{"id":6707,"date":"2026-09-22T09:14:40","date_gmt":"2026-09-22T07:14:40","guid":{"rendered":"https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/great-war-montauban\/"},"modified":"2026-09-22T09:34:15","modified_gmt":"2026-09-22T07:34:15","slug":"great-war-montauban","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/great-war-montauban\/","title":{"rendered":"Great War \u2013 Montauban"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Szenario im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Battlefront hat mit <strong>Great War Scenario: Montauban<\/strong> ein neues historisches Szenario f\u00fcr <em>Great War<\/em> ver\u00f6ffentlicht. Im Mittelpunkt steht der britische Angriff auf Montauban am 1. Juli 1916, dem ersten Tag der Schlacht an der Somme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Name Somme ist vor allem mit gescheiterten Angriffen, unzerst\u00f6rten deutschen Stellungen und sehr hohen britischen Verlusten verbunden. Im s\u00fcdlichen Abschnitt der Front verlief der Angriff jedoch anders. Die britische 30th Division und die benachbarte 18th (Eastern) Division erreichten ihre Ziele im Raum Montauban. Das Dorf selbst geh\u00f6rte damit zu den wenigen bedeutenden britischen Erfolgen dieses Tages.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dieser Teil der Schlacht eignet sich gut f\u00fcr ein historisches Szenario. Montauban zeigt, dass ein Angriff auf ein vorbereitetes Grabensystem 1916 nicht grunds\u00e4tzlich zum Scheitern verurteilt war. Entscheidend waren die Vorbereitung durch die Artillerie, die Abstimmung zwischen den einzelnen Waffengattungen, eine klare Gliederung des Angriffs und die F\u00e4higkeit, erobertes Gel\u00e4nde schnell zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Battlefront stellt im Originalartikel den historischen Hintergrund und die Umsetzung f\u00fcr den Spieltisch vor. Damit l\u00e4sst sich der Angriff mit britischer und deutscher Infanterie aus der <em>Great War<\/em>-Reihe nachspielen.<\/p>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab248f3d2159&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6ab248f3d2159\" class=\"wp-block-image size-full wp-lightbox-container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"952\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/British_plan_Somme_1_July_1916.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5894\" srcset=\"https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/British_plan_Somme_1_July_1916.png 600w, https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/British_plan_Somme_1_July_1916-189x300.png 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Historischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Offensive an der Somme war urspr\u00fcnglich als gemeinsamer britisch-franz\u00f6sischer Angriff geplant. Durch die deutsche Offensive gegen Verdun verlagerte sich jedoch ein gro\u00dfer Teil der Verantwortung auf die britische Armee. Neben einem Durchbruch durch die deutschen Linien sollte die Offensive deutsche Reserven binden und damit den Druck auf die franz\u00f6sischen Truppen bei Verdun verringern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer mehrt\u00e4gigen Artillerievorbereitung begann der britische Angriff am 1. Juli 1916 um 7.30 Uhr. Vierzehn britische Divisionen traten auf einer breiten Front an. In vielen Abschnitten hatte das vorherige Bombardement weder die deutschen Unterst\u00e4nde zerst\u00f6rt noch den Stacheldraht ausreichend beseitigt. Als das Feuer auf weiter hinten liegende Ziele verlegt wurde, konnten die deutschen Verteidiger ihre Unterst\u00e4nde verlassen und die angreifende Infanterie mit Maschinengewehren, Gewehren und Artillerie unter Feuer nehmen. Die britische Armee erlitt an diesem Tag mehr als 57.000 Verluste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im s\u00fcdlichen Abschnitt bei Montauban waren die Voraussetzungen g\u00fcnstiger. Dort griff die britische 30th Division unmittelbar neben franz\u00f6sischen Verb\u00e4nden an. Die britische und franz\u00f6sische Artillerie arbeitete enger zusammen, das Gel\u00e4nde konnte besser beobachtet werden und das Bombardement hatte die deutschen Stellungen sowie gro\u00dfe Teile des Drahthindernisses tats\u00e4chlich schwer besch\u00e4digt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 30th Division bestand zu einem erheblichen Teil aus den sogenannten Pals Battalions aus Liverpool und Manchester. In diesen Einheiten dienten M\u00e4nner, die sich gemeinsam mit Freunden, Arbeitskollegen oder Nachbarn freiwillig gemeldet hatten. F\u00fcr viele der Bataillone war der Angriff auf Montauban der erste gro\u00dfe Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beiden vorderen Brigaden der Division sollten zun\u00e4chst die deutsche Linie zwischen Dublin Trench und Glatz Redoubt einnehmen. Der Angriff war in mehrere zeitlich aufeinander abgestimmte Abschnitte gegliedert. Anschlie\u00dfend sollte die Reservebrigade durch die bereits eroberten Stellungen vorr\u00fccken und Montauban selbst besetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die britische Infanterie ging hinter einem wandernden Artilleriefeuer vor. Dieses Feuer sollte sich schrittweise vor den angreifenden Truppen verlagern und die deutschen Verteidiger daran hindern, ihre Stellungen rechtzeitig wieder zu besetzen. Anders als in mehreren n\u00f6rdlicheren Frontabschnitten konnte die Infanterie bei Montauban dem Feuerplan weitgehend folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Draht stellte ein geringeres Hindernis dar. Die Artillerie hatte ausreichend gro\u00dfe L\u00fccken geschaffen, sodass die britischen Wellen nicht \u00fcber l\u00e4ngere Zeit vor den deutschen Stellungen aufgehalten wurden. Gerade dieser Punkt war entscheidend: Wo der Draht am 1. Juli nicht zerst\u00f6rt worden war, mussten sich die Angreifer vor den Hindernissen sammeln und wurden zu leichten Zielen f\u00fcr deutsche Maschinengewehre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten britischen Einheiten erreichten die vorderen deutschen Gr\u00e4ben und nahmen anschlie\u00dfend die Stellungen um Dublin Trench, Train Alley und Glatz Redoubt. Danach r\u00fcckten weitere Truppen durch Railway Valley in Richtung Montauban vor. Die Verteidiger leisteten aus einzelnen Gr\u00e4ben, Unterst\u00e4nden und befestigten Positionen weiterhin Widerstand, konnten den britischen Vormarsch aber nicht mehr geschlossen aufhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine besondere Bedrohung stellte die sogenannte Briqueterie dar, eine befestigte Ziegelei s\u00fcdlich von Montauban. Dort waren Maschinengewehre und Grabenm\u00f6rser vermutet worden. Durch das vorherige Bombardement war die Stellung jedoch weitgehend zerst\u00f6rt und konnte vergleichsweise schnell genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im weiteren Verlauf des Vormittags drangen britische Soldaten in das schwer besch\u00e4digte Dorf ein. Dort mussten H\u00e4user, Keller und Unterst\u00e4nde durchsucht werden. Zahlreiche deutsche Soldaten waren durch das Bombardement abgeschnitten oder in ihren Unterk\u00fcnften eingeschlossen worden. Andere zogen sich auf weiter hinten liegende Stellungen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einnahme Montaubans war nicht nur ein \u00f6rtlicher Erfolg. Die britischen Truppen hatten die deutsche erste Stellung \u00fcberwunden, die vorgesehene Angriffstiefe erreicht und eine Ausgangsposition f\u00fcr weitere Operationen in Richtung Bernafay Wood, Tr\u00f4nes Wood und Longueval geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erfolg konnte jedoch nicht unmittelbar zu einem gr\u00f6\u00dferen Durchbruch ausgebaut werden. In den weiter n\u00f6rdlich gelegenen Abschnitten war der britische Angriff gr\u00f6\u00dftenteils gescheitert. Dadurch blieben die Flanken der bei Montauban vorgedrungenen Verb\u00e4nde gef\u00e4hrdet. Die ersch\u00f6pften Truppen mussten zun\u00e4chst das eroberte Gel\u00e4nde sichern, neue Gr\u00e4ben ausheben, Verbindungen zur Artillerie herstellen und sich auf deutsche Gegenangriffe vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Nacht und am folgenden Tag versuchten deutsche Einheiten, verlorene Stellungen zur\u00fcckzugewinnen. Diese Gegenangriffe konnten Montauban jedoch nicht zur\u00fcckerobern. Das Dorf blieb bis zur deutschen Fr\u00fchjahrsoffensive im M\u00e4rz 1918 in alliierter Hand. Im August 1918 wurde es nach einem erneuten deutschen R\u00fcckzug endg\u00fcltig von britischen Truppen zur\u00fcckgewonnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Montauban war damit eine Ausnahme innerhalb des ersten Tages der Somme. Der Erfolg beruhte nicht auf einem einzelnen Faktor. Entscheidend war das Zusammenwirken einer wirksamen Artillerievorbereitung, eines beweglichen Sperrfeuers, besserer franz\u00f6sisch-britischer Koordination, klarer Zwischenziele und einer Reserve, die den Angriff durch die vorderen Verb\u00e4nde fortsetzen konnte.<\/p>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;galleryId&quot;:&quot;6ab248f3d2807&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/gallery\" class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab248f3d2984&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6ab248f3d2984\" class=\"wp-block-image size-large wp-lightbox-container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"629\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" 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Gefechte des Ersten Weltkriegs. Es geht nicht um Panzerangriffe des Jahres 1918, sondern um einen weitgehend von Infanterie, Maschinengewehren, M\u00f6rsern und Artillerie gef\u00fchrten Angriff des Jahres 1916.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch stehen genau die Elemente im Mittelpunkt, die das Bild der Westfront pr\u00e4gen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>vorbereitete Grabensysteme,<\/li>\n\n\n\n<li>Stacheldraht und Niemandsland,<\/li>\n\n\n\n<li>befestigte St\u00fctzpunkte,<\/li>\n\n\n\n<li>Maschinengewehrstellungen,<\/li>\n\n\n\n<li>Artillerievorbereitung,<\/li>\n\n\n\n<li>gestaffelte Infanterieangriffe,<\/li>\n\n\n\n<li>Reserven und Gegenangriffe.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein historisch ungleiches Szenario<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Montauban ist kein klassisches ausgeglichenes Turnierspiel. Die britische Seite greift mit einem konkreten Auftrag und einem festen Zeitplan an. Die deutsche Seite beginnt in vorbereiteten Stellungen und versucht, den Angriff aufzuhalten oder zumindest so lange zu verz\u00f6gern, dass die britischen Ziele nicht vollst\u00e4ndig erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade diese unterschiedlichen Aufgaben machen das Szenario interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der britische Spieler muss den Schwung des Angriffs erhalten. Bleiben einzelne Platoons zu lange vor der ersten Grabenlinie liegen, kann die gesamte zeitliche Planung zusammenbrechen. Gleichzeitig d\u00fcrfen die vorderen Einheiten nicht isoliert werden. Eroberte Stellungen m\u00fcssen gesichert und nachr\u00fcckende Einheiten rechtzeitig nach vorne gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche Spieler kann sich nicht darauf verlassen, den Gegner bereits im Niemandsland vollst\u00e4ndig aufzuhalten. Stattdessen muss er seine Stellungen in der Tiefe nutzen. Einzelne Maschinengewehre, Grabenm\u00f6rser und Infanteriegruppen k\u00f6nnen den britischen Vormarsch verz\u00f6gern, w\u00e4hrend Reserven f\u00fcr Gegenangriffe bereitgehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der britische Angriff<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den britischen Spieler ist die Artillerie der wichtigste Bestandteil des Angriffs. Sie soll nicht allein m\u00f6glichst viele gegnerische Teams ausschalten. Ihre eigentliche Aufgabe besteht darin, die Verteidiger niederzuhalten und der Infanterie den Weg zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die britischen Einheiten sollten deshalb m\u00f6glichst geschlossen hinter dem unterst\u00fctzenden Feuer vorr\u00fccken. Ein zu vorsichtiges Vorgehen gibt den deutschen Verteidigern Zeit, sich neu zu ordnen. Ein zu schneller Angriff kann dagegen dazu f\u00fchren, dass die eigene Infanterie ohne ausreichende Unterst\u00fctzung auf intakte Stellungen trifft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Einnahme der ersten Linie muss der Vormarsch fortgesetzt werden. Dabei sollten m\u00f6glichst frische Einheiten durch die bereits k\u00e4mpfenden Platoons hindurchgehen. Dies entspricht auch dem historischen Angriffsplan der 30th Division: Die f\u00fchrenden Brigaden sollten die vorderen deutschen Stellungen nehmen, w\u00e4hrend die Reservebrigade anschlie\u00dfend den Angriff auf Montauban weiterf\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maschinengewehre und M\u00f6rser eignen sich dazu, noch aktive deutsche Stellungen zu unterdr\u00fccken. Sie sollten nicht zu weit zur\u00fcckbleiben, da ihre Unterst\u00fctzung sp\u00e4testens beim Angriff auf die zweite Linie und das Dorf ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die deutsche Verteidigung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Seite verf\u00fcgt \u00fcber den Vorteil vorbereiteter Stellungen. Diese d\u00fcrfen jedoch nicht als eine einzige durchgehende Verteidigungslinie verstanden werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird die gesamte Infanterie in den vorderen Gr\u00e4ben konzentriert, kann sie durch das Bombardement und den ersten britischen Angriff stark geschw\u00e4cht werden. Sinnvoller ist eine gestaffelte Verteidigung. Einige Einheiten halten die vordere Linie, w\u00e4hrend weitere Platoons tiefer gelegene Gr\u00e4ben, St\u00fctzpunkte oder die Ruinen von Montauban besetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maschinengewehre sollten nach M\u00f6glichkeit \u00fcberlappende Feuerbereiche erhalten. Dabei m\u00fcssen sie nicht zwingend direkt an der vordersten Linie stehen. Eine weiter hinten eingesetzte Maschinengewehrstellung kann britische Truppen unter Feuer nehmen, sobald diese die ersten Gr\u00e4ben verlassen und ihren Angriff fortsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch kleine deutsche Gegenangriffe k\u00f6nnen wichtig sein. Ihr Ziel muss nicht immer die vollst\u00e4ndige R\u00fcckeroberung eines Abschnitts sein. Bereits das Zur\u00fcckwerfen eines britischen Platoons oder das Unterbrechen der Verbindung zwischen zwei Angriffswellen kann den Zeitplan des Gegners st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geeignete Truppen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die britische Seite bietet sich eine infanterielastige Truppe an. Dazu geh\u00f6ren mehrere Rifle Platoons sowie Unterst\u00fctzung durch schwere Maschinengewehre, leichte und schwere Grabenm\u00f6rser und Feldartillerie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da das Szenario 1916 spielt, geh\u00f6ren keine Panzer auf den Tisch. Die ersten britischen Tanks wurden erst im September 1916 w\u00e4hrend der Schlacht von Flers-Courcelette eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf deutscher Seite steht ebenfalls die Infanterie im Mittelpunkt. Maschinengewehre, Minenwerfer und Artillerie erg\u00e4nzen die in den Gr\u00e4ben eingesetzten Rifle Platoons. Die genaue Zusammenstellung und die besonderen Vorgaben sollten aus dem von Battlefront bereitgestellten Szenario \u00fcbernommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn die Armeelisten von <em>Great War<\/em> vor allem die letzten Kriegsjahre abbilden, lassen sich die vorhandenen britischen und deutschen Modelle gut f\u00fcr Montauban verwenden. Schwere Waffen und Spezialtruppen sollten lediglich auf die im Szenario vorgesehenen Einheiten begrenzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Spieltisch<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tisch sollte deutlich als Schlachtfeld von 1916 erkennbar sein. Im Vordergrund liegen die britischen Ausgangsstellungen. Davor befindet sich ein breiter Bereich des Niemandslandes mit Granattrichtern und besch\u00e4digten Drahthindernissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf deutscher Seite folgen mehrere Verteidigungsbereiche. Dazu geh\u00f6ren eine vordere Grabenlinie, Verbindungsgr\u00e4ben, weitere Stellungen in der Tiefe und einzelne befestigte Punkte. Am hinteren Ende des Tisches liegen die Ruinen von Montauban.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist, dass nicht der gesamte Tisch aus gleichm\u00e4\u00dfig verteilten Kratern besteht. Das Gel\u00e4nde sollte den britischen Angriffsweg und die deutsche Verteidigung nachvollziehbar abbilden. Einige Abschnitte des Drahtes k\u00f6nnen durch das Bombardement zerst\u00f6rt sein, w\u00e4hrend andere weiterhin ein Hindernis darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Gestaltung bieten sich an:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>britische und deutsche Sch\u00fctzengr\u00e4ben,<\/li>\n\n\n\n<li>Verbindungsgr\u00e4ben,<\/li>\n\n\n\n<li>besch\u00e4digte Stacheldrahthindernisse,<\/li>\n\n\n\n<li>gro\u00dfe und kleine Granattrichter,<\/li>\n\n\n\n<li>zerst\u00f6rte H\u00e4user,<\/li>\n\n\n\n<li>einzelne Baumreste,<\/li>\n\n\n\n<li>befestigte Maschinengewehrstellungen,<\/li>\n\n\n\n<li>Artillerieeinschl\u00e4ge und aufgew\u00fchlter Boden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade Montauban selbst sollte nicht wie ein vollst\u00e4ndig intaktes franz\u00f6sisches Dorf aussehen. Nach der Artillerievorbereitung bestand es gr\u00f6\u00dftenteils aus besch\u00e4digten oder zerst\u00f6rten Geb\u00e4uden. Wenige Ruinen reichen aus, um den hinteren Bereich des Spielfeldes als eigentliches Angriffsziel erkennbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Szenario ohne Panzer<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fehlen von Tanks ist f\u00fcr <em>Great War<\/em> zun\u00e4chst ungewohnt, da die Fahrzeuge von 1917 und 1918 einen auff\u00e4lligen Teil der Miniaturenreihe bilden. F\u00fcr Montauban ist die Beschr\u00e4nkung auf Infanterie und Artillerie jedoch gerade interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Spiel wird nicht durch die Frage bestimmt, wie schnell ein Tank das deutsche Maschinengewehr ausschalten kann. Stattdessen m\u00fcssen die britischen Spieler ihre Infanterie, M\u00f6rser und Maschinengewehre koordinieren. Die deutsche Seite muss entscheiden, welche Stellungen bis zuletzt gehalten und welche Abschnitte zugunsten einer tieferen Verteidigung aufgegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit zeigt das Szenario sehr gut, wie stark der Erfolg eines Angriffs von Planung und Zusammenarbeit abh\u00e4ngig war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auch als Ausgangspunkt f\u00fcr weitere Spiele<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Montauban kann gut als Beginn einer kleinen Somme-Kampagne verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer britischen Einnahme des Dorfes k\u00f6nnten weitere Spiele um <strong>Bernafay Wood<\/strong>, <strong>Tr\u00f4nes Wood<\/strong>, <strong>Longueval<\/strong> oder <strong>Guillemont<\/strong> folgen. Eine deutsche Gegenangriffsmission in der Nacht nach dem 1. Juli w\u00e4re ebenfalls m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verluste des ersten Spiels k\u00f6nnten dabei in die folgenden Partien \u00fcbernommen werden. Der britische Spieler m\u00fcsste entscheiden, ob er seine ersch\u00f6pften Einheiten sofort weiter einsetzt oder zun\u00e4chst Reserven nach vorne bringt. Die deutsche Seite k\u00f6nnte zus\u00e4tzliche Einheiten erhalten, m\u00fcsste aber gleichzeitig mehrere bedrohte Abschnitte abdecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So entsteht aus dem einzelnen Szenario eine kleine zusammenh\u00e4ngende Kampagne \u00fcber die K\u00e4mpfe am s\u00fcdlichen Rand des britischen Somme-Abschnitts.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Download und Quelle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den historischen Hintergrund, den Spielaufbau und die vollst\u00e4ndigen Szenariovorgaben findet ihr im Battlefront-Artikel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.battlefront-community.com\/article\/great-war-scenario-montauban\/\">Great War Scenario: Montauban bei Battlefront<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-aa0baa59-d0d2-47a0-9652-e170c97bb186\" href=\"https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Montauban-Battle-of-the-Somme-Scenario.pdf\">Montauban-Battle-of-the-Somme-Scenario<\/a><a href=\"https:\/\/becko.tabletop-minis.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Montauban-Battle-of-the-Somme-Scenario.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-aa0baa59-d0d2-47a0-9652-e170c97bb186\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Szenario im \u00dcberblick Battlefront hat mit Great War Scenario: Montauban ein neues historisches Szenario f\u00fcr Great War ver\u00f6ffentlicht. 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