bei einem größeren Modell. Gerade M50/M51, AMX-13 und Magach und Centurion (Sho’t) leben von klaren Kanten, dunklen Laufwerken und leicht aufgehellten Oberseiten. Große Rosteffekte passen weniger gut; Staub, ausgebleichte Flächen und kleinere Gebrauchsspuren wirken für die IDF stimmiger.

Infanterie 1967–1973

Die Felduniform Madei Bet wird allgemein als Olive Drab beschrieben. Deshalb wähle ich für Fate of a Nation eine gedämpfte Olive-/Khaki-Palette verwenden und die Figuren erst durch Highlights etwas heller ziehen.

Bereich Farbe Vallejo
UniformBrown Violet70.887
Uniform-HighlightGreen Grey70.886
HelmOlive Grey70.888
Webbing / TaschenGreen Grey oder Khaki70.886 / 70.988
HautFlat Flesh70.955
HolzFlat Brown70.984
Holz-HighlightFlat Earth70.983
MetallGerman Grey70.995
Metall-HighlightLondon Grey70.836
StiefelBlack70.950
Stiefel-HighlightGerman Grey70.995
Allgemeines WashNuln OilCitadel / Games Workshop
Gesicht / Haut WashAgrax EarthshadeCitadel / Games Workshop

Mein Ablauf für die Infanterie

  1. Figuren schwarz oder dunkelgrau grundieren.
  2. Uniform mit Brown Violet 70.887 bemalen.
  3. Helm mit Olive Grey 70.888 und Webbing beziehungsweise Taschen mit Green Grey 70.886 oder Khaki 70.988 bemalen.
  4. Haut mit Flat Flesh 70.955, Holz mit Flat Brown 70.984, Metall mit German Grey 70.995 und Stiefel mit Black 70.950 bemalen.
  5. Die komplette Figur mit Nuln Oil kontrolliert washen. Überschüssiges Wash auf größeren Flächen mit dem Pinsel wieder abnehmen.
  6. Gesichter und Hände zusätzlich gezielt mit Agrax Earthshade washen.
  7. Nach dem Wash die jeweiligen Grundfarben auf den erhabenen Flächen wieder herstellen.
  8. Uniform mit Green Grey 70.886 highlighten.
  9. Helm und Webbing mit Green Grey 70.886 beziehungsweise einer helleren Khaki-Abstufung akzentuieren.
  10. Haut mit Basic Skin Tone 70.815 aufhellen.
  11. Holz mit Flat Earth 70.983 highlighten.
  12. Metall mit London Grey 70.836 leicht hervorheben.
  13. Stiefel mit German Grey 70.995 akzentuieren.
  14. Bei Fallschirmjägern beziehungsweise Figuren mit Barett die jeweilige Sonderfarbe ergänzen.
  15. Bases gestalten und den Staubton an Fahrzeuge und Gelände anpassen.

Nach den Grundfarben bekommt die Figur ein kontrolliertes dunkles Wash. Danach werden Uniform, Helm und Ausrüstung wieder mit den Grundfarben aufgehellt. Ein zweites Highlight lohnt sich bei 15 mm vor allem an Schultern, Knien, Taschen, Gesicht und Helmrand.

Fallschirmjäger und Reservisten

Auch Fallschirmjäger und Reservisten bleiben grundsätzlich in derselben olivgrünen Farbfamilie. Abwechslung entsteht eher über leicht unterschiedliche Uniformtöne, Ausrüstung und Kopfbedeckungen als durch komplett andere Uniformfarben.

Gerade bei einer 1967er Armee darf die Infanterie ruhig etwas uneinheitlich wirken: einzelne Uniformen etwas khakiger, andere etwas grüner. Bei den Paratroopers kann ein dunkelroter beziehungsweise bordeauxfarbener Barettton als zusätzlicher Farbakzent verwendet werden, sofern die Figur entsprechend modelliert ist.

Luftunterstützung

Bei der Luftwaffe lohnt sich die Trennung nach Zeitraum. Für den Sechstagekrieg 1967 passen vor allem die frühen israelischen Jets und deren damalige Lackierungen; 1973 sind dagegen A-4 Skyhawk und F-4 Phantom in der typischen mehrfarbigen Wüstentarnung besonders charakteristisch.

1967

Für eine reine Sechstagekrieg-Armee sind Mirage IIIC und andere frühe IAF-Muster eine passende optische Ergänzung. Naturmetall beziehungsweise die zeitgenössischen frühen Lackierungen wirken hier stimmiger als die spätere dreifarbige Tarnung.

1973

Für den Jom-Kippur-Krieg passt die bekannte israelische Dreifarbtarnung aus Sand, Grün und Braun über einer hellen Unterseite. Wer A-4 Skyhawks einsetzt, kann den Bemalablauf aus dem Team-Yankee-Guide grundsätzlich übernehmen, sollte sich aber an einer Maschine aus dem Jahr 1973 orientieren.

Bases

Bei den Bases würde ich denselben Grundgedanken wie beim Team-Yankee-Guide verwenden: trockene, helle Erdtöne, feiner Sand, kleinere Steine und wenig Vegetation. Für Sinai-Platten darf der Ton heller und trockener sein; für Golanhöhen und nördliche Schauplätze kann etwas mehr dunkle Erde und Vegetation verwendet werden.

Der Staubton der Bases sollte sich leicht an den unteren Fahrzeugbereichen wiederfinden. Dadurch wirken Infanterie und Panzer trotz unterschiedlicher Grundfarben als zusammengehörige Armee.

Eine sinnvolle Reihenfolge für die ganze Armee

  1. Alle M50/M51, AMX-13, Magach, Centurion/Sho’t und Unterstützungsfahrzeuge gemeinsam grundieren und mit 70.614 IDF Israeli Sand Grey versehen.
  2. Fahrzeugdetails, Markierungen, Wash und Weathering in Serie abarbeiten.
  3. Infanterie zugweise mit der gedeckten Olive-/Khaki-Palette bemalen.
  4. Fallschirmjäger und Reservisten mit kleinen Farbvariationen ergänzen.
  5. Luftunterstützung separat passend zum gewählten Zeitraum 1967 oder 1973 bemalen.
  6. Alle Bases zum Schluss gemeinsam gestalten und den Staubton noch einmal auf die Fahrzeuge abstimmen.

So bleibt der Grundfarbton über die gesamte Armee gleich, während Infanterie, Fahrzeuge und Luftunterstützung trotzdem klar nach dem Zeitraum 1967–1973 aussehen.

Quellen und Farbreferenzen

Fate of a Nation – Israel im Sechstagekrieg 1967

Mit Fate of a Nation V2 lässt sich ein ziemlich großer Zeitraum der israelisch-arabischen Konflikte abbilden. Für dieses Armeeprojekt möchte ich den Rahmen aber bewusst enger setzen: Es soll eine israelische Armee für den Sechstagekrieg 1967 entstehen – mit Einheiten, die zeitlich in diesen Konflikt passen, und mit dem Sinai als Schwerpunkt.

Als Ausgangspunkt dient das Battlefront-Szenario An-Nakhl. Daraus entsteht keine exakte 1:1-Rekonstruktion der historischen Kampfgruppe, sondern eine spielbare 100-Punkte-Armee für FoAN V2, die sich an den 1967 eingesetzten Fahrzeugen und am Szenario orientiert.

Welche Einheiten passen in das Jahr 1967?

FoAN V2 bietet für Israel auch Fahrzeuge und Waffen an, die erst nach dem Sechstagekrieg in Dienst kamen. Für dieses Projekt ist deshalb zuerst die zeitliche Abgrenzung wichtig. Zum Kern der 1967 passenden Panzer gehören M50 Sherman, M51 Isherman, Sho’t/Centurion und AMX-13. Hinzu kommen die damals noch weit verbreiteten M3-Halftracks mit ihren verschiedenen Aufgaben, motorisierte Infanterie sowie Mörser- und Artillerieunterstützung.

Auch die älteren israelischen M48/Magach-Varianten gehören grundsätzlich in den Zeitraum. Für meine konkrete Armee spielen sie zunächst aber keine Rolle, da der Aufbau gezielt aus dem An-Nakhl-Szenario entwickelt wird.

Was fällt für dieses Projekt heraus?

Einige attraktive FoAN-Optionen bleiben bewusst im Schrank. Der Magach 6 basiert auf dem M60 und kam erst ab 1971 nach Israel. Tiran 4/5 basieren auf erbeuteten T-54/T-55; diese Fahrzeuge wurden erst nach den 1967 gemachten Beutefängen in den israelischen Dienst übernommen. Der M113 kam ebenfalls erst nach dem Sechstagekrieg in größerem Umfang zur IDF. Auch TOW-bewaffnete Fahrzeuge gehören nicht in eine 1967er Armee; TOW-Systeme gelangten erst 1973 nach Israel.

Bei der Luftunterstützung gilt das Gleiche: Ouragan und Mirage passen zum Sechstagekrieg. Der A-4 Skyhawk dagegen nicht. Der erste für Israel bestimmte A-4H flog erst am 27. Oktober 1967, die ersten Maschinen trafen Ende Dezember in Israel ein. Für dieses Projekt ist der Skyhawk damit zeitlich zu spät.

Historische Aufnahmen aus dem Sechstagekrieg

M51 der israelischen 14. Panzerbrigade beim Vormarsch auf der Crimson Axis südlich von Abu Ageila, Sinai, 5. Juni 1967. Foto: Alex Agor / IDF Spokesperson’s Unit, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
M3-Halftracks der israelischen 8. Panzerbrigade, 1967. Die historische Aufnahme zeigt beschädigte Fahrzeuge nahe Givat HaEm. Foto: Bamahane / IDF Archive, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

An-Nakhl – der historische Rahmen

Operationen im Sinai am 7.–8. Juni 1967. Die Karte stammt aus dem Kartenwerk des Department of History der U.S. Military Academy und zeigt die dokumentierten Operationsachsen und Verbände. Public Domain (U.S. Federal Government), via Wikimedia Commons.

Am 8. Juni 1967 bewegten sich israelische Verbände durch den Sinai, während sich Teile der ägyptischen 6. mechanisierten Division in Richtung Westen zurückzogen. Nach der Darstellung im Battlefront-Szenario sollte die israelische Zippori Brigade den Gegner bei An-Nakhl abschneiden, bevor dieser die Pässe weiter westlich erreichen konnte.

Battlefront weist dabei selbst darauf hin, dass über das eigentliche Gefecht nur wenige gesicherte Informationen vorliegen. Das Szenario ist deshalb ausdrücklich als spielerische Rekonstruktion zu verstehen. Das passt für mein Projekt gut: Es liefert einen historischen Rahmen, ohne vorzugeben, eine exakte Order of Battle abzubilden.

Gespielt wird Fighting Withdrawal. Die israelische Seite greift aus der Bewegung an und verfügt deshalb nicht über vorbereitete Stellungen. Als israelische Streitmacht schlägt das Szenario ein M50-HQ, M51 und M50 Sherman, Sho’t, M3D-120-mm-Mörser und motorisierte Infanterie vor.

Für größere Spiele nennt das Szenario ausdrücklich zusätzliche M51 oder Sho’t, weitere Infanterie, AMX-13 und Sayur. Genau an diesem Punkt setzt meine 100-Punkte-Armee an.

Von An-Nakhl zur 100-Punkte-Armee

Die Liste soll den Charakter des Szenarios erhalten, gleichzeitig aber eine vollständige FoAN-V2-Armee mit 100 Punkten ergeben. Der Schwerpunkt liegt deshalb klar auf den Shermans. Die beiden vorhandenen M50 bilden das Company HQ, während alle elf M51 auf drei Platoons verteilt werden.

EinheitModellePunkte
Sherman Tank Company HQ2× M504
M51 Sherman Tank Platoon4× M5116
M51 Sherman Tank Platoon4× M5116
M51 Sherman Tank Platoon3× M5112
Sho’t Tank Platoon3× Sho’t27
M3 Mech Infantry Platoonkleines Platoon9
M3D 120mm Artillery Battery4× M3D6
AMX-13 Tank Platoon3× AMX-136
M3A Sayur Platoon2× M3A Sayur (20mm) + 2× Sayur Jeep (M128)4
Gesamt100

Die elf M51 bilden damit den eigentlichen Panzerkern. Die drei Sho’t sind mit 27 Punkten der teuerste einzelne Block, bringen dafür aber eine deutlich schwerere Panzerkomponente in die Armee. AMX-13 und Sayur übernehmen die bewegliche Seite der Liste. Motorisierte Infanterie und die vier M3D ergänzen die Kampfgruppe um Einheiten, die auch im ursprünglichen An-Nakhl-Szenario eine wichtige Rolle spielen.

Interessant ist noch eine kleine Besonderheit des Szenarios: Wird An-Nakhl bei Dämmerung gespielt, nennt Battlefront ausgerechnet die Sho’t und die M3D als naheliegende israelische Einheiten für die Reserve. Der Sherman-Kern muss dann zunächst ohne diese Unterstützung auskommen.

An-Nakhl – Szenario

Offizielles Szenario-PDF mit Spielaufbau, Sonderregeln und Vorgaben für An-Nakhl.

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Der vorhandene Fuhrpark

Bei den Panzern ist das Projekt bereits sehr gut aufgestellt. Vorhanden sind 11 M51, 2 M50, 6 Sho’t und 8 AMX-13. Für die 100-Punkte-Liste werden davon alle M51 und beide M50 benötigt, dazu drei Sho’t und drei AMX-13. Die übrigen Fahrzeuge bleiben damit als Reserve für spätere Varianten der Liste.

Armeeaufbau: erst Fahrzeuge, dann Infanterie

Bei dieser Menge an Fahrzeugen möchte ich nicht Platoon für Platoon komplett fertigstellen. Stattdessen wird die Armee in zwei große Bemalblöcke geteilt.

Batch 1 – Fahrzeuge

Der erste Batch umfasst die Fahrzeuge der 100-Punkte-Liste: 2 M50, 11 M51, 3 Sho’t, 3 AMX-13, 2 M3A Sayur, 2 Sayur Jeeps (M128) und 4 M3D. Die Arbeitsschritte sollen jeweils über den kompletten Batch laufen: Vorbereitung und Grundierung, Grundfarbe, Aufhellungen, Details, Decals, Wash, Gebrauchsspuren und schließlich Staub und Weathering.

Das sollte bei insgesamt 27 Fahrzeugen deutlich effizienter sein, als jedes Platoon einzeln bis zum letzten Detail fertigzustellen. Gleichzeitig bleibt die Farbgebung über die gesamte Armee möglichst einheitlich.

Batch 2 – Infanterie

Die Infanterie folgt als eigener Arbeitsblock. Das M3 Mech Infantry Platoon wird gemeinsam bemalt und basiert. Fahrzeugbesatzungen können bei Bedarf bereits zusammen mit dem ersten Batch vorbereitet werden, die eigentlichen Infanterieteams bleiben aber bewusst ein separates Teilprojekt.

Aus beiden Arbeitsschritten sollen später eigene Bemalanleitungen entstehen. Der Projektbeitrag hier bleibt damit die zentrale Übersicht, während die detaillierten Step-by-Step-Anleitungen separat gepflegt und von hier aus verlinkt werden können.

Wie geht es weiter?

Die Richtung steht: Israel 1967, Sinai, 100 Punkte. Die Armeeliste ist festgelegt und der größte Teil der Fahrzeuge bereits vorhanden. Als Nächstes werden die noch fehlenden Einheiten ergänzt und anschließend der große Fahrzeug-Batch vorbereitet.

Wenn die Armee fertig ist, soll sie natürlich auch auf den Tisch. Das An-Nakhl-Szenario bietet dafür den passenden Abschluss des Projekts – und gleichzeitig den Ausgangspunkt, mit dem alles begonnen hat.

Quellen und weiterführende Informationen

Grundlage für Szenario und Armeezusammenstellung sind Fate of a Nation V2 sowie das Battlefront-Szenario The Battle of An-Nakhl.